Wie ist der Ablauf eines Antrags auf teilweise Erwerbsminderungsrente, wenn bereits Teilhabe von der DRV genehmigt wurde?

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Hallo,

möchte dieses Jahr noch eine Teilerwerbsminderungsrente beantragen.

Ich habe seit 2017 eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 60 und bereits eine Teilhabe am Arbeitsleben von der DRV 2014 bekommen.

Die Teilhabe hatte ich 2013 beantragt und dann die ganze Reha Geschichte mit Gutachten von der DRV usw. durchgezogen. Damals hat das ca. 9 Monate gedauert, so dass der Antrag erst 2014 genehmigt werden konnte. Dann habe ich allerdings Anfang 2017 eine zusätzliche unheilbare und chronische Krankheit bekommen, weshalb dann auch die Schwerbehinderung Ende 2017 anerkannt wurde.

Muss ich jetzt beim Antrag auf die Erwerbsminderung die ganze Reha Geschichte zu meinen ursprünglichen Erkrankungen wieder neu machen lassen, obwohl sich dabei nichts geändert hat oder gibt es nur neue Gutachten zu der zusätzlichen Erkrankung?

Mein Problem ist, dass ich nicht nur "die eine Krankheit" habe, sondern mehrere verschiedene und deshalb haben auch die Gutachten von 2013 so lange gedauert. Ich hab jetzt absolut keinen Bock darauf ein zusätzliches Jahr auf die Erwerbsminderung warten zu müssen, nur weil die neuen Gutachten (zu den alten Geschichten) wieder ewig brauchen.

Kann mir da jemand was aus eigener Erfahrung sagen?

Gruß
 
Vom Fragesteller als beste Lösung gewählt.
Ein Minijob wäre die richtige Wahl wenn du die volle EMR nicht verlieren willst denn dann must du unter 3 Stunden pro Tag bleiben. Bei einer Teil-EMR kannst du bis zu 6 Stunden täglich arbeiten.

HannaX

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Hallo Goback,

erstmal kannst Du keinen Antrag nur auf Teilerwerbsminderungsrente stellen, sondern generell einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente.
Der medizinische Dienst der DRV entscheidet, ob Voll-, Teil- oder gar keine Rente.
Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass alles nochmal geprüft wird, da die Gutachten aus 2013 schon etwas her sind. Ob dann vorher noch eine Reha oder gleich eine (Teil-)Rente entscheidet auch die DRV.
Alles Gute!
 
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Erstmal danke für die Antwort.

Aber... :rolleyes:

Ich will ja arbeiten, aber ich kann einfach nicht mehr Vollzeit. Das habe ich die letzten 2 Jahre gemacht und feststellen müssen, dass mir das überhaupt nicht gut getan hat. Mir geht es im Prinzip nur darum, einen finanziellen Ausgleich zu haben, wenn ich z.B. für Mindestlohn nur noch 5 Stunden täglich arbeite. Da ich die letzten 2 Jahre ebenfalls nur Mindestlohn bekommen habe, wären z.B. 200 € aus der teilweisen Erwerbsminderung völlig ausreichend für mich.
 

HermineL

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Sorry auch wenn ich verstehen kann was du meinst so hat @Klaus79 dennoch Recht wenn er sagt du kannst nur einen Antrag auf EMR stellen und keinen auf Teil-EMR. Es ist auch voll und ganz richtig das die DRV entscheiden wird ob du einen volle EMR, einen Teil-EMR oder gar keine bekommst. Deine verständlichen Wünsche sind für die DRV nicht relevant.
 

HannaX

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Ich hatte damals meine erste volle EMR und wollte es dennoch wieder versuchen und meinen beruflichen Beitrag leisten.
Da habe ich die DRV angeschrieben inklusive dem hier verhassten Selbsteinschätzungsbogen und habe der DRV dargelegt, dass ich gerne arbeiten möchte, es aber nicht Vollzeit schaffe. Daraufhin gab es die unbefristete Teil-EMR.
Bei einem Erstantrag auf Rente würde ich aber davon abraten zu schreiben, dass Du gern arbeiten möchtest und kannst, da sonst schnell die Einschätzung kommen könnte: wenn Du 5 Stunden/tgl. arbeiten kannst, dann gehen auch 6 Std., womit gar keine EMR vorliegen würde.
 

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Dann hätte ich trotzdem aber noch eine Frage: Die Arbeitsmarktrente bekommt man ja wahrscheinlich erst genehmigt, wenn man 12 Monate arbeitslos war, weil man keinen passenden Job gefunden hat. Ich werde jetzt erst arbeitslos, weil ich meine aktuelle Arbeit aus gesundheitlichen Gründen kündigen muss (ist kompliziert). Sollte ich während der Laufzeit des Antrags auf die EMR 12 Monate arbeitslos sein, wird das dann berücksichtigt oder gilt das nur für die Zeit vor der Antragstellung? Oder habe ich völlig falsche Informationen?
 

HermineL

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Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung und die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit sind die halbe Renten. Hierbei muss der Versicherte sein Restleistungsvermögen noch am Arbeitsmarkt einbringen, um so entsprechend die zweite Hälfte des durch die Erwerbsminderung entfallenden Einkommens noch selbst zu erwirtschaften.

Erst wenn dieser Arbeitsmarkt für den Antragsteller aufgrund der Arbeitsmarktlage verschlossen ist, käme evtl. die sogenannte Arbeitsmarktrente in Frage. Um so weit zu kommen musst du aber erst einmal eine Teil-EMR beziehen und versuchen einen Halbtagsjob zu bekommen. Klappt die nicht und bestätigt die die BA das der Arbeitsmarkt für dich verschlossen ist wird die DRV die Teil-EMR in eine volle EMR-Rente wandeln. Dann wird Arbeitsmarktrente gezahlt.

Die Grundvoraussetzungen hierfür ist die Erfüllung der Voraussetzungen für die EMR-Rente.
 

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Aber in diesem Beitrag steht, dass die Betreffende sofort eine Arbeitsmarktrente bekommt. das ist doch ein Widerspruch

 

HermineL

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ber in diesem Beitrag steht, dass die Betreffende sofort eine Arbeitsmarktrente bekommt. das ist doch ein Widerspruch
Das ist kein Widerspruch denn die DRV kann durchaus durch eigen Ermittlungen zu dem Schluß kommen das der Arbeitsmarkt verschlossen ist und dann gewähren sie dies direkt. Das ist aber eigentlich nicht die Regel sondern eher die Ausnahme.
 

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Hallo,

ich war das letzte mal 2013 arbeitslos mit ALG I und zwischenzeitlich haben sich bei mir auch ein paar Dinge verändert. Weil ich halt nicht mehr aktuell bin, habe ich ein paar Fragen:

Damals 2013 hatte ich einen GdB von 30 und es gab ein Gutachten der Arbeitsagentur, wo meine möglichen täglichen Arbeitsstunden noch mit 8 angegeben sind. Jetzt bin ich zwischenzeitlich Schwerbehindert mit einem GdB von 60 und möchte täglich nur noch 5 Stunden arbeiten. Was muss ich jetzt tun, damit das von der Arbeitsagentur anerkannt wird?

- Reicht mein GdB aus, damit ich selbst über meine Arbeitsstunden entscheiden kann?
- Brauche ich dafür ein neues Gutachten der Arbeitsagentur und wenn ja, wer zahlt das?
- Muss ich eine Vollzeitarbeitsstelle suchen, bis ein neues Gutachten erstellt ist oder gibt es so eine Art Übergangszeit?
- Soll ich mit der Arbeitssuche generell warten, bis es ein neues Gutachten gibt?

- Wie werden solche Gutachten eigentlich erstellt, ist das ein Team von Ärzten oder macht das einer allein?

Bei meiner letzten Frage geht es darum, dass ich mehrere chronische Krankheiten habe, die sich teilweise gegeneinander beeinflussen bzw. ausschliessen. Frei erfundenes Beispiel: Krankheit A sagt "Schwimmen ist sehr positiv für die Genesesung" und Krankheit B sagt "Schwimmen ist ausgeschlossen". Werden solche Widersprüche bei den Gutachten beachtet oder endet das in einer Flut von Widersprüchen, die ich dann einreichen muss.

Hat da wer Erfahrung?

Gruß
 

HermineL

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- Reicht mein GdB aus, damit ich selbst über meine Arbeitsstunden entscheiden kann?
Nein. Der GDB hat nichts mit deiner Erwerbsfähigkeit zu tun. Auch mit einem GDB von 100 kann man je nach Behinderung/Erkrankung noch Vollzeit arbeiten gehen.
Teilst du der BA nun mit das du nur noch Teilzeit arbeiten kannst bekommst du auch nur noch ALG I für eben diese Stunden.

Es macht aber wenig Sinn hier ein neues Thema aufzumachen wenn teilweise Informationen bereits in deinem anderen Faden sind. Damit sich andere hier die Informationen nicht zusammen suchen müssen führe ich die beiden Themen zusammen.
 

saurbier

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Sorry und bitte jetzt nicht falsch verstehen - aber mir scheint du betrachtest die EMR als Wunschkonzert -.

So ist es keineswegs, denn das was du gerne möchtest interessiert die DRV bei ihrer Entscheidung mitnichten. Das kann ich dir aus meiner eigenen Erfahrung im mehrmaligen Umgang mit der AfA als auch der DRV als seit 2012 Arbeitsmarktrentner leidlich nach vielen Prozessen sagen. Ich mußte bereits fast 5 Jahre gegen die DRV wegen meiner Teil-EMR in 1998 klagen.

Wenn du der AfA mit Sprüchen wie - ich kann ja nur noch halbtags arbeiten - kommst, dann wird genau das passieren was dir HermineL bereits sagte, man wird dir ruck zuck das ALG-I halbieren - willst du das -.

Nichts anderes wird dir bei der DRV passieren wenn du denen bei Antragstellung damit kommst (z.B. im Selbsteinschätzungenbogen) das du ja gerne noch halbtags arbeiten möchtest.

Es solches sicherlich ehrbares bestreben darf man sich heutzutage nur im eigenen Kämmerlein denken, aber leider bei Anträgen niemals erwähnen. Für die DRV gilt man muß erwerbsunfähig sein um überhaupt eine EMR zu erhalten, ganz egal in welcher Form jetzt (Teil-EMR oder volle EMR) denn so nebenbei hat die DRV ja auch die Möglichkeit eine LTA anzubieten damit man ggf. noch sein Restleistungsvermögen sinnvoll im Arbeitmarkt umsetzen kann (z.B. neue berufliche Ausrichtung).

Und dein Link zu franzi´s Thread schön und gut, nur darfst du nicht vergessen sie kam aus dem ALG-II wo sie bereits einige Zeit verweilte.

Der Regelfall bei einer Arbeitsmarktrente ist, daß sich die DRV vor einer speziellen EMR Entscheidung mit der AfA kurz schließt um eben genau zu erfahren wie für besagte Person die aktuelle Arbeitsmarktsituation aussieht und die kann schlicht von AfA zu AfA Bezirk völlig unterschiedlich ausfallen. Lt. Gesetz heißt es dazu schlicht, die AfA darf 1 Jahr versuchen jemanden mit einer Teil-EMR in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle zu vermitteln. Das würde jetzt in deinem Fall mit einer anerkannten SchwerB natürlich nochmals schwerer werden, womit sich die Prognose demzufolge eher verschlechtern dürfte - was ich 2012 leidlich mit einem GdB100 selbst erleben durfte als es auf meine Bewerbungen nur Ablehnungen gab -.

Du solltest dir daher einfach merken, bei der AfA meldest du dich Arbeitslos und sofern du jetzt aus dem KG kommst legst du das Aussteuerungsschreiben deiner KK bei, damit man dich gem. § 145 SGB III beim äD-Gutachter vorstellt. Im besten Fall wird dich dieser für mehr als 6 Monate unter 3 Std./tägl. leistungsfähig einstufen, womit dich die AfA schriftlich aufzufordern hat einen Reha-/Renten-Antrag zu stellen. Wichtig ist für dich dann, daß du dich bereits im schriftlichen ALG-I Antrag unbedingt mit deinem Restleistungsvermögen (ist das Leistungsvermögen was dir der äD-Gutachter attestiert) der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellst. Erwähne mit keinem Wort etwas von weniger arbeiten, ganz im gegenteil du willst immer vollschichtig arbeiten, denn daran wird dein ALG-I bemessen.

ALG-I Musterantrag von Doppeloma nach KG Aussteuerung

Du kannst natürlich dem ganzen auch selbst vorgreifen, indem du schon jetzt bei der DRV deinen EMR-Antrag stellst und diesem dann alle medizinischen Befunde die dir vorliegen bei legst. Das ganze solltest du dann unbedingt per Einschreiben mit Rückschein an die DRV schicken, denn leider neigt auch die DRV dazu das so manches Mal Unterlagen da nicht eintreffen. Den Rückschein kannst du dann als Nachweis deiner Antragstellung mit deinem persönlichen Anschreiben zum Antrag als Nachweis deiner Antragstellung benutzen, denn die AfA will einen Nachweis darüber haben, sofern sie dich zu Antragstellung seitens des äD auffordern sollten.

Wie dann auch immer die DRV sich entscheidet, meist schaltet sie sogar noch eine Reha getreu dem Motto - Reha vor Rente - vor, könnte dann ggf. eine Teil-EMR oder gar volle EMR dabei heraus kommen. Da heute ja das neue Teilhabegesetz Einzug gehalten hat, ist dies für die DRV eh komplizierter geworden, weil diverse Einkommensberechnung und Hochrechnungen im Falle einer Teil-EMR hinsichtlich der individuellen Hinzuverdienstgrenzen zu erfolgen haben.

Aktuell wird ja meist von 6.300,-€/jährl. freiem Hinzuverdienst ohne Anrechnung ausgegangen, den man ggf. mit einem Minijob schon erfüllen kann und darüber wird dann die Teil-EMR anteilig zum Jahresverdienst aufgerechnet. Bei mir waren z.B. 2010 noch um die 1.200,-€/mtl. ohne Anrechnung auf die Teil-EMR möglich, was sich jetzt aber wegen des Teilhabegesetzes geändert hat. Da muß man dann schon genau hinschauen ob es überhaupt was bringt, denn die damit erwirtschafteten Rentenpunkte bringen leider nicht mehr viel.

Wichtig ist, daß du alle medizinischen Befunde (Ärzte/KH/Klinik etc.) die dir vorliegen der DRV unbedingt auch zukommen läßt, auch wenn diese bereits von 2013 sind und ggf. bereits der DRV vorliegen (siehe altes Verfahren), denn je mehr Unterlagen deine Erwerbunfähigkeit belegen je besser sind deine Chancen.
 

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@saurbier

Erstmal ein großes Danke für deinen ausführlichen Beitrag.

Leider ist das bei mir aber nicht so einfach, wie es eigentlich sein sollte. Ich will das jetzt aus Platzmangel usw. nicht ausführlich breittreten, aber um das verständlich zu erklären muss ich doch etwas ausführlicher werden:

Ich gehe nicht aus KG in ALG I, sondern direkt aus Arbeit. Ich bin nur diese Woche krankgeschrieben um ein bisschen Zeit zu bekommen, um meine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Vorab als wichtiger Punkt: Ich kündige selbst bzw. werde einen Aufhebungsvertrag mit meinem Arbeitgeber machen. Die AfA bzw. mein SB von der Rehaabteilung ist davon bereits informiert. Um das verstehen zu können muss ich etwas ausholen:

2013 hatte ich bereits bei der AfA den Status "Nicht vermittelbar", deshalb kam 2013 der Antrag auf LTA bei der DRV, welcher 2014 genehmigt wurde. Damals und heute hatte ich bei der DRV das Problem dass die nicht mit der AfA zusammenarbeiten, sondern darauf bestehen ihr eigenes Süppchen zu kochen. Der Grund ist/war folgender: Ich habe ursprünglich eine kaufmännische Spezialisierung erlernt, die heutzutage (auch schon 2013) als aussterbender Beruf gilt. Als Kaufmann habe ich schon viele Jahre nicht mehr gearbeitet, weil bei jeder Bewerbung die Arbeitgeber meine Spezialisierung sehen und mir dann sagen, dass daran kein Bedarf besteht, was ich aber schon seit 20 Jahren weis.

Dummerweise hat aber die DRV bei der LTA darauf bestanden, mich auf meinem Kaufmann fortzubilden, weil mein erlernter Beruf zu meinen gesundheitlichen Einschränkungen passt. Ich bin bereits seit damals Mitglied beim VdK und sogar die haben mir schon 2014 gesagt, dass ich aus dieser Nummer nicht rauskomme, weil die DRV eben ihre speziellen Vorschriften hat.

Deshalb werde ich auch keine weitere LTA mehr von der DRV bekommen, weil aus deren Sicht (laut zwei Rehaberater) alle Mittel bereits ausgeschöpft sind. Für eine Umschulung wäre ich eh zu alt (bin 56) und außerdem habe ich darauf keinen Anspruch, weil mein Beruf ja zu meinen Einschränkungen passt :rolleyes:

Jetzt besteht aber weiterhin das Problem, dass mich wegen der "erfolgreichen" LTA weder die AfA, noch das JC in eine Hilfsarbeitertätigkeit vermitteln dürfen. Auf meinem Beruf werde ich aber weiterhin unvermittelbar sein. Ich selbst kann mir natürlich einen passenden Hilfsarbeiterjob suchen, aber der AfA und dem JC sind die Hände gebunden.

Als ich direkt nach der LTA in Hartz4 gegangen bin, habe ich keinen einzigen Vermittlungsvorschlag vom JC bekommen, weil sogar die eingesehen haben dass das nur Papierverschwendung wäre. Hab auch keine EV mit Bewerbungszwang bekommen.

Ich bin bei der ganzen LTA Geschichte völlig durchs Raster im System gefallen. Vieleicht bin ich in Deutschland der einzige, der einen aussterbenden Beruf hat und darauf eine LTA machen "durfte". Mein damaliger Rehaberater von der AfA hat sich an den Kopf gefasst, als ich ihm erzählt habe was die DRV vorhat. Er hat mich damals schon gewarnt dass das völlige Zeitverschwendung wäre und alles nur komplzierter macht. So ist es ja auch gekommen.

Ein Attest vom Arzt hab ich selbstverständlich bereitliegen, muss mir keine Sorgen wegen einer Sperrzeit machen. Die kennen mich schon bei der AfA :ROFLMAO:
 

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Dann beantrage doch die Erwerbsminderungsrente, wie oben angedacht.
Du wirst dann sehen, ob Du zur Reha musst und/oder eine Voll- oder Teilrente folgt.
Ich hätte die Vollrente gerne vermieden, weil so wie mein Fall liegt, werde ich wohl eine Arbeitsmarktrente bekomme und die will ich nicht. Ich stehe finanziell nun mal besser da, wenn ich einen Teilzeitjob hätte + halbe EMR.

Hab vorhin meine letzte Renteninfo von 2017 rausgekramt und da hatte ich bei einer vollen EMR 850 €. Das ist nix halbes und nix ganzes :rolleyes:

Edit: Bei meinem LTA Antrag musste ich 6 Monate auf einen Platz in einer Rehaklinik warten, weil ich DRV Land bin und es für diese Krankheit nur eine einzige Rehaklinik in meinem Bundesland gibt. Wäre ich DRV Bund gewesen, hätte ich mir eine Rehaklinik in der ganzen BRD aussuchen können, aber mit DRV Land geht das nicht. Das will ich nicht nochmaL mitmachen müssen. Außerdem benötige ich für meine 2. chronische Krankheit eine andere Rehaklinik. Wenn ich Pech habe, dauert das dort genauso lang, weil es auch eine eher seltene Sache ist. Wenn mich also die DRV zu beiden Rehas schickt, kann ich im schlechtesten Fall schon mal ein Jahr nur für diese Termine einplanen.
 
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HermineL

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Ich hätte die Vollrente gerne vermieden, weil so wie mein Fall liegt, werde ich wohl eine Arbeitsmarktrente bekomme und die will ich nicht. Ich stehe finanziell nun mal besser da, wenn ich einen Teilzeitjob hätte + halbe EMR.
Du denkst hier falsch. Wenn du eine Tel-EMR bekommst und diese in eine volle EMR mittels Arbeitsmarktrente umgewandelt wird hindert dich das nicht daran einen Teilzeitjob anzunehmen. Dann wird nur die volle EMR wegfallen und nur noch die Teil-EMR gezahlt. Niemand kann dich zwingen zu Hause zu bleiben und keinen Nebenjob anzunehmen mit Ausnahme eines Vollzeitjobs bleibt dies dir überlassen.
 

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@HermineL

Jetzt sieht das besser aus, dann hab ich da wohl irgendwo etwas falsch verstanden. Ich hatte das so gedacht, dass wenn ich die Arbeitsmarktrente bekomme, dass ich dann nur einen Minijob machen darf und wenn ich mehr verdiene, dass ich dann ganz aus der EMR rausfalle.
 

HermineL

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Ein Minijob wäre die richtige Wahl wenn du die volle EMR nicht verlieren willst denn dann must du unter 3 Stunden pro Tag bleiben. Bei einer Teil-EMR kannst du bis zu 6 Stunden täglich arbeiten.
 
Vom Fragesteller als beste Lösung gewählt.

saurbier

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Ja was bitte glaubst du denn würde dir DRV veranlassen dir eine Arbeitsmarktrente zu bewilligen.

Und ja, so wie HermineL die wieder einmal etwas schneller war, läuft es in der Praxis.

Unterstellen wir jetzt mal, die DRV würde dir tatsächlich eine Teil-EMR bewilligen, ja was glaubst du denn wie es da mit der Vermittlung seitens der AfA aussieht. Hallo die hälfte von 850,-€/mtl. ist lediglich 425,-€ abzüglich der KV und Pflegebeiträge die du ja auch noch zahlen darfst.

Beruf hin oder her, nach 1961 geb. haben keinen Berufsschutz mehr sondern haben stets dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.

Wenn du wirklich das absolute Glück haben solltest, daß dich die AfA so besonders behandeln sollte und dich dann der DRV als nicht vermittelbar melden würde, dann könntest du ggf. die volle EM-Arbeitsmarktrente erhalten und diese dann mit einem Minijob der dir gesundheitlich paßt aufbessern, dann hättest du doch rund 1.200,-€/mtl. zum leben.

Jetzt sieht das besser aus, dann hab ich da wohl irgendwo etwas falsch verstanden. Ich hatte das so gedacht, dass wenn ich die Arbeitsmarktrente bekomme, dass ich dann nur einen Minijob machen darf und wenn ich mehr verdiene, dass ich dann ganz aus der EMR rausfalle.
Dazu hatte dir aber bereits das geschrieben:
Aktuell wird ja meist von 6.300,-€/jährl. freiem Hinzuverdienst ohne Anrechnung ausgegangen, den man ggf. mit einem Minijob schon erfüllen kann und darüber wird dann die Teil-EMR anteilig zum Jahresverdienst aufgerechnet. Bei mir waren z.B. 2010 noch um die 1.200,-€/mtl. ohne Anrechnung auf die Teil-EMR möglich, was sich jetzt aber wegen des Teilhabegesetzes geändert hat. Da muß man dann schon genau hinschauen ob es überhaupt was bringt, denn die damit erwirtschafteten Rentenpunkte bringen leider nicht mehr viel.

Und wieder hat HermineL vollkommen recht, denn als Teil-EMR kannst du ruhig bis zu max. 6 Std./tägl. (besser 15-30min. weniger) pro Tag einer Arbeit nachgehen. Allerdings muß man dabei dann immer die Einkommensanrechnungen der DRV im Auge behalten, was früher ja viel einfach war das es in 3 Stufen mit festen Summen gestaffelt war und heute eher dynamisch läuft.

Ich persönlich würde da viel eher auf die 3 Std./tägl. gehen wollen (bei mir auch wegen der körperlichen Belastbarkeit) und da reicht mir dann ein Minijob. Wenn du mehr willst und kannst, dann bitte, denn wie HermineL ja bestätigte als Teil-EMR kannst du laut der DRV ja zwischen 3-6 Std./tägl. irgend einer Erwerbstätigkeit noch nachgehen.

Nur sollte bei all deinen Überlegungen dir durchaus bewußt sein, wenn du meinst du kannst noch zwischen 3-6 Std./tägl. einer Erwerbsfähigkeit nachgehen, was meist du wovon die DRV bei deinem EMR-Antrag ggf. ausgehen wird.

Nichts anderes könnte dich dann auch bei der AfA hinsichtlich deren Vermittlungsbemühungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt erwarten. Nicht zu vergessen das die Bundesregierung ja mal wieder so ein neues Arbeitsvermittlungsprogramm mit vielen Milliarden aufgelegt (Berichte im ALG Bereich von Draisine) hat um gerade die Frühverrentungen zu vermeiden.
 

HermineL

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ot.gif

Und ja, so wie HermineL die wieder einmal etwas schneller war, läuft es in der Praxis.
Entschuldige bitte, ich lasse mir in Zukunft mehr Zeit ;)
ot.gif
 

saurbier

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Toller Scherz, allerdings heute sitzen wir am selben Thema zur selben Zeit, irgendwie komisch wenn meine Gedanken noch vor meinem schreiben hier erscheinen. ;)

Nur wo du ja recht hast hast du recht.
 

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Danke noch für die Antworten, aber eine Sache verstehe ich immer noch nicht:

Wenn ich bei der AfA angeben soll, dass ich vollschichtig arbeiten kann, wie kann ich dann gleichzeitig der DRV erklären, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten kann? Das ist doch ein Widerspruch in sich selbst oder nicht?
 

Kerstin_K

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Du darrfst deine Verfügbarkeit der AfA gegenüber nicht selber einschränken, sonst wird dein Arbeitslosengeld abgesenkt. Überlasse es dem aerztlichen Dienst, festzustellen, wieviel du noch arbeiten kannst.
 

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Elo-User*in
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Du darrfst deine Verfügbarkeit der AfA gegenüber nicht selber einschränken, sonst wird dein Arbeitslosengeld abgesenkt. Überlasse es dem aerztlichen Dienst, festzustellen, wieviel du noch arbeiten kannst.
Aber wie soll ich das dann der DRV gegenüber begründen, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten kann, wenn ich gleich nach der Arbeitslosmeldung den Antrag auf EMR stellen will. Würde ich damit erst noch ein paar Monate warten, dann wäre mir das Vorgehen klar. Aber so kann das doch nicht funktionieren. @saurbier hat doch geschrieben, dass ich auch jetzt gleich den Antrag auf EMR stellen kann!? Das verstehe ich nicht.

Außerdem ist das eigentlich für mich egal, wie viel Geld ich von der AfA bekomme, denn ich habe ja die letzten 2 Jahre auf Mindestlohn gearbeitet, also muss ich eh mit Hartz4 aufstocken.
 
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