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Wie kann ich einer möglichen Kostensenkungsaufforderung entgegen wirken?

zuzanna

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Danke Kikaka, ich hoffe jetzt bin ich richtig.
Also stelle ich meine Frage nochmal:
Das JC wird mich demnächst auffordern, mir eine andere Wohnung zu suchen, da mein Vermieter die Miete erhöht hat und die Wohnung zu teuer ist.
Ich habe mal gehört, dass das JC keinen Umzug verlangen kann, wenn man länger als 20 Jahre in der Wohnung lebt. Ich wohne seit 30 Jahren hier, finde aber nirgendwo eine Information, ob es diese Regelung wirklich gibt.
Danke für Antworten u. liebe Grüße,
zuzanna
 

Kikaka

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AW: Zwangsumzug

-Erster Schritt sollte sein zu überprüfen ob Dein JC ein " schlüssiges KdU-(Kosten der Unterkunft )-Konzept hat. Hier wäre es hilfreich wenn Du JC benennen würdest.
-Sodann solltest Du folgende Daten mal einstellen :
-Nettokaltmiete alt -neu
-kalte Nebenkosten alt-neu
-Heizkosten
-Größe der Wohnung
 

Dagegen72

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AW: Zwangsumzug

das Problem ist doch, dass wenn die Miete teurer wird, dass der Alg II -Bezieher den Überschuss, dass das JC nicht mehr bezahlt, selbst bezahlt werden muss, noch vom Alg II abgezogen - wohingegen bei Aufforderung zum Umzug, wenigstens Umzug und Kaution übernommen werden?
 

Curt The Cat

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AW: Zwangsumzug

Moinsen zuzanna,

auch Dir, als Newbie hier, möchte ich die Forenregel #11 ...
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Zwangsumzug, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
... in Erinnerung bringen!

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

ethos07

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Hi zuzanna,

- kurz erläuternd zu kikaka: wir brauchen das JC bzw. die Stadt/Region, um dir weiter zu helfen, weil die KdU-Regelungen werden nicht bundesweit festgelegt, sondern regional zwischen JC/Regional und Kommune/Stadt ausgemauschelt.

Dazu kommt: diese sind zudem (noch) nicht in juristischen Fels gemeiselt, sonder häufig macht es auch Sinn, dagegen dann gerichtlich vorzughenen - sodass alle von kikaka erbeteten Details wichtig sind. Manche Zwangsumzugs-Bedrohte können dann ihren vom JC eigentlich gemäß lokaler KdU-Richtlinie einwandfrei korrekt geforderten Umzug durch pfiffige Klage vor dem SG noch jahrelang hinauszögern oder gar ganz ausräumen.

- Wenn wir das JC oder zumindest der Ort/Region wo du wohnst erfahren, können wir dir vielleicht auch mit Adressen vor Ort weiterhelfen. Denn angesichts der Wohnungsnot in vielen Regionen wird es auch bei perfekter individueller Gegenwehr (siehe oben) zunehmend schwieriger, die eigene Wohnung gegen die Zumutungen des JC zu halten. Meist ist es deshalb sinnvoll, so früh wie möglich auch Unterstützer-Initaitiven beizuziehen, so sie denn bei dir existieren. Diese können für deinen Verbleib in der angestammten Wohnung in Absprache mit dir - nicht selten entscheidend! - mehr Druck auf allen Ebenen machen als du alleine.

- Dann: gib auch dein Alter und allfällige gesundheitliche Einschränkungen noch an - in einzelnen Städten werden Ältere und z.B. nur eingeschränkt Arbeitsfähige dann auch bei den KdU-Richtlinien ein wenig gnädiger behandelt. Die Wohndauer alleine ist m.W. nicht ausschlaggebend.
 

zuzanna

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Hallo,
erst einmal Danke für die vielen Antworten.
Die Stadt ist Köln, ich bin 62 Jahre alt, bin seit 3 od. 4 Jahren wg.
„Burn out" - wie das heute so schön heisst - in Therapie und leide unter rheumatischen Beschwerden, die ich aber schon lange nicht mehr ärztlich behandeln lasse. Um Miete/Nebenkosten/vorher/nachher anzugeben, muss ich erst meine Papiere zusammen suchen, klingt vielleicht komisch, aber ich kann mir einfach nix mehr merken.
Die Situation ist kompliziert, bin nur heute nicht mehr in der Lage,
alles zu erklären, aber besonders der Hinweis von ethos07 auf bestimmte Initaitiven interessiert mich sehr.
Bis bald,
Grüße, zuzanna
 

Kikaka

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http://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-K-ln--01.06.2013-korr.pdf

Gründe für die Berücksichtigung besonderer Umstände
können sein (nicht abschließend, vgl.
auch Ziffer 5.1):

Gesundheitliche Beeinträchtigungen

Pflegebedürftigkeit

Behinderungen, insbesondere Gehbehinderungen

Lange Wohndauer bei älteren Menschen
Bei der Prüfung der Zumutbarkeit und vor allem bei
der Reduzierung der Unterkunftskosten
auf das angemessene Maß kommt es besonders auf die
Verhältnisse im Einzelfall an (z.B.
vorübergehender Notstand, schwere Erkrankung des Le
istungsberechtigten, nachweislich
kein Untermieter zu finden usw.).
Eine Kostensenkung kann zwar in den meisten Fällen
durch einen Umzug herbeigeführt
werden; zu beachten ist jedoch, dass die/der Leistu
ngsberechtigte nicht zu einem Umzug
aufgefordert werden darf. Die Aufforderung darf nur
allgemein zur Kostensenkung erfolgen
Die Forderung nach einem sozialrechtlich erforderli
chen Wohnungswechsel ist eine ein-
schneidende Maßnahme. Bevor eine solche gefordert w
erden kann, bedarf es einer einge-
henden Einzelfallprüfung, in der der Sachverhalt, d
ie Ermessensanwendung und die Ent-
scheidung über den geforderten Wohnungswechsel fest
gehalten sind
Bei der Angemessenheitsprüfung anhand des Vordrucks
50-01-123 ergeben sich 2 Möglich-
keiten:
1. Der Mietrichtwert wird zwar grundsätzlich übersc
hritten, auf einen Wohnungswechsel
wird jedoch aus sozialen und / oder wirtschaftliche
n Aspekten verzichtet.
Die Entscheidung ist von der Teamleitung gegenzuzei
chnen.
Soziale Gründe für eine erhöhte anerkannte Miete
können
sein:

Gesundheitliche Beeinträchtigungen

Pflegebedürftigkeit

Behinderungen, insbesondere Gehbehinderungen

Lange Wohndauer bei älteren Menschen
-Das sieht doch mal gar nicht schlecht aus
Wende Dich evtl. an die KEA`S
Die KEAs e. V. ? Kölner Erwerbslose in Aktion
 

Caso

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Danke Kikaka, ich hoffe jetzt bin ich richtig.
Also stelle ich meine Frage nochmal:
Das JC wird mich demnächst auffordern, mir eine andere Wohnung zu suchen, da mein Vermieter die Miete erhöht hat und die Wohnung zu teuer ist.
Ich habe mal gehört, dass das JC keinen Umzug verlangen kann, wenn man länger als 20 Jahre in der Wohnung lebt. Ich wohne seit 30 Jahren hier, finde aber nirgendwo eine Information, ob es diese Regelung wirklich gibt.
Danke für Antworten u. liebe Grüße,
zuzanna
Ganz grundsätzlich muß man aber sagen, daß das JC dich nicht auffordern wird, eine andere Wohnung zu suchen.
Du hast vielleicht noch keine solche Aufforderung gelesen, aber da werden immer Beispiele geschrieben, wie das gehen könnte , die Wohnkosten zu senken.
zuletzt steht da auch als Beispiel immer, umzuziehen.

Wenn du schon 62 bist und schon 30 Jahre dort wohnst, wird man dich bestimmt als Härtefall berücksichtigen.
Und dann bald in die Zwangsrente schicken.
 

zuzanna

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Caso, Du hast wahrscheinlich Recht, was die Zwangsrente angeht.
Leider wäre ich das JC dann - oder wie das zuständige Amt auchimmer hieße - nicht los, meine Rente ist zu gering.
Aber das Problem wird erst in einem halben Jahr auf mich zu kommen.
Zur Zeit sind die Probleme mit der Wohnung sehr belastend.
Und zu kompliziert um alle Fakten hier zu erzählen.
Versuche eine Kurzfassung: Mein Vermieter hat mir gekündigt, weil ich Miete wg. Mängeln gekürzt habe. Kündigungsfrist bis Jan.15. Das heißt: Rechtsstreit mit Vermieter, psychisch sehr, sehr, sehr belastend.
Dann werde ich vom Jc die Aufforderung zur Kostensenkung erhalten.
Hat man mir bisher nur mündlich ankekündigt.
Jetzt wirds kompliziert: ich hätte nichts dagegen umzuziehen, auch wenn ich nicht weiss, wie ich das bewerkstelligen sollte, z.Zt.
Aber ich müsste in eine kleinere und wesentlich billigere Wohnung ziehen. Abgesehen davon, dass selbst die hier schwer zu finden ist, hätte ich dann keinen Platz mehr zum arbeiten.Bin eigentlich selbstständig und bräuchte mehr Platz. Da ich z.Zt. 0,- € mit meiner Arbeit verdiene, kann ich wohl kaum damit argumentieren.
Meine Arbeit ist das einzige, was mir in meinem Leben noch Spass mach - wenn ich überhaupt noch mal dazu komme.
Ich bin manchmal ziemlich schwurbelig im Kopf und zeitweise wie gelähmt, weil ich nicht mehr weiss nach welcher Seite ich jetzt gerade kämpfen soll.
Noch kürzer : bin grundsätzlich einem Umzug nicht abgeneigt, will mich aber nicht so unter Druck setzen lassen, dann schaltet es mich einfach ab und es geht nichts mehr.

Schaffe das ohne Hilfe einfach nicht.

Schlage vor, dass ich jetzt erst mal abwarte, bis ich etwas Schriftliches vom Amt habe und mich dann noch mal melde.
Muss einfach mal ein paar Tage an was anderes denken....

Dank an alle für die Antworten,
bis bald,
zuzanna
 

Kikaka

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@ zusanna

Schlage vor, dass ich jetzt erst mal abwarte, bis ich etwas Schriftliches vom Amt habe und mich dann noch mal melde.
-Du darfst jetzt keine Zeit sinnlos verstreichen lassen, weil die Kündigung der Wohnung vorliegt. Die eventuelle Kostensenkungsaufforderung ist doch pillepalle wenn die Kündigung Bestand hätte.
Das heißt: Rechtsstreit mit Vermieter, psychisch sehr, sehr, sehr belastend
-Wie ist der Stand der Dinge ? Hast Du gegen die Kündigung irgendwas unternommen ?
-Ein evtl. Rechtsstreit mit dem Vermieter wird nicht über Sozialgericht abgewickelt.......Wenn Du keinen Mietrechtsschutz hast so mußt Du einen Anwalt finden der für Dich die Prozesskostenhilfe beantragt...
-Aus meiner persönlichen Sicht ist eine Kündigung wegen Mietkürzungen nach 30 Jahren Mietzeit ein Witz, trotzdem wissen wir nicht ob die Mietkürzungen berechtigt waren oder nicht,alles ungelegte Eier.

Mein Rat : Hol Dir einen Rechtsberatungsschein oder gehe zur KEA,und das schnellstens...
 
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