Wie kann man bei Arbeitsagentur in die Reha-Abteilung wechseln? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Harzfünfer

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Hallo,
ich bin bei der BA derzeit als ausbildungssuchend gemeldet. Da sich für mich jedoch abzeichnet, dass es mir vermutlich bis auf weiteres nicht möglich ist, eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, möchte in Zukunft von der Reha-Abteilung betreut werden.
Mein Problem ist, ich bin höchstwahrscheinlich Asperger-Autist, stecke aber noch im Diagnoseverfahren und einen SBA habe ich natürlich auch noch nicht. Von daher wüsste ich gar nicht, wie ich ich mich beim Amt diesbezüglich artikulieren sollte.

Und das scheint wie so vieles auch nicht einheitlich gehandhabt zu werden, also es soll Leute geben, die kommen einfach in den Reha-Bereich, um sie sozusagen abzuschieben, und andere würden vielleicht gerne in den Reha-Bereich wechseln, aber es wird ihnen nicht bewilligt.

Bei mir ginge es halt darum, Möglichkeiten einer integrativen Beschäftigung zu prüfen oder aber notfalls eine Beschäftigung in einer Behindertenwerkstatt. Und idealerweise sollte sich das nicht noch Jahre hinziehen. Ich bin übrigens 20, also bekomme z.B. auch nur noch drei Jahre lang die Familienversicherung bei der Krankenkasse übernommen. Da ich ausbildungssuchend anstatt arbeitssuchend gemeldet bin obwohl ich schon eine abgeschlossene (außerbetriebliche) Ausbildung habe, kann ich wenigstens das Kindergeld längere Zeit noch bekommen.

Hat hier jemand eine Idee, wie ich jetzt vorgehen sollte? Soll ich jetzt demnächst schon den Wunsch äußern, in den Reha-Bereich zu wechseln? Oder soll ich erst warten, bis ich was offizielles in der Hand habe? Inwieweit würde das überhaupt berücksichtigt werden? Ich habe von einer Fachperson vor kurzem gehört, Diagnose würden grundsätzlich gegengeprüft werden vom Amt, bevor man diese überhaupt akzeptiert. Das beträfe mich wohl insbesondere dann, wenn ich (noch) keinen SBA habe, sondern nur eine ärztliche Diagnose.

Hat hier jemand auch/(schon) mit der Reha-Abteilung zu tun (gehabt) und wie seid ihr dort hin gekommen? Welche Möglichkeiten gibt es in dieser Abteilung überhaupt? Auf was kann man sich da einstellen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Hallo Harzfünfer,

sobald du deine gesundheitlichen Einschränkungen beim Amt benennst, müsste ein Gutachten bezüglich deiner Vermittelbarkeit erstellt werden und dann geht alles seinen Lauf. Hast du das Thema überhaupt schon angesprochen? Die Reha-Abteilung wird spätestens dann zuständig sein, wenn du Leistungen nach SGB IX beantragst.

Du könntest schon mal einen Beratungstermin beim Integrationsfachdienst ausmachen und dich auch über die Möglichkeiten von LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) informieren.

Was ist denn nun dein Ziel? Du kannst im erlernten Beruf nicht arbeiten und müsstest dich noch einmal neu beruflich orientieren oder denkst du, du könntest mit Unterstützung in deinem Beruf Fuß fassen?
Ob eine Behindertenwerkstatt für Asperger das Richte ist, darf bezweifelt werden. Wo bist du in Behandlung oder zur Diagnose? Dort sollte man dich ja auch weiter betreuen, wenn denn die Diagnose bestätigt werden kann.

Gruß
 

Celtic Warrior

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Meine Freundin war in der Reha-Abteilung (mit nicht "gegengeprüfter" AS-Diagnose und damals noch ohne SBA). Hat ihr null geholfen. Die haben sie nur zum ÄD geschickt, wo sie nach Aktenlage für vollschichtig arbeitsfähig erklärt wurde. Allerdings mit so vielen Einschränkungen, dass die SB der Reha-Abteilung meine Freundin gleich wieder rausgekickt hat, weil sie ihr nicht helfen konnte, da sie zu viele (!) Einschränkungen hat und es für sie eh keinen geeigneten Arbeitsplatz gibt. Seither ist meine Freundin wieder bei ihrem alten SB und wird nur noch alle Vierteljahr eingeladen und viel mehr passiert da nicht. Die paar Maßnahmen, die hier angeboten werden, sind für meine Freundin nicht hilfreich oder nicht leidensgerecht. Sie schreibt im Grunde nur noch ihre zwei Bewerbungen pro Monat und das war's. Versprech dir also nicht zuviel von der Reha-Abteilung.
 

Harzfünfer

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weil sie ihr nicht helfen konnte, da sie zu viele (!) Einschränkungen hat und es für sie eh keinen geeigneten Arbeitsplatz gibt.
So viele Einschränkungen habe ich eigentlich nicht und theoretisch sollte es schon einen geeigneten Arbeitsplatz für mich geben. Aber ich werde in Bewerbungsverfahren aussortiert, das ist das Problem.
 

saurbier

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So viele Einschränkungen habe ich eigentlich nicht und theoretisch sollte es schon einen geeigneten Arbeitsplatz für mich geben.
Wünschst du dir das, oder ist es einfach fakt.

Aber ich werde in Bewerbungsverfahren aussortiert, das ist das Problem.
Hast du dich mal gefragt warum. Was schreibst du denn ggf. so alles in deinen Bewerbungen rein, daß man dich gleich zu Anfang aussortiert. Also dem Alter wegen doch sicherlich nicht und wenn du bereits eine Ausbildung hinter dir hast, dürfte das ja eher positiv sein. Also woran liegt es denn, das man die gleich ausortiert.
 

Celtic Warrior

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Aber ich werde in Bewerbungsverfahren aussortiert, das ist das Problem.
Verwendest du eventuell eine dieser 08/15-Standardbewerbungen a la "Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz als XY."? Du könntest ja mal ein anonymisiertes Anschreiben hier einstellen. Da hat bestimmt noch jemand den einen oder anderen Tipp für dich.
 

Harzfünfer

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Hast du dich mal gefragt warum. Was schreibst du denn ggf. so alles in deinen Bewerbungen rein, daß man dich gleich zu Anfang aussortiert. Also dem Alter wegen doch sicherlich nicht und wenn du bereits eine Ausbildung hinter dir hast, dürfte das ja eher positiv sein. Also woran liegt es denn, das man die gleich ausortiert.
Verwendest du eventuell eine dieser 08/15-Standardbewerbungen a la "Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz als XY."? Du könntest ja mal ein anonymisiertes Anschreiben hier einstellen. Da hat bestimmt noch jemand den einen oder anderen Tipp für dich.
Auf die Bewerbungen die ich im (Spät)herbst geschrieben habe, da habe ich eigentlich überall eine Antwort gekommen. Das Problem ist halt, dass man irgendwie überall Tests machen muss und mehrere(!) Gespräche dann sowieso noch, und daran scheitert es eben bzw. ist bis jetzt immer gescheitert.


Also wenn man mir einfach, nachdem meine Bewerbung überzeugt hat, direkt den Arbeitsvertrag zur Unterschrift vorlegen würde, dann hätte ich schon längst eine Arbeit...:whistle:


Bei den Bewerbungen von Januar und Februar habe ich bis auf einen Fall (noch) keine Rückmeldungen gekriegt, einfach gar keine Reaktion. Vielleicht ich soll da noch mal nachhaken? Aber falls telefonisch wüsste ich wieder nicht, was ich sagen soll bzw. wie ich das ausdrücken soll. Und bei diesen Bewerbungen könnte es daran gelegen, dass ein Foto vorne drauf war, das anscheinend nicht gefallen hat, es war auch nicht so der Brüller, es wurde in einem Coaching von mir gemacht. Die Bewerbungen davor waren ohne Foto- und zunächst erfolgreicher. Man hat schon irgendwie den Eindruck, dass die Bewerber ohne Ende haben. Ansonsten würden die sich doch nicht so bitten lassen...

Wünschst du dir das, oder ist es einfach fakt.
Ich kann das selbst nur schwer einschätzen. Die heutige Arbeitswelt entwickelt(e) sich konträr zu meinen Bedürfnissen. Ich bräuchte einen ruhigen Einzelarbeitsplatz mit möglichst wenig Teamarbeit. Außerdem bin ich nicht bereit, Überstunden zu machen! Ich glaube ich würde sowieso keine Vierzig Stunden durchhalten, aber ein Teilzeitjob ist dann wiederum so schlecht bezahlt, da mache ich lieber die ~ 32 Wochenstunden in der WfbM.
 

grün_fink

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Ich war vor etwa 25 Jahren mal in die Rehaabteilung einsortiert worden, nur mit Psychodiagnosen und ohne GdB, also auch ohne Schwerbehinderung. Wie ich da rein kam weiß ich leider nicht mehr genau. Wahrscheinlich lief das an nach einer psychosomatischen Reha, also im Klinikbericht empfohlen.
Ich bekam damals eine Umschulung bewilligt.

Das mit der WfbM würde ich nochmal überlegen. Vielleicht kann ja irgendwer mal berichten, wie das so wirken kann auf Autisten, wenn da Menschen mit ganz vielen Behinderungen sind und ob man da als Autist vielleicht nicht ganz untergeht.

Hier schreiben auch einige Autisten mit und vielleicht meldet sich hier im Thread ja noch einer von ihnen.

Ich würde vor einem Rehaverfahren erstmal die Diagnose sichern lassen oder ausschließen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Ich bräuchte einen ruhigen Einzelarbeitsplatz mit möglichst wenig Teamarbeit. Außerdem bin ich nicht bereit, Überstunden zu machen!
Das geht mir auch so. Ich arbeite jetzt 25 Wochenstunden und es reicht mittlerweile sogar zum Leben. Dein Vorteil ist, dass du noch recht jung bist. Als ich die Reha-Ausbildung gemacht habe war ich schon Mitte 30 und mein Lebenslauf durch die Behinderung ziemlich vermurkst.

Was hast du denn gelernt und hast du damals einen guten Abschluss gemacht?
 

Harzfünfer

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Ich arbeite jetzt 25 Wochenstunden und es reicht mittlerweile sogar zum Leben. Dein Vorteil ist, dass du noch recht jung bist. Als ich die Reha-Ausbildung gemacht habe war ich schon Mitte 30 und mein Lebenslauf durch die Behinderung ziemlich vermurkst.
Was meinst du mit Reha-Ausbildung? Und was für eine Arbeit machst du? Mein Problem wäre einfach, eine Arbeit überhaupt zu bekommen und dann auch länger als die Probezeit zu behalten...
Was hast du denn gelernt und hast du damals einen guten Abschluss gemacht?
Fremdsprachensekretär. Beim Abschluss ist das Problem, dass ich in Maschinenschreiben nur eine vier habe. Ich kann nur mit zwei-drei Fingern tippen und schaffe auch nicht besonders viele Anschläge pro Minute. In den anderen Fächern ist es gut, weil es halt nur Theorie war. In der Praxis das umzusetzen wäre schwierig.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Was meinst du mit Reha-Ausbildung?
Eine Ausbildung im Rahmen der LTA üblicherweise an einem Bfw, auch berufliche Reha genannt. Ich arbeite in einem Architekturbüro als Planer. Klar, eine geeignete Arbeit zu finden, ist eine große Hürde und kann dauern. Wichtig wäre, da realistische Voraussetzungen zu schaffen, sprich einen Beruf zu finden, in dem das auch möglich ist.

Wie oft ist das denn vorgekommen, dass du in der Probezeit gekündigt wurdest?

Zehnfingerschreiben könntest du noch lernen. Das ist in jedem Bürojob sehr nützlich, obwohl meine Kollegen und selbst einige Ausbilder am Bfw das auch nicht konnten.

Vielleicht liegt dir auch eher etwas Praktisches? Du müsstest vermutlich eine Berufsfindung und Arbeitserprobung unter Berücksichtigung deiner Einschränkungen machen. Erstmal ist natürlich die diagnostische Abklärung vorrangig, denke ich.
 

Harzfünfer

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Wie oft ist das denn vorgekommen, dass du in der Probezeit gekündigt wurdest?
Soweit kam ich bisher ja noch nicht mal...:cry:
Nichts als Absagen...

Eine Ausbildung im Rahmen der LTA üblicherweise an einem Bfw, auch berufliche Reha genannt.
Eine Ausbildung im Rahmen der LTA üblicherweise an einem Bfw, auch berufliche Reha genannt.
Ah ich habe schon von sowas gehört, aber das wäre überhaupt nichts für mich. Da muss man stationär wohnen (bei mir gibt es keines in der Nähe) und anschließend steht man wieder auf der Straße, mit Null Rentenbeiträgen, mit rein gar nichts.
Und ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass ich für den ersten Arbeitsmarkt nicht geeignet bin. Ich würde am liebsten in eine WfbM, das ist das einzige was realistisch ist. Aber das geht wohl auch nicht von heute auf morgen. Ich habe gehört, dass man in den Reha-Bereich der BA soll, aber ich weiß nun immer noch nicht, wie ich das dort artikulieren soll. Akutell habe ich nur Depressionen schwarz auf weiß vom Arzt und die beim Amt denken ich wäre gesund, weil sie ja bisher noch nichts anderes gehört haben.:oops:

Vielleicht liegt dir auch eher etwas Praktisches?
Ne, definitiv nicht...:(

Du müsstest vermutlich eine Berufsfindung und Arbeitserprobung unter Berücksichtigung deiner Einschränkungen machen. E
Was kann man sich darunter vorstellen? Ist das so eine Art Maßnahme? Kriegt man währenddessen irgendwelches Geld? Und wie lange soll das dauern?
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
die beim Amt denken ich wäre gesund, weil sie ja bisher noch nichts anderes gehört haben.
Dann wird es Zeit, dass du ihnen das mitteilst, wenn sie es selbst nicht merken. Die Depression reicht dafür erstmal.

Berufsfindung und Arbeitserprobung finden beim Bfw statt. Es gibt auch spezielle Angebote für Autisten bei anderen Trägern. Die wird es aber dann auch nicht in Wohnortnähe geben.
Ist die Diagnose nun bestätigt?

anschließend steht man wieder auf der Straße, mit Null Rentenbeiträgen, mit rein gar nichts.
Das sagt wer? Wie finanziertst du deinen Lebensunterhalt derzeit?

Du müsstest mal langsam in die Puschen kommen und dich beraten lassen. WfbM kannst du dir als "Versorgungsmodell" getrost aus dem Kopf schlagen, denke ich.
 

saurbier

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und anschließend steht man wieder auf der Straße, mit Null Rentenbeiträgen, mit rein gar nichts.
Na wo bitte sollen die denn auch herkommen, wenn du keiner Arbeit nachgehst.

Du bist mal gerade 20 Jahre und glaubst

Mein Problem ist, ich bin höchstwahrscheinlich Asperger-Autist, stecke aber noch im Diagnoseverfahren und einen SBA habe ich natürlich auch noch nicht.
Nun glauben ist nicht wissen und ohne wissen gibt es mal nichts.

Und einfach so in WfbM wird es wohl kaum gehen, wenn nicht ausreichende Diagnosen vorliegen welche sowas rechtfertigen würden.

Wenn du meinst du könntest nicht, dann solltest du mal dem SB vorschlagen das man dich für einige Wochen ins BfW zwecks Berufsfindung bzw. Arbeitserprobung schickt, wobei dir dann aber gleich klar sein sollte das diese nicht Wohnort nah vorhanden sind. Das sind meistens stationäre Maßnahmen wie sie z.B. die DRV in Wuppertal mal angeboten hat oder halt das BfW in Köln, wo man dann vor ort wohnt und zugleich entsprechende Maßnahmen (schulungen/probearbeiten etc.) stattfinden.

Wenn du dich da nicht selber drum kümmerst, nun ja andere werden das kaum für dich machen.
 

grün_fink

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Ich würde vor einer Arbeitserprobungs- und Berufsfindungsmaßnahme erstmal die medizinische Diagnostik abschließen und gucken, dass ich halbwegs fit werde für diesen Stress mit den Maßnahmen und Umschulung. Bittere eigene Erfahrung.
 

saurbier

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Ein Blick auf andere Threads sagen doch bereits so einiges über den TE aus.
 

Harzfünfer

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Na wo bitte sollen die denn auch herkommen, wenn du keiner Arbeit nachgehst.
Bei anderen Ausbildungen bekommt man Rentenbeiträge.
Ein Blick auf andere Threads sagen doch bereits so einiges über den TE aus.
Ach ja? Und weiter? :rolleyes:
Ich würde vor einer Arbeitserprobungs- und Berufsfindungsmaßnahme erstmal die medizinische Diagnostik abschließen und gucken, dass ich halbwegs fit werde für diesen Stress mit den Maßnahmen und Umschulung. Bittere eigene Erfahrung.
Diese Diagnostik kann noch lange dauern (s. unten). Und was redest du das von Umschulung? Sowas möchte ich doch überhaupt nicht.
Ist die Diagnose nun bestätigt?
Tja, wenn das so einfach wäre. Aufgrund von chronischer Überlastung entsprechender Stellen kann sich das noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Nächster Termin im Sommer. Insgesamt braucht es 5-6 Termine. Wenn das in dem Tempo weitergeht...
Wie finanzierst du deinen Lebensunterhalt derzeit?
Ich lebe bei meinen Eltern und bekomme Kindergeld.
Du müsstest mal langsam in die Puschen kommen und dich beraten lassen. WfbM kannst du dir als "Versorgungsmodell" getrost aus dem Kopf schlagen, denke ich.
Wieso das? Wenn man reinkommt, dann ist doch das eine Art Versorgungsmodell?



Und komme ich denn nun in den Reha-Bereich mit meinen Depressionen? Soll ich eigentlich schon erwähne, dass ich davon ausgehe, für den ersten AM nicht geeignet zu sein? Soll ich auch schon erwähnen, dass ich mich in einer Asperger-Diagnostik befinde? Was meint ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:

Fox29

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Und komme ich denn nun in den Reha-Bereich mit meinen Depressionen? Soll ich eigentlich schon erwähne, dass ich davon ausgehe, für den ersten AM nicht geeignet zu sein? Soll ich auch schon erwähnen, dass ich mich in einer Asperger-Diagnostik befinde? Was meint ihr?
Du kommst meist auf zwei Arten in den Reha-Bereich:
1. SB-Status (GdB ab 50)
2. Festgestellte Notwendigkeit von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, als sog. Rehabilitand.

Das wird mit "nur" den Depressionen nicht einfach. Zudem braucht es hier eine ausführliche Diagnostik. Gibt es die zu den Depressionen schon?

Du solltest dir aber bewusst sein, dass du nicht automatisch einen Platz in einer Werkstatt bekommst, auch wenn du bei der Reha-Abteilung angekommen bist. Es wird sicherlich erstmal eine Erprobung stattfinden, um zu sehen was geht und was nicht.

Da du außer der Ausbildung keine Arbeitserfahrung hast, zumindest habe ich das so verstanden, wird sicherlich versucht einen passenden Arbeitsplatz für dich zu finden,um es zumindest mal auszuprobieren. Ausbildung ist was anderes als der allg. Arbeitsmarkt und es gibt eine Stufen zwischen 1. AMA und Werkstatt.

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen, die denjenigen vorbehalten sind, die sie wirklich brauchen.
Bei dir hat noch nichtmal ein Versuch stattgefunden was anderes zu finden. Dass du einfach so da rein kommst halte ich für sehr unwahrscheinlich
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

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Und komme ich denn nun in den Reha-Bereich mit meinen Depressionen?
Das hängt von der Organisation deiner Behörde ab. In machen AfA betreuen die Rehastellen nur die Formalitäten rund um Teilhabeleistungen in anderen auch generell die Vermittlung.

Es reicht eine drohende Behinderung. Dem Arbeitsvermittler gegenüber solltest du Diagnosen nicht erwähnen. Sag einfach, dass du gesundheitlichen Einschränkungen hast. Dann beauftragt er ein oder mehrere Gutachten und die Gutachter werden Empfehlungen für das weitere Vorgehen abgeben.

Es gibt auch eine Maßnahme zur Überprüfung der Arbeitsmarktfähigkeit.

Wo machst du die Autistimusdiagnostik? Ich kenne das nur, dass das in der Uniklinik Köln in zwei Terminen durchgeführt wird.
 

Harzfünfer

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1. SB-Status (GdB ab 50)
Geht sowas nicht schon ab einem GdB von 30? Man kann doch da so eine Gleichstellung bekommen.

Wo machst du die Autistimusdiagnostik? Ich kenne das nur, dass das in der Uniklinik Köln in zwei Terminen durchgeführt wird.
Ich mache sie hier in der Region bei einer spezialisierten Ärztin, ich wohne hunderte KM von Köln entfernt...
zumindest habe ich das so verstanden, wird sicherlich versucht einen passenden Arbeitsplatz für dich zu finden,um es zumindest mal auszuprobieren.
Wie können die für mich einen Platz finden? Sowas ging ja nur in der DDR.
Bei dir hat noch nichtmal ein Versuch stattgefunden was anderes zu finden. Dass du einfach so da rein kommst halte ich für sehr unwahrscheinlich
Ich habe im Internet fahren, dass manche, sobald das Amt von so einer Diagnose wusste, von vorab in so eine Werkstatt gehen sollten. Aber das scheint sehr willkürlich gehandhabt zu werden.
Ausbildung ist was anderes als der allg. Arbeitsmarkt und es gibt eine Stufen zwischen 1. AMA und Werkstatt.
Wie meinst du das genau?
Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen,
Auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt es auch nur eine begrenzte Zahl von Plätzen, Das ist ja gerade das Problem, nirgends gibt es einen Platz für uns. :(
 
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Harzfünfer

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Eine schulische Ausbildung. Wird da denn so genau unterschieden? Was machst das für einen Unterschied. Vorm Wortsinn war meine ja auch außerbetrieblich.
 

grün_fink

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Nö, den Arbeitsvermittler gehen die konkreten Diagnosen nix an. Der weiß eh damit nix anzufangen, wird eher wild spekulieren, was du nun machen kannst und was nicht.
Der medizinische Dienst erährt deine Diagnosen und macht dann ein Leistungsbild. Da steht das drin, was den AV zu interessieren hat, beispielsweise wie schwer du körperlich arbeiten kannst (ob nun eher sitzend, gehend, stehend, gebeugt, überkopf oder nicht), wie das bei dir mit Kundenkontakt ausschaut, mit Stress, wechselnden Anforderungen, Verantwortung und so. Danach kann er dir dann Stellen raus suchen.
 
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