Wie gehts nach der Geburt weiter?

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Stino

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Hallo zusammen,

ich bin jetzt im 8. Monat schwanger. Mein Freund und ich sind nicht verheiratet, hatten es eigentlich auch nicht so schnell vor.

Jetzt habe ich gehört, dass mir nach der Geburt zwar weiterhin ALGII zusteht, aber das Amt keine Beiträge mehr an die Krankenversicherung zahlen würde. Ich müsste die Beiträge entweder selbst zahlen, oder meinen Freund heiraten und mich über ihn versichern lassen.

Ist das wirklich so?

Und wie geht es überhaupt weiter?
Eigentlich haben werdende Mütter ja anspruch auf Mutterschutz, 6 Wochen vor Geburt und 8 Wochen danach. Das würde auch wegfallen, da ich ja eh nicht berufstätig wäre. Auf Bewerbungen bekomme ich jetzt natürlich direkt eine Absage.
Muss ich mich auch nach der Geburt weiter um einen Arbeitsplatz bemühen? Möchte mich schon gerne bis zum Kindergarten um unser Kind kümmern und ab dann wieder arbeiten gehen.

Irgendwie finde ich im Netz gar nichts darüber.

Ach ja, da mein Freund im Ausland auf Montage war und lt. Amt "zu lange weg", fällt er nun auch direkt unter ALGII.

Schon mal danke im voraus.

LG
 
E

ExitUser

Gast
Halo Stino, erstmal zur Krankenkasse : Wenn dein Freund vedient, wird euch als Bedarfsgemeinschaft sein Gehalt voll angerechnet bis auf den Einkommensfreibetrag. Wenn es für euch beide je 331 Euro (West) und die Warmiete ohne Strom und Warmwasser reicht, dann bekommt ihr kein ALG 2 mehr und du verlierst tatsächlich deinen KK- schutz, musst dich dann selber versichern .
Diese KK- Beiträge müsen dann aber als Kosten von eurerm Einkommen abgrechnet werden. So kann es ein, dass ihr anteilig oder ganz die KK- Beiträge doch noch bekommt von der ARGE.
Da du vor der Geburt nicht gearbeitet hast, bekommst du kein Mutterschaftsgeld. Dies würde aber soweiso als Einkommen auf ALG 2 angerechnet werden. Im Mutterschutz bist du natürlich trotzdem. dh. in der Zeit DARFST du nicht arbeiten. Danach ist erziehenden Eltern ( kann auch der Mann sein ) regelmässig keine Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren zumutbar. Das heisst du bist zwar arbeitsfähig, aber verhindert, da eine Arbeitsaufnahme deiner Eriehungspflicht entgegenstehen würde und es gibt auch ein Recht auf eigene Erziehung im Grundgesetz. Deshalb können sie nicht verlangen, dass du über fremde Personen dein Kind betreuen lässt, um eine Arbeit aufzunehmen - bei unter 3- Jährigen wohlgemerkt! Diese Betreuung müssten sie auch als Hilfe zur Arbeitsaufnahme finanzieren und das wird zu teuer, da hier mangels Plätzen für Unter3jährigen nur Tagesmütter fast in Betracht kommen.
Wenn ihr beide keinen Job habt, ist natürlich dem einen, der nicht vorwiegend erzieht, die Arbeitsaufnahme zuzumuten.
Euer Bedarf für eure Gemeinschaft vergrössert sich um 207 Euro mit dem Kind, wovon allerdings 154 Euro wieder abgerechnet werden. Das ist das Kindergeld, was voll angerechnet wird.
Ich hoffe,du hast die einmaligen Beihilfen für dich und das Baby beantragt.
Babyausstattung, Ertsausstattung Wohnung für das Baby und Schwangerenbekleidung.
Wenn die Wohnung für 3 Personen zu klein wird, kann man auch nachhaken und die Erlaubnis zum Umzug in eine angemessene größere Wohnung einholen.
Unter " Bedarfsgemeinschaft/ Familie " findest du hier vile Infos weiter dazu:)
 
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