Wie hoch ist der GdB bei Depressionen, Angststörungen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Muschel44

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Hallo,

mich würde mal interessieren wie hoch der GdB für Depressionen , Angststörungen, Panikatacken liegt.
Hat jmd Erfahrungen damit ?
Ist beim Versorgungsamt ein Gutachter? Der untersucht ?
Mein letzter befund ist 1 jahr alt , trotzdem erfolgversprechend?
 

ZynHH

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Es kommt weniger auf die Krankheit, als vielmehr darauf an, welche Einschränkungen du hast.

Ich würde in den jammerlappen reinschreiben, in welcher Form du in deiner täglichen Lebensweise eingeschränkt bist.
 

Muschel44

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Es kommt weniger auf die Krankheit, als vielmehr darauf an, welche Einschränkungen du hast.

Ich würde in den jammerlappen reinschreiben, in welcher Form du in deiner täglichen Lebensweise eingeschränkt bist.
gib es dazu Beispiele?
Ist sowas gemeint wie z.b. nicht mehr Einkaufen gehen zu können
nicht schlafen zu können...usw. oder sind das "nur" Symptome.
Gleiches bei körperlicher Symptomatik
Nicht bandscheibenvorfälle schreiben, sondern kann nicht lange sitzen, stehen ?
 

Kerstin_K

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genau so. Und ich empfehle so ca. 2 Wochen eine Art Tagebuch zu fuhren. Das dient nur dazu, dass man nichts vergisst. Also das Tagebuch nicht mit abgeben, sondern zusammenfassen.
 

Muschel44

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Wird beim Versorgungsamt eine Untersuchung vorgenommen ?
Oder nur nach Befunden beurteilt ?
 

waal

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Es kommt darauf an; manchmal entscheidet das Versorgungsamt nach Aktenlage, manchmal gibt es ein Gutachten.

Es gibt Übersichten, die einer bestimmten Krankheit in etwa einen bestimmten GdB zuordnen. Das ist aber schwammig bei allen nicht greifbaren Krankheiten und bei solchen, die stark in der Ausprägung schwanken.

Ist jemand blind oder hat keine Beine mehr, ist die Einschränkung relativ offensichtlich und unterliegt keiner Interpretation.

Bei den meisten Krankheiten ist das aber nicht der Fall. Hier sind einige aufgelistet Grad der Behinderung - Soziales & Recht - betanet und hier geht's um Depression: Depressionen > Behinderung - Soziales & Recht - betanet

Ich würde auch ein genaues Tagesablauf notieren; wo schränkt dich die Krankheit an der Teilhabe in der Gesellschaft ein? Kannst du zB die Wohnung nicht mehr verlassen, meidest du bestimmte Orte/Situationen; nimmst du Medis dagegen, die wiederum einschränkende Nebenwirkungen haben usw.

Dazu würde ich alle relevanten ärztlichen Befunde tun, durchnummerieren und auf einem Deckblatt vermerken, damit auch ja nix "verloren" geht. Mach dir unbedingt eine Kopie und bewahre sie gut auf!

Stell dich darauf ein, dass der Antrag erst mal routinemäßig abgelehnt wird und du nur einen GdB bekommst, der die Schwere deiner Erkrankung deiner Meinung nach nicht abdeckt. Dagegen kann man Widerspruch einlegen und evtl. eine Erhöhung bekommen.

Ich würde tatsächlich auch versuchen, an einen neueren Befund zu kommen.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Bei einem Erstantrag und ausschließlich die obigen Diagnosen, bezweifle ich, dass Du einen GDB > 40 bekommst.

Ich kenne Personen, die mit der Diagnose mittlerweile GDB 50 haben, allerdings weder Erstantrag und immer mit zusätzlichen Krankheiten.

So einfach ist das nicht.

Aus welchem Grund liegt Dir eine Einstufung als Schwerbehinderter am Herzen?
 

AsbachUralt

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Erfahrungsgemäß wird erst ein niederer GdB festgestellt.
Meist hilft dann ein Widerspruch, das war auch bei mir so. Erstmal ein GdB 30 nach Widerspruch plötzlich GdB 50.
 

el viejo

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Hallo,

mich würde mal interessieren wie hoch der GdB für Depressionen , Angststörungen, Panikatacken liegt.
Hat jmd Erfahrungen damit ?
Ist beim Versorgungsamt ein Gutachter? Der untersucht ?
Mein letzter befund ist 1 jahr alt , trotzdem erfolgversprechend?
Ich kann dir nur sagen mit deiner Symptomatik die ich auch habe und bei mir auch noch weitere Krankheiten angerechnet wurden, war mein GdB bei Erstantrag 20. Ein Jahr später habe ich einen Verschlimmerungsantrag gestellt, der dann erst einmal abgelehnt wurde.
Nach erfolgreichen Widerspruch wurde er lediglich auf 30 erhöht, was meiner Meinung nach auch immer noch zu wenig ist.
 

liriel

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Hallo Muschel44,
ich habe beim Erstantrag einen GdB von 50 mit den gleichen Diagnosen bekommen.
Letztes Jahr ist er nach einem Bandscheibenvorfall auf 60 erhöht worden.
Aber befristet auf 2 Jahre.

Zum Gutachter musste ich nicht,es wurde nach Aktenlage entschieden.
Ich habe da anscheinend immer viel Glück,bzw. "einsichtige" Entscheider gehabt,denn sowohl der GdB als auch die EM Rente sind ohne Probleme bewilligt worden.

Das soll dir nur ein bißchen Mut machen..:)
Alles Gute!
LG Liriel
 
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