Wie gehts nun weiter?

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Sleepless

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Vorab möchte ich mich erstmal entschuldigen, falls dieses Posting zu lang, oder gar schwer/unverständlich zu lesen sein sollte, bzw inhaltlich schon an anderer Stelle behandelt wurde. Leider ist heute einer dieser Tage, respektive Nächte, die Sorgenvoll Schlaflos waren und irgendwie der Lichtblick am Ende des Tunnels fehlt, ich hoffe das hier auch Platz für soetwas ist.

Zu meiner Vorgeschichte, Ich bin 31 Jahre und beziehe seit ~ 2 Jahren ALGII, zuvor wollte ich mein Abitur nachholen, was jedoch leider so ziemlich daneben ging, weil ich mittendrin krank wurde und abbrechen musste.
Mein Krankheitsbild ist psychischer Natur, ich bin einfach in ein Loch gefallen, habe neben meinen Depris eine ausgeprägte Sozial und Zukunfts Phobie entwickelt und im Grunde von einer Kriese in die Nächste geschliddert,(bin aber jedesmal dankbar wenn ich z.b. Dinge wie diese
lese, das ich nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen bin, im Grunde stand ich auch das ein oder andere mal vor der Leistungsstreichung) mit dem Ergebniss das ich mich tatsächlich "erfolgreich" von meiner Ausenwelt isoliert habe, keine Freunde Bekannte etc mehr.

Nun habe ich aber seit einiger Zeit begonnen daran zu arbeiten, gehe brav zum Therapeuten (der nebenbei bemerkt erstaunlicherweise tatsächlich ein wenig lindert und kein durchgeknallter Quacksalber ist, wie ich sie sonst so im Kopf hatte) und bekomme (immerhin) 1x die Woche Besuch von zwei sehr netten Damen des Betreuten Wohnens.

Soweit so gut, aber wie soll es nun weiter gehen?
Der Punkt ist, je "besser" es mir geht, desto mehr will ich irgendwie machen, ich würde ganz gern wieder in "Lohn und Brot" kommen, würde auch ganz gern wieder mal soziale Kontakte knüpfen, was so ganz ohne Geld scheinbar auch ein fast aussichtsloses Unterfangen darstellt.

Meine konkrete Frage ist also, was kann ich denn eigentlich nun tun? (Bitte keine, na dann bewirb dich halt irgendwo Ratschläge ;) )

Die Sache ist die, das ich zwar vor 100 Jahren oder so eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht habe, aber im Grunde schon immer in die EDV (Jetzt ja so schön IT genannt) wollte, ich bin eines dieser Computerkids, die mit den Kisten groß geworden sind, hab nun 22 Jahre Erfahrung auf dem Buckel, kann von allem etwas, aber irgendwie nichts so "ganz" (bissi Netzwerk hier, bissi programmieren da (hallo welt in 15 verschiedenen Sprachen *g*) Endanwendersupport dort, usw.
Das war auch der Grund das Abi zu machen, ich wollte einfach gerne Informatik studieren und auch ganz wichtig, mein lausiges mittlere Reife Zeugnis aufpolieren.

Also wäre es ganz nett wenn ich "irgendwie" ein (Um)Schulung in diesem Bereich machen könnte. Doch wo fang ich an? Mein Therapeut gab mir erst heute zu verstehen das er das zwar ganz toll fände (naja, noch besser fände er es eigentlich wenn ich tatsächlich mein Abi zu ende machte), aber das ich mich im Grunde nicht auf meine "Fallmanagerin" zu verlassen brauche, sondern unbedingt selbstständig etwas finden müsse und das quasi absegnen lassen soll, er (und ich im Grunde ebenso) fände es auch ganz brauchbar, wenn ich zuvor eine "Wiedereingliederungsmasnahme" machen würde, einfach auch um mich wieder an diesen Beschäftigungsablauf zu gewöhnen. Nur weiß ich wirklich nicht woran ich mich da wenden soll? Ein bischen schwingt da halt auch noch die Krankheit mit, ich *habe* ein absolutes Problem mit Behörden (zum Glück werde ich aber inzwischen bei wichtigen Sachen begleitet) Obwohl ich mich regelmäßig bei meiner Sachbearbeiterin melden soll(te) herrscht im Grunde immer recht schnell Funkstille (weils halt auch immer einseitig verläuft, ich schreibe ihr was, es kommt keine Rückmeldung, sie bestätigt mir aber immer, wenn wir uns dann doch mal terminlich treffen sollten, das sie meine Schreiben gelesen hat) weswegen ich dazu tendiere das mein Thera da womöglich recht hat. Aber müsste sie nicht doch irgendwelche "Vorschläge" haben? (Ok, ich bin zudem wahrscheinlich auch noch recht naiv)
Habt ihr irgendwelche Vorschläge wie ich hier am besten vorgehen kann?

Weil eins ist klar, ich kann so einfach nicht mehr, ich brauche wieder eine Perspektive und solche Nächte wie diese (Ja, voll das Klischee, ich bin nämlich echt von meinem gestrigen Einkauf geschockt gewesen, die haben tatsächlich bei so ziemlich allem was ich einkaufte kräftig angezogen) in denen ich nicht mehr weiß wie ich mit dem bischen ALGII auskommen soll weils einfach hinten und vorn nicht reicht und ich mir am liebsten den Herrn Pofalla mal zur Brust genommen hätte,der da gestern noch meinte (ich glaub der war das) das eine Erhöhung der HartzIV Bezüge ausgeschlossen sei, da wir ja auch von Preis Senkungen bei Obst!!! und im Telekommunikationssektor profitieren würden.

Tja.. wie Eingangs schon erwähnt, langes ausschweifendes Posting, danke fürs bis her lesen, aber irgendwie war das gerade mal nötig und ich hoffe das meine Fragen trotzdem durchgedrungen sind und das mir vielleicht irgendwer einen heißen Tipp geben kann.
 

BG4

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Hallo
Ich stecke ja auch grad in sowas ähnlichem drin. Es gibt einige Integrationsmöglichkeiten und Rehabilitationsmassnahmen für psychisch kranke. Auch bei der ARGE gibt es zuständige SB dafür. Frag mal bei Deinem Therapeuten nach. Mir wird dort auch gut geholfen.
 
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ExitUser

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Ich hätte mal eine Gegenfrage: Was würdet ihr denn im Leben wirklich gerne tun (ich meine jetzt hobbies)? Basteln, musizieren, lesen, Sport, Tiere, Kinder, Natur etc.

Und was könnt ihr richtig gut? Schreiben, rechnen, Geschichte, Theater spielen, etc.
 
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