Wie geht ihr mit einer ständigen Befristung des Arbeitsverhältnis um?

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Kerstin_K

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Also ich finde, wenn man von Anfang an mit offenen Karten spielt und eine Befristung hat eien Grund, dann ist das okay. Ichhabe zur Zeit eien Urlaubsvertretung, weil meine Haushaltshilfe 3 Wochen Ulaub und im Anschluss eine Woche Seminar hat. Das war aber von Anfang an klar, dass das nur befristet ist und auch von der Vertretungskraft so gwollt. Die verdient sich nämkich gerne mal ein bisschen was dazu für Tierfutter, möchte das aber nicht auf Dauer machen. Diese Dame hat schonmal eine mehrmonatige Krankheitsvertretung bei mir übernommen.

Für mich hat das den Vorteil, dass ic nicht jedes mal wieder neu sichen und jemanden einarbeiten muss und sie hat ihren Zusatzverdienst.

was ein echtes Problem ist, siend sachgrundlose Befristungen. Die gehören abgeschafft.
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin inzwischen ein Gegner der Befristeten wie Unbefristeten Arbeitsverträge
Ich habe als Selbständiger noch nicht mal die Sicherheit von Aufträgen und so viel mehr ist der Gewinn nicht um da was auszugleichen
Auch das ganze Gedöns mit Verträgen, Angeboten usw. spare ich mir und arbeite weil genug zu tun ist, also eher mehr da als gemacht werden kann, meistens.
Was wir bräuchten wäre eine Einkommensbasis also BGE um es für alle also Auftraggeber, Unternehmer, Arbeiter einfacher zu machen
Und mal ganz unter uns Unternehmer sind keine Arbeitgeber, im besten Fall organisieren sie die Arbeit gut, und gönnen den Arbeitern und sich selbst ihren gerechten Teil
realistisch betrachtet ist also der Endkonsument also wir alle Arbeitgeberin von der Wiege bis zur Bahre
Das ist jetzt eine Meinung, die kann mann gut finden die muss frau nicht gut finden
 

Badener

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was ein echtes Problem ist, siend sachgrundlose Befristungen. Die gehören abgeschafft.

Hallo,
hm ... auch die Befristungen mit Sachgrund ...sind sch.... denn hier kann der AG UNENDLICH immer wieder befristen ... jeder MA sitzt quasi immer auf dem Schleudersitz ....
und ...viele lassen ihre MA dann eben auch zB. 1 Monat im Jahr "hängen".
Auch hier müsste es eine Obergrenze geben!
LG
 

Gaestin

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in vielen Bundeländern hat man Lehrer befristet genommen und zu den Sommerferien wieder gehen lassen,
sie hatten dadurch keinen Anspruch auf ALGI. Ich weiß nicht, ob es dieses Schuljahr so war, ich habe
es nicht verfolgt aber es würde mich nicht wundern. Dann dürfen sie nach den Sommerferien wiederkommen.........
 

Einfachicke

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in vielen Bundeländern hat man Lehrer befristet genommen und zu den Sommerferien wieder gehen lassen,
sie hatten dadurch keinen Anspruch auf ALGI. Ich weiß nicht, ob es dieses Schuljahr so war, ich habe
es nicht verfolgt aber es würde mich nicht wundern. Dann dürfen sie nach den Sommerferien wiederkommen.........

Davon habe ich auch schon gehört/gelesen. Und nun stellen wir uns doch mal eine ideale Welt vor, in der die sich ALLE Lehrer ganz einfach weigern noch einmal einen befristeten Arbeitsvertrag zu unterschreiben.
Könnt ihr euch das Geheule vorstellen???
Wäre das nicht herrlich???

Aber dafür braucht es neben Mut und Kraft vor allem Einigkeit unter den Ausgebeuteten und die ist nicht vorhanden. Aber man/frau/divers wird ja nochmal träumen dürfen.

lg Einfachicke
 

ZynHH

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Ich habe als Selbständiger noch nicht mal die Sicherheit von Aufträgen
Ist ja nun ein gewaltiger Unterschied, ob man so wie du und alle EinzelUnternehmer das ganze Risiko allein tragen möchte oder ob man sich mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz wohler fühlt.
Der Arbeitnehmer kann es sich schlicht nicht aussuchen. Und die Firmen wollen selbst produzierte Risiken nicht mehr als unternehmerisches Risiko tragen, wollen durch Sklavenhandel die Lohnstückkosten drücken, alles auf dem Rücken der beschäftigten Menschen Human Capital.....

Grundsätzlich ist Zeitarbeit als Krankheitsvertretung oder um Produktionsspitzen aufzufangen ja gut, dann muss sie aber auch höher entlohnt werden als der fest Angestellte, schon weil der Zeitarbeiter viel besser und flexibler sein muss.
 

Karl Schmidt

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ich habe „Dienst nach Vorschrift“ gemacht; habe Pünktlich angefangen und Pünktlich Feierabend gemacht, habe mich darauf eingestellt, das ich keine Zusatzleistungen erhalte, also können sie auch keine von mir erwarten.

So mache ich das auch. Mir ist nur ein einziges Mal eine Verlängerung bzw. ein unbefristeter Vertrag in Aussicht gestellt worden. Ich habe mich ein Jahr dort gequält. Es gab kaum etwas zu tun. Da war mir klar, daß das nur leeres Gerede gewesen sein kann. In allen anderen Fällen war klar, daß es bei der Befristung bleibt. Damit kann ich leben. Man weiß, daß man rechtzeitig wieder anfangen darf zu suchen.
 
E

ExitUser

Gast
Ist ja nun ein gewaltiger Unterschied, ob man so wie du und alle EinzelUnternehmer das ganze Risiko allein tragen möchte
Möchte, ich würde eher sagen ist halt so, das normale Arbeiten gehen habe ich nicht ausgehalten und ich hatte am Schluss einen guten Job
Wobei ich allerdings der Meinung bin das immer der sogenannte Arbeitnehmer alle Risiken trägt, insgesamt in der gesellschaftlichen Endabrechnung
Ich halte heute Tarifverträge, Mindestlohn, Kündigungsfristen und das meiste was Sicherheit suggerieren soll für Augenwischerei
Vom Prinzip her fühle ich mich als echter Arbeitnehmer, weil ich kann eine Arbeit immer annehmen oder es lassen,
Ich kann auch meinen Preis jederzeit anpassen nach unten wie nach oben und lege die Bedingungen fest, klar alles geht auch nicht es gibt einen Markt
bin also frei von vielen Zwängen die Arbeitern oft zugemutet werden, wobei jetzt nicht jede Firma Ausbeuterisch ist, gibt ja auch welche die sehr gut zahlen.

bei Zeitarbeitsfirmen habe ich eine Klare Meinung 3 fach üblicher Satz der jeweiligen Branche müssten sie zahlen,
natürlich dann nur die Zeit die gearbeitet wird was auch bedeuten muss An und Abfahrt ist Arbeitszeit
könnte auch bei Befristungen ein Übergangs Lösungsansatz sein befristet= doppelter Lohn, fertig
 

ZynHH

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bin also frei von vielen Zwängen die Arbeitern oft zugemutet werden
Genau, darum war ich auch zwanzig Jahre auf eigenes Risiko tätig, ausserdem gab es damals für mich keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr in drei erlernten Berufen, es wurde langweilig. Darum musste was neues her. Zur Auswahl standen Auswandern oder Selbständig machen, ich habe mich für das falsche Entschieden. Passiert.
 

SusaHa

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Genau, darum war ich auch zwanzig Jahre auf eigenes Risiko tätig, ausserdem gab es damals für mich keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr in drei erlernten Berufen, es wurde langweilig. Darum musste was neues her. Zur Auswahl standen Auswandern oder Selbständig machen, ich habe mich für das falsche Entschieden. Passiert.
Und wie dein Leben verlaufen wäre wenn du die andere Option gewählt hättest weißt du ganz genau?
 

ZynHH

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Und wie dein Leben verlaufen wäre wenn du die andere Option gewählt hättest weißt du ganz genau?
Natürlich nicht, das ist nur meine heutige nachträgliche Sichtweise und zurück kommen kann man ja immer, ich hätte mich nur körperlich nicht so sehr aufgerieben. Und ja, das steht fest.
 

Sowhat

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Jo mei, sogar das Jobcenter und die Afa befristen ihre Arbeitsstellen. Kenne grad jemanden der bei der Afa, als Arbeitsvermittler arbeitet (Akademiker Wirtschaftsingeneur) und für ein halbes Jahr befristet wurde. Bekommen zwar Seminare ohne Ende, aber sucht gerade eine unbefristete Stelle bei einer Afa. Hat glaube ich jetzt was gefunden.
 

grün_fink

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Davon habe ich auch schon gehört/gelesen. Und nun stellen wir uns doch mal eine ideale Welt vor, in der die sich ALLE Lehrer ganz einfach weigern noch einmal einen befristeten Arbeitsvertrag zu unterschreiben.
Ich träume davon, dass diese Lehrer auch unterstützt darin werden von ihren festangestellten und verbeamteten Kollegen.

Grundsätzlich ist Zeitarbeit als Krankheitsvertretung oder um Produktionsspitzen aufzufangen ja gut, dann muss sie aber auch höher entlohnt werden als der fest Angestellte, schon weil der Zeitarbeiter viel besser und flexibler sein muss.
Das ist meine Rede schon immer. Irgendwie muss der zusätzliche Aufwand und auch Stress ja auch entlohnt werden.
 

Elgaucho

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Befristung, Leiharbeit und Werkverträge - also ich bin entschieden dagegen - denn schlußendlich schadet gerade auch
Leiharbeit einer gesunden Rentenentwicklung jedes Beschäftigten. Warum kommt eigentlich keine Fernsehsendung zur besten
Sendezeit mit dem Titel : Würde eine Volkswirtschaft in Deutschland auch ohne jegliche prekäre Beschäftigung funktionieren ?
Es hat doch in den Nachkriegsjahren bis Mitte der siebziger Jahre auch gut ohne prekäre Beschäftigung funktioniert - warum heute nicht mehr ??? Es kann doch nicht angehen das sich Arbeitgeber mit Zeitarbeitsfirmen vom Kündigungsschutz freikaufen können und sich die Zeitarbeitsfirmen damit eine goldene Nase verdienen und die Zeitarbeiter finanziell in die Röhre schauen und finanziell wie Rententechnisch abgezockt werden. Von der von Vater Staat erlaubten nicht statistisch registrierten Werkarbeit möchte ich hier noch garnicht reden - schlimmer gehts anscheinend immer. Gleichzeitig hat sich das Gehaltsniveau von den oberen Zehntausend wie Geschäftsführeren, Aufsichtsräten Lichtjahre von Otto-Normalsterblich entfernt. Warum wird das so wenig von den Medien
beleuchtet ? Meiner Meinung nach sollte es nur noch befristete Verträge - max. 1 Jahr - danach unbefristete Festeinstellung und
wenn Zeitarbeit dann nur noch unter der Autorität von Vater Staat und Equal Pay - sprich gleicher Lohn für gleiche Arbeit geben.
Wenn sich Otto Normalsterblich von lästigen Regularien wie dem Baurecht - der TÜV-Hauptuntersuchung freikaufen möchte -
dann schaut dieser kräftig in die Röhre. Kommt mein Auto nicht durch den TÜV, weil ein Tennisball großes Loch im Unterboden ist-
ist Schicht im Schacht. Ich kann dann nicht gegen Aufpreis zum TÜV-light fahren und mich gegen Aufpreis von der Regularie freikaufen und trotzdem TÜV ergatten oder das Baurecht mittels privatem Bauamt-Light gegen Aufpreis umgehen. Sonderlich Demokratisch finde ich das nicht - Ablasshandel ist auf dem Arbeitsmarkt erlaubt ansonsten nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Warum wird das so wenig von den Medien beleuchtet ?
Weil fast alle relevanten Medien in deren Eigentum sind, Verleger bestimmen die politische Richtung nicht die Journalisten
Außerdem gibt es eine Konzentration der Information immer weniger Journalisten und Agenturen bestimmen den Inhalt der wichtigen Themen
Politisch wird also vor allem in Tageszeitungen im überregionalen Teil genau das gleiche gedruckt, Beliebige Agenturware ohne Biss
 

Gaestin

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ein Lehrer, der einen solchen Job angenommen hat, sagte zu mir "Wir haben zwei Kinder. Ich mache das neun Monate
und suche in der Zeit eine Schule mit Festanstellung. Notfalls ziehen wir um, wenn ich eine feste Stelle bekomme."
 

Texter50

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Mein letzter Vertrag war nicht befristet, aber an eine Projektdauer gekoppelt.
Da hieß es dann: bis Dezember, bis März, vielleicht Juli oder August...

Nach knapp einem Jahr habe ich ein Zwischenzeuchnis verlangt - ein paar Tage später war ich freigestellt...
Endlich. :ROFLMAO:
 

Texter50

Super-Moderation
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Dann ist er doch befristet?
Jein.
Die normale Befristung benennt bei Vertragsunterschrift das Enddatum.
Beim Projektvertrag weiß der AG meist nicht genau, wann das Projekt endet.
Hier wird dann auch gerne die gesetzliche Kündigungsfrist umgangen und natürlich die Gesetze, wie oft ein Vertrag befristet werden kann. :(
 

Muzel

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Denk mal an den § 14 II 2 TzVBfG. Danach darf ein AG, der dich schon einmal befristet eingestellt hat, dich nicht erneut befristet einstellen. Eine erneute befristete Einstellung wäre automatisch unbefristet. Das gilt auch für Arbeitsverhältnisse, die schon 20 Jahre zurück liegen.
 
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