Wie kann ich ohne eine Sperrzeit zu riskieren, meinen jetzigen Arbeitsvertrag selbst kündigen?

Hafenkasper

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Zurück zum Thema.
Du kannst die Sperrzeit bei Eigenkündigung nur umgehen wenn Du dem Amt dafür glaubwürdige Gründe lieferst.
Dazu das Forum hier bemühen.
Pragmatisch wäre es den Arbeitgeber zu motivieren Dich normal betriebsbedingt oder in der Probezeit zu kündigen.
Da ich keinesfalls Krankengeld und deren Bürokratischen Auwand benatragen möchte , dachte ich ich bespreche das am kommenden Donnerstag dann mal mit meiner Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt. Diese ist recht zugängänglich . Meine Argumente wären hier defintiv der Verstoß gegen das Arbeitszeitgeesetz da hier fast täglich mehr wie 10 Stunden gearbeitet wird . Die überschreitungen kann ich auch nachweisen. Die Pausen stehn auch nicht im vorraus fest so das wenn überhaupt eine gemacht werden kann dies höchstens kurz Pause von 15 Min sind. Bedeutet aber auch das man sich sein Essen dann mehr oder weniger schon reinwürgen muss und auf die schnelle nen Kaffee runter spülen. Dem könnte man Theoretisch abhilfe schaffen wenn man durch einen anderen Kolegen für die Pause abgelöst wird.
Hier aber besteht das Problem das keine weiteren Mitarbeiter dafür zur verfügung stehen da dort generell hoher Personal Mangel besteht.

Die zweite Lösung wäre natürlich den Arbeitgeber dahingehend zu motovieren eine Betriebsbedingte Kündigung auszusprechen oder eben das ich gar nicht geeignet bin für den vorgesehenen Arbeitsplatz .

Was Neues suchen, und dann ganz elegant kündigen.
Halte schon ausschau nach was neuem. Problematisch wird es nur wenn ein Vorstellungsgespräch ansteht. Bei den Arbeitszeiten kannst nicht ma ernsthaft Termine wahrnehmen.
 

Nena

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Die zweite Lösung wäre natürlich den Arbeitgeber dahingehend zu motovieren eine Betriebsbedingte Kündigung auszusprechen oder eben das ich gar nicht geeignet bin für den vorgesehenen Arbeitsplatz .
Während der Probezeit braucht Deine AG gar keinen Grund (anzugeben).
 

Hafenkasper

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Nach meiner Erfahrung nicht schwieriger als sich mit dem AAmt herumzubalgen.
Ich hatte bisher mit dem Arbeitsamt hier vor Ort bisher keinerlei schwierigkeiten. Bisher wurden meine Anträge immer sehr zügig und flott bearbeitet . Kenne aber die Bearbeitungsproblematik in anderen Städten
 

IronFist

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Meine Argumente wären hier defintiv der Verstoß gegen das Arbeitszeitgeesetz da hier fast täglich mehr wie 10 Stunden gearbeitet wird . Die überschreitungen kann ich auch nachweisen.
Die Verstöße müssen aber in der Regel schon sehr massiv und/oder über einen längeren Zeitraum vorliegen, damit sie vom Arbeitsamt als Kündigungsgrund anerkannt werden. Bevor man da eine sperrzeitunschändliche Kündigung anerkennen wird, wird man dich auch sicherlich erst mal auffordern, auf anderem Wege für Abhilfe zu sorgen.

Rede doch einfach mal mit deinem Arbeitgeber, mach klar das du ab Tag x nach 6 Stunden Arbeit 30 Minuten Pause machst und das du nach spätestens 9 Arbeitsstunden Feierabend machst.

Vielleicht mußt du dann ja gar nicht mehr über eine Eigenkündigung nachdenken?
 
Zuletzt bearbeitet:

Ronald BW

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Ich würde jetzt einfach sagen ab heute arbeite ich 8 Stunden, was ich schon am ersten Tag klargestellt hätte, das ich mitbestimme wie lange ich arbeite und ich bin da nicht empfindlich 18 Stunden in 24 hatte ich auch schon, gut einmal
Es ist nicht mein Problem wenn einer seinen Laden nicht organisiert bekommt
 

JuleSH

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#21
In Absprache und mit der Genehmigung der AfA (hieß das damals noch Arbeitsamt?) habe ich eine betriebliche Umschulung nach 15 Monaten gekündigt. War vor ca. 20 Jahren und es ging eine 2monatige sich wiederholende Erkrankung voraus. Ich war nicht kompatibel mit der Arbeitsweise eines Versicherungsmaklers, bei dem ich in der Umschulung zur Bürokauffrau war.

Okay, nicht vergleichbar mit Deiner Situation, doch mögen Mut und Zuversicht Dich am Donnerstag begleiten. Drücke Dir für das Gespräch mit der SB die Daumen.
 

HansimGluck1

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Den AG dazu zu motivieren, dich zu kündigen, halte ich für keinen guten Vorschlag. Ich habe das vor vielen Jahren einmal gemacht, daß ich tatsächlich so ehrlich war und meinen Vorgesetzten einfach gefragt habe, ob er nicht sagen kann, daß er mich nicht brauchen kann, da mir die Arbeit so überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Ich bekam meine Kündigung. Eine fristlose.

Das Nichteinhalten des Arbeitszeitgesetzes ist auch kein Grund, den Job einfach zu kündigen. Wohl aber kannst du, wie IronFist geschrieben hat, von deinem AG verlangen, daß er dir ausreichend Pause gewährt und die Arbeitszeit den gesetzlichen Vorgaben anpaßt. Wenn der AG da dann nicht mit sich reden läßt, dann erst hast du einen Grund für eine Kündigung ohne Sperrzeit. Aber du mußt das nachweisen können, daß du versucht hast, mit deinem Chef zu reden und keinen Erfolg hattest. Also brauchst du da zuverlässige Zeugen oder was Schriftliches.

Wenn dich der Job krank macht, würde ich mich krankschreiben lassen. Das mit dem Krankengeld beantragen ist recht unproblematisch und sollte für 2 Wochen gar kein Problem sein.
 

Birt1959

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Zum Thema Krankschreibung:

Ansonsten sollte sich der/die TE überlegen, ob er den Job weiterhin machen will. Allerdings mussten AfA oder JC doch der Probearbeit zustimmen. Da würde ich als SB*in dann schon die Frage stellen, warum das dem/der TE nicht da schon auffiel. Also sollte er /sie sich die Frage auch stellen, bevor es dort hin geht.

Die Begründung Krankheit sollte aber eine Sanktion verhindern.

Allerdings dürfte bei der Firma im Fall einer Krankmeldung sowieso früher oder später eine Kündigung rausgehen. Speditionen und Kurierdienste sind da schnell.
 

Birt1959

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??? Ich denke, das war ein Arbeitsvertrag mit Probezeit? Wieso muss da die AfA zustimmen?
Wenn ich das richtig verstanden habe, handelte es sich um einen ehemaligen Leistungsbezieher. Mir schien es so, als ob diese Probearbeit vor dem Zustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses statt fand.

Wenn ein LB zur Probe arbeitet, muss die zuständige Behörde der Probearbeit zustimmen, weil der LB vorübergehend der Vermittlung nicht zur Verfügung steht. Bei einer Probezeit als Bestandteil des Arbeitsvertrages ist das was anderes, weil der LB dann ja aus der Vermittlung und dem Leistungsbezug raus ist.
 

Hafenkasper

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Wenn ich das richtig verstanden habe, handelte es sich um einen ehemaligen Leistungsbezieher. Mir schien es so, als ob diese Probearbeit vor dem Zustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses statt fand.
Richtig erkannt.... Das Probearbeiten von 2 Tagen war vor Abschluss des Arbeitsvertrages und hatte mit einer Arbeitsvertraglichen Probezeit nichts zu tun. Hatte allerdings schon nach diesen 2 Probetagen ziemliche Bedenken ob der Job das richtige für mich ist. Leider habe ich mich dann blöderweiser vom Betriebsleiter zu sehr bequatschen lassen doch ein Vertrag zu Unterschreiben. Erst nach Vertragsunterzeichnung und im laufe der letzten 2 1/2 Wochen hat sich herrausgestellt was tatsächlich für Streß und Arbeitsstunden auf mich zukommen. Im nachhinein bereue ich es den vertrag unterschrieben zu haben.

Nach nur 2 1/2 Wochen hab ich gravierende gesundheitliche Probleme die ich bisher in keiner meiner bisherigen Arbeitsverhältnisse hatte.
Bin auch kein Mensch der gleich wegen jeden weh wechen zum Doc rennt aber hier ist mir meine Gesundheit einfach zu wichtig weshalb ich auch Montag früh zum Arzt gehen werde und zusätzlich mich anderweitig wo anders bewerbe.

Wenn ein LB zur Probe arbeitet, muss die zuständige Behörde der Probearbeit zustimmen, weil der LB vorübergehend der Vermittlung nicht zur Verfügung steht. Bei einer Probezeit als Bestandteil des Arbeitsvertrages ist das was anderes, weil der LB dann ja aus der Vermittlung und dem Leistungsbezug raus ist.
Die 2 Tage Probearbeiten waren natürlich vorab von meiner Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt genehmigt worden.
 

Hafenkasper

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Nun gibt es neues in der Sache :)
Mein Arzt hat mich ab dem 24.06.19 für 2 Wochen AU geschrieben.
Prompt hab ich gestern dann auch ein Einschreiben im Kasten gehabt welches ich aber erst heute abholen konnte. Wie zu erwarte war es die Kündigung zum 11.07.19 :-D
 

Nena

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oooooooooooooooooooooooooooooooooooooh ;-)

Gratuliere!
 
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