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Wie gehe ich gegen eine Nachzahlung an??

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kleinerengel

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Liebe Forum-Mitglieder,

als ich vor ein paar Tagen meine Gas-Nachzahlung erhalten habe, bin ich schon ein bisschen erschrocken. Für den Zeitraum von August 08 - April 09 soll ich 303 € nachzahlen.
Wäre vielleicht verständlich wenn ich eine Wohnung in Übergröße hätte und ständig für Tropen-Feeling gesorgt hätte.
Aber nein, ich habe hier 43,2 m² und ich habe auch erst im Januar richtig angefangen zu heizen, weil ich auch vorher so Probleme mit der Therme hatte (irgendetwas bezüglich des Wasserdrucks, durch den Vermieter behoben) und mir bis dahin hier buchstäblich den Hintern abgefroren.

Mir persönlich erscheint nun die Zahlung doch etwas zu überzogen.
Da kommt ihr ins Spiel.
An wen wende ich mich in so einem Fall bzw. durch welche Stelle lasse ich das alles noch einmal überprüfen?

Ich bin euch für jeden Ratschlag dankbar!
Vielen Dank!

Ein kleiner Engel
 

Wurstpilot

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das ist nicht leicht. du musst im grunde wohl nachweisen, dass die messinstrumente - also bei dir die gasuhr, wenn du mit gas heizt - nicht ordnungsgemäß funktionieren.

aus hannover weiß ich, dass du den stadtwerken deinen verdacht melden kannst. die senden dir dann ein formular, dass du ausgefüllt zurückzusenden hast. damit sichern sie sich ab, dass DU die Kosten für den überprüfungsauftrag zu tragen hast, falls denn kein fehler gefunden wird. ist die gasuhr fehlerhaft, zahlen die stadtwerke, denn denen gehört das ding.

falls die uhr stimmt und kein "abzweig" sichtbar ist, bist du wohl mit zahlen dran.
so ein abzweig ist bei auch sehr unwahrscheinlich. bei strom gehört in einigen gegenden bei einigen individuen der diebstahl zum alltag, da siehst du in kellern und treppenhäusern, über hinterhöfe und balkone die wildesten kabelführungen...

probier folgendes aus: stell deine therme aus. also betriebsschalter auf null. dann geh zur gasuhr und prüfe, ob sie läuft. am besten, du machst das für einen längeren zeitraum. dann kannst du sicher sein, dass DU kein gas abnimmst. läuft die uhr trotzdem, ist was nicht in ordnung.
 
E

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Nenne bitte die verbrauchte Energie (kWh) und das Anfangs- und Enddatum des Verbrauchsbereichs. Dann kann ich Dir eine Berechnung nach dem Gradtagszahlverfahren (Hochrechenverfahren auf Jahr) erstellen und das Ganze kommentieren.

Besitzt das Haus gedämmte Außenwände? Ist Warmwasser beim Verbrauch dabei und wenn ja, wieviel Leute seid Ihr?

Steht Du im Bezug von SGB II? Dann kannst Du einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen.
 

kleinerengel

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@ Wurstpilot: Danke für den Tipp. Das werde ich zumindest einmal versuchen.

@ Selbstdenker: Verbraucht habe ich laut Stadtwerken 8.890,24 kWh im Zeitraum vom 25.07.08 - 07.04.09.
Also das Haus ist Baujahr 1953 und meines Wissens sind hier nur die Fenster neu... Vor allem bei den Außenwänden würde ich da meine Hand nicht für ins Feuer legen.
Warmwasser fällt dort auch mit rein und ich bin alleine.
Ja, ich bin im Bezug von SGB II, möchte das aber trotzdem für mich geklärt haben, weil ich befürchte, dass die ARGE das Geld von mir zurückverlangt (So wie die es auch mit der Mietsicherheit machen).
Vielen lieben Dank für deine Mühe.

Ein kleiner Engel
 

Shearing

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Hi,

hier noch ein Hinweis: Die ARGE hat zunächst einmal die Heizungskosten komplett zu übernehmen.

Nur in diesem Fall, wenn die ARGE Dir unwirtschaftliches Heizen nachweisen kann, nur dann kann man die Nachzahlungsübernahme ablehnen.
Außerdem können Heizungskosten nicht pauschal berechnet werden, es muss immer der Einzelfall betrachtet werden. Wenn die Wohnung nicht ausreichend gedämmt ist und darauf ein erhöhter Verbrauch zurückzuführen ist, dann ist nicht der Mieter dafür verantwortlich.

Anders sieht es womöglich dann aus, wenn der Vermieter für Schäden verantwortlich zu machen ist, dann wird der Mieter womöglich in der Pflicht sein, den Vermieter auf vertragsgemäße Einhaltung der Wärmeversorgung in die Pflicht zu nehmen.

Die ARGE hat aber die Heizungskosten erst mal komplett zu übernehmen.

Fazit: Beantragen - und bei ggf. Ablehnung die Begründung genau studieren und ggf. Widerspruch einlegen - ggf. hier noch mal fragen.
Auf keinen Fall akzeptieren, wenn die ARGE mit pauschalen Werten kommt, die nicht überschritten werden dürfen usw.
Shearing
 
E

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Hallo, hier die Auswertung:
Verbrauch: 8.890 kWh, 25.07.08-07.04.09
Gradtagszahl dieses Bereichs: 3.065,5 K/d
Mittlere Gradtagszahl: 3.705 K/d/a
Mittlerer bereinigter Verbrauch pro Jahr: 10.745 kWh/a
(8.890 kWh * 3.705 K/d/a / 3.065,5 K/d = 10.745 kWh/a)
Fläche: 43,2 m²
Kennzahl (Verbr. pro m² und Jahr): 249 kWh/m²/a

Vergleichswerte Kennzahlen:
Gedämmte Wohnhäuser: ca. 30 bis 90 kWh/m²/a je nach Dämmstärke
Ungedämmte Wohnhäuser: ca. 140 bis 200 kWh/m²/a

- Die Kennzahl ist vergleichsweise hoch.
- Defekte Gaszähler neigen eher dazu, zu wenig zu zählen.
- Die Hochrechnung ist angesichts des langen Verbrauchszeitraums verhältnismäßig genau, auch wenn Warmwasser nicht gesondert betrachtet wird.
- Da es sich um eine Therme handelt, sind überhöhte Verbräuche aufgrund hoher Stillstandsverluste im Sommer (alte Kesselanlagen sind kritischer) eher auszuschließen.
- Das gleiche betrifft mögliche Fehler in der Regelung, da hier vermutlich viel per Hand eingestellt wird.

Ich sehe wenig Aussicht darin, gegen die Abrechnung vorzugehen, wenn nicht noch sonstige Gründe vorliegen. Die ARGE sollte die Kosten übernehmen => beantragen.
 

Rounddancer

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Bitte bedenkt, daß in der letzten Heizperiode der Gaspreis drei bis viermal und z.T. kräftig erhöht, und erst gegen Ende der Heizperiode ein bis zweimal gesenkt wurde.

Dazu kommt noch, und daran werde ich, wenn unsere Gasrechnung hier kommt, meine SB per Fax sanft erinnern, daß der letzte Winter länger und deutlich kälter als die letzten zwei Winter davor war (die letzten zwei Winter davor waren, hier jedenfalls, fast ausgefallen, so mit z.B. nur einer Woche Schnee den ganzen Winter durch und kaum mal Frost).

Und ich werde ihr die Kopie der Rechnung per Brief oder per Fax zugehen lassen.
 
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Heinz,
Du hast recht. Momentan ist es eher so, daß die Abschläge aufgrund des Preisverfalls zu hoch sind. Es wird vermutlich zu Rückzahlungen kommen.
 

Rounddancer

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Das kommt darauf an, wann Stichtag ist, wann der letzte Winter mit abgerechnet wird. Stromabrechnung war bei mir Anfang Mai, muß 178 EUR oder so nachzahlen,- aber wenn wir dann Mitte Juli umziehen, dann werden, weil jetzt Abschlag hochgesetzt wurde, da ein paar Euro zurückkommen.

Gas-Abrechnung wäre hier im September,- da aber Umzug, wird die schon per 15.7. sein,- da kommt ne dicke Nachzahlung auf mich zu wegen dem langen /kalten Winter.
 
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