Wie läuft das mit einer Bewerbungsmaßnahme ab bei einem Minijob (160€) muss man die Maßnahme trotzdem antreten an freien Tagen ?

Maus88

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Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem. Das Arbeitsamt schickt mich zu einer Bewerbungsmaßnahme. Die ich aus verschiedenen Gründen nicht antreten möchte und kann. Aktuell bin ich 2 Wochen krank geschrieben. Allerdings habe ich die Möglichkeit einen Minijob (160€) zu beginnen ab Dezember. Wie läuft das dann mit der Maßnahme ab ? Wird das aufgehoben oder muss ich an den freien Tagen dann trotzdem dort hin? Die Maßnahme die ich antreten soll ist Vollzeit. Gibt es so eine Regelung das man nur an bestimmten Tagen dann dort hin geht an denen man nicht arbeitet ?
 

TazD

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo @Maus88 ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

Maus: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Maus: "Maßnahme/Minijob 160€"
Helfer: "Ja, und nu? Hast du auch ne Frage dazu?"
 

Stauer

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Ich habe mal eine getroffen, die einen Minjob hatte. Die kam immer später, an den Tagen, wo sie arbeitete und an den anderen Tagen mußte sie Vollzeit da sein. So weit ich weiß gibt es keine Regelung, die besagt, daß Du an den Arbeitstagen nicht hin mußt. Du mußt beides gleichzeitig machen und einmal dem MT Nachweise erbringen und einmal dem JC.
Ist eine Schikane, um den Leuten die Arbeit zu vermiesen, sagte die Bekannte damals. Ihrem AG gefiel das auch nicht.
 

Maus88

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Oh man 🤦🏻‍♀️ Und ich dachte ich komme da irgendwie drum rum, das ist so nervig und so sinnlos solche Trainings. Zumal es nicht mal an meiner Bewerbung liegt sondern Dank Corona! Ach man. Krank schreiben lassen kann ich mich auch schlecht da ich dann im Dezember den Job beginnen werde.
 

abcabc

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Vielleicht gibts noch Möglichkeiten die Maßnahme zu umgehen. ;)
Wie risikofreudig bist du? Also Sanktion um jeden Preis vermeiden oder lieber die Maßnahme vermeiden und dafür ein Sanktionsrisiko eingehen?

- Beziehst du ALG I oder ALG II?
Hast du eine EGV mit der Maßnahme unterschrieben oder per Zuweisung oder VA die Maßnahme erhalten?
- Wie lange soll die Maßnahme gehen?
-....
 

BerndB

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Nachdem das mit der Bewerbungsmaßnahme schon feststeht, würde ich mit der SB sprechen. Grundsätzlich geht die Maßnahme vor Minijob. Aber wenn im Hintergrund eine mögliche Übernahme auf eine angeldete Arbeit steht, ist die SB vielleicht kulant und nimmt dich aus der Maßnahme oder erlaubt es danz offiziell, dass du in der fraglichen Zeit fehlen kannst.
 

Fox29

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Sicher? Damit erhöht sicich die Bedürftigkeit.
Bedürftigkeit ist kein Kriterium, dass im AlG-Bezug interessant ist.

Ganz im Gegenteil. Wenn der TE aufgrund des Nebenjobs nicht an der Maßnahme teilnehmen kann, führt das evtl dazu, dass die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt geprüft wird. Wenn schon keine Maßnahme möglich ist, wie soll es dann bei einer Stelle werden?
 

Kerstin_K

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Bedürftigkeit ist kein Kriterium, dass im AlG-Bezug interessant ist.

Ganz im Gegenteil. Wenn der TE aufgrund des Nebenjobs nicht an der Maßnahme teilnehmen kann, führt das evtl dazu, dass die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt geprüft wird. Wenn schon keine Maßnahme möglich ist, wie soll es dann bei einer Stelle werden?
Kann es sein, dass du von ALGI redest und ich von ALGIi?
 

Stauer

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Warum nicht? Der ist davon doch gar nicht betroffen?
Vom höheren Verwaltungsaufwand schon, zumal er den noch nicht einmal bezahlt bekommt. Das ist eine Unverschämtheit und die läßt er sich nicht bieten. Dadurch gibt es öfter Zoff mit dem JC und dem AG und der AN steht zwischen den Fronten. Es ist nicht selten, daß der Minijob flöten geht, wenn es dem AG reicht, mit dem JC und dem ganzen Theater.
 

Maus88

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Kommt das blöd an, wenn ich meinem Vermittler eine Mail schreibe das ich ab Dezember einen Minijob beginnen kann, wie das dann mit der Maßnahme läuft ? Finde so eine Maßnahme so Sinnlos, weil mir keiner was zu meiner Bewerbung gesagt hat oder sich die durchgelesen hat. Meistens hatte ich Glück mit meiner Bewerbung... das würde mich echt runter ziehen 8 Stunden dort sitzen und Bewerbungen schreiben 🤦🏻‍♀️
 

Buerosklave

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Grundsätzlich geht die Maßnahme vor Minijob.

Das gilt meines Wissens nach nur, wenn aus der Maßnahme auf absehbare Zeit ein Job hervorgeht (etwa wenn man eine Jobzusage hat, dass man eingestellt wird, wenn man die zu erwerbenden Kenntnisse hat). Das dürfte bei einem Bewerbungstraining wohl kaum der Fall sein, auch wenn die Veranstalter das nur zu gerne behaupten. Bei Maßnahmen, aus denen kein Job hervorgeht, ist der bestehende Job im 1.Arbeitsmarkt (wozu auch der Minijob zählt) immer vorrangig. §31 Abs.1 Nr.2 SGBII verbietet sogar die Aufgabe einer Beschäftigung,wenn damit eine Steigerung der Hilfsbedürftigkeit einhergeht.

Was erlaubt ist, ist aber die Forderung an der Teilnahme an der Maßnahme, wenn man nicht arbeiten muss. Allerdings müssen auch hier die geltenden Gesetzlichkeiten zur Arbeitszeit eingehalten werden kann. Wenn man beispielsweise seinen Minijob am Wochenende ausübt, kann man nicht dazu verdonnert werden, von Mo-Fr auch noch an der Maßnahme teilzunehmen, wenn man über die gesetzlich erlaubte Wochenarbeitszeit hinauskommt.
 

quinky1950

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@Buerosklave
Was geht vor?
Der Gesetzgeber hat NICHTS klar festgelegt!
Warum?
§ 2 SGBII und § 10 SGBII widersprechen sich komplett. Es ist unmöglich, beide § des SGBII einzuhalten. Entweder verstößt man gegen § 2 oder gegen § 10, EGAL was man unternimmt!

Gruß
Ernie
 

saurbier

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Leute was vermischt ihr hier eigendlich immer.

Im ALG-I geht die Maßnahme vor einem Minijob, es sei denn der Minijob hat bereits vorher bestanden. In dem Fall wäre zu prüfen welche vertraglichen Verpflichtungen damit einher gehen. Letzten Endes bekommt der Leistungsempfänger allerdings volles ALG-I und hat damit vorangig auch der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stehen.

Im ALG-II sieht dies hingegen aufgrund der Rechtssprechung so aus, daß eine Maßnahme nicht einer erfolgversprechenden Bewerbung auf dem ersten Arbeitsmarkt im Wege stehen darf. Heißt wenn es dem Betroffenen aufgrund der vorgegebenen Bewerbungsbemühungen durch die Maßnahme nicht in ausreichendem Umfang ermöglicht wird sich zu bewerben ist die Maßnahme zurück zu stellen.

Kommt das blöd an, wenn ich meinem Vermittler eine Mail schreibe das ich ab Dezember einen Minijob beginnen kann, wie das dann mit der Maßnahme läuft ?
Das dürfte wohl eher zum scheitern verurteilt sein, wie bereits erwähnt anders herum könnte es ggf. möglich sein.

Finde so eine Maßnahme so Sinnlos, weil mir keiner was zu meiner Bewerbung gesagt hat oder sich die durchgelesen hat. Meistens hatte ich Glück mit meiner Bewerbung... das würde mich echt runter ziehen 8 Stunden dort sitzen und Bewerbungen schreiben
Das dürfte da aber leider keine ausschlaggebende Begründung sein, egal wie man das jetzt persönlich beurteilen mag.
 

Kerstin_K

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Naja, da steht, dass man berei sein muss, an Massnahmen teilzunehmen. Das heiss aber fpr mich nicht, dass eine Massnahme in jedem Fall Vorrang hat. Wenn jemand einen kleine Nebenjob hat, dasser den wegen irgend einem Nebenjob aufgeben muss. Wenn es um eine Arbeitsufnahme geht, ist das was anderes. Und ich sehe auch kien Veranlassung, das zu beginn der Arbeitslosigkeit u klären, sondern dann, wenn das Problem ansteht, dass da was kollidiert.
 

Fox29

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Voraussetzung für den AlG Bezug ist die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt und dass man auch der Agentur für Vermittlungsbemühungen zur Verfügung steht. Dazu gehören halt auch Maßnahmen.

Niemand wird gezwungen den Nebenjob zu kündigen. Entweder man legt die Arbeitszeiten um die Maßnahme herum oder man behält den Job, nimmt nicht an der Maßnahme teil und kassiert mindestens ne Sperrzeit, wenn nicht die Aufhebung. Hier hat jede Entscheidung seine eigenen Konsequenzen mit denen man dann leben muss.

Das ist alles nicht schön, aber was soll bitte passieren, wenn zeitnah ein neuer Job angetreten werden soll? Die wenigsten Arbeitgeber möchten die Kündigungfrist des Nebenjobs abwarten müssen. In dem Fall muss es auch koordiniert werden, nichts anderes als mit der Maßnahme.

In diesem Fall ist es ja auch noch so, dass der Nebenjob noch nichtmal angetreten wurde und man noch evtl was hätte regeln können. Da wird die Bereitschaft die Tätigkeit als Argument gegen eine Maßnahme anzuerkennen sehr gering sein. Die Sinnhaftigkeit der Maßnahme sei jetzt mal dahin gestellt, dass hat das JC/ Agentur seit jeher nicht interessiert
 
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