Wie kommen wir da wieder raus? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Judikate

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 Mai 2012
Beiträge
151
Bewertungen
10
Hallo,

wir leben derzeit zu viert [Mutter (56), Schwester (22), ihr Sohn(1) und Ich (25) in einer dreizimmer WOhnung mit 61qm im Erdgeschoss. Alle bekommen derzeit Hartz 4. Wobei Ich bald ausziehe zum studieren.

DIe Mutti hat demnächst einen Termin beim ÄD des JCs. Ich rechne damit dass die Mutti dann in Grundsicherung abrutscht, weil sie eine sehr kranke Person ist, auch mit einer sehr schwierigen Vergangenheit (Gewaltopfer).

Eigentlich fühlen wir uns sehr wohl hier. Aber wir haben echte Horrornachbarn! Unten im Keller befinden sich Heizöltanks, und der EHemann säuft im Keller und raucht...
Der Mensch ist alkoholiker und wenn er voll ist, haut er auch manchmal gegen unsere Tür.
DIe Familie wohnt direkt über uns, was die ganze Zeit Lärm bedeutet. Mit der Familie kann man wirklich nicht reden, die Frau hat zwei Söhne die bodybuilding betreiben und auch in diversen Klubs sind (motorrad usw.) und sie scheut sich auch nicht öffentlich mit ihnen zu drohen.

WIr haben uns bei der Wohnungsbaugesellschaft beschwert mit Beweisfotos usw. die Nachbarn wurden von denen wohl angeschrieben.

Jedenfalls, haben wir Fäkalien an Türklinke, und im Briefkasten schon entfernen müssen.
Und das allerschlimmste, unsere Wohnungstür ist vollgesprüht und es gibt mehrere EInschlaglöcher, keine Ahnung mit was die das gemacht haben. WIr haben auch eine Anzeige erstattet auf Unbekannt. Und an die WOhnungsbaugesellschaft ist auch ein Brief raus.

Gerade ist es ja noch in der Schwebe und das JC ist ja zuständig für uns, dennoch sagen die wir sollen abwarten bis das Gutachten da ist.. aber der termin ist erst am 14. august und dann dauert dass ja wieder wochen bis die ihr gutachten geschrieben haben. :eek:
Ich will meiner Familie nicht mehr länger zumuten hier wohnen zu bleiben..

Darf dass JC einen Umzug verweigern (vorher hatten sie uns ja das Umziehen genehmigt) mit dem Verweis darauf, dass sich evtl. der zuständige Leistungsträger ändern wird???


Angenommen das Amt für Grundsicherung ist zuständig, dürfen wir dann unter diesen Umständen umziehen??

Danke
 

neffets

Elo-User*in
Mitglied seit
16 Juli 2012
Beiträge
111
Bewertungen
4
Zumindest wegen dem Heizöl musst Du dir keine Gedanken machen, das brennt so leicht nicht. Nur zerstäubt, bei höheren Temperaturen und unter Druck brennt es ganz ordentlich ab, dazu ist dann aber gar kein Feuer nötig. Prinzip des Dieselmotors, auch Selbstzünder genannt.
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde den Mieterschutzbund kontaktieren.
In meinen Augen ist das schon mal ein Grund die Miete zu kürzen.
Der Mieterschutzbund stellt einem auch einen Anwalt zur Seite, der einen entsprechenden Brief an den Vermieter oder der Hausverwaltung schreiben wird.
Das Problem ist nur, dass man Mitglied beim Mieterschutzbund sein muss, was glaube ich so um die 70 Euro jährlich kostet.
Aber anrufen würde ich dort auf jeden Fall.
Ich habe dort auch schon mal eine kostenlose Beratung am Telefon bekommen, was eine Mietminderung betrifft.
 

FerAlNo

Elo-User*in
Mitglied seit
11 Januar 2009
Beiträge
293
Bewertungen
49
Seht bloss zu das Ihr da wegkommt!
Druck auf die Wohnungsgesellschaft ausüben...
Habt Ihr die Umzugserlaubis schriftlich?
Wir sind auch ohne Erlaubnis mehrfach umgezogen, haben uns an die Grenzen gehalten und dann vor Gericht immer Recht bekommen...
Zwar kein Geld für Umzug aber das war uns egal denn manchmal ist einem das Leben lieber als alles andere.
Die Begrenzung der freien Wohnortwahl durch die ARGEn ist schwer mit geltenden Gesetzen am kollidieren und was die mit Euch machen ist fahrlässige wenn nicht gar vorsätzliche Körperverletzung wenn sie wissen das Ihr da die Hölle habt.
Wenn Ihr die da aber raus haben wollt solltet Ihr an Anwalt denken und offensiv werden...
 

Konstabler

Elo-User'in - eingeschränkt
Mitglied seit
19 Dezember 2011
Beiträge
1.769
Bewertungen
674
In einem Mietshaus dürfte es auch so sein, dass der Heizöltank nicht öffentlich zugänglich ist.

Vielmehr geht dann die Feuergefahr von glimmenden Zigarretten aus, die einfach in die Kellerverschläge geworfen werden und dort Feuer verursachen.

Ruhestörendes und vertragswidirges Mieterverhalten ist Sache des Vermieters und ggf. von Polizei und Staatsanwaltschaft, inwieweit sich das Jobcenter involviert sieht, muss man wohl abwarten.

Die werden nicht scharf darauf sein, die Umzugserlaubnis zun geben, um dann KdU für drei Parteien leisten zu müssen: eine Wohnug für deine Mutter, eine Wohnung für deine Schwester mit Kind und eine Wohnung für dich. So war das doch angedacht, korrekt?
 

Konstabler

Elo-User'in - eingeschränkt
Mitglied seit
19 Dezember 2011
Beiträge
1.769
Bewertungen
674
In meinen Augen ist das schon mal ein Grund die Miete zu kürzen.
Die guten Leute beziehen ALG II, also freut sich über eine Mietkürzung nur das Jobcenter, und den Ärger mit dem Vermieter bekommt nicht das Jobcenter, sondern der Mieter.
 
E

ExitUser

Gast
Die guten Leute beziehen ALG II, also freut sich über eine Mietkürzung nur das Jobcenter, und den Ärger mit dem Vermieter bekommt nicht das Jobcenter, sondern der Mieter.
Sorry, Du hast Recht.
Aber ein Anwalt vom Mieterschutzbund gestellt, kann wenigstens Druck auf den Vermieter ausüben.
 

Judikate

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 Mai 2012
Beiträge
151
Bewertungen
10
vielen Dank für die Antworten...

das Problem ist, dass uns das Geld für einen Umzug fehlt..
also meine Schwester und Mutter wollen zusammenwohnen bleiben...

ich habe einfach angst dass das so weiter geht, wir haben eine anzeige gemacht, aber niemand kümmert sich..
ich will hier keine nacht länger bleiben...

ich weiß gar nicht wo ich beginnen soll, zu wem ich gehen soll...

druck auf den vermieter.. naja das ist eine soziale wohnungsbaugesellschaft, und einen termin haben wir ja, aber erst am 30 oktober... dass dauert mir einfach zu lange..

am liebsten würden wir unsere sieben sachen packen und hier verschwinden, ich will mich dieser gefahr nicht länger aussetzen...
 

Konstabler

Elo-User'in - eingeschränkt
Mitglied seit
19 Dezember 2011
Beiträge
1.769
Bewertungen
674
am liebsten würden wir unsere sieben sachen packen und hier verschwinden, ich will mich dieser gefahr nicht länger aussetzen...
Ob und wie stark eine Gefahr besteht, kannst nur du wirklich beurteilen.

Tatsache ist aber: wenn du eigenmächtig handelst, zahlt das Jobcenter keine Kaution.

Ausserdem: ziehst du/ihr um, wird bei einem bewilligten Umzug zwar die Kaution gezahlt, muss aber nach aktueller Rechtsprechung monatlich mit 10% vom Regelsatz zurückgezahlt werden. § 42a SGB II. So auf jeden Fall die Intrepretation des Jobcenters.


das Problem ist, dass uns das Geld für einen Umzug fehlt..
Es ist unwahrscheinlich, dass das Jobcenter den Steuerzahler in der Pflicht sieht, den Umzug deshalb zu zahlen, weil bestimmte Personenkreise sich rechtsfreie Räume geschaffen haben.


Der Mensch ist alkoholiker und wenn er voll ist, haut er auch manchmal gegen unsere Tür.
DIe Familie wohnt direkt über uns, was die ganze Zeit Lärm bedeutet. Mit der Familie kann man wirklich nicht reden, die Frau hat zwei Söhne die bodybuilding betreiben und auch in diversen Klubs sind (motorrad usw.) und sie scheut sich auch nicht öffentlich mit ihnen zu drohen.

WIr haben uns bei der Wohnungsbaugesellschaft beschwert mit Beweisfotos usw. die Nachbarn wurden von denen wohl angeschrieben.

Jedenfalls, haben wir Fäkalien an Türklinke, und im Briefkasten schon entfernen müssen.
Und das allerschlimmste, unsere Wohnungstür ist vollgesprüht und es gibt mehrere EInschlaglöcher, keine Ahnung mit was die das gemacht haben. WIr haben auch eine Anzeige erstattet auf Unbekannt. Und an die WOhnungsbaugesellschaft ist auch ein Brief raus.
Das Problem lässt sich lösen, indem man die Türe vandalismussicher beschlägt, z.B. mit einer Riffelblechplatte. Das sieht dann zwar wie im Knast eines Endzeitthrillers aus, aber was soll's. Das müsste dann mit dem Vermieter besprochen werden.
 
E

ExitUser

Gast
Ich versuch das mal der Reihe nach aufzubröseln. Sowas hört sich ja echt schlimm an!:icon_eek:

wir leben derzeit zu viert [Mutter (56), Schwester (22), ihr Sohn(1) und Ich (25) in einer dreizimmer WOhnung mit 61qm im Erdgeschoss. Alle bekommen derzeit Hartz 4.

61 qm für vier Personen ist zu wenig! Das würde einen Umzug rechtfertigen.
1 Person 50 m²
2 Personen 65 m²
+ 15 m² für jede weitere Person des Haushalts.


Wobei Ich bald ausziehe zum studieren.

Selbst dann wären die 61qm immer noch zu wenig und der Umzug immer noch gerechtfertigt.

DIe Mutti hat demnächst einen Termin beim ÄD des JCs. Ich rechne damit dass die Mutti dann in Grundsicherung abrutscht, weil sie eine sehr kranke Person ist, auch mit einer sehr schwierigen Vergangenheit (Gewaltopfer).

Das ist für die Größe der Wohnung irrelevant. Wenn sie so zu klein ist, ist sie auch dann zu klein.

Eigentlich fühlen wir uns sehr wohl hier. Aber wir haben echte Horrornachbarn! Unten im Keller befinden sich Heizöltanks, und der EHemann säuft im Keller und raucht...
Der Mensch ist alkoholiker und wenn er voll ist, haut er auch manchmal gegen unsere Tür.
DIe Familie wohnt direkt über uns, was die ganze Zeit Lärm bedeutet. Mit der Familie kann man wirklich nicht reden, die Frau hat zwei Söhne die bodybuilding betreiben und auch in diversen Klubs sind (motorrad usw.) und sie scheut sich auch nicht öffentlich mit ihnen zu drohen.

:icon_eek:Das darf nicht wahr sein!

WIr haben uns bei der Wohnungsbaugesellschaft beschwert mit Beweisfotos usw. die Nachbarn wurden von denen wohl angeschrieben.

Von der Situation allen Schriftverkehr bündeln, wird für Umzugsgenehmigung gebraucht.

Jedenfalls, haben wir Fäkalien an Türklinke, und im Briefkasten schon entfernen müssen.
Und das allerschlimmste, unsere Wohnungstür ist vollgesprüht und es gibt mehrere EInschlaglöcher, keine Ahnung mit was die das gemacht haben. WIr haben auch eine Anzeige erstattet auf Unbekannt. Und an die WOhnungsbaugesellschaft ist auch ein Brief raus.

Erschreckend!:icon_eek:

Gerade ist es ja noch in der Schwebe und das JC ist ja zuständig für uns, dennoch sagen die wir sollen abwarten bis das Gutachten da ist.. aber der termin ist erst am 14. august und dann dauert dass ja wieder wochen bis die ihr gutachten geschrieben haben. :eek:
Ich will meiner Familie nicht mehr länger zumuten hier wohnen zu bleiben..

Notfalls muss ein Eilantrag gestellt werden. Ihr müßt da raus!

Darf dass JC einen Umzug verweigern (vorher hatten sie uns ja das Umziehen genehmigt) mit dem Verweis darauf, dass sich evtl. der zuständige Leistungsträger ändern wird???

Wenn der Umzug genehmigt wurde, warum soll die Genehmigung widerrufen werden?:confused: Die Wohnung ist zu klein, dass genau ist die Begründung für den Umzug. Die Wohnsituation unzumutbar!

Angenommen das Amt für Grundsicherung ist zuständig, dürfen wir dann unter diesen Umständen umziehen??


Ist die Wohnung zu klein, ist und bleibt sie zu klein.


In jedem Fall sofort mit der Wohnungssuche beginnen und das mit Nachdruck. Sollte die Genehmigung verweigert werden, eine neue Wohnung gefunden worden sein, alles sofort zum Gericht!
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
Es ist unwahrscheinlich, dass das Jobcenter den Steuerzahler in der Pflicht sieht, den Umzug deshalb zu zahlen, weil bestimmte Personenkreise sich rechtsfreie Räume geschaffen haben.
Da hätte ich kein Gewissensbisse. Der Steuerzahler zahlt doch ohne mit der Wimper zu zucken Zuschüssen und Darlehen an andere Bürger, damit sie ihre Eigenheime im Grünen bauen können. Stichworte Zersiedlung und Entmischung der Wohnbevölkerung. Dagegen gibt es so gut wie keinen sozialen Wohnungsbau mehr.

„Die Reichen wohnen, wo sie wollen - die Armen, wo sie müssen."
 
E

ExitUser

Gast
Bitte unbedingt eine oder mehrere Anzeigen machen. wg . Zeugen, das ist dann die Polizei. Antrag auf Umzug stellen. Schriftlich. 3 Vergleichsangebote suchen, zum Antrag dazu legen.
 

alexander29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
1.527
Bewertungen
373
Bitte unbedingt eine oder mehrere Anzeigen machen. wg . Zeugen, das ist dann die Polizei. Antrag auf Umzug stellen. Schriftlich. 3 Vergleichsangebote suchen, zum Antrag dazu legen.
Du brauchst keine 3 Wohnungen, du brauchst, wenn überhaupt, 3 Kostenvoranschläge für Umzugsunternehmen.
1 Wohnung reicht, wenn sie angemessen ist :icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
Jedes Mal, wenn ihr bedroht werdet: Anzeige bei der Polizei gegen diese Familie. Am besten auch die Beweisfotos verwenden oder das ganze mal filmen (wenn sie euch bedrohen, filmt jemand im Hintergrund, dass es nicht gleich ersichtlich ist).

Vom Facharzt attestieren lassen, dass alle von euch unter Angstzuständen leben.

Und auf jeden Fall einen Anwalt nehmen, am besten in dem Fall Straf- und Sozialrecht. (Beratungsschein holen vom Gericht - alle 4 von euch.)

Seid ihr in einer Rechtsschutzversicherung? Das würde ich euch dringend raten.
 

FerAlNo

Elo-User*in
Mitglied seit
11 Januar 2009
Beiträge
293
Bewertungen
49
Für einen laufenden Fall ist es mit der Rechtsschutz meist zu spät.
Bei jeder Ruhestörung sofort die Polizei anrufen. Ordnungsamt einschalten.
Eilantrag für Eilumzug an die ARGE. Eingang Quitieren lassen
Suchen, suchen, suchen. Kostenvoranschläge für Umzugsunternehmen - sofort einreichen Eingang quitieren lassen.
Anwalt suchen. Es gibt Anwälte die kümmernn sich auch um die Anträge für PKH. Was ist mit Mieterbund?
Versucht das Mobbing so öffentlich wie möglich zu machen.
Leidet Ihr unter den Folgen des Schlafentzuges?
So vie es geht protokolieren!
Der Polzei vorlegen, zeigen wenn sie gerufen werden.

Gefahr im Verzuge heißt auch - Miete und Nebenkosten einbehalten und zum schnellen Umzug nutzen. Was wie wichtig ist müsst Ihr Prioritäten setzen da ich Euren Zustand nicht genauer einschätzen kann aber ich kann Deinen letzten Text interpretieren und ich weiß das ich nach Wochen Lärmterror und Schlafentzug zum Töten bereit war. Und auch wieder nur weggelaufen bin...

Damit will ich nur ausdrücken das ich Eure Situation nachemfinden kann aber den Gesundheitszustand eben nicht einschätzen.
 

alexander29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
1.527
Bewertungen
373
Gefahr im Verzuge heißt auch - Miete und Nebenkosten einbehalten und zum schnellen Umzug nutzen.
Auf keinen Fall; denn dann bekommt ihr erstens mit dem JC gewaltigen Ärger, zweitens berechtigt die Nichtzahlung von 2 Monatsmieten zur fristlosen Kündigung.

Kommt euch jetzt aber der Gedanke, schön, dann sind wie hier raus, stellt sich die Frage nach einer neuen Wohnung, des weiteren könnte sich das JC quer stellen wg der Übernahme der Kosten.

Wenn man die Miete mindert, dann nicht alles, sondern entsprechend prozentual nach den Mängeln.

Aber der TE ist ja sowieso nicht mehr dabei.
 
Oben Unten