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rocky020703

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#1
... dass man sich selbst bemüht wieder in das Berufsleben einzusteigen und lebt dann am absoluten Existenzminimum?
Kurze Erklärung hierzu: Ich war bis vor kurzem ALG2-Empfängerin und befinde mich jetzt in einer Ausbildung. Hier stehe ich aber nun mit guten 250€ weniger (!!!) da, als wenn ich weiterhin ALG2 beziehen würde.
Ich frage mich, ist das gerechtfertigt?
Wie will man Arbeitslose eingliedern, wenn es einem finanziell besser geht, wenn man daheim bleibt?
Lieber deutscher Staat, wo ist da die Logik?????????????????



Sorry, musste mir mal irgendwo Luft machen, da ich momentan an einem Punkt angelangt bin, an dem ich mich frage, ob es überhaupt sinnvoll ist zu arbeiten, wenn ich so meine Tochter und mich fast nicht über Wasser halten kann!
 

biddy

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#2
Gibt es etwas Neues in Deiner Widerspruchssache (fiktive Unterhaltsanrechnung der Mutter)?

Du bist in Ausbildung - wird die Berufsausbildungsbeihilfe bzw. Bafög bei Dir voll angerechnet, ohne zu berücksichtigen, dass es zweckbestimmtes (jedenfalls ein Teil davon für Fahrtkosten, Lernmaterial) Einkommen ist?
 

rocky020703

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#3
Nein, da gibt es noch nichts neues. Ich denke, da werde ich wohl auch noch 4 Wochen auf Antwort warten müssen. Alleine mit dem Erstantrag hatte es ja schon 8 Wochen gedauert ...
Doch selbst wenn sie den Unterhalt meiner Mutter nicht mehr einrechnen würden, würden mir vorneweg immer noch 150€ fehlen im Gegensatz zum weiteren Bezug des ALG2!

Angerechnet wird da bei mir gar nichts, denn von der Arge gibt es für mich keinen Cent mehr. Begründung: Ich bin ja nun berufstätig und somit nicht mehr bezugsberechtigt!
 

biddy

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#4
Ich bleibe aber hartneckig! :icon_mrgreen:

Erhältst Du Ausbildungsbeihilfe BAB oder evtl. Bafög (schulische Ausbildung)?
 

rocky020703

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#5
Achso, das meintest du :)
Ja, ich bekomme BAB - aber nicht viel - zum Überleben reicht das eigentlich keineswegs...
 

biddy

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#6
(7) Abweichend von § 7 Abs. 5 erhalten Auszubildende, die Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach dem Dritten Buch oder Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten und deren Bedarf sich nach § 65 Abs. 1, § 66 Abs. 3, § 101 Abs. 3, § 105 Abs. 1 Nr. 1, 4, § 106 Abs. 1 Nr. 2 des Dritten Buches oder nach § 12 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 und 3, § 13 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes bemisst, einen Zuschuss zu ihren ungedeckten angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung (§ 22 Abs. 1 Satz 1). Satz 1 gilt nicht, wenn die Übernahme der Leistungen für Unterkunft und Heizung nach Absatz 2a ausgeschlossen ist.
Das sagt das SGB II, § 22, "Leistungen für Unterkunft und Heizung", hier nachzulesen:
http://gesetze.bmas.de/Gesetze/sgb02x022.htm

Deine KdU (Kosten der Unterkunft) sind garantiert nicht gedeckt, davon gehe ich jetzt mal aus.

Du würdest in dem Falle also doch noch Geld von der ARGE bekommen.

Soviel mal wieder zur Beratungspflicht der ARGEN...
 

biddy

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#7
Alternativ (?) Wohngeld beantragen, rocky:
. Ausnahme: Auch Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem BAföG oder BAB können Wohngeld erhalten, wenn der Haushalt noch weitere Familienangehörige (z.B. Ehegatte, Kinder) umfasst, denen selbst keine Leistungen nach BAföG oder BAB zustehen. Erhalten diese Angehörigen Sozialleistungen (Alg2, Sozialgeld, Sozialhilfe etc.), so wird die/der Studierende als Teil eines Mischhaushaltes verstanden, was dazu führt, dass der Wohngeldausschluss nach § 41 Abs. 3 WoGG für die/den Studierende(n) nicht gilt. Studierende können dann einen Individualantrag auf Wohngeld stellen, während die Angehörigen wegen ihres Sozialleistungsbezugs weiterhin vom Wohngeld ausgeschlossen bleiben.
http://www.kiel.de/Aemter_61_bis_92/55/Wohngeld/WohngeldSchueler.htm
 

rocky020703

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#8
Wo ich gerade den Teil mit dem Sozialgeld lese: Steht das Sozialgeld nicht trotzdem weiterhin meiner Tochter zu, da sie ja nicht erwerbsfähig ist?
Außerdem ist es momentan so, dass ich einen Unterhaltsvorschuss i.H.v. 125€ erhalte, da der Vater den Unterhalt von 197€ nicht zahlen kann. Die Differenz von 92€ hat mir bisher die Arge gezahlt. Müssten die nicht also auch weiterhin diese übernehmen? Das Geld fehlt ja sonst komplett...
 

biddy

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#9
Hab' ich auch gerade drüber nachgedacht.

Bei studis-online.de habe ich nämlich mal von einer Studentin mit Kind gelesen.
Das Kind hatte Anspruch auf Sozialgeld, die Mutter erhielt Bafög.

Ich würde vorschlagen, Du beantragst Sozialgeld für Dein Kind und den Teil der KdU, der NICHT im BAB enthalten ist, bei der ARGE (wäre evtl. nicht schlecht, wenn Du den Gesetzestext dazu mitnimmst, man weiß ja nie).

Das mit dem Unterhaltsanteil müsste sich dann ja zwangsläufig ergeben.
 

biddy

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#11
Außerdem ist es momentan so, dass ich einen Unterhaltsvorschuss i.H.v. 125€ erhalte, da der Vater den Unterhalt von 197€ nicht zahlen kann. Die Differenz von 92€ hat mir bisher die Arge gezahlt. Müssten die nicht also auch weiterhin diese übernehmen?
Du hast früher AlgII bezogen bzw. Dein Kind Sozialgeld. Davon wird Kindergeld und Unterhalt als Einkommen abgezogen. Die Differenz und die KdU des Kindes hat die ARGE übernommen.

Also hat "so gesehen" die ARGE keine Unterhaltsdifferenz gezahlt, wie Du schreibst; es war das dem Kind zustehende Sozialgeld bereinigt (lächerlich!) durch das "Einkommen" des Kindes. Einem Kind bis 14 J. stehen 208 Euro zu - mit oder ohne Unterhalt (der dann eben abgezogen wird).
 

biddy

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#12
Studium/Ausbildung und Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld)


StudentInnen, SchülerInnen und Auszubildende haben bei vorliegender Hilfebedürftigkeit Anspruch auf(Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes zu § 26 BSHG)

Hintergrund: BAföG/Berufsausbildungsbeihilfe deckt den "ausbildungsbedingten oder -geprägten Bedarf" ab. Hierauf, also auf die Regelleistung, auf Kosten der Unterkunft und einmalige Bedarfe, besteht im Rahmen des SGB II kein Anspruch. Einen Bedarf aber, der durch "besondere Umstände" bedingt ist - und ein solcher ist nun mal Schwangerschaft oder Alleinerziehung - bedingt einen Anspruch auf ALG II.

Ist der Lebensunterhalt des Kindes, mit dem die Studierende, die Schülerin bzw. die Auszubildende zusammen lebt, nicht gesichert, steht dem Kind Sozialgeld (im Rahmen des SGB II) zu. Vorrangig ist ein Anspruch auf Kinderzuschlag zu prüfen.

Erzielt die Studentin / Schülerin / Auszubildende neben ihrem BAföG / ihrer Berufsausbildungsbeihilfe ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit, das dazu beiträgt, ihren Mehrbedarf bzgl. Alleinerziehung zu decken und besteht demnach keine Hilfebedürftigkeit im Sinne des SGB II, hat das Kind bei Hilfebedürftigkeit Anspruch auf Kinderzuschlag.

Die Bedarfsberechnung weist bei Studentinnen Besonderheiten auf. Als Bedarf wird in der Regel ein pauschalierter Höchstsatz nach dem BAföG zugrunde gelegt (derzeit: 585 €). Um unbillige Härten zu vermeiden, kann im Einzelfall der höhere Betrag nach der "üblichen" SGB II-Berechnung berücksichtigt werden. Bitte fragen Sie hier bei Ihrer Arbeitsgemeinschaft bzw. Ihrer
Beratungsstelle vor Ort
nach.
http://www.schwanger-in-bayern.de/s...bstaetigkeit/studium-ausbildung-mit-kind.html
 
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