Wie geht man bei Umzug und Arbeitsaufnahme am besten vor?

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G

Gelöschtes Mitglied 54224

Gast
Hallo,

leider suche ich seit langer Zeit einen Arbeitsplatz und bekomme nur Absagen. Da ich allerdings auch gerne wegen der unerträglichen Wohnsituation umziehen würde, wäre ein Umzug bei Arbeitsaufnahme natürlich ideal.

Dazu hätte ich gerne einen Rat, denn wenn man eine Stelle bekäme für die ein Umzug nötig ist, da man ansonsten nicht zu den Arbeitzeiten die Arbeit machen kann, würde ich evt. Unterstützung durch das Jobcenter bekommen?

Wie würde diese Unterstützung aussehen, denn es müßte ja schon sofort sein, wenn man irgendwo beginnt, ansonsten könnte man diese Arbeit nicht annehmen. Da es ohnehin schwierig ist eine Wohnung zu bekommen, die dann sofort bezogen werden muss, bleibt die Doppelte Mietbelastung incl. Umzugskosten und Kaution.

Wie geht man das am besten an?
 

specht59

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Es gibt wohl Fälle, wo aus wichtigem Grund auch die Doppelmiete bezahlt wird (mal nach "Doppelmiete Jobcenter" googeln), wenn z.B. durch Umzug in eine andere Stadt die Arbeitslosigkeit beendet wird. Da in so einem Fall aber alles gleichzeitig passiert, also neuer Job, neue Wohnung, und es dann schnell gehen muss, würde ich schon vorab mit dem Jobcenter klären, was man im Fall des Falles dort als wichtigen Grund erachtet und was übernommen werden würde, z.B. wieviele Monate Doppelmiete.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Jamaz

Wie würde diese Unterstützung aussehen, denn es müßte ja schon sofort sein, wenn man irgendwo beginnt,

Wenn du einen Job hast, dann bitte stelle den Antrag aus dem Vermittlungsbudget § 44 SGB II

bleibt die Doppelte Mietbelastung incl. Umzugskosten und Kaution.

Die Umzugskosten können aus dem Vermittlungsbudget bewilligt werden nach Vorlage von Kostenvoranschläge
von min. 3 Umzugsfirmen.

Eine Kaution wird nicht übernommen.

Hier mal als Beispiel ein Link, da ich nicht weiß aus welcher Stadt du kommst, da kannst noch einiges nachlesen,
die Beträge können mitunter in der Höhe unterschiedlich sein. Ab Seite 9 der PDF - Datei


Bei einer Doppelmiete mußt du aufpassen, hier mal zum lesen:

Können bei einem notwendigen Wohnungswechsel die Mietzeiträume wegen der Kündigungsfristen oder notwendiger Renovierungsarbeiten nicht nahtlos aufeinander abgestimmt werden, so können zumutbar nicht abwendbare doppelte Mietaufwendungen ("Überschneidungskosten") bei der gebotenen weiten Auslegung der Normen nach vorheriger Zustimmung als Wohnungsbeschaffungskosten übernommen werden (vgl. Berlit in LPK - SGB II § 22 Rd.-Nr. 66 mit Hinweisen auf die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung).

Doppelte Mietaufwendungen fallen, --wenn sie unvermeidbar waren - , unter die Wohnungsbeschaffungskosten im Sinne er Vorschrift § 22 Abs. 3 SGB II (Eicher/Spellbrink, 2. Aufl., Randnr. 83 zu § 22).

Ein solcher Ausnahmefall ist nur anzuerkennen, wenn bei einem notwendigen Wohnungswechsel die Mietzeiträume wegen der Kündigungsfristen oder notwendiger Renovierungsarbeiten nicht nahtlos aufeinander abgestimmt werden können, so dass doppelte Mietaufwendungen (so genannte Überschneidungskosten) nicht zumutbar abgewendet werden können (vgl Berlit in Rothkegel, Sozialhilferecht, Seite 261).

Im Übrigen wird vertreten, dass doppelte Mietaufwendungen auch als Wohnungsbeschaffungskosten übernommen werden können (Berlit in LPK-SGB XII § 29 Randnr. 68).

Quelle
Tacheles Willi 2
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Wie sieht es denn mit der alten aus, wenn man die wieder bekommt, wird die als Einkommen angerechnet oder kann man die dann als neue Kaution einsetzen?

Nein das wird nicht als Einkommen angerechnet, ich nehme an du hast entweder die Kaution mal selbst eingezahlt oder ggf.
mal als Darlehn vom Jobcenter bekommen und das Darlehn ist von dir bereits auch gezahlt worden?
 
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