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    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
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Wie kämpfen gegen die Krisenfolgen?

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edy

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#1
a) Was tun? und wer zum teufel tut es?

„Diese beiden Fragen neigen dazu, sich gegenseitig zu blockieren: Es ist
schwer zu sagen, was zu tun ist, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wer
es tun soll. Umgekehrt ist es genauso schwierig herauszufinden, wer etwas
tun könnte, ohne zu wissen, was es ist. Es lassen sich großartige
Vorstellungen entwickeln, was wir tun sollten. Aber dann schaut man sich
um und fragt sich: »Wer zum Teufel soll das tun?« Und wenn man fragt, was
die tatsächlichen Menschen voraussichtlich tun werden oder getan sehen
möchten, ist man schnell verschreckt. Einerseits geht es darum, diese
Blockade aufzubrechen und sie in eine stärker dialektische Bewegung zu
bringen: Wir müssen mehr Menschen mit der Vorstellung vertraut machen,
dass etwas getan werden muss, indem wir deutlich machen, was zu tun ist.
Gleichzeitig wird in dem Maße, wie mehr Menschen einbezogen werden, auch
die Frage, was zu tun ist, neu gefasst werden müssen…“ Artikel von David
Harvey (pdf)
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2009/persp_harvey.pdf

Es handelt sich um eine exklusive Veröffentlichung im LabourNet Germany
aus "luxemburg - Gesellschaftsanalyse und linke Praxis" Heft 1, einer
neuen Zeitschrift der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie fragt nach den Folgen
der Krise und linken Antworten. Welche Verschiebungen in den globalen
Kräfteverhältnissen ergeben sich aus ihr, welche neuen Herausforderungen
und Chancen für die Linke? Dazu haben wir Beiträge von Walden Bello,
Nicola Bullard, Ana Ester Ceceña, Bill Domhoff, Susan George, George
Fülberth, Gregor Gysi, David Harvey, Chantal Mouffe, Wolfgang Sachs,
Christoph Spehr, Marlene Streeruwitz, Yash Tandon und Hillary Wainwright
und viele mehr. Einzelne Beiträge und weitere Infos auf der Website der
Zeitschrift:
Zeitschrift Luxemburg

b) Runter vom Beobachtungsturm. Die bewegungsorientierte Linke ist auf
etwaige Krisenproteste unverändert schlecht vorbereitet


„Geht es um praktische Kriseninterventionen, ist ein gewisser Hang zum
Abstinenzlerischen unübersehbar: Im Zentrum der Debatte stehen gemeinhin
programmatische und bündnistaktische Erwägungen. Demgegenüber spielt die
Frage, unter welchen Bedingungen es überhaupt zu Widerständigkeiten bzw.
sozialen Kämpfen kommt, eine eher marginale Rolle. Es ist also kaum
verwunderlich, dass die allenthalben artikulierte Forderung nach lokalen
Krisenbündnissen immer wieder im bloßen Appell stecken bleibt: Nicht
zuletzt die konkrete Bestimmung, wie sich soziale Bewegungen in
betriebliche und andere Auseinandersetzungen einbringen könnten, wird
häufig nur am Rande gestreift…“ Artikel von Olaf Bernau/NoLager Bremen,
aus ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis vom
21.8.2009 (pdf)
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2009/bernau.pdf

c) „Geht ans Eingemachte! Geht auf`s Ganze! Geht auf die Straße!“

Mitternachtsspitzen: Das Kabarett wehrt sich gegen die politischen
Verhältnisse. Sendetext von Wilfried Schmickler vom 10.10.2009
Sendetext vom 10.10.2009 - Wilfried Schmickler - Mitternachtsspitzen - WDR Fernsehen

Aus dem Text: „… Ihr seid umzingelt. Ihr werdet gedroschen. Ihr werdet
gerissen. Kein Mensch wird euch vermissen. Ihr werdet weggelacht. Ihr
werdet niedergegröhlt. Ihr seid angezählt. Wir werden euch durch den Ring
prügeln bis ihr um Gnade winselnd in den Seilen hängt, aber niemand wird
ein Handtuch werfen. Wir werden jedes eurer aufgeblasenen Macht-Worte auf
die Gold-Waage legen und für zu leicht befinden. Wir werden aus euren
leeren Versprechen und hohlen Sprüchen Barrikaden bauen und diese
Barrikaden werden brennen wie Scheunen voll Bohnenstroh Wir werden eure
verlogenen Programme plündern, eure fadenscheinigen Rezepte rauben und
eure Phrasen-Paläste brandschatzen. Wir werden euch in euren neuen
Alt-Kleidern durch die Straßen treiben, bis auch der letzte sieht, dass
ihr in Wahrheit pudelnackt seid! Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.
Also gebt ihm Saures. Gebt ihm Prügel. Und vor allem: gebt ihm keine Ruhe!
Geht dahin, wo es ihm so richtig weh tut. Geht ans Eingemachte. Geht aufs
Ganze. Geht auf die Straße!“

Und das Video
Videos - Mitternachtsspitzen - WDR Fernsehen
 
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