Wie Krankenkassen versuchen, Versicherte aus dem Job zu drängen (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

G

Gelöschtes Mitglied 64681

Gast
Lief gestern auf NDR3:


War bei mir auch so, allerdings hat die Dame aus dem Bericht, von ihrer KK auch noch schriftlich die Aufforderung bekommen, ihren Job zu kündigen!!!

Ich wurde nur telefonisch aufgefordert, Job zu kündigen und Kinder in eine Pflegefamilie zu geben.
Als Begründung sagte mir damals ganz einfühlsam die liebreizend-einlullende SB:
"Liebe Schlafmütze, Sie müssen jetzt einfach einmal an sich denken, damit sie wieder auf die Füße kommen."
 

gila

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dass die netten Krankenkassenberater sich schnell melden, wenn jemand ins Krankengeld gerutscht ist, das tun sie ja schon länger... Aber das so perfide schon Kündigungen empfohlen werden hat ja noch eine ganz andere Qualität 😲
 

Kerstin_K

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Und die Empfehlung, die Kinder in eine Pflegefamilie zu geben, finde ich den Gipfel und geradezu fahrlässig. Wenn ich da an meine Bekannte denke, da war das Kind imer der Punkt, der sie davon abgehalten hat, sich das leben zu nehmen. Sogar die Rehaklinik haben wir danachausgesucht, dass sie nicht zu weit weg war, so dass Besuche am Wochenende möglich waren. Und das war für Mutter und Kind enorm wichtig.
 

Silvia123

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Bei mir hat die "freundliche" MA der Krankenkasse gemeint ich müsse sie jetzt sehen als meinen Arbeitgeber und habe ihren Weisungen zu folgen. Weiterhin solle ich in 2 Wochen Bericht erstatten....

Ich brachte es gerade noch hin zu sagen: Jetzt gehts mir noch schlechter, klären Sie das bitte mit meinem Arzt. Worauf sie meinte: Soso, mit Ihrem Arzt also.

Das Ganze in einem Ton wie man sich die fieseste Mitarbeiterin bei einer AfA vorstellt.

Früher habe ich in solchen Situationen immer aus gesundheitlichen Gründen gekündigt, in meinem Alter jetzt wäre das fatal. Die Anrufe kann man abstellen indem man die Löschung der Telefonnr. bei der KK verlangt.

Man muss sich bewusst machen dass das Sachbearbeiter ohne medizinische Ausbildung sind. Die rufen auch gerne bei Ärzten an und versuchen Druck auszuüben.
 

Silvia123

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Ich lese grade den Artikel... Die TK war mal eine der besten, lang lang ists her.

Es wäre schön wenn dem Einhalt geboten würde. Meiner Meinung nach macht das die Menschen eher länger krank.
 

Silvia123

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@ZynHH

Ja, dennoch sind es die MA der Krankenkasse die sich so verhalten, nicht deren Mitglieder. Das Telefonat werde ich nie vergessen. Eine Therapeutin meinte: Von Anrufen hbe sie schon gehört, in der massiven Form jedoch noch nicht.

Auch der Referendar vom VdK fand das unglaublich. Aber, vielleicht habe ich da auch nur mal wieder "Glück" gehabt. SO geht man (meiner Meinung nach) nicht mit kranken Menschen um.
 

Silvia123

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@Antik 63 Magst Du mir mal flüstern welche Du hast?

Wobei ich´s nicht verstehe. Eine ehemalige Nachbarin ist auch bei der TK und hatte keine Probleme. Keine Ahnung wen und warum diese Willkür trifft.
 

gila

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dieser Artikel hier ist schon sieben Jahre alt.

Ich habe ihn hier schon mehrmals zitiert, auch weil ich gerade bei einer Freundin dieses Szenario erlebt habe und habe mich mit Vollmacht von ihr mit der Krankenkasse fies auseinandergesetzt und dem Einhalt geboren ... jetzt ist seit einigen Monaten endlich Ruhe.
Meine Freundin war vollkommen fertig...
 

Antik 63

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@Antik 63 Magst Du mir mal flüstern welche Du hast?
Aok....das ist aber nicht überall gleich.

Wobei ich´s nicht verstehe. Eine ehemalige Nachbarin ist auch bei der TK und hatte keine Probleme. Keine Ahnung wen und warum diese Willkür trifft.
Das ist wirklich immer unterschiedlich.

Mir sagte jemand,sie musste immer alle 14 Tage einen Bericht/KK schreiben,was genau weiß ich nicht(sie war auch im KG Bezug).Ich weiß auch nicht mehr wo sie war,bei welcher KK.
 

Silvia123

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Den kenne ich auch.

Bei mir wars einmal eben Telefonnr. löschen lassen und zuletzt habe ich den VDK eingeschaltet. Der Referendar hat mit der KK telefoniert, dass die gleich mal wissen dass ich nicht ganz alleine dastehe... Und man höre und staune, zu dem meinten sie dass sie um eine schnellstmögliche Lösung bemüht seien (er war selbst erstaunt) und ca. 1 Woche später kam auch der neue Bescheid.

@gila Deine Freundin hat Glück so jemanden wie Dich an der Seite zu haben :icon_daumen:

Mir sagte jemand,sie musste immer alle 14 Tage einen Bericht/KK schreiben,was genau weiß ich nicht(sie war auch im KG Bezug).Ich weiß auch nicht mehr wo sie war,bei welcher KK.
Da würde mich auch die Rechtsgrundlage interessieren. Zuletzt wollten sie ja bei binnen 2 Tagen etwas wissen, vorgelegt bekommen..... Was ich (noch) nicht habe kann ich auch nicht weitergeben.
 

gila

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Ich habe den ganzen Mist zweimal auch selber durchmachen müssen und war ständig mit meiner Krankenkasse im Clinch.
Das Ganze hat schlicht Methode.
 

Silvia123

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Auch wenn hier der VdK nicht hoch angesehen ist: Ich bereue es nicht dort vor einem Jahr Mitglied geworden zu sein, so teuer ists nicht und mir wurde geholfen uund ich wurde verstanden, war schon fast unheimlich.

Außerdem wissen die sehr genau mit wem sie es zu tun haben. Mir wurde geraten in eine BKK zu wechseln. Aber, meine hatte jetzt viele Jahre wenig Kosten mit mir, da sehe ichs nicht ein. Und, ich lese das bei eigentlich allen Kassen.

Wäre nur die Frage wenn Junior fertig ist mit der Ausbildung in welche er gehen sollte.
 
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Antik 63

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Da würde mich auch die Rechtsgrundlage interessieren. Zuletzt wollten sie ja bei binnen 2 Tagen etwas wissen, vorgelegt bekommen..... Was ich (noch) nicht habe kann ich auch nicht weitergeben.
Ich weiß nicht ob die sowas dürfen,aber ich war ja nicht betroffen und habe mich da weiter nicht drum gekümmert.

Aber steht nichts im Brief wegen der Rechtsgrundlage ?
 

Silvia123

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Sie sind im Sinne Ihrer Mitwirkungspflicht.... stand da, ist ja jetzt vorbei, aber, es war ein Megastress, haste ja mitbekommen. Ich hab das halt dann hingeschickt wie ichs hatte, fertig....

Deren Zauberwort ist: Mitwirkungspflicht. Genauso bei der Reha.
 

gila

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Ich weiß nicht ob die sowas dürfen,aber ich war ja nicht betroffen und habe mich da weiter nicht drum gekümmert.

Aber steht nichts im Brief wegen der Rechtsgrundlage ?
konkrete Rechtsgrundlagen gibt es dafür nicht. Die sogenannten Kundenberater und Gesundheitsbegleiter sind eigens dafür geschult den Leuten Beine zu machen während der Krankheit. Die Mitwirkungspflichten muss man sich hierbei sehr sehr sehr genau anschauen.

Bei meiner Freundin war als Mitwirkungspflicht angeführt sie hätte sich zum Betriebsarzt zu begeben.
Das ist ja nun mal ein absolutes No-Go und das hat die Krankenkasse überhaupt nicht zu befinden.

Der Normalo weiß das aber nicht und weiß vielleicht auch nicht wo er genau suchen muss, um denen entsprechend unter die Nase zu reiben, dass sie hier Dinge verlangen, die rechtlich überhaupt nicht gedeckt sind.

nach Satz: auch sollte man sich in solcher Sache wie Krankengeld unbedingt mit seinen Ärzten besprechen, denn die Krankenkassen fordern gerne mal selbstständig vom Arzt zwischenberichte an. Die Krankenkasse. Nicht der MDK!

und viele Ärzte und Behandler füllen diese Anfragen auch noch aus. Habe ich selbst gesehen als ich vor ein paar Jahren mal Akteneinsicht verlangte und mich gewundert was in 150 Seiten Akten alles so gemauschelt wird, wovon man als Patient gar nichts erfährt.

Meine Freundin hat Gott sei Dank einen sehr aufmerksamen Psychiater, der ihr sofort mitgeteilt hat als die Krankenkasse neulich von ihm einen Bericht haben wollte, er hat auch der Kasse mitgeteilt, dass er einen Bericht nur dem MDK aushändigen würde und keine Schweigepflichtsentbindungen von meiner Freundin hätte, sodass die Forderung der Krankenkasse hier nicht erfüllbar sei.
da war dann natürlich gleich Beschwerde Nummer 2 fällig, gleich eine Etage höher... Aber glaubt hier irgendjemand dass sowas zugegeben wird oder dass sich entschuldigt wird?
 
Zuletzt bearbeitet:

Antik 63

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Der Normalo weiß das aber nicht und weiß vielleicht auch nicht wo er genau suchen muss, um denen entsprechend unter die Nase zu reiben, dass sie hier Dinge verlangen, die rechtlich überhaupt nicht gedeckt sind.
Das hätte ich auch nicht gewusst,aber schön das du das geschrieben hast.
 

Kerstin_K

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Der Normalo weiß das aber nicht und weiß vielleicht auch nicht wo er genau suchen muss, um denen entsprechend unter die Nase zu reiben, dass sie hier Dinge verlangen, die rechtlich überhaupt nicht gedeckt sind.
DA wüsste ich aber auch nicht, wo ich etwas suchen soll, was es nicht gibt.
 

gila

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DA wüsste ich aber auch nicht, wo ich etwas suchen soll, was es nicht gibt.
Das war auch ein sehr schwieriges Unterfangen, selbst der eingeschaltet der Anwalt konnte das nicht beantworten.

Da muss man in das Wesen einer betrieblichen Organisation eintauchen und was ein Betriebsarzt für ein Aufgabengebiet hat... selbst die Betriebsärztin die dann von uns angefragt wurde hat den Kopf geschüttelt und gesagt dafür ist sie überhaupt nicht zuständig weil sie keine behandelnde Ärztin für die Leiden meiner Freundin ist.

Der Kasse ging es jedenfalls nur darum, zu belegen, dass Mobbing der Hauptgrund sein könnte für ihre körperlichen Erkrankungen und ein verfrühtes betriebliches Wiedereingliederungsmanagement anzustupsen.
Das steht der Kasse aber so nicht zu.
 

Silvia123

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Der Kasse ging es jedenfalls nur darum, zu belegen, dass Mobbing der Hauptgrund sein könnte für ihre körperlichen Erkrankungen und ein verfrühtes betriebliches Wiedereingliederungsmanagement anzustupsen.
Das steht der Kasse aber so nicht zu.
Bei mir ist in der Tat Mobbing, vielmehr Bossing wie ich gelernt habe, mit eine Ursache für meine Erkrankung bzw. deren erneuten Ausbruch. Allerdings eben u.a. Depression. Die "Dame" meinte auch: Bei Ihrer Firma gibt es sicher ein BEM, warum nehmen Sie daran nicht Teil!

Hallo? Weil ich krank bin?
 

lino

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Braucht sich keiner etwas vormachen:
KK, RK und AfA sind Verwaltungen, denen es darum geht, Beiträge zu kassieren und Leistungen zu verweigern des reinen Selbstzwecks wegen.
Der Mann hat nach dem WK2 in der Kolonialverwaltung gearbeitet, die die Kolonien abwickeln sollte. Nach dem die Kolonien abgewickelt waren wurde die Kolonialverwaltung aber nicht aufgelöst, sondern sie wurde grösser, obwohl es nichts mehr zu Verwalten gab. Ausser sich selbst. Dann hat er danach gesucht und noch andere Verwaltungen gefunden, wo das genauso war.
Bestes Beispiel in jüngster Zeit:
Die Arbeitsverwaltung.
Gerster hatte so etwa vor 20 Jahren als Leiter der BfA gesagt, das man die Hälfte der 90.000 Mitarbeiter entlassen könnte. Was ist seitdem passiert?
Obwohl wir die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 1990 haben, ist die Arbeitsverwaltung summasummarum auf 160.000 Leute angestiegen.

Bei der KK habe ich auch schon erlebt, das die rechte Hand nicht weiss, was die linke tut. Sogar schon mal bei einer SB dort.
Noch Fragen, Hauser?
 
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