Wie kommt man auf die Schnelle an einen Anwalt wenn Vertretungszwang besteht?

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Muzel

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Ich habe gestern einen Beschluss in einem Entschädigungsverfahren nach den sozialen Entschädigungsrecht bekommen, der leider über das VG läuft. Eine Beschwerde muss beim OVG eingelegt werden. Dafür habe ich aber nur 14 Tage Zeit und benötige einen Anwalt, den ich aber nicht habe. Die angeschriebenen Anwälte haben alle abgesagt. Da ist guter Rat teuer.
 

Muzel

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Der vertritt mich in einer anderen Sache des sozialen Entschädigungsrecht. Der hat mich zwar aufgefordert diese Angelegenheit zu beantragen (anderes Gesetz).
Der hat aber gleich gesagt, dass er mir nicht helfen will. Das ist Ihm zu aufwendig.
 

Maximus Decimus

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Hört sich fast so an, dass dir der Inhalt des Beschlusses nicht gefällt und keine Berufung oder Revision möglich ist. Demnach nur noch die Möglichkeit einer Beschwerde besteht, um den Beschluss anzufechten. Fraglich ist, wie aussichtsreich diese Anfechtung ist. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Die Anwaltskosten können doch nicht so hoch sein, wenn der Beschluss unanfechtbar ist. Demnach kannst du doch alle passenden Anwälte innerhalb von zwei Tagen abtelefonieren.
 

Muzel

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Eine Revision wäre in dem Hauptsacheverfahren durchaus möglich. Eine Berufung gibt es nicht.
Hier geht es aber um einen Aussetzungsbeschluss. Da ist das (OVG) in Weimar für die Beschwerde zuständig. Die Beschwerde ist das statthafte Rechtsmittel.
 

Gaestin

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hat der Anwalt sonst begründet, warum er nicht will, außer zu aufwendig? Normalerweise empfehlen Anwälte gleich
einen Kollegen, wenn sie selbst nicht vertreten können.
 
G

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Locken mit Bargeld funktioniert in diesem Gewerbe hervorragend
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
hat der Anwalt sonst begründet, warum er nicht will, außer zu aufwendig? Normalerweise empfehlen Anwälte gleich
einen Kollegen, wenn sie selbst nicht vertreten können.

Vielleicht will der Anwalt nicht (mehr) weil er hinreichende Erfahrungen mit der Mandantin gesammelt hat? Daran könnte es auch liegen, daß niemand anderes empfohlen wird.

Locken mit Bargeld funktioniert in diesem Gewerbe hervorragend

Aber auch nur dann, wenn man nicht von vornherein weiss, daß das Mandat nicht in einem absehbaren vernünftigen Rahmen abzuwickeln ist.
 

Muzel

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Die Akten sind im ersten Verfahren schon sehr dick und im 2. Verfahren auch . Der RA hat mit dem Gericht im NRW Probleme und das ihm das reicht, verstehe ich. Ich frage schon einmal etwas mit dem Hühnerklläuchen nach. Aber ich muss sehr aufpassen, den Anwalt nicht zu verärgern.
 

Muzel

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Das es gravierende Probleme des Anwalts in einem anderen Verfahren gab , habe ich erst durch die Einsicht in die Verfahrensakte erhalten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Weißer Ring bzw Interessenvertretung für DDR-/Stasi-Opfer?

Was isn das für ne Sache, die übers VG geht und nicht übers SG?
Macht das überhaupt Sinn?
 

Muzel

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Das VwRehaG bildet eine Ausnahme. Hätten Sie das gewusst?! ich habe meine Untätigkeitsklage auch beim SG eingereicht. Das war falsch.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Faszinierend. Wieder was gelernt. Logisch ist das aber auch nicht gerade....
 

Muzel

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Das Verfahren ist sogar 2 stufig. Das VG muss den Gesundheitsschaden grundsätzlich anerkennen. Dann geht es an die Versorgungsbehörde. Die muss die Höhe des Schadens ermitteln. Ich hatte das Gesetz nicht richtig kapiert und deshalb das falsche Gericht kontaktiert. Da die Behörde das Gesetz auch nicht verstanden hat, habe ich die Schwierigkeiten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Was bin ich froh dass ich nur ein OEG-Fall bin. Zwei zuständige Bundesländer reichen mir als Komplikation total aus...
 

Birt1959

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Eine Revision wäre in dem Hauptsacheverfahren durchaus möglich. Eine Berufung gibt es nicht.
Hier geht es aber um einen Aussetzungsbeschluss. Da ist das (OVG) in Weimar für die Beschwerde zuständig. Die Beschwerde ist das statthafte Rechtsmittel.

Ich hätte mal eine allgemeine Frage dazu:

Wieso ist ein thüringisches Oberverwaltungsgericht da zuständig? Du wohnst doch in NRW. Normalerweise sind doch die Oberverwaltungsgerichte der jeweiligen Bundesländer, in denen die Kläger*innen wohnen zuständig.

Wenn Weimar zuständig ist, kann ich verstehen, dass der Anwalt kein Interesse an einer Vertretung hat, weil ihm das eventuell einfach zu aufwändig ist oder er eben keinen Draht zu diesem Gericht hat. Damit wäre dann manche eventuell anfallende Abklärung auf die schnelle Art unmöglich und er müsste sich erstmal durchs Gericht suchen. Das kostet Zeit und die ist eben ein nicht immer überschaubarer und nicht vergütbarer Aufwand.

Allerdings kennen sich die Anwälte/Anwältinnen, die sich auf solche Themen spezialisiert haben, untereinander und können Kolleg*innen benennen. Solche Themen sind nicht alltäglich, also gibt es da auch nicht soviele Spezialist*innen. Insofern vermute ich einen andere Gründe hinter der Nichtbenennung, die hier aber wohl nicht geklärt werden können.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
In Bezug aufs OEG und verwandte Gesetze ist immer das Bundesland zuständig, in dem die Straftaten geschehen sind, unabhängig vom Wohnort des Antragstellers.
Das treibt in einigen Bundesländern recht interessante Blüten und erklärt wohl auch hier die Zuständigkeit Thüringens.

OEG-Fälle wollen die wenigsten Anwälte übernehmen, weil das immer viel Aufwand ist, ein Gesetzesbereich, der übelst veraltet ist und der mit anderen Sozialrechtsbereichen nullkommagarnix zu tun hat, man da also kein Wissen übertragen kann sondern eh alles anders ist.

In Muzels Fall ist das offensichtlich noch komplizierter, da findet sich ein Anwalt am ehesten in den neuen Bundesländern, wenn überhaupt. Wie gesagt... Wenn man OEG sagt, rennen die meisten Anwälte eh schon weg, SoVD oder VDK kriegen glasige Augen und würden das Mitglied am liebsten loswerden...
Wenn die neuen Bundesländer ne Rolle spielen erst recht. Das sind entweder Opfer des Staates oder 10a-Fälle oder beides, da kann man nur die Krise kriegen.
 

Muzel

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Gestern habe ich einen Notanwalt beantragt. Den Antrag musste ich beim VG einreichen und dann sollte das an das OVG weiter geleitet werden. Den Antrag habe ich per FAX gestellt und auch alle Abschmetterungsmails von Anwälten in der Antrag hinein kopiert, was eine lausige Arbeit war. Das OVG gab mir den Tipp. Sicher waren die sich auch nicht. Es wäre ihnen noch kein ähnlicher Fall untergekommen, meinten sie. Jetzt bitte , Daumen drücken.
 

Muzel

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Wegen meines Problems habe ich einen SG Richter aus Gütersloh kontaktiert, der sich wohl mit einer Problematik auskennt . Er ist Abgeordneter vom BT der Linken und hat am 28.6. eine interessante Rede im Parlament gehalten.
 

Birt1959

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Sorry, Muzel, aber da komme ich nicht mit: Geht es jetzt um ein Verwaltungsgerichtsverfahren oder um ein Sozialgerichtsverfahren? Natürlich kennt sich ein Richter, der am Sozialgericht tätig war, im Verwaltungsrecht aus, aber wie soll der dir denn helfen können, einen Anwalt für ein Verwaltungsgerichtsverfahren zu finden? Zumal du irgendwo im Thread schriebst, du hättest einen Notanwalt beantragt. :confused:
 

Muzel

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Mein Verfahren ist 2-stufig.
 

Muzel

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Nach § 67 II NR. 6 VwGO kann mich auch ein Verein vertreten. Ich bin im VdK. Der ist aber bei dem Gesetz völlig ahnunglos, wäre aber zuständig. Ich habe mich nun bei einem anderen Verein nachgefragt. Ich würde einen Verein gern mit in mein Boot zu nehmen. Das wäre viel preiswerter. Danke für mögliche Tipps.
 

Birt1959

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Weißer Ring bzw Interessenvertretung für DDR-/Stasi-Opfer?

Was isn das für ne Sache, die übers VG geht und nicht übers SG?
Macht das überhaupt Sinn?

Hier ist doch schon ein Teil der Antwort auf die Frage nach einem Verein.

Nach § 67 II NR. 6 VwGO kann mich auch ein Verein vertreten. Ich bin im VdK. Der ist aber bei dem Gesetz völlig ahnunglos, wäre aber zuständig. Ich habe mich nun bei einem anderen Verein nachgefragt. Ich würde einen Verein gern mit in mein Boot zu nehmen. Das wäre viel preiswerter. Danke für mögliche Tipps.

Dass der VdK da überfragt ist, kann ich mir mehr als lebhaft vorstellen. Bei mir war die hiesige Niederlassung das schon bei einem Widerspruch gegen eine abgelegte Reha durch die DRV ziemlich überfordert.

Duckduckgo spuckte mir auf diese Eingabe im Suchfeld "Verein für Opfer der Stasi oder staatlicher Gewalt in der DDR" u.a. dies aus:
Opferverbände und Beratungsstellen

Ob Dir das weiterhilft, kann ich natürlich nicht sagen. Mir fiel erst diese Stasi-Unterlagen-Behörde als Anlaufstelle für eine Anfrage bezüglich so eines Vereins ein, aber die ist lediglich ein reines Archiv. Da brauchst Du wegen eines entsprechenden Vereins nicht anzufragen.
 
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