Wie kinder- und familienfreundlich ist die BRD?

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jockel

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ZDF, Sendung "Frontal21 vom 17.12.2013 21:00 Uhr: Ihr Kinderlein kommet - aber wo?

Immer mehr Geburtsstationen in Deutschlands Kliniken schließen. Der Grund: Die Versicherungssummen der Haftpflicht für Belegärzte steigen Jahr für Jahr, seit 2000 auf das Fünffache. Immer weniger niedergelassene Ärzte wollen oder können die hohen Summen zahlen und die hohe zusätzliche Arbeitsbelastung tragen. Auch kleinere Kliniken schrecken zunehmend vor den hohen Kosten zurück. Die Folgen: Gerade im ländlichen Raum können immer häufiger Schwangere ihre Kinder nicht da zur Welt bringen, wo sie leben.

Frontal21 über fehlende Geburtsstationen und die Folgen für Mütter, Kinder und Ärzte.
In der BRD werden Kliniken und Geburtenstationen geschlossen, wenn sie als Privateinrichtung keine Profite versprechen oder die Kinderärzte und Hebammen die hohen Haftpflichtversicherungsprämien nicht mehr bezahlen können.

Das gleiche gilt auch für kommunal geführte Einrichtungen des Gesundheitswesens gleicher Art.

Wenn schwangeren Frauen auf dem Weg zur Entbindung was passiert - eigenes Risiko und völlig egal!

Hilfe für schwangere Frauen aus der Elite - jederzeit machbar, aber nicht für schwangere Frauen aus den Untertanen. Da muß man sparen und die Risiken erhöhen.

Aber 20, 30 Jahre später braucht die Wirtschaft Nachschub an Fachkräften.

Das kommt raus, wenn man unter Privatwirtschaftsbedingungen Banken, Versicherungen und Wirtschaft rettet, aber keine Menschen. Die überläßt man sich ihrem Schicksal.

Unter solchen Voraussetzungen kann man das bundesdeutsche Gesundheitswesen auch aufs Niveau vom Mittelalter oder wie ein Entwicklungsland einstufen.

Brauchten wir diese Einheit? Mußten für dieses bundesdeutsche Gesundheitswesen Ostdeutsche über die Mauer in den Westen machen?

Das Gesundheitswesen funktionierte in der DDR und ganz speziell die Betreuung der jungen Familien mit Nachwuchs.
 
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