Wie in einer Bewerbung an ZAF körperliche Einschränkungen rechtssicher mitteilen?

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Unspoken

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Ich bekomme ALG 2 und habe keine EGV oder Verwaltungsakt.

Jetzt bekam ich einen VV mit RFB bei einer ZAF für eine Arbeit, wo man nicht sitzen kann.
Also ich rief da an, im Rahmen meiner Überprüfung ob die Stelle zumutbar ist und habe gesagt ich muss sitzen, sitzt man da?
Die Antwort war "nein".

Mein ärztliches Gutachten ist erst wenige Wochen alt und da steht drinnen, dass ich hauptsächlich sitzen soll plus weitere Einschränkungen, die mich für die Stelle ungeeignet machen.

Wenn ich mich jetzt einfach komplett nicht bewerbe, habe ich ja keinen Nachweis, dass die mir mitgeteilt haben, dass man nicht sitzen kann. Das finde ich zu riskant.

Aufgrund meines Gutachtens mich nicht zu bewerben, da nicht leidensgerecht, kann bei Sanktionsversuch ewig viel Arbeit verursachen. Muss nicht sein.

Am liebsten würde ich in die Bewerbung sowas schreiben wie:
"Vielen Dank für das informative Telefonat mit Herr/Frau... Auch wenn ich laut dem Telefonat nicht für die Stelle geeignet bin überlasse ich Ihnen proforma meine Bewerbungsunterlagen (weil mich das Jobcenter unter Sanktionsandrohung dazu zwingt.)"

Wäre das eine Verhinderung eines Arbeitsverhältnisses oder etwas ähnliches sanktionsbewährtes?
Wie geht es geschickter?

Ich will mir einfach viel Aufwand sparen.

Bei einer normalen Standardbewerbung mit Einladung zum VG wäre ich spätestens beim VG 100% sicher raus, wegen meinen Einschränkungen.
 

noillusions

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Rechtssicher ist alles wo du den Zugang nachweisen kannst.
Was du vorhast ist aber eine Negativbewerbung, das geht gar nicht.
Vorschlag: "Aus gesundheitlichen Gründen wünsche ich mir eine leichte Tätigkeit."
Oder komplett weglassen und halt im VG erwähnen.
Das JC könnte argumentieren die hätten dir vllt. den Arbeitsplatz leidensgerecht gemacht wenn du dich nicht bewirbst.
 

Unspoken

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Ok, danndoch nur
"Vielen Dank für das informative Telefonat mit Herr/Frau..." und der rest Standard. Vielleicht erinnern die sich dann und es kommt doch einfach eine Absage statt eine Einladung.
 

Unspoken

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Nochmal Moin @Unspoken,

Hast du das JC über deine gesundheitlichen Einschränkungen informiert?
Moin. :)

Das Gutachten war in deren Auftrag und Teil B wurde besprochen.

Die sind sehr unzufrieden damit, weil sie vermutet hatten meine alten Einschränkungen wären durch Zauberhand verschwunden. Kam aber raus, die Einschränkungen wurden schlimmer.

Ich will denen auch eine Aufforderung schicken, sich bei VVs ans Gutachten zu halten aber lieber erst wenn meine Weiterbewilligung durch ist.
 

vidar

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Ich will denen auch eine Aufforderung schicken, sich bei VVs ans Gutachten zu halten aber lieber erst wenn meine Weiterbewilligung durch ist.
Das bringt wahrscheinlich nichts. Das JC wäre zwar normalerweise dazu verpflichtet deine Einschränkung zu berücksichtigen,aber dies würde dann ja bedeuten, dass das JC jede dir angebotene Stelle erst einmal abchecken müsste. Ich denke jedoch, dass sie dies wohl wissentlich nicht tun werden.

Ich würde deshalb künftig in jeder Bewerbung auf deine gesundheitliche Einschränkung und Andorderungen an den Arbeitsplatz hinweisen. Da ja das JC diesbezüglich informiert worden ist, dürfte es auch keine Probleme darstellen dies mit in der Bewerbung aufzuführen. Mach dich aber „nicht kranker“ als du wirklich bist.
 

Onkel Tom

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Bewerbungsverfahren bei der ZAF neutral durchziehen und beim Vorstellungsgespräch verlauten
lassen, das Du aus gesundheitlichen Gründen nicht dauerhaft stehen kannst..

Das ist ehrlich und notwendig.. Das JC bekommt keine haltbaren Gründe in die Flossen, dir eine
Vereitelung des Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses zu unterstellen, solange dies
mit deinem Gutachten überein stimmt.

Ist zwar lästig, auf Vorstellungsgespräche zu setzen, aber ungefährlicher als in der Bewerbung
was wittern zu lassen..
 

vidar

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Ist zwar lästig, auf Vorstellungsgespräche zu setzen, aber ungefährlicher als in der Bewerbung was wittern zu lassen..
Warum soll sich der TE auch noch dem Stress eines Bewerbungsgespräch bei einer ZAF aussetzen. Es ist nämlich genauso ehrlich die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im Vorwege innerhalb des Bewerbungsschreibens der ZAF mitzuteilen. Die gesundheitlichen Gegebenheiten sind nun mal real vorhanden, und das JC ist über diese Einschränkungen schließlich hinreichend informiert worden.
 

Onkel Tom

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Weil ein ZAF-Hai anbei erstmal daran zu glauben vermag, das der Bewerber den Job eigentlich
nicht wolle und das Bewerbungsanschreiben gleich petzend an das JC schickt.
Das ohne Bewerber jemals gesehen zu haben, wo anbei das petzen noch leichter fällt.

Viele SBs drücken gleich auf die Sanktionshupe, wenn sie "verhindernde Zeilen" auf Papier gesichert haben.

Anfänglich teilte ich in der Bewerbung "gesundheitliche Einschränkungen" mit.. Oft bekam ich voreilige
Reaktionen vom JC, denen ich zwar schnell den Wind aus dem Segel nehmen konnte, wurde mir
jedoch auf Dauer zu nervig, jedes mal von Entzug des Existenzminimum bedroht zu sein..

JC und Leihbuzzen wollen es nicht anders und so habe ich den Weg probiert, nachteilig auslegbares
nur mündlich zu wuppen.. Behaupten kann ein JC und ZAF viel, solange sie es nicht schwarz auf weiß haben.

Ich habe anbei ein Satz aus meinem Gutachten sinngemäß übernommen und kam als "Packesel"
nicht mehr in Frage. Ich habe auf die Tour bessere Erfahrungen gemacht wie zuvor und Mensch muss
ja auch redegewannd bleiben, was sich ganz gut vor ein ZAF-Hai üben lässt..

:icon_hihi:

Aber gut.. Der Threadstarter könnte z.B. diesen Satz so unterbringen :

Leider bin ich nicht von gesundheitlichen Einschränkungen verschont und kann bei der Arbeit nicht dauerhaft
stehende Körperhaltung einhalten.

Klingt zwar ein wenig geschwollen aber so könnte es auch gehen, ohne gleich wieder böse Briefe wie
z.B. Anhörungsschreiben zu bekommen.

Würde der Satz deinem Gutachten entsprechen ?
 
Zuletzt bearbeitet:

Unspoken

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Würde der Satz deinem Gutachten entsprechen ?
Im Grunde ja. Nicht dauerhaft stehen stimmt.

Aber das wäre nicht vollständig. Es geht eben noch weiter bei mir, auch nicht dauerhaft laufen, keine Zwangshaltung, heben nur mit mechanischen Hilfsmitteln, nur leichte Arbeit, keine Arbeit, die Präzision erfordert usw.
 
E

ExUser 1309

Gast
Am sichersten ist, wie Okel Tom treffend schreibt:
Bewerbungsverfahren bei der ZAF neutral durchziehen und beim Vorstellungsgespräch verlauten
lassen, das Du aus gesundheitlichen Gründen nicht dauerhaft stehen kannst..
und gegebenenfalls weitere Einschränkugen mitteilen, ohne aber offensichtlich zu übertreiben. Schöner noch, wenn eine Gleichstellung oder gar eine Schwerbehinderung ( ab Gdb 50) vorliegt. Damit will dich erst recht keine Leihbude. Braucht man nur im Gespräch zu erwähnen. Falls noch nicht geschehen, könntest du das evtl. in Angriff nehmen.

Im Bewerbungsgespräch nimmt dich kein ZAFèr, wenn du Einschränkungen hast, nach meiner Erfahrung. Den Stress mögen die sich nicht antun.
 

Onkel Tom

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...
Aber das wäre nicht vollständig.
...

"Keine dauerhafte einseitige Körperhaltung möglich." ?

Wenn ja, wird es zu kompliziert.. Anbei hast Du eher die Chance "vorgeladen" zu werden, um
der Leihbuzze erklären zu müssen, was damit genauer gemeint ist..

So ein Satz hatte ich im Gutachten und wandelte es in "Kein dauerhaftes Tragen schwerer Lasten"

Das reichte aus, um von Schleppereien, was als Leihkeule am meisten gefragt ist, verschont zu bleiben.
 
E

ExUser 2606

Gast
Schöner noch, wenn eine Gleichstellung oder gar eine Schwerbehinderung ( ab Gdb 50) vorliegt. Damit will dich erst recht keine Leihbude. Braucht man nur im Gespräch zu erwähnen.

Reicht doch schon, den GdB in der Bewerbung unterzubringen, zum Beispiel im Lebenslauf. Das kann nicht negativ ausgelegt werden, aber auf ZAFFEN wirkt es abschreckend und es gibt erst gar kein VG.
[>Posted via Mobile Device<]
 
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