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Wie JC melden das man arbeiten geht, wenn der Arbeitgeber abends anruft und meint morgen früh gibt es Arbeit?

Hamar

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#1
Möchte gern wissen wie ihr das handhabt, wenn abends ein AG anruft und sagt morgen früh könntest du für 8 Stunden arbeiten kommen. Natürlich würde ich dann gern zustimmen aber das JC möchte ja vor Arbeitsbeginn darüber bescheid wissen, was in dieser Situation nicht geht.
Wenn man länger Zeit hat, dann kann man dies schriftlich einreichen. Angenommen es geht nur um einen Tag Arbeit. Muss man dem JC dann einfach nur schreiben, dass man am 20.09.2018 für einen Tag 8 Stunden bei der Firma XXX arbeiten geht? Wenn die Arbeit erledigt ist, benötigt das JC nur die Lohnabrechnung?
 

DonOs

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#2
Wenn ein AG bei mir abends anrufen würde, damit ich morgens auf der Matte stehen solle, wäre er zumindest bei mir an der falschen Adresse. Das hört sich für mich nach Lückenfüller an, jemand ist ausgefallen und Not ist am Mann. Das ist nicht zufällig eine ZAF Klitsche?

Das Jobcenter sollte schon vorab Bescheid wissen, allein aus versicherungstechnischen Gründen. Ob sich 1 Tag Arbeit lohnt, steht auf einen anderen Blatt, dafür der ganze Aufwand.

Das Jobcenter braucht dann auch die Lohnabrechnung, denn 100,-€ im Monat sind frei, die kann man hinzu verdienen, von jeden weiteren 100,-€ kann man 20% behalten, zusätzlich zum ALG II.
 

Hamar

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#3
Wenn ein AG bei mir abends anrufen würde, damit ich morgens auf der Matte stehen solle, wäre er zumindest bei mir an der falschen Adresse. Das hört sich für mich nach Lückenfüller an, jemand ist ausgefallen und Not ist am Mann. Das ist nicht zufällig eine ZAF Klitsche?
Hatte bisher noch nicht den Fall, möchte nur auf die Situation vorbereitet sein.

Das Jobcenter sollte schon vorab Bescheid wissen, allein aus versicherungstechnischen Gründen.
Sollte, nicht müssen?

Ob sich 1 Tag Arbeit lohnt, steht auf einen anderen Blatt, dafür der ganze Aufwand.
Wenn man am Existenzminimum lebt, sind doch 100€ für einen Tag arbeiten gut. Es wird dann aber schon der Netto Betrag berechnet?
 

Badener

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#4
Hallo,
also ... natürlich muss man das JC informieren (sonst ist man gegebenfalls wegen Schwarzarbeit bzw. Sozialbetrug dran)

Sicher muss dem JC auch die Lohnabrechnung vorgelegt werden (oder eine Quittung) ... man muss ja beweisen das man unter 100 Euro verdient hat ;-)

Die Frage ist auf welcher Basis man arbeitet? Selbstständig oder auf 450 Euro Basis ???

Ich würde das (wenn es tatsächlich relevant ist/wird) vorher mit dem SB besprechen (das es sein könnte das man eventuell ...) und wenn es dann soweit ist eine Mail schreiben und die Mitteilung machen das ich "heute" als "Aushilfe oder was auch immer" arbeite.

LG
 

Hamar

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#5
Wenn dann kommt eine 100€ oder 450€ Stelle als Angestellter in Frage.

Einfach mal im Vorfeld meinem SB erzählen mache ich nicht, habe kein gutes Verhältnis zum JC/SB. Muss ca 1x im Jahr zum SB und ansonsten wird alles schriftlich geregelt.
 

Fairina

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#6
Hmmm… Tagelöhner also. Nicht einfach. Bitte nicht einfach auf den TE einhauen mit Schwarzarbeit und Co. Es gibt durchaus Möglichkeiten und hier würde ich ausnahmsweise einmal auf Email, Fax, Telefon (evtl. mit zuhörenden "Zeugen") arbeiten. Auch eine kurze schriftliche Notiz in den JC-Briefkasten geht oder einen Freund/Verwandten beauftragen das JC zu informieren. Auch könnte man das JC am Arbeitsmorgen anrufen. Wenn man will, gibt es Möglichkeiten.

Noch heute werden Tagelöhnerstellen angeboten bei der AfA. Es ist nicht so ungewöhnlich wie man meint. Aber es ist natürlich ein bißchen heikel.

Übrigens könnte man die Minijobzentrale informieren per - s. o. daß man bei xyz voraussichtlich für die Dauer des heutigen Tages arbeitet und sicherheitshalber das melden möchte. Man kennt ja den AG nicht und weiß daher nicht wie und ob er die Sofortmeldung erledigt zu der er gesetzlich verpflichtet ist und man sich selbst schützen möchte vor der Einstufung zur verbotenen Schwarzarbeit.

Die Berechnung hinterher sollte weniger dein Problem sein. Denn hier muss unterschieden werden zwischen JC und Minijobzentrale/Gehalts-/Lohnabrechnung.
Für das JC gilt die 100 Euro Einkommen MÜSSEN gemeldet werden. Auch wenn sie anrechnungsfrei sind.
Für die Minijobzentrale schaut es etwas anders aus. Die 100 Euro werden entweder nur als 100-Euro-Einkommen berechnet oder es wird auf den Monat (da spielt auch die Arbeitszeit mit rein) hochgerechnet und daraus die Sozialabgaben errechnet. Es ist nicht einfach und der Personaler muss höllisch aufpassen dabei. es hängt auch mit der Einstufung einmaliger Arbeitseinsatz und/oder Minijob, Midijob, Aushilfsjob, Kurzzeitminijob usw. ab. Und auch ob es eine Haushaltshilfe ist, das wird anders beurteilt und abgerechnet beim AN und bei der MJZ.

Vordergründig soll dich das erst mal nicht tangieren, es sei denn du möchtest das nicht. Einen 1-Tages-Arbeitseinsatz einmalig musst du nicht annehmen. Das liegt ganz bei dir. Auch mit deiner Einschätzung ob du nur der Notnagel bist oder ob daraus etwas werden kann.

Pass auch auf wie du dein Geld erhältst. Auf alle Fälle - solltest du Bargeld erhalten - nicht ohne Quittung auf der alles stehen sollte. Und nimm deinen SV-Ausweis mit. Ja, ich würde auf der Quittung vermerken lassen wofür, welcher Zeitraum, deine SV-Nr. Steuer-ID, Nettozahlung (Sozialabgaben werden vom AG gezahlt z. B. als Hinweis) usw.
 

franky0815

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#9
Franky: betrifft aber nicht Tagelöhner und das dürfte hier der Fall sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Tagelöhner

Es gibt auch den Tagelöhnerstrich. Meistens sind das aber wirklich Schwarzarbeiten.
ich kenne den tagelöhner strich, da stellst du dich aber persönlich zur verfügung, bei regulären arbeitsverhältnissen gilt immer die 4 tage regelung, freiwillig kann man sich natürlich bereit erklären.

ich kann auch nirgends erkennen das der te etwas vom tagelöhnerstrich schreibt.
 

Hamar

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#10
Es gibt durchaus Möglichkeiten und hier würde ich ausnahmsweise einmal auf Email, Fax, Telefon (evtl. mit zuhörenden "Zeugen") arbeiten.
Email wäre eine kostenlose Möglichkeit, man hat dann sogar einen Nachweis aber speichert das JC nicht gleich die Emailaddresse in meiner Akte ab?

Noch heute werden Tagelöhnerstellen angeboten bei der AfA
Echt, habe davon noch nichts gehört oder im Internet gelesen. Gibt es die über das JC auch?

Minijobzentrale? Weiß nicht mal was das ist, dachte immer nur das JC ist für mich zuständig und denen habe ich alles zu melden.

Einen 1-Tages-Arbeitseinsatz einmalig musst du nicht annehmen. Das liegt ganz bei dir.
Möchte ich aber gern, habe nun auch ein Angebot 2 Tage nächste Woche zu arbeiten. 10€ die Stunde, mir wurde gesagt, dass unter 450€ Brutto gleich Netto ist, habe ich auch noch nicht gewusst, da sind die 10€ Netto sozusagen 15€ Brutto, nicht schlecht als Aushilfe.
2x80€ am Tag sind 160€ minus Knappschaft (habe ich vorher noch nie gehört, soll wegen der Krankenversicherung sein) von ca 4€ sind 156€. 56€/100x20%= 11,20€ + 100€ = 111,20€ darf ich mir für die 2 Tage behalten, lieg ich da richtig?
 

franky0815

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#11
Email wäre eine kostenlose Möglichkeit, man hat dann sogar einen Nachweis aber speichert das JC nicht gleich die Emailaddresse in meiner Akte ab?


Echt, habe davon noch nichts gehört oder im Internet gelesen. Gibt es die über das JC auch?


2x80€ am Tag sind 160€ minus Knappschaft (habe ich vorher noch nie gehört, soll wegen der Krankenversicherung sein)
Diesen Tagelöhnerstrich gibt es meines wissens nur in grösseren Städten, da kannst du dich als Alg 2 Empfänger auch melden wenn es den bei euch gibt.

Knappschaft ist soviel ich weiss eine Unfallversicherung so wie Berufsgenossenschaft.
 

Fairina

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