Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitnehmer (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

stala

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Mir ist heute etwas zu Ohren gekommen - weil sich mein Vorgesetzter verplappert hat, dass das Jobcenter meinen Mann (wir sind beide Aufstocker und arbeiten beim selben Arbeitgeber) über den Arbeitgeber "überwachen" lässt. Dies lässt nur einen Schluss zu, dass man eine Sanktion vorbereitet, sollte mein Mann vor Ablauf der Befristung gekündigt werden - mutmaßlich wegen seinem Verhalten. Ok, sein Verhalten ist etwas aufbrausend - dies aber aus gutem Grund! Mobbing beim Auftraggeber, Verleumdungen, Schikanen und Beleidigungen kann man nicht ewig ignorieren und schlucken und er hat sich nun mal entschlossen sich zu wehren.

Ist es zulässig, dass das Amt sich mehrfach wöchentlich mit dem Arbeitgeber über das Verhalten einer beim Amt "registrierten Person" abgleicht? So was kann doch nicht normal sein - oder? Sie haben meinen Mann eh auf dem Kicker weil er sich gegenüber dem Jobcenter zu wehren weis und schon mehrere Verfahren gegen das Jobcenter gewonnen hat weil meist rechtswidrig oder schlicht kriminelles Verhalten vom JC an den Tag gelegt wird.

Was wäre noch ratsam, außer zunächst Akteneinsicht zu verlangen um evtl. Vorkommnisse im Amt aufzudecken?
 

gelibeh

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AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

erst einmal Akteneinsicht.
 

stala

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AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

(1) Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. Satz 1 gilt bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens nicht für Entwürfe zu Entscheidungen sowie die Arbeiten zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung.
und genau bei dem Hervorgehobenen sehe ich das Problem.... wenn Antrag auf Einsicht gestellt wird, werden genau die Teile die uns interessieren würden von der Einsicht ausgenommen werden, weil die uns nach dem Gesetz her nicht zustehen darüber Kenntnis zu erlangen
 
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Gast1

Gast
AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

stala, aber so weit ich weiß, handelt es sich bei Verbis-Einträgen nicht um Entwürfe. Diese Verbis-Einträge sind, soweit ich weiß, teilweise revisionssicher, also unabänderbar. User Burns Torn weiß darüber mehr, er hat mal in einem JC gearbeitet. Er ist aber nur selten hier online.
 

avalanche

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AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

Akteneinsicht beantragen und danach Gegendarstellung (kurz und sachlich) schreiben.

ave
 
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Gast1

Gast
AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

Mobbingtagebuch führen.

In die Gewerkschaft eintreten, falls die Kündigung in frühestens 3 Monaten stattfinden könnte. Weil der Rechtsschutz der Gewerkschaft erst nach 3 Monaten der Mitgliedschaften gewährt wird.
 

stala

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AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

Aus der Gewerkschaft sind wir nicht umsonst ausgetreten, weil diese das ebenso duldet - zum was würde es helfen, wenn alle Mechanismen frühestens nach 6 Monaten greifen würden? Trotzdem Danke für den Beitrag
 

AnonNemo

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AW: Wie ist das zu bewerten - Amt spioniert beim Arbeitgeber über Verhalten des Arbeitne

Weil der Rechtsschutz der Gewerkschaft erst nach 3 Monaten der Mitgliedschaften gewährt wird.
... stimmt so nicht ganz.

Du kannst offiziell - ebenso wie bei normalen Rechtsschutzversicherungen - erst nach 3 Monaten selber gegen jemanden klagen.
Wirst du eine Stunde nach Vertragsabschluss verklagt, springt eine Rechtsschutzversicherung sofort ein.

Bei einem Gewerkschafts-Rechtsschutz kann auch durch einen verlegten (zurückdatieren) Eintritt die 3-Monatsfrist umgangen werden.
 
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