Wie ist der Punkt 6 beim Erstantrag auf Feststellung einer Behinderung zu verstehen?

Nachtfalter

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Hallo alle zusammen,

ich wurde jetzt schon mehrmals von der DRV und dem Sozialamt auf einen Antrag zur Feststellung einer Behinderung angesprochen, hatte aber bisher nichts in der Art unternommen. Nun habe ich mich doch dazu entschlossen diesen Antrag zu stellen und bin aber bei Punkt 6. nicht sicher, ob ich den richtig verstehe?!
Ich hoffe es ist ok, wenn ich den Abschnitt hier rein kopiere.

6. Unterlagen bei anderen Stellen


Wurde bereits eine Feststellung zum Grad der Schädigungsfolgen (GdS) wie Schädigungsfolgen nach dem sozialen Entschädigungsrecht (BVG, OEG oder ähnliches) oder zur Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) durch eine Berufsgenossenschaft getroffen, oder haben Sie einen entsprechenden Antrag gestellt?
Bei welchen anderen Stellen befinden sich noch ärztliche Unterlagen oder Gutachten, die Auskunft über die geltend gemachten Gesundheitsstörungen geben können (z. B. Deutsche Rentenversicherung, Agentur für Arbeit, Betreuungsgericht usw.)?

Ich bin damals 2x vom Ärztlichen Dienst untersucht worden, wo ich auf Grund der gesundheitlichen Probleme die ich für diesen Antrag angebe damals als nicht Arbeitsfähig eingestuft wurde. Den genauen Wortlaut kenne ich nicht da ich nie den Befund gesehen habe und nur weiß, daß ich auf Grund des zweiten Befundes dann zur DRV geschickt wurde... muß ich das hier beim Punkt 6. angeben, daß sich ärztliche Unterlagen wie Gutachten bei dem Ärztlichen Dienst befinden?
Muß ich da auch die DRV angeben, da sich dort auch ärztliche Unterlagen durch meinen Antrag auf EMR und den letzten beiden bewilligten Verlängerungen befinden?

Wenn man auf ja klickt, dann kann man dort die Behörde eintragen aber weiter unten steht dann: Höhe GdS / MdE ( kann dazu nichts in meinen Unterlagen finden) und deshalb nun meine Verunsicherung, daß ich den Punkt 6 falsch verstehe.

Weiß da jemand zufällig Bescheid und kann mir hierbei weiter helfen?

Gruß,
Nachtfalter
 

Nachtfalter

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Alles klar, vielen Dank Kerstin K!

Also einfach nur die Behörden angeben wo es diesbezüglich Unterlagen gibt... auch wenn die Befunde dort schon gute 5 Jahre alt sind?
 

Kerstin_K

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Die AfA würde ich gar nicht angeben. Deren Gutachten sind sowas von oberflächlich...

Ud die DRV musst du auch nicht zwingend angeben. es sei denn, dort lieft ein Gutachten, von dem du möchtest, dass es mit einbezogen wir und du hast dieses selber nicht in Kopie vorliiegen.
 

Bonze

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Wichtig sind die Schweigepflichtsentbindungen von Ärzten und Krankenhäusern, und davon so viel wie geht. Ärztlicher Dienst, DRV usw. Sind zweitrangig.
 

Kerstin_K

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MAnn kann auch die Befunde in Kopie selber beilegen, dann braucht es keine Schweigepflichtentbindungen. Die Versorgungsämter sind im Befundberichte einsammeln fast so faul wie die DRV.
 

wheelie

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Am besten selber Berichte schicken. Dafür am besten einen Arzt ins Boot holen, der funktionsdiagnosen kennt und schreibt, also nicht nur die Diagnosen, sondern auch deren Auswirkungen. Sollte dieser Bericht auch auf anderen arztberichten basieren, so kann der Arzt das rein schreiben, dass klar ist, dass alles Hand und Fuß hat.

Nur ein Bericht ist auch deshalb sinnvoll, weil zunehmend öfter nicht mehr alles gelesen wird, wenn es viele Berichte sind. Das kann man etwas umgehen, indem man alles minimalistisch mit maximaler Aussagekraft einreicht ;)

Auf Basis dieses Berichtes kannst du dann schreiben, wie sich die Einschränkungen im Alltag behindern. Anhand dessen kann dann der GDB bestimmt werden.

Es ist viel wichtiger, dass klar ist, wie die Beschwerden dich behindern, als der Name derselben (das hilft auch, aber nicht so sehr, theoretisch kann man auch ohne Diagnose einen Ausweis bekommen)

Viel Erfolg

LG wheelie
 

Nachtfalter

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Alles klar, vielen Dank... dürfte ich da auch was von meinem Therapeuten mitschicken, bei dem ich schon seit 7 Jahren wegen dieser Probleme in Behandlung bin?
So einen Bericht, wie mich die psychischen Probleme im Alltag behindern, schreib ich immer für die Verlängerungsanträge meiner befristeten EMR und gibt die dann mit ab... gut zu wissen, daß ich sowas auch bei dem Antrag mit einreichen kann.

Noch eine Frage, woher weiß man eigentlich ob der Antrag beim Amt angekommen ist und bearbeitet wird? Bekommt man da irgendwie eine kleine Info von denen oder kann man das sonst irgendwie in Erfahrung bringen?
 

Kerstin_K

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Alles klar, vielen Dank... dürfte ich da auch was von meinem Therapeuten mitschicken, bei dem ich schon seit 7 Jahren wegen dieser Probleme in Behandlung bin?
So einen Bericht, wie mich die psychischen Probleme im Alltag behindern, schreib ich immer für die Verlängerungsanträge meiner befristeten EMR und gibt die dann mit ab... gut zu wissen, daß ich sowas auch bei dem Antrag mit einreichen kann.
Klar, alles was du hast.
Noch eine Frage, woher weiß man eigentlich ob der Antrag beim Amt angekommen ist und bearbeitet wird? Bekommt man da irgendwie eine kleine Info von denen oder kann man das sonst irgendwie in Erfahrung bringen?
Also eigentlich solltest du eien EIngangsbestätigung bekommen. Aber wenn du den Antrag per Post schickst, dann solltest dudas eh per Einschreiben machen.

In Nieersachsen kann man den Antrag auch Online stellen. Dann bekommt man die Eingangabestätigung per Mail. Ausserdem nach eineiger zeit eien Schweigepflichtentbindung zugeschickt, die man unterschrieben zurückschickén muss, da lann man dann auch medizinische Unterlagen beilegen.

Ansonten kannst d auch jederzeit eine Sachstandsanfrage stellen.
 
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