Wie kann ich ohne eine Sperrzeit zu riskieren, meinen jetzigen Arbeitsvertrag selbst kündigen?

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Hafenkasper

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Hallo zusammen.

Meine Frage bezieht sich im Kern darum wie ich ohne Sperrzeit meinen jetzigen Arbeitsvertrag selbst kündigen kann.

Zur Vorgeschichte:

Ich hatte mich auf eine Stelle als Radladerfahrer beworben. Wurde noch am selben Tag zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei diesem Gespräch wurde seitens des Arbeitgebers gebeten das ich vorab Zwei Tage Probearbeiten sollte um zu schauen was dort eigentlich gemacht wird und ob die Stelle dann auch etwas für mich wäre.
Dies wurde dann kurzfristig durch das Arbeitsamt genehnehmigt.

Habe dann am 3.6 und 4.6. dann das Probearbeiten gemacht und mir wurde dann am Ende des Probearbeiten gesagt man wolle mich Einstellen . Hatte da bereits gegenüber dem Werksleiter bedenken geäußert ob das das richtige für mich ist .
Fühlte mich mit einigen Arbeitsabläufen und Situationen nämlich echt überfordert was ich selbst so nicht von mir kenne. Dennoch hab ich einen Vertrag unterschrieben

Der Job ist eigentlich Stress Pur. Man jagt von A nach B . Ständig klingelt das Handy weil ein Lkw beladen werden muss , gleichzeitig aber muss man die Anlage die man zwischen durch beladen muss auch noch im Auge behalten.
Feste Pausenzeiten gibt es nicht wirklich da man sich diese mehr oder weniger erarbeiten muss in dem man sich seine Arbeit so Organisiert das man Pause machen kann. Hinzu kommt die tägliche Arbeitszeit von 10,25 Stunden.
Man fängt überwiegend um 6 Uhr an und arbeitet bis 17 Uhr von Montag bis Freitag.
In den 1 ½ Wochen wo ich jetzt da bin kam es schon zwei mal vor das ich um 17 Uhr 30 erst Feierabend hatte also 10,50 Stunden reine Arbeitszeit.

Da ich in dieser kurzen zeit merke das es mir damit gesundheitlich nicht Gut geht würde ich liebend gerne den Job so schnell wie möglich loswerden und Kündigen. Befürchte aber das es sofort eine 12 Wochen Sperrfrist vom Arbeitsamt gibt.

Meine Frage wäre nun wie ich diese am besten Umgehen kann.
Für Hilfe und Tipps wäre ich echt Dankbar

Gruß
Hafenkasper
 

Hafenkasper

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Deine Arbeitszeiten sind alles andere als rechtmäßig. Gibt es dort einen Betriebsrat?
Nein, dort gibt es kein Betriebsrat
Kümmere Dich erst einmal um Deine Gesundheit.
Würde mich am liebsten Krank melden aber da ich ja erst grade mal 1 1/2 Wochen da bin hätte ich nicht mal Anspruch auf Lohnfortzahlung sondern müsste Krankengeld ? bei der Krankenkasse beantragen da ich ja noch nicht die wartezeit erfüllt habe ?
 

Krizzo

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Bis jetzt bin ich aus jedem unangenehmen Job innerhalb der Probezeit herausgekommen, indem ich mich einfach für zwei Wochen am Stück habe krank schreiben lassen.
Die meisten Hausärzte haben Verständnis. Du musst ja auch nicht direkt erzählen, dass du den Job loswerden willst, sondern dass es dir zunehmend schlechter geht und du das sicher auf den Job schließen kannst.

Viele Leute trauen sich nicht, deswegen zum Arzt zu gehen, bitte tu dir den Gefallen und mach es.
 

Nena

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Bis jetzt bin ich aus jedem unangenehmen Job innerhalb der Probezeit herausgekommen, indem ich mich einfach für zwei Wochen am Stück habe krank schreiben lassen.
Hattest Du schon mal einen angenehmen Job?
Empfiehlst Du allen Ernstes Weglaufen als (Dauer-)Lösung?

Ja, in diesem Fall klingt es angemessen. Aber bei Dir klingt es irgendwie - anders.
 

Jobhändla

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Soweit mir bekannt ist gibt es Regelungen zur täglichen maximalen Arbeitszeit und zur Pause die man machen MUSS. Das wäre evtl. die Legitimierung vor dem Amt.

-Grundsätzlich beträgt die tägliche Arbeitszeit maximal acht Stunden. Ausnahmsweise kann die tägliche Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden, vgl. § 3 ArbZG

In § 4 heißt es:
"Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden."
 

Curt The Cat

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Meine Frage bezieht sich im Kern darum wie ich ohne Sperrzeit meinen jetzigen Arbeitsvertrag selbst kündigen kann.
Dann würde ich Dich bitten, das zukünftig auch bitte im Thementitel so zu kommunizieren und nicht in der Art ...
Wie Job Kündigen ohne Sperzeit
... rumzuschwurbeln ... hast Du das in der Schule so gelernt oder liest Du zu oft die Zeitung mit den großen Buchstaben ...?


:icon_wink:
 

Krizzo

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Hattest Du schon mal einen angenehmen Job?
Empfiehlst Du allen Ernstes Weglaufen als (Dauer-)Lösung?

Ja, in diesem Fall klingt es angemessen. Aber bei Dir klingt es irgendwie - anders.

Wie klingt es denn bei mir? "Arbeitsscheu", wie man so schön vor 80 Jahren gesagt hat?

Empfielst du allen ernstes kaputtarbeiten?
 

Mona Lisa

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Ich finde schon. Das Grundgesetz übrigens auch. Jeder hat laut diesem das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl und ein schönes Leben.
1. Nicht jeder, sondern nur jeder Deutsche hat das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl.
2. Niemand hindert Dich an einer Kündigung.
3. Art. 12 GG hat nichts mit den sozialrechtlichen Folgen einer Kündigung zu tun.
4. Wo steht das im Grundgesetz mit dem schönen Leben? Ich habe es noch nicht gefunden. :LOL:

LG

Mona Lisa
 

Krizzo

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Es wird impliziert, es steht natürlich nicht explizit drin.

An einer Kündigung werde ich unter Androhung von Sanktionen gehindert. Natürlich ist es nicht VERBOTEN, aber es wird sozialer und ökonomischer Druck aufgebaut, wie so oft in diesem Staat. Der kann sich dann immer schön fein rausreden.
 

Mona Lisa

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Es wird impliziert, es steht natürlich nicht explizit drin.
Nein, es wird auch nicht impliziert. Das GG ist die Antwort auf die Diktatur der Nazis und sollte nicht ein Leben ohne Anstrengung garantieren, wenn Du das mit "schönem" Leben meinst.

An einer Kündigung werde ich unter Androhung von Sanktionen gehindert. Natürlich ist es nicht VERBOTEN, aber es wird sozialer und ökonomischer Druck aufgebaut, wie so oft in diesem Staat. Der kann sich dann immer schön fein rausreden.
Ob die Sanktionen verfassungsgemäß sind, wird das Bundesverfassungsgericht in Zukunft prüfen, so viel ich weiß. Es gibt hier auch einen Thread dazu.

Natürlich baut der Staat Druck auf. Das tut er aber auch außerhalb des Sozialrechts.

LG

Mona Lisa
 

Nena

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An einer Kündigung werde ich unter Androhung von Sanktionen gehindert.
Nicht alle.

Natürlich ist es nicht VERBOTEN, aber es wird sozialer und ökonomischer Druck aufgebaut, wie so oft in diesem Staat.
Ja, alle haben anschließend weniger Geld zur Verfügung. Das ist der "Preis" für die Entscheidung einer Kündigung. Überrascht mich nicht. Jemanden nach der eigenen Kündigung? Dich etwa?
 
G

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Zurück zum Thema.
Du kannst die Sperrzeit bei Eigenkündigung nur umgehen wenn Du dem Amt dafür glaubwürdige Gründe lieferst.
Dazu das Forum hier bemühen.
Pragmatisch wäre es den Arbeitgeber zu motivieren Dich normal betriebsbedingt oder in der Probezeit zu kündigen.
 

Hafenkasper

Elo-User*in
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Zurück zum Thema.
Du kannst die Sperrzeit bei Eigenkündigung nur umgehen wenn Du dem Amt dafür glaubwürdige Gründe lieferst.
Dazu das Forum hier bemühen.
Pragmatisch wäre es den Arbeitgeber zu motivieren Dich normal betriebsbedingt oder in der Probezeit zu kündigen.

Da ich keinesfalls Krankengeld und deren Bürokratischen Auwand benatragen möchte , dachte ich ich bespreche das am kommenden Donnerstag dann mal mit meiner Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt. Diese ist recht zugängänglich . Meine Argumente wären hier defintiv der Verstoß gegen das Arbeitszeitgeesetz da hier fast täglich mehr wie 10 Stunden gearbeitet wird . Die überschreitungen kann ich auch nachweisen. Die Pausen stehn auch nicht im vorraus fest so das wenn überhaupt eine gemacht werden kann dies höchstens kurz Pause von 15 Min sind. Bedeutet aber auch das man sich sein Essen dann mehr oder weniger schon reinwürgen muss und auf die schnelle nen Kaffee runter spülen. Dem könnte man Theoretisch abhilfe schaffen wenn man durch einen anderen Kolegen für die Pause abgelöst wird.
Hier aber besteht das Problem das keine weiteren Mitarbeiter dafür zur verfügung stehen da dort generell hoher Personal Mangel besteht.

Die zweite Lösung wäre natürlich den Arbeitgeber dahingehend zu motovieren eine Betriebsbedingte Kündigung auszusprechen oder eben das ich gar nicht geeignet bin für den vorgesehenen Arbeitsplatz .

Was Neues suchen, und dann ganz elegant kündigen.
Halte schon ausschau nach was neuem. Problematisch wird es nur wenn ein Vorstellungsgespräch ansteht. Bei den Arbeitszeiten kannst nicht ma ernsthaft Termine wahrnehmen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Meine Argumente wären hier defintiv der Verstoß gegen das Arbeitszeitgeesetz da hier fast täglich mehr wie 10 Stunden gearbeitet wird . Die überschreitungen kann ich auch nachweisen.

Die Verstöße müssen aber in der Regel schon sehr massiv und/oder über einen längeren Zeitraum vorliegen, damit sie vom Arbeitsamt als Kündigungsgrund anerkannt werden. Bevor man da eine sperrzeitunschändliche Kündigung anerkennen wird, wird man dich auch sicherlich erst mal auffordern, auf anderem Wege für Abhilfe zu sorgen.

Rede doch einfach mal mit deinem Arbeitgeber, mach klar das du ab Tag x nach 6 Stunden Arbeit 30 Minuten Pause machst und das du nach spätestens 9 Arbeitsstunden Feierabend machst.

Vielleicht mußt du dann ja gar nicht mehr über eine Eigenkündigung nachdenken?
 
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