Wie geht es nun weiter? Sozialamt besser? Wie landet man dort? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

robert888

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Hallo,

Nun nach 3 Jahre psycho und psychiatrischer Therapie und all die Psychopharmaka die ich genommen habe, muss das nun mal ein Ende haben.

Ich wurde seit 2017 immer wieder als arbeitsunfähig vom Gutachtern der jobcenter für über 6 Monate aber nicht auf Dauer au geschrieben.

Jetzt müsste ich im November dann ggf wieder hin.

Aber ich bin ehrlich und sage, dass es mit dem Arbeiten nichts mehr wird. Auch das Jobcenter erwartet, dass ich mich weiter behandeln lassen soll. Das will ich aber nicht.

Wie kann ich zur Grundsicherung wechseln um diesen Stress mit dem jobcenter zu verhindern. Reha wurde abgelehnt weil ich mich weiterhin behandeln soll.

Danke euch
 

Uhus

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Falls bei dir ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente dem Grunde nach besteht, könntest du einen entspr. Antrag beim zuständigen Rentenversicherungsträger stellen. Das Ergebnis wäre bindend für Jobcenter und Sozialamt.

Ohne Anspruch auf EMR bliebe dir nur, beim JC anzuregen, dass sie von sich aus eine Begutachtung durch den Rentenversicherungsträger in die Wege leiten oder dich mit Bezug auf ein aktuelles Gutachten des ärztlichen Dienstes der Arbeitsagentur zum Sozialamt abschieben. Dieses würde wahrscheinlich dagegen in Widerspruch gehen und die Sache würde dann final beim Rentenversicherer zur verbindlichen Prüfung deiner Erwerbsfähigkeit landen.
 
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robert888

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Also die voerlezte Begutachtung war 18 und ergab über 6 Monate aber nicht auf Dauer + Reha seitens Agentur für Arbeit

JJetzt Begutachtung durch jobcenter selbes Ergebnis aber ohne Reha.
 

HermineL

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Also die voerlezte Begutachtung war 18 und ergab über 6 Monate aber nicht auf Dauer + Reha seitens Agentur für Arbeit
Das sind Begutachtung durch die AFA. Um in den SGB XII Bereich zu kommen und weg vom Jobcenter zu sein muss deine Erwerbsfähigkeit abschließend festgestellt werden. Dies kann nur der Rentenversicherungsträger und nicht die AFA. Die Begutachtung des Rentenversicherungsträgers ist für alle anderen Sozialleistungsträger bindend und wenn dieser dich als Erwerbsgemindert begutachtet kommst du weg vom Jobcenter.

Das einfachste ist es selber einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dann wird der Rentenversicherungsträger zuerst feststellen ob bei dir dem Grunde nach eine Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht und wenn ja wird er im zweiten Schritt deine Erwerbsfähigkeit ermitteln.
Sollte kein Anspruch dem Grunde nach bestehen müsste das Jobcenter diese Begutachtung direkt beim Rentenversicherungsträger beantragen.

Wenn du einen Anspruch auf Erwerbsminderunsrente dem Grund nach hast dann stelle dich auf einen langen Weg ein denn so einfach schreibt der Rentenversicherungsträger niemanden erwerbsunfähig. Der Weg wird dann zunächst über eine Reha gehen in der deine Erwerbsfähigkeit zu erst ermittelt wird. Solltest du die Reha mit der Einschätzung verlassen das du erwerbsunfähig bist wird die Reha sehr wahrscheinlich einen Gutachter einschalten um Sicherheit zu haben. Das alles dauer schon Monate bis über 1 Jahr.
Sollte der Rentenversicherungsträger aber meinen du kannst arbeiten und du widersprichst dem dann kannst du dich auf einen Jahre langen Streit einstellen.

Also stelle dir das alles nicht so einfach vor denn das kann, muss aber nicht, ein sehr langer Weg sein. Vielfach über Jahre wie man hier im Forum an unzähligen Fällen feststellen kann.
 

franzi

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@HermineL: Welchen Status hat man eigentlich in der monatelangen "Zwischenzeit", während der Streit um die EM-Rente mit der DRV läuft?
 

HermineL

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Dann bist du weiterhin erwerbsfähig und ein Fall für das Jobcenter.
So ist es. Solange die Erwerbsfähigkeit nicht abschließend geklärt ist bleibt das JC zuständig.
Rechtsgrundlage ist § 44a Abs.1 Satz 7 SGB II:
....
7 Bis zu der Entscheidung über den Widerspruch erbringen die Agentur für Arbeit und der kommunale Träger bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
...
 

robert888

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Danke für eure Antworten.

Also muss ich beim nächsten Besuch meine SB zu bitten einen Antrag bei der Rentenversicherung zu beantragen? Kann ich es nicht schon jetzt machen?
 

HermineL

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Also muss ich beim nächsten Besuch meine SB zu bitten einen Antrag bei der Rentenversicherung zu beantragen? Kann ich es nicht schon jetzt machen?
Zitiere ich mal selber:
Das einfachste ist es selber einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dann wird der Rentenversicherungsträger zuerst feststellen ob bei dir dem Grunde nach eine Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht und wenn ja wird er im zweiten Schritt deine Erwerbsfähigkeit ermitteln.
Ja stelle den Antrag und dann wird man weiter sehen. Lasse dir die Antragstellung bestätigen und gibt die Bestätigung in Kopie an das JC
 

verona

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Weil sich so viel allgemein zu verwischen scheint. Jobcenter und Rentenversicherung sind zwei andere Institutionen. Datenübertraung erfolgt sicherlich.
Wenn du eine EU-Rente oder sonstiges möchtest, notwendig ist, muss du beim Rententräger den Antrag stellen. Die überprüfen das. noch einmal und gründlich. So etwas kann eine SB vom Jc nicht
durchführen bzw. für dich in Auftrag nehmen.
 

robert888

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Gut ich stelle dann den Antrag. Muss ich momentan in Behandlung sein für die Rentenversicherung? Denn ich habe jegliche Behandlung seit Dezember 2018 abgebrochen bzw auch die Einnahme der Medikamente eingestellt. Das heisst ich habe momentan keinen behandelnden Arzt (psychische Erkrankungen). Reichen alle Unterlagen von 2016 bis jetzt? Und hilft da eine 40 Gdb oder spielt diese keine Rolle?
 

grün_fink

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Das wird für die Antragstellung etwas schwierig.
Versuchen kannst du es trotzdem.
Vielleicht solltest du dann offen damit umgehen beim Arzt, dass du es sinnvoll findest, in Rente zu gehen.
Wichtig ist vor alle, dass du die nötige Beurteilung vom behandelnden Facharzt bekommst für die Antragstellung.
 

robert888

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Das wird für die Antragstellung etwas schwierig.
Versuchen kannst du es trotzdem.
Vielleicht solltest du dann offen damit umgehen beim Arzt, dass du es sinnvoll findest, in Rente zu gehen.
Wichtig ist vor alle, dass du die nötige Beurteilung vom behandelnden Facharzt bekommst für die Antragstellung.
Dann kann ich es vergessen. Denn ich habe keinen Vertrauen mehr zu Ärzten, ausser es geht um ne Erkältung. Ich will mich nicht zwingen zu einem Arzt zu geh n und ihn erneut um Hilfe bitten.

Denn ich bin schon austherapiert.
 

Uhus

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Naja ich finde es traurig dass ich unbedingt einen Arzt haben muss um EM zu bekommen. Ich habe genug Diagnosen und Unterlagen sowie Behandlungsdauer (3 Jahre)
Aktuell musst du keinen behandelnden Arzt haben, um grundsätzlich eine EMR erhalten zu können. Besser wäre es allerdings schon. Du erhältst auf den Formularen des Rentenantrags genug Raum, deine Sicht der Dinge deutlich darzulegen. Die alten Diagnosen und Unterlagen würde ich in Kopie beilegen. Die Wahrscheinlichkeit einer ärztlichen Begutachtung im Auftrag des Rentenversicherungsträgers dürfte sehr hoch sein, wenn die letzte Behandlung oder der letzte Klinikaufenthalt schon mehrere Jahre zurückliegt.
 
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robert888

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Ist das Deine eigene Einschätzung oder dokumentiert durch einen (Fach)Arzt oder Klinik?
Hat mein Arzt in einem Attest geschrieben. Ich bin mir aber nicht sicher ob ich das Attest nutzen soll. Denn es da um die Kostenübernahme eines umstrittenen Arzneimittels!
 

bondul

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Das heisst ich habe momentan keinen behandelnden Arzt (psychische Erkrankungen).
Ich will mich nicht zwingen zu einem Arzt zu geh n und ihn erneut um Hilfe bitten.

Hallo @robert888,

Ein Mal würde ich mich doch noch zwingen hin zu gehen…

Ich habe es 2018 so gemacht, neuer Arzt, Problematik geschildert, ab ins Krankenhaus. Danach Antrag auf Reha, wurde von der DRV in Rentenantrag umgedeutet, befristete EM-Rente bis 2020. So kann es, muss es aber nicht ablaufen. Du wirst es allerdings nicht erfahren, wenn du es nicht versuchst.

Du solltest den ersten Schritt gehen, schlechter kann es danach auch nicht (mehr) werden.

lg, bondul
 

robert888

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Hallo @robert888,

Ein Mal würde ich mich doch noch zwingen hin zu gehen…

Ich habe es 2018 so gemacht, neuer Arzt, Problematik geschildert, ab ins Krankenhaus. Danach Antrag auf Reha, wurde von der DRV in Rentenantrag umgedeutet, befristete EM-Rente bis 2020. So kann es, muss es aber nicht ablaufen. Du wirst es allerdings nicht erfahren, wenn du es nicht versuchst.

Du solltest den ersten Schritt gehen, schlechter kann es danach auch nicht (mehr) werden.

lg, bondul
Hey danke für deine Antwort.

Ich versuche mal einfach ehrlich zu sein. Meine Erkrankungen sind austherapiert und somit hat mein Arzt mit medizinisches Cannabis verschrieben. Jedoch hat die Krankenkasse abgelehnt und es läuft ein Gerichtsverfahren für die Kostenübernahme.

In diesem Verfahren hat mein Arzt sehr ausführlich über meine Erkrankungen berichtet und dass ich alles ausgeschöpft habe und ich nun mit Cannabis mich weiter behandle. Denn es hat eine positive Wirksamkeit auf die Symptome.

Daher wollte ich von euch wissen, ob ich das im EM Rente mitteilen soll oder wird es als "Junkie" bezeichnet?

Immerhin wird es ja von einem Arzt befürwortet und es läuft sogar ein Gerichtsverfahren. Also alles im legalen Bereich.

Soll ich das nun mitteilen? Insbesondere, weil mir das Jobcenter mitgeteilt hatte, dass ich mich lieber weiterhin behandeln werden sollte. Dies ist nun aber nicht möglich, denn die Krankenkasse hat für das preparat die Kostenübernahme abgelehnt.

Danke
 

bondul

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Meine Erkrankungen sind austherapiert und somit hat mein Arzt mit medizinisches Cannabis verschrieben.

Mehr geht ja nun mal kaum noch, wenn er das verschreibt, wird wohl kein anderes Medikament noch viel Wirkung zeigen. Ich empfehle dir, die EMR Beantragung mit (d)einem Arzt zu besprechen und ihn dabei um einen aktuellen Befundbericht dazu bitten – dabei würde ICH bei der DRV kein Blatt vor den Mund nehmen:

Medizinisches Cannabis ist NICHT mit illegalen Drogen zu vergleichen, niemand der es erhält ist ein „Junkie“.

Insbesondere, weil mir das Jobcenter mitgeteilt hatte, dass ich mich lieber weiterhin behandeln werden sollte.

Das würde ich geflissentlich ignorieren, es geht die gar nichts an, wie (und ob) du behandelt wirst. Dem JC würde ich dazu lediglich noch die Eingangsbestätigung meines EM Rentenantrags (nachweislich) zukommen lassen.

lg, bondul
 

robert888

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Mehr geht ja nun mal kaum noch, wenn er das verschreibt, wird wohl kein anderes Medikament noch viel Wirkung zeigen. Ich empfehle dir, die EMR Beantragung mit (d)einem Arzt zu besprechen und ihn dabei um einen aktuellen Befundbericht dazu bitten – dabei würde ICH bei der DRV kein Blatt vor den Mund nehmen:

Medizinisches Cannabis ist NICHT mit illegalen Drogen zu vergleichen, niemand der es erhält ist ein „Junkie
Das ist nun das Problem. Ich glaube mein Arzt wird sich das nicht antun. Es hat schon viele Arbeit gekostet mit der Krankenkasse und mdk und nun Gericht.

Ich plane es so. Mit meinem Antrag füge ich auch die ausführliche ärztliche Stellungnahmen meines Arztes im Kostenübernahme Verfahren geschrieben hat. Dort sindeine Erkrankungen in 7 Seiten aufgeführt und weshalb nichts gebracht hat und ich jetzt mit Cannabis probiere.

Ganz legal momentan nicht. Aufgrund der Ablehnung der kk und die Arbeitslosigkeit, drängt man einen sich das Medikament aus dem Schwarzmarkt besorgt oder gar auf das Medikament zu verzichten.

Diess Infos wissen aber MDK Krankenkasse und Anwalt. Nennt man Notstand und ist nicht unbedingt strafbar.

Ist es OK so?
 

Kerstin_K

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Wenn die DRV eienBefundbericht von deinem Arzt haben will, dann wird er den liefern müssen. DA bekommt er dann sogar Geld für, so knapp unter 30 EUR.
 

Uhus

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Wenn die DRV eienBefundbericht von deinem Arzt haben will, dann wird er den liefern müssen.
Er kann, muss aber nicht. Bei voll ausgelasteten oder gar hoffnungslos überlasteten Ärzten sind 28,91 EUR (inklusive Auslagen und Verwaltungskosten) nun wahrlich kein finanzieller Anreiz.
 
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