Wie ist die Rechtslage wenn Termin beim JC mit Minijob kollidiert? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Franz Pfaff

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Hallo zusammen,

weiß jemand was zu tun ist wenn man einen Termin vom JC bekommt und eigentlich zu der Zeit seinem Minijob nachgehen muss/möchte?
Mein Minijob umfasst zwar nur ca. 5 Std. im Monat (Hausmeistertätigkeit), aber wenn da was zu tun ist, dann muss es halt gemacht werden...
Was hat in so einer Situation Vorrang? JC oder Minijob? Wie sollte man vorgehen?

VG Franz
 

Kerstin_K

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Arbeit hat immer Vorrang.

Sicherheitshalver sollest Du Dir von Deinem Arbeitgeber bestätigen lassen, dass Du zu der zeit des Termines arbeiten musst und dass dann der Absage beilegen.
 

Zerberus X

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ca. 5 Std. im Monat da kannst Du doch die "Arbeit" vor oder nach dem Termin machen.
 

Franz Pfaff

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Arbeit hat immer Vorrang.

Sicherheitshalver sollest Du Dir von Deinem Arbeitgeber bestätigen lassen, dass Du zu der zeit des Termines arbeiten musst und dass dann der Absage beilegen.
Denk ich mir auch, aber da es sich nun wirklich um einen mini Minijob handelt, bin ich mir halt nicht sicher, zumal die Argumentationsweisen des JC ja meistens sehr abstrus sind. Letztlich wurde mir auch vom FM, nachdem ich nur mal nachgefragt habe wie es sich bei Angelegenheiten meines Vaters und Terminen des JC's verhält, gesagt darum solle sich gefälligst das Altenheim kümmern...und das obwohl ich gerichtlich bestellter Betreuer meines Vaters in Erbschaftsangelegenheiten bin!

ca. 5 Std. im Monat da kannst Du doch die "Arbeit" vor oder nach dem Termin machen.
Das ist die Theorie und wird vom Schreibtisch aus garantiert auch so gesehen, aber in der Praxis kann das schnell anders aussehen und deshalb wollte ich halt hier mal nachfragen um auf der sicheren Seite zu sein :)
 

Kerstin_K

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Was die Herrschaften Fallmanager sagen, das lässt man zu einem Ohr rein und zum anderen wieder rausgehen.:icon_laber:

ca. 5 Std. im Monat da kannst Du doch die "Arbeit" vor oder nach dem Termin machen.
Ic würde sagen, das kommt darauf an. WEnn der Hausmeister genau zur Zeit des Termines unabkömmlich ist, zum Beispiel weil Handwerker kommen, eine Wohnungsübergabe vereinbart ist oder so, dann hat das JC halt Pech gehabt. Ich würde mich als Arbeitgeber jedenfalls nicht nach dem JC richten. Wenn ich den Minijobber genau zu der Zeit brauche, dann ist das so.
 

Nena

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wenn da was zu tun ist, dann muss es halt gemacht werden
Du weißt es nie vorher, richtig?
Das, was dann zu machen ist, kann nicht zwei Stunden warten?

Das hieße, dass Du den ganzen Monat lang auf Abruf bereit bist, innerhalb von einer Stunde (einer halben?) vor Ort zu sein? Du kannst also auch keine Arzttermine wahr nehmen - es könnte ja Arbeit rufen? Okay, hat mit Deiner Frage nichts zu tun. Aber so ähnlich könnte sich auch jemand vom JC wundern.
 

Kerstin_K

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Das geht ja schonmal gar nicht. Das wäre ja eine 24-Stunden Bereitchaft. Soweit ich weiss, müsssen Arbeiteinsätze drei Tage im Voraus angekündigt werden. Etwas anderes könnte für Notfälle gelten. Bei einem Hausmeoster denke ich da an heizungsausfall im Winter oder Wasserrohrbruch oder sowas.
 

Nena

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Aber TE rechnet ja damit, dass seine 5 Stunden genau in die Zeit eines JC-Termins fallen könnten. Die Chancen sind ja eher gering.

Wenn es doch mal passieren sollte - Arbeit geht vor.
 

Franz Pfaff

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Aber TE rechnet ja damit, dass seine 5 Stunden genau in die Zeit eines JC-Termins fallen könnten. Die Chancen sind ja eher gering.

Wenn es doch mal passieren sollte - Arbeit geht vor.
Genau, die Chancen sind natürlich gering. Ich wollte auch kein riesen Fass aufmachen. Wollte einfach nur euch mal fragen um gewappnet zu sein und mir keinen Fehler leisten, da das JC nur darauf wartet :)
 

karpfen

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dem jobcenter sind doch deine arbeitszeiten bekannt? teil denen doch mit, das du aufgrund deines jobs um termine außerhalb deiner arbeitszeit bittest. das ganze gibst du bitte gegen eingangsbestätigung beim jobcenter ab oder schickst es per fax mit bildsendebericht hin.
 

Franz Pfaff

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dem jobcenter sind doch deine arbeitszeiten bekannt? teil denen doch mit, das du aufgrund deines jobs um termine außerhalb deiner arbeitszeit bittest. das ganze gibst du bitte gegen eingangsbestätigung beim jobcenter ab oder schickst es per fax mit bildsendebericht hin.
Es gibt keine festen Arbeitszeiten. Die Arbeit fällt überwiegend spontan an (Wetterlage für's Rasenmähen, plötzliche Verschmutzungen/Defekte rund um's Haus, Handwerkereinsätze...).

VG Franz
 

gila

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Ich vermute mal da wirst du sehr wenig Möglichkeiten haben beim Jobcenter einen Treffer zu landen wenn du einen Termin bekommst wo der Fallmanager dir unter Umständen vor schwafelt dass der Termin dich in eine längerfristige Arbeit bringen könnte.
Bei einem so geringen minijob mit 5 Stunden im Monat kann man kaum davon sprechen dass "Arbeit" vorgeht, denn die fünf Stunden im Monat dürften auch deine Hilfebedürftigkeit kaum senken und bewegen sich sicherlich noch innerhalb des Freibetrages. Ich wäre hier vorsichtig mich mit dem Jobcenter mit so einer Argumentation anzulegen.
Es ist auch so und irgendwo in den fachlichen Hinweisen ist es glaube ich auch nachzulesen, dass ein Minijob gegebenenfalls gekündigt werden müsste sobald das Jobcenter dich in eine Maßnahme steckt.
Sicherlich kann man sich bei einem konkreten Termin um eine Verschiebung bemühen und das Formular ausfüllen und du kannst es versuchen ob man dir einen anderen Termin gibt mit der Begründung an dem Tag musst du einen Arbeitseinsatz leisten ... aber drauf schwören würde ich nicht
 

Franz Pfaff

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Klingt mir eher nach einer "Rufbereitschaft". Aber auch diese Zeiten sind festzulegen und nicht der Willkür des Arbeitgebers unterworfen.
Diese Art der "Rufbereitschaft" lässt sich bei so 'ner Art Hausmeistertätigkeit kaum umgehen. Das ich nicht mitten in der Nacht aufgefordert werde eine defekte Neonröhre auszutauschen ist klar. Habe im allgemeinen ziemlich freie Hand...
Es ging mir um Situationen wie z.B. ich muss für Tag X einem Monteur Zugang zum Heizkeller/Elektro/Gas ermöglichen und bekommen just für diesen Tag 'ne Vorladung.
 

apfelkuchen

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Na, dann lässt sich das ja im Zweifelsfall, wenn es vor dem Termin feststeht, auch so begründen, in dem du das so beschreibst. DU kannst in das Anschreiben, dass du um Terminverlegung bittest, ja schreiben, dass du andernfalls deinen Minijob gefährdest und deine Bedürftigkeit erhöhst. Daher bittest du um Terminverlegung auf den Tag davor/danach/eine frühere/spätere Uhrzeit. Falls das nicht möglich ist, möchtest du eine schriftliche Aussage, dass das Jobcenter sich bewusst ist, dass es ohne dringenden Grund deine Bedürftigkeit erhöht, weil du deinen Job verlieren könntest. Das traut sich kein SB so zu fordern.
 

TazD

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Diese Art der "Rufbereitschaft" lässt sich bei so 'ner Art Hausmeistertätigkeit kaum umgehen.
Ist mir durchaus klar, aber wie bereits gesagt, müssen auch diese Zeiten im Vorhinein festgelegt sein. Steht es denn überhaupt schon fest, dass die Termine kollidieren? Deinem Eingangsbeitrag nach steht nämlich bisher nur der Termin vom JC und du willst den jetzt irgendwie umgehen. So sehr ich das nachvollziehen kann, aber dieses Vorgehen jetzt irgendwie mit einer vorgeschobenen oder zuuuuufällig im Nachhinein (!) auf den JC-Termin gelegten Rufbereitschaft zu umgehen, kann ganz schnell nach hinten losgehen.
Selbst wenn das JC jetzt mitspielt, wie oft willst du diese Karte denn ausspielen? Jedes Mal, wenn das JC dir einen Termin schickt, hast du zuuuuufällig deine Rufbereitschaft? Und das bei 5 (!) Stunden maximaler Rufbereitschaft im Monat?
 

Franz Pfaff

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@apfelkuchen
Leider nur ist meine Hilfebedürftigkeit davon unberührt, da (wie gila schon vorher vermutete, der Minijob sich noch im Freibetrag von 100€ abspielt).
Der einzige "Vorteil" für's JC ist wohl (wenn ich richtig informiert bin) das ich aufgrund dieses Mini-Minijobs nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auftauche... oder ist dies nicht so???

@TazD
Habe keinen konkreten Termin, wollte nur um generelle Info für den Fall des Falles bitten, da ich nach Möglichkeit Fehler vermeiden will...
 

gila

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Also ist das hier eigentlich eine rein hypothetische Anfrage... Na für den Fall der Fälle gibt es eine Rückseite von einer Meldeaufforderung auf der du deine wichtigen Gründe mitteilen kannst warum du nicht erscheinst.
Gleichzeitig könntest du ihn ja bitten einen anderen Termin zu zuweisen

Wahrscheinlich müsstest du das aber auch nachweisen, wenn es sich um einen Notfall oder eine Rufbereitschaft handelt, ansonsten wird bei 5 Stunden im Monat der Fallmanager wahrscheinlich nur seine Augen kurz nach oben verdrehen..
 

apfelkuchen

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Manchmal hilft vielleicht auch reden. Hier gab es im Forum auch mal den Fall, dass eine Person und ihr Beistand gleichzeitig zu einem Termin geladen wurden. Da konnte dann der Termin verschoben werden, durch simple Nachfrage. Vielleicht wäre das im Fall der Fälle auch erst mal eine entspannte Option, nicht jeder SB will ja direkt böses und Leute schikanieren.
 

gila

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Manchmal hilft vielleicht auch reden. Hier gab es im Forum auch mal den Fall, dass eine Person und ihr Beistand gleichzeitig zu einem Termin geladen wurden. Da konnte dann der Termin verschoben werden, durch simple Nachfrage. Vielleicht wäre das im Fall der Fälle auch erst mal eine entspannte Option, nicht jeder SB will ja direkt böses und Leute schikanieren.
Jou - sollte man doch meinen - aber eigene Erfahrung im ALG I: trotz reden und wichtigem Grund (PKW in Werkstatt, keine ausreichende Busverbindung, nachweislich unzumutbar lange Wege nach frischem Krankenhausaufenthalt) = Drohung bei Nicht-Erscheinen (zu Fuß? 28 km?) gibts Sperre.
Nicht erschienen, gleichzeitig Beschwerde = ZACK= Sperre 1 Woche kein Geld = 300 Ocken ...
Klage und erst nach über 1 Jahr einen verständigen Richter gehabt.

Soll heißen: man ist nicht vor Willkür geschützt, auch wenn man "redet". Besser man hat eine schriftliche Zusage für einen neuen Termin!

Berichtigung: 2 Jahre gewartet, hab es grad hier Simple Terminverlegung nicht möglich? Schon bei ALGI droht Callcenter mit Sperre! nochmal überflogen.

Also wenn es zeitlich möglich sein sollte, kann ich nur die Schriftform empfehlen :mad:
 
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