Wie lange Geld nachfordern??

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Wellipetra

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Hallo,

am 11.04.03 bin ich bei meinem jetzigen Mann eingezogen und ab 01.05.03 haben wir das gemeldet. Und die wollten sogar noch für April Geld zurückhaben

Jetzt habe ich in einem andern Thread gelesen, dass das AA zuviel gezahltes Geld 4 Jahre lang zurückfordern kann.

Wie lange kann ich zuwenig gezahltes Geld nachfordern??
 

wolliohne

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Immer !

eine genaue Zahl kann ich Dir nicht nennen,
ich würde es schnellstens versuchen.

Einfach Formlos Rückforderungs Antrag stellen,notfalls per SG !

Viel Glück.
 

Martin Behrsing

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Die Aufrechnungsmöglichkeit ist auf drei Jahre beschränkt. Nach Ablauf der Frist endet für den gleichen Aufrechnungsanspruch die Möglichkeit weiterer Aufrechnungen. Dagegen kann ein neuer, vom vorherigen Anspruch unabhängiger Anspruch auf Erstattung oder auf Schadenersatz danach erneut aufgerechnet werden.
§ 43 SGB II
Aufrechnung
Geldleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können bis zu einem Betrag in Höhe von 30 vom Hundert der für den Hilfebedürftigen maßgebenden Regelleistung mit Ansprüchen der Träger von Leistungen nach diesem Buch aufgerechnet werden, wenn es sich um Ansprüche auf Erstattung oder auf Schadenersatz handelt, die der Hilfebedürftige durch vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben veranlasst hat. Der befristete Zuschlag nach § 24 kann zusätzlich in die Aufrechnung nach Satz 1 einbezogen werden. Die Aufrechnungsmöglichkeit ist auf drei Jahre beschränkt.
 

Martin Behrsing

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ganz einfach. 3 Jahre darf dir jeweils 30% vom Regelsatz abgezogen werden. Danach ist der Ansprch erloschen. Gilt aber nur bei ALG2 Bezug.
 

Wellipetra

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Mein Mann bekam damals "normale " Arbeitslosenhilfe plus ergänzender sozialhilfe und letzeres wurde dann einfach gekürzt vom 1. Tag an, als ich bei ihm gemeldet war
 
E

ExitUser

Gast
Wie lange kann ICH zuwenig gezahltes Geld fordern
Das kann nicht pauschal beantwortet werden, weil es für die unterschiedlichen Forderungen und Anträge unterschiedliche Fristen gibt.

Generell hat jeder Antragsteller nach Erhalt des Bescheides 4 Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen.

Danach können Fristen, die von einer Behörde gesetzt sind, verlängert werden. Sind diese Fristen bereits abgelaufen, können sie rückwirkend verlängert werden, insbesondere wenn es unbillig wäre, die durch den Fristablauf eingetretenen Rechtsfolgen bestehen zu lassen.

Das ist allerdings, wie du siehst eine Kann-Bestimmung. Da gilt dann wieder Antrag stellen und bei Ablehnung (4-Wochen-Frist) Widerspruch einlegen, wenn dies in dem Bescheid nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird.

Außerdem gibt es die Möglichkeit nach § 27 SGB X der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Diese Möglichkeit schließ eigenes Verschulden aus. Der Antrag dazu ist innerhalb von zwei Wochen nach Wegfall des Hindernissen zu stellen. Dazu hast du 1 Jahr Zeit. Es sei denn eine Rechtsvorschrift schließt dies ausdrücklich aus.

Gemäß § 28 SGB X kannst du einen Antrag erneut stellen, wenn du die Möglichkeit schon einmal hattest, dich aber entschlossen hast bei einem anderen Träger eine Leistung zu beantragen, die aber abgelehnt wurde. Dieser erneute Antrag wirkt ein Jahr zurück, wenn er innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Monats gestellt ist, in dem die Ablehnung oder Erstattung der anderen Leistung bindend geworden ist.

Das sind so die wesentlichsten Möglichkeiten, die du hast, Geld nachträglich zu fordern.
 
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