wie gehe ich am sinnvollsten jetzt vor?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Leute,

schon viel gelesen , komme aber nicht recht weiter, wie ich jetzt vorgehe, ich hoffe, dass ihr mich unterstützt.

Also kurz zur Info.:

War lange krank, so lange, dass ich fast ausgesteuert wurde. Bevor dass passierte habe ich mich beim AG wieder gemeldet um nach dem HH Modell wieder anzufangen, der wollte nicht und hat mich freigestellt, die Kündigung ist gerade am laufen(bin über 10 J. im Betrieb)

Teil-EuRente habe ich schon.

Bin derzeit mit 20 Std. beschäftigt. Habe aber ursprünglich einen 30 Std. Vertrag.

Letztes Jahr wollte ich auf Grund meiner Erkrankung die volle EURente beantragen, wurde abgelehnt, der Widerspruch wurde auch abgelehnt, mit der Begründung, da ich einen Teilzeitarbeitsplatz inne habe.
Das Gespräch beim Arbeitsamt brachte nichts, da § 125 nicht greifen würde, da das Rentenverfahren ja abgeschlossen sei, die normale Arbeitslosigkeit also ALG 1 auch nicht, weil die auch gesagt haben, dass ich ja arbeit habe.

Also musste ich mich gesundschreiben lassen , obwohl ich krank bin.

Nun hat mir damals die Krankenkasse gesagt, dass ich die Blockfrist einhalten muss, damit ich dann erneut KG beziehen kann. Meine Blockfrist endet ende September, da ich bis dahin ja mehr als ein halbes Jahr wieder in Beschäftigung war (stimmt so ja nicht, wurde ja freigestellt aber unter Fortzahlung der Bezüge).

Daher jetzt meine Frage was mache ich jetzt?

Da ich zum 01.10. arbeitslos werde, und auch schon gemeldet bin.

Meinen Rentenantrag auf volle EURente werde ich auch noch mal beantragen, aber wann sollte ich das machen?
Damit ich nicht in das finanz. Loch falle.

Sollte ich mich Ende August krank melden noch beim AG? Damit nach 6 Wochen Lohnfortzahlung dass KG wieder greift?

Oder sollte ich mich zum Ende Sept. wieder Krank melden, damit KG sofort greift? oder greift dann erst Alg 1?

Und wie schätzt das Arbeitsamt mich ein?

Nun heißt § 125 nicht mehr so , sonder 145 habe ich gelesen. Oder sollte ich mich zum 01.10. beim Arbeitsamt nach 145 wieder als Nahtlosigkeit beantragen und somit die Rente beantragen?

Mir schwirrt der Kopf, wer kann helfen?

GdB von 40 und vom Arbeitsamt gleichgestellt worden.

Ab wann sollte ich den Antrag auf volle EU-Rente erneut stellen?

gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo Tanne,

versuche das mal ein wenig zu sortieren, ab wann genau (Datum) würde nach Auskunft deiner KK die neue Blockfrist greifen ???

Das ist sehr wichtig, denn es kommt darauf an, dass du VORHER eben NICHT AU geschrieben sein darfst (wegen der alten Diagnose) ...auch die Lohnfortzahlung geht da mit rein und die KK würde dann nicht zahlen, weil du schon vorher damit AU gewesen bist.

Also eventuell nur noch den Rest bis zur endgültigen Aussteuerung (sofern du noch innerhalb der alten Blockfrist bist), warum bist du nicht AU geblieben, wenn dein AG dich sowieso nicht mehr einarbeiten wollte (nach HH-Modell), wie du schon schreibst, bist du ja davon nicht "gesund geworden" ...

Was heißt jetzt dein AG hat dich "freigestellt", wenn du die Gleichstellung von der AfA hast, darf der dich ohne Zustimmung des Intergrationsamtes gar nicht entlassen, liegt diese Zustimmung vor ... oder hast du jetzt selber gekündigt ... :confused:

Das kann dir (ab 10/2013) eine Sperre von 3 Monaten bei der AfA einbringen, sehen die gar nicht gerne, wenn man den Job "freiwillig" aufgibt, dafür wurde dir die Gleichstellung auch nicht bewilligt.

Das Gespräch beim Arbeitsamt brachte nichts, da § 125 nicht greifen würde, da das Rentenverfahren ja abgeschlossen sei, die normale Arbeitslosigkeit also ALG 1 auch nicht, weil die auch gesagt haben, dass ich ja arbeit habe.

Das war nicht ganz korrekt was man dir da gesagt hat, zumal du ja einen Antrag auf volle EM-Rente erneut hättest stellen können und ein vorhandener (Teilzeit-) Arbeitsplatz bewirkt immerhin den Anspruch auf das halbe ALGI zur halben EM-Rente dazu.

Der § 125 ist inzwischen § 145 SGB III, allerdings greift der immer erst nach der Aussteuerung.
Es war also falsch das nicht mit AU bis dahin durchzuziehen...

Also musste ich mich gesundschreiben lassen , obwohl ich krank bin.

Nein mußtest du nicht, da hat man dich falsch beraten, aber die AfA will eben auch möglichst nicht zahlen (müssen), kannst du jetzt natürlich nicht mehr ändern.

Ab 01.10.2013 hättest du ja (aus heutiger Sicht) Anspruch auf ALGI wegen Arbeitslosigkeit, die möglichen Probleme wegen Eigenkündigung lasse ich im Moment mal weg, dazu müßtest du dich erst äußern, ob ich das richtig verstanden habe.

Eventuell wäre was mit einer ärztlichen Bescheinigung zu richten, aus der hervorgeht, dass du aus gesundheitlichen Gründen gekündigt hast, die AfA wird das dann (vermutlich) durch den eigenen med. Dienst prüfen lassen.

Meinen Rentenantrag auf volle EURente werde ich auch noch mal beantragen, aber wann sollte ich das machen?
Damit ich nicht in das finanz. Loch falle.

Wenn die AfA deine (Teil-) Leistung übernimmt ab 10/2013 brauchst du da gar nichts machen, denn eine Teilweise EM-Rente wird nach einer gewissen Zeit ohne (leidensgerechten) Teilzeitjob "automatisch" in eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" umgewandelt.

Für die Besorgung dieses leidensgerechten /versicherungspflichtigen Teilzeit-Jobs währe die AfA zuständig und wenn sie damit keinen Erfolg haben (was die Regel ist), dann melden die das an die DRV (verschlossener Teilzeitarbeitsmarkt) und die zahlen dir (auf Zeit) die volle EM-Rente.

Du bekommst ja dann ALGI wegen Arbeitslosigkeit und nicht wegen der Nahtlosigkeitsregelung.
Aus dem ALGI heraus bist du übrigens auch auf Krankengeld versichert, da würde sich ja schnell ergeben wie Zahlfreudig deine KK wirklich ist, wenn du bei der AfA dann länger als 6 Wochen mal AU bist schicken die dich nämlich (§ 146 SGB III) auch zur KK zurück.

Allerdings gibt es dann nur noch Krankengeld in Höhe deines bisherigen ALGI-Betrages.

Sollte ich mich Ende August krank melden noch beim AG? Damit nach 6 Wochen Lohnfortzahlung dass KG wieder greift?

Nein, du darfst nicht AU sein, bevor die neue Blockfrist begonnen hat und deine 6 Monate (ohne AU auf diese Krankheit) voll erfüllt sind, auch die Lohnfortzahlung beim AG zählt dazu.

Oder sollte ich mich zum Ende Sept. wieder Krank melden, damit KG sofort greift? oder greift dann erst Alg 1?

Es kommt auf das genaue Datum an, wann die KK wieder zahlen würde, lass dir das schriftlich geben, an mündliche Aussagen erinnern die sich nur ungerne wenn es Geld kosten wird.
Du brauchst noch mindestens 2 Tage in einem Versicherungsverhältnis (bei AU-Beginn !!!), das auch einen Anspruch auf Krankengeld beinhaltet ... also entweder noch beim AG angestellt oder schon bei der AfA im offiziellen Leistungsbezug. :icon_daumen:

Sonst geht das "in die Hose", der Versicherungs-Status am ersten Tag der AU ist ausschlaggebend und manchmal beginnt die AU (aus KK-rechtlichen Erwägungen) erst am Tag nach Ausstellung der Bescheinigung.

Bei dir ist aber auch die Begrenzung der Blockfrist mit einzubeziehen ... beginnt die AU auch nur einen einzigen Tag zu früh, bekommst du auch kein Krankengeld, denn ALLE Bedingungen für den neuen Anspruch müssen erfüllt sein.

Ansonsten bleibt nur die Variante aus dem ALGI irgendwann wieder in die AU zu gehen, was natürlich zu finanziellen Einbußen führen wird, weil KG (aus dem letzten Lohn) ja meist höher ist als ALGI.

Und wie schätzt das Arbeitsamt mich ein?

Das kann dir wohl keiner sagen, solange du dich der Vermittlung in einen (leidensgerechten) Teilzeitarbeitsplatz zur Verfügung stellst, hat die AfA dir ALG für den fehlenden Arbeitsplatz zu zahlen.
Du darfst dort natürlich nicht direkt betonen, dass du dich gar nicht in der Lage fühlst zu arbeiten.

Die haben sowieso keine Arbeitsplätze für Teil-EM-Rentner, also immer schön "willig" zeigen, dann wird man dich wohl nur verwalten, bis dann (auf dem inoffiziellen Verwaltungswege) die Umwandlung in die Voll-EM-Rente von der DRV kommt.

Nun heißt § 125 nicht mehr so , sonder 145 habe ich gelesen. Oder sollte ich mich zum 01.10. beim Arbeitsamt nach 145 wieder als Nahtlosigkeit beantragen und somit die Rente beantragen?

Dazu habe ich dir weiter oben schon was geschrieben, die Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) trifft auf dich im Oktober gar nicht zu, da wirst du arbeitslos und nicht ausgesteuert aus dem Krankengeld. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

ich habe nicht selbst gekündigt!

Mir wurde gekündigt aus pers. Gründen, wg. Krankheit. Das Integrationsamt hat dem zugestimmt. Nun läuft Kü-schutz-klage.

Nein einen erneuten Rentenantrag hätte ich nicht stellen können, hat das Arbeitsamt gesagt, da der doch gerade abgelehnt wurde, mit der Begründung dass ich noch angeblich mit 3-6 Std. arbeitsfähig sei und einen TZ-Arbeitsplatz habe!

Habe mit KK gesprochen, die sagen meine Blockfrist fängt am 10.08. an, wenn ich durchgehend 6 Monate in Beschäftigung war/bin.

Da ich am 11.03. wieder anfing zu arbeiten(nur auf dem Papier, bin ja zu Hause, weil ja freigestellt) sind die 6 Monate am 10.08. aber noch nicht erreicht.
Las im Netz , dass es 180 Kalendertage sind, die die KK rechnet.
Also wenn ich am 11.03. arbeitete + 180 Tage= neue AU dann ca. 12.09. dann.

Und wenn das denn klappt mit der AU, werde ich einen neuen Rentenantrag stellen. Der andere hat damals auch ein Jahr gedauert.
In der ersten Ablehnung schireben die , dass ich nur noch 3 Std. auf dem Arbeitsmarkt blblblbaaa bin.
Da hatte ich gedacht, na super fehlen noch ca. 10 Min. und die volle wäre durch. Nachdem ich dann den Widerspruch einlegte kam dann noch 6 Monaten, wie oben genannt , dass ich 3-6 Std. noch könnte.
Eine Klage vor dem SG übersteigt meine Kräfte so dass ich das ganze gelassen habe. Deswegen weil ich kurz vor der Aussteuerung stand musste ich handeln. Bin zum Arbeitsamt und da haben die nun gesagt, dass nach Aussteuerung der § 145 nicht greift, weil das Rentenverfahren ja gerade durch ist (also nicht genehmigt). Und normal könnte ich mich auch nicht arbeitslos melden und Alg 1 beantragen, da ich ja eine Arbeit habe. Also bat ich meinen beh. mich gesund zu schreiben. Sonst hätte ich nichts, kein Einkommen und keine KV.


gruss
 

verona

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Mai 2008
Beiträge
2.609
Bewertungen
891
Würde damit zu einer Beratungstelle gehen. Oder zum RA für Sozialrecht. (Beratungschein anfordern)

Ein Arzt kann übrigens nicht gesundschreiben. Wenn du von dir aus, jedoch keine AU mehr willst, wirst du als gesund angesehen und dementsprechend bis du arbeitsfähig.


Hierzu:
(die untere Antwort der Ra zu lesen reicht aus)

Arbeitslosengeld nach Aussteuerung durch die Krankenkasse Generelle Themen
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

lieben Dank für deine Ergänzungen ... das macht Einiges klarer.

ich habe nicht selbst gekündigt!

Mir wurde gekündigt aus pers. Gründen, wg. Krankheit. Das Integrationsamt hat dem zugestimmt. Nun läuft Kü-schutz-klage.

NaJa, wenn das I-Amt zugestimmt hat, verstehe ich das mit der KÜ-Schutzklage nicht so ganz, was willst du damit jetzt noch erreichen ???

Nein einen erneuten Rentenantrag hätte ich nicht stellen können, hat das Arbeitsamt gesagt, da der doch gerade abgelehnt wurde, mit der Begründung dass ich noch angeblich mit 3-6 Std. arbeitsfähig sei und einen TZ-Arbeitsplatz habe!

Was die "sagen" ist ja erstmal egal, auch mit einem vorhandenen Teilzeit-Arbeitsplatz steht dir die Anwendung des § 145 SGB III zu, wenn du diese Arbeit wegen Krankheit nicht machen kannst und aus dem Krankengeld ausgesteuert wirst ... die AfA ist aber gut darin, die Leute mit unhaltbaren Behauptungen abzuwimmeln.

Auch hat nicht die AfA zu entscheiden, ob du einen neuen Antrag auf EM-Rente stellst /stellen kannst, das ist alleine deine Angelegenheit, aber so wird man eben "Kunden" los, die bald (nach der Aussteuerung) einen Anspruch auf ALGI gehabt hätten.

Habe mit KK gesprochen, die sagen meine Blockfrist fängt am 10.08. an, wenn ich durchgehend 6 Monate in Beschäftigung war/bin.

Versuche bitte mal dir anzugewöhnen, dass du dir solche Aussagen schriftlich geben läßt, es ist nie gut sich nur auf mündliche / telefonische Aussagen berufen zu können ...

Auch die KK wollen ALLE lieber sparen, als KG zu zahlen und die "netten" aktuellen Infos zu deinem erneuten Anspruch, werden schnell verfliegen, wenn du dann tatsächlich die AU einreichst und tatsächlich wieder Geld von denen haben möchtest... :icon_neutral:

Da ich am 11.03. wieder anfing zu arbeiten(nur auf dem Papier, bin ja zu Hause, weil ja freigestellt) sind die 6 Monate am 10.08. aber noch nicht erreicht.
Las im Netz , dass es 180 Kalendertage sind, die die KK rechnet.
Also wenn ich am 11.03. arbeitete + 180 Tage= neue AU dann ca. 12.09. dann.

Ist ja auch nicht nötig, wenn du bis Ende September (wegen der Freistellung) noch dein Geld vom AG bekommst, es ist unerheblich wann du dich da AU schreiben läßt, da hätte ja eher dein AG einen Vorteil, weil er dich nach 6 Wochen nicht mehr (voll) bezahlen muss.

Es genügt völlig wenn du wenige Tage (ca. 1 Woche) vor Ende deines Arbeitsvertrages die AU-Bescheinigung bekommst, es ist nicht notwendig, dass der AG noch 6 Wochen zahlt, obwohl das Arbeitsverhältnis bereits vorher endet.

Dann MUSS die KK eben entsprechend früher die Zahlungen übernehmen, die Grundlage bleibt aber noch immer dein letztes Einkommen.
Du musst aber ganz streng darauf achten, dass es keine Lücke in deiner AU-Bescheinigung geben wird (auch Wochen-Enden /Feiertage müssen mit AU abgedeckt sein), sonst steigen die KK sehr gerne mit dieser Begründung aus der Zahlung aus.

Und wenn das denn klappt mit der AU, werde ich einen neuen Rentenantrag stellen. Der andere hat damals auch ein Jahr gedauert.
In der ersten Ablehnung schireben die , dass ich nur noch 3 Std. auf dem Arbeitsmarkt blblblbaaa bin.

NaJa, die Teilweise EM-Rente die dann fällig wäre bekommst du ja schon gezahlt, da sind die nicht so schnell dabei eine Volle EM anzuerkennen.

Es ist aber unwichtig ob du AU geschrieben bist oder nicht, um eine EM-Rente erneut zu beantragen, auch die Dauer bis zur Entscheidung durch die DRV kann beim nächsten Antrag ganz anders sein.

Die Leute, die gleich nach Ablehnung des Antrages aufgeben sind denen natürlich am Liebsten, ich weiß sehr gut was ich hier schreibe ... ich kann auch verstehen, dass man nicht "wild" ist auf ein Gerichts-Verfahren, aber ohne diesen (schweren, nervigen) Weg zu gehen, bekäme ich noch immer keine EM-Rente ... :icon_evil:

Da hatte ich gedacht, na super fehlen noch ca. 10 Min. und die volle wäre durch. Nachdem ich dann den Widerspruch einlegte kam dann noch 6 Monaten, wie oben genannt , dass ich 3-6 Std. noch könnte.

Warst du mal zur Reha, warst du bei DRV-Gutachtern, hast du dir diese Unterlagen bei der DRV angefordert, um genau prüfen zu können was da drin steht ... nur damit hat man auch Argumente in der Hand den Widerspruch (gegen die Ablehnung) zu begründen. :icon_kinn:

Hast du den Widerspruch alleine gemacht oder hattest du Unterstützung (Anwalt / Sozialverband) ???

Es geht nicht um irgendwelche 10 Minuten, sondern darum ob du generell NUR noch weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten kannst (nach Meinung der DRV) oder eben noch darüber aber nicht mehr als knappe 6 Stunden.

In meinen Ablehnungen /DRV-Gutachten stand drin, dass ich noch 6 und mehr Stunden arbeiten könne (also Vollzeit), auf dem "allgemeinen Arbeitsmarkt", in meinem vorhandenen Job als Telefonistin im Call-Center aber nicht mehr = weniger als 3 Stunden ... :icon_confused:

Was ich statt dessen (mit knapp 60 Jahren) und einer langen Liste von beruflichen Einschränkungen nun Anderes machen sollte, hat mir aber auch Keiner sagen können, auch nicht die AfA auf die ich (von der DRV) zur "Arbeits-Vermittlung" vewiesen wurde...

Das Kuriose daran war die Tatsache, dass ich (trotz vorhandenem Job) nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, im Zuge der Nahtlosigkeit (und nach einem AfA-Gutachten) dazu aufgefordert wurde, genau diesen Antrag auf EM-Rente zu stellen, weil die AfA mich (aus gesundheitlichen Gründen!!!) nicht mehr in andere Arbeit vermitteln konnte ...

So schiebt Einer der Leistungsträger ungehemmt die Verantwortung auf den Anderen ab und wieder zurück, auf der Strecke bleibt der kranke EM-Renten-Antragsteller, dem es davon natürlich auch nicht gerade besser geht.

Eine Klage vor dem SG übersteigt meine Kräfte so dass ich das ganze gelassen habe.

Mir blieb gar nichts Anderes übrig, als diesen Weg trotzdem zu gehen, sonst würde ich noch immer mit H4 "vor mich hin vegetieren" und das ist wirklich das Letzte, was ich mir nach fast 40 Jahren Arbeit "erträumt" habe, nur wiel ich krank geworden bin und nicht mehr Erwerbsfähig bin und sein KANN ...

Mein Renten-Verfahren dauerte insgesamt (ab Antragstellung 2009) fast 3 Jahre, am Gericht (2012) wurden dann auch Gutachten angeordnet und diese Gutachter haben das dann (zum Glück für mich) etwas anders gesehen als die DRV, nun bekomme ich die Rente, die mir schon 2009 zugestanden hätte ...

Wenn du immer wieder bei NULL (neuer Antrag) beginnen willst, wirst du auch nicht schneller zum Ziel kommen, die letzten Kräfte gehen auch auf diese Weise irgendwann flöten.

Immerhin besteht ja nach dem Ende deines Arbeitsvertrages die Hoffnung, dass man dir irgendwann (auch ohne neuen Antrag) die volle "Arbeitsmarktrente" geben muss, denn ein Teilzeit-Arbeitsplatz ist ja dann nicht mehr vorhanden ... mehr dazu habe ich dir oben schon beschrieben.

Deswegen weil ich kurz vor der Aussteuerung stand musste ich handeln. Bin zum Arbeitsamt und da haben die nun gesagt, dass nach Aussteuerung der § 145 nicht greift, weil das Rentenverfahren ja gerade durch ist (also nicht genehmigt).

Das war ausgemachter Unsinn, um dich loszuwerden ... aber du hättest eben die Aussteuerung (mit AU) abwarten müssen ... und dann eben Klage (gegen die DRV) einreichen und/oder neuen Antrag stellen ... das hat nicht die AfA zu entscheiden wann das "endgültig ist", eine Ablehnung der EM-Rente ist solange nicht rechtsgültig, wie man (mit Widerspruch und Klage) weiter dagegen vorgeht.

Und normal könnte ich mich auch nicht arbeitslos melden und Alg 1 beantragen, da ich ja eine Arbeit habe. Also bat ich meinen beh. mich gesund zu schreiben. Sonst hätte ich nichts, kein Einkommen und keine KV.

Soweit klar, zum Thema "Gesundschreibung" hast du ja schon eine Antwort bekommen, sowas gibt es rechtlich gesehen gar nicht, du hättest weiterhin KG bekommen bis zur Aussteuerung und anschließend Anspruch auf ALGI (§ 145 SGB III) gehabt, ein vorhandener Job ist dafür unerheblich, wenn man den eben gerade wegen der langdauernden AU gar nicht ausüben kann.

Man hat dich durch diese Auskünfte daran gehindert, deine Rechte (in der richtigen Reihenfolge) wahrzunehmen und du bist darauf reingefallen (weil du es nicht besser wußtest) und musst jetzt mit dem Ergebnis irgendwie klarkommen.

Wie lange ein erneutes EM-Renten-Verfahren so dauern könnte weiß niemand, das kann sogar bei der selben Person sehr unterschiedlich laufen, mein Männe und ich haben inzwischen insgesamt 3 Verfahren "überlebt", jedes davon hat unterschiedlich lange gedauert und der Ablauf war auch immer anders ... die DRV ist insofern unberechenbar.

Nur Eines ist klar, die wollen möglichst keine (volle) EM-Rente zahlen müssen, dafür ist ihnen jedes noch so miese Mittel von Verzögerung und Ablehnung recht.

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

danke für die vielen Infos.

Also hätte damals , wenn ich die Aussteuerung hätte laufen lassen, das Arbeitsamt mich dann erneut in Rente also nach 145 laufen lassen müssen.

Aber ich lese immer viel, zum Antrag auf Alg 1, dass man sich zur Verfügung stellen soll, auch wenn es einem nicht gut geht, damit man Leistungen erhält!
Mein beh. Arzt wollte mich ja auch nicht gesundschreiben, habe mich mit einem RA in Verbindung gesetzt , und der sagte dann solle ich auf Wiedereinstellung klagen, habe ich dann aber doch nicht gemacht, weil ich ja vom wiederruflich erst freigstellt wurde, dann kam mit Ablehnung der vollen EuREnte, vom AG die Kündigung nach Zustimmung vom IAmt.

Ich habe die Küschutzklage laufen, weil ich einen leidensgerechten Arbeitsplatz möchte vom jetztigen AG, und das es nicht mein Verschulden ist, dass ich so krank wurde, sondern vom AG verschuldet wurde.
Und dass ich ggfs. einen Nachweis habe bei erneuter Rentenstellung, ich habe versucht mit allen Mitteln, den Arbeitsplatz zu erhalten.
Mein AG hat ja selbst schreiben lassen, dass ein leidensgerechter Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht.
Das kann aber nicht mein Problem sein und werden, da dem AG eine sog. Fürsorgepflicht trifft.

gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

Also hätte damals , wenn ich die Aussteuerung hätte laufen lassen, das Arbeitsamt mich dann erneut in Rente also nach 145 laufen lassen müssen.

Ja natürlich, dafür ist die Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III doch gedacht, viele Leute haben nach der Aussteuerung noch ihren Arbeitsplatz ... ich bin inzwischen Voll-EM-Rentnerin (ohne Befristung) und meine Firma hat mich immer noch nicht entlassen ... :icon_kinn:

Lief da noch der Widerspruch zur EM-Rente, dann hättest du nur Klage einreichen brauchen (nach der Ablehnung des Widerspruches) damit das Verfahren weiterläuft oder eben erneut EM-Rente beantragen, das hat dir doch die AfA nicht vorzuschreiben...:icon_evil:

Nach der Aussteuerung bekam ich 1,5 Jahre (altersbedingt) ALGI, damals noch nach § 125 aber das ist inhaltlich im Prinzip das Selbe.
Während dieser Zeit wurde mein Antrag auf EM-Rente auch abgelehnt, ich habe Widerspruch eingelegt und nach der Ablehnung die Klage am SG eingereicht ... die AfA wurde entsprechend informiert und das war es auch schon.

Ich wurde nur deswegen (nach dem AfA-Gutachten) zur Antragstellung aufgefordert, weil ich das eben vorher noch nicht getan hatte...

Aber ich lese immer viel, zum Antrag auf Alg 1, dass man sich zur Verfügung stellen soll, auch wenn es einem nicht gut geht, damit man Leistungen erhält!

Ja, das ist richtig, auch bei ALGI nach § 145 SGB III ist man verpflichtet sich mit seinem "Restleistungsvermögen" dem Arbeitsmarkt "zur Verfügung zu stellen", das ist aber eher eine theoretische /fiktive Bereitstellung.

Diese "Restleistungsfähigkeit" hat dann der Med. Dienst festzustellen und mir ist noch kein Fall zu Ohren gekommen, wo ein Antragsteller auf EM-Rente tatsächlich in Arbeit vermittelt wurde nach der Aussteuerung ... ich habe sehr guten Kontakt zu vielen Menschen in deiner Lage in einem anderen Forum, die meisten werden dann nach der ärztlichen "Untersuchung" (oft nach Aktenlage) einfach in Ruhe gelassen von der AfA ...

Die Bereitschaft "arbeiten zu wollen" muss man aber tatsächlich immer betonen, wenn der AfA-Arzt dann selber bescheinigt, dass es gar nicht (mehr) geht ist das in Ordnung und interessiert Keinen mehr, bis das ALGI dann mal abgelaufen ist.

Ich selber hatte nie einen Termin bei einem Arbeits-Vermittler, bekam jeden Monat pünktlich mein Geld von der AfA und das war Alles.

Klar hängt das auch immer von der örtlich zuständigen AfA ab wie das läuft, aber Verweigerung des ALGI nach der Aussteuerung muss man sich nicht gefallen lassen. :icon_evil:

Ich habe die Küschutzklage laufen, weil ich einen leidensgerechten Arbeitsplatz möchte vom jetztigen AG, und das es nicht mein Verschulden ist, dass ich so krank wurde, sondern vom AG verschuldet wurde.

Kann ich nicht nachvollziehen warum du dich damit belastest (eine Klage wegen der EM-Rente meinst du nicht zu bewältigen ???), was soll das denn bringen, wenn das I-Amt der Kündigung zugestimmt hat, wurden die Möglichkeiten dich "leidensgerecht" einsetzen zu können bereits im Vorfeld geprüft ...

Das wirst du nie beweisen können, dass der AG "schuld sein soll daran, wie es dir jetzt gesundheitlich geht", mein Job hatte sicher auch seinen Anteil daran, dass ich jetzt nicht mehr die "Gesündeste bin", jahrelanger Schichtdienst und "ständiges Lächeln" (müssen) am Telefon, fordern auch irgendwann ihren Tribut ...

Allerdings könnte ich auch gerichtlich keinen "leidensgerechten, anderen Arbeitsplatz durchsetzen", in einem Call-Center wird nun mal telefoniert und dazu parallel am PC gearbeitet, was soll es da Anderes für mich geben können ...

Diese Klage könnte dir eventuell noch Ärger bei der AfA verschaffen, die "hoffen" auch gerne mal auf "Wiedereinstellung" beim letzten AG ...

Und dass ich ggfs. einen Nachweis habe bei erneuter Rentenstellung, ich habe versucht mit allen Mitteln, den Arbeitsplatz zu erhalten.

Ich bitte dich, das interessiert doch die DRV nicht im Geringsten, ob du am Gericht mit deinem AG im Streit liegst, wenn du die Volle EM-Rente erreichen willst, ist es eher ein Widerspruch in sich, wenn du andererseits am Arbeitsgericht gleichzeitig einen "leidensgerechten Arbeitsplatz" erstreiten willst ... :icon_kinn:

Für Arbeitsplätze ist die AfA zuständig und nicht die Rentenkasse und die EM-Rente gibt es allgemein nicht deswegen, "weil man keine leidensgerechte Arbeit mehr finden kann", das wäre nur eine "Ausnahmeregelung" (zwischen AfA und DRV) wenn du KEINEN Teilzeit-Job mehr hast ... in Form der "Arbeitsmarktrente" ...

Du scheinst mir viel Talent dafür zu haben, dir selber "im Wege zu stehen" und deine begrenzten Kräfte für die falschen Kämpfe zu verschwenden.

Mein AG hat ja selbst schreiben lassen, dass ein leidensgerechter Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht.
Das kann aber nicht mein Problem sein und werden, da dem AG eine sog. Fürsorgepflicht trifft.

Und worum kämpfst du nun am Gericht gegen deinen AG, wenn der schon bescheinigt hat, dass es keinen Arbeitsplatz mehr gibt, wo er dich einsetzen könnte ... naja, die "Fürsorgepflicht" deines AG (für dich) endet aber spätestens mit dem Ende deines Arbeitsvertrages und einen "leidensgerechten Arbeitsplatz zaubern" braucht deswegen auch kein AG ...

Deine Auflehnung gegen Arbeitsbedingungen oder sonstige gesundheitsschädliche Umstände in deiner Firma wären sicher besser während deiner Anstellung zur Sprache gekommen, so einfach ist es nicht die Firma für den eigenen Gesundheitszustand nachträglich verantwortlich zu machen.

Da plagen sich Andere auch schon Jahrelang, wenn sie durch ihren Job krank geworden sind, gesünder sind sie davon bisher auch nicht geworden und die DRV beeindruckt das kein bischen, wenn du noch soviel "Power hast", kann das eher Nachteilig für dich sein auf dem Weg zur EM-Vollrente.

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

vielen Dank für deine ausführlichen Statement´s.

Ja ich bin schon ziemlich durch den Wind, weis nicht wo vorne und hinten ist.

Dachte das Arbeitsamt sagte das richtige, dass die nicht zuständig sind. Wobei mir jetzt einfällt, das ein Berater damals sagte, tja, sind zwar nicht richtig zuständig, aber wenn sie der AG nicht beschäftitigt, dann müssen wir mit dem sprechen bzw. wir ihnen einen leidensgerechten Arbeitsplatz finden.

Ich hatte Angst, dass die Kohle nicht mehr reicht. Weil ich ja nur einen 20 Std. Vertrag habe, da fällt das Alg1 bestimmt nicht so übbig aus.

Gut ich habe zwar die TeilEuRente, aber auch die nicht so üppig. Aber ich las auch, dass die TeilEURente angerechnet auf das Alg 1, ich konnte auch nicht in Erfahrung wie viel.

Und da der Widerspruch der RV schrieb, ich noch 3-6 und eh einen TZ-Arbeitsplatz innehabe.
Und KG fast ausläuft.
Dann biete ich jetzt einfach meine Arbeitskraft an.

Nein wieder einstellen wird mich der AG nicht. Ich hoffe nur noch auf eine Abfindung.

Ich weis auch nicht wie es weitergehen soll.

Vielleicht liegt es an meinem Alter, das die RV so reagiert, bin jetzt 47.

gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

Ja ich bin schon ziemlich durch den Wind, weis nicht wo vorne und hinten ist.

Das merkt man wirklich, lies dir doch bitte die Beiträge nochmal in Ruhe durch (notfalls mehrmals oder druck sie dir aus), im Prinzip wurde dir doch schon klar beschrieben, wie es (am Besten) für dich weitergehen kann ...

Fakt ist nun mal, dass dein Arbeitsvertrag am 30.09. beendet sein wird (warum /wofür sollte dein AG dir eine Abfindung zahlen (wollen), er ist dich doch dann auch so losgeworden ???) ... sowas funktiioniert nicht oft, wenn es nicht bereits im Kündigungs-Verfahren mit berücksichtigt wurde.

Auf eine Abfindung hat man keinen Rechts-Anspruch und auf einen (unmöglichen) leidensgerechten Arbeitsplatz auch nicht, an deiner Stelle würde ich diese Klage zurückziehen, hast du da einen Anwalt dabei ???

Dann will der nur Geld an dir verdienen und das Ergebnis ist dem auch egal, sonst würde der dich da besser beraten, wie gering deine Aussichten für diese KÜ-Schutz-Klage sind.

Dachte das Arbeitsamt sagte das richtige, dass die nicht zuständig sind. Wobei mir jetzt einfällt, das ein Berater damals sagte, tja, sind zwar nicht richtig zuständig, aber wenn sie der AG nicht beschäftitigt, dann müssen wir mit dem sprechen bzw. wir ihnen einen leidensgerechten Arbeitsplatz finden.

Sorry, aber dass man dich da nur (rechtzeitig vor der Aussteuerung) abgewimmelt hat habe ich dir ja schon weiter oben erklärt.
Wenn du AU bist auf deinen aktuellen/vorhandenen Arbeitsplatz (egal ob mit oder ohne teilweise EM-Rente) und die Krankengeldzahlungen enden (Aussteuerung), dann ist die AfA zuständig mit der Nahtlosigkeit (§145 SGB III) einzuspringen ... egal was die dir dazu vorher erzählt haben.

Dann geht man hin, stellt den Antrag auf ALGI und die haben den zu prüfen und einen Bescheid zu schreiben ... und richtig, für die Vermittlung in "andere leidensgerechte Teilzeit-Arbeit" wäre dann (in deinem Falle wegen der Teil-EM-Rente) die AfA zuständig ...

Mit deinem AG haben die (von der AfA) dazu allerdings direkt gar nichts zu klären, das ist ja bereits geklärt, dass du dort nicht mehr weiter arbeiten kannst... :icon_neutral:

Ich hatte Angst, dass die Kohle nicht mehr reicht. Weil ich ja nur einen 20 Std. Vertrag habe, da fällt das Alg1 bestimmt nicht so übbig aus.

Dein ALGI wird mit diesen 20 Stunden berechnet (dafür muß dein AG die entsprechende Lohn-Bescheinigung ausstellen, die dann beim AfA-Antrag dabei ist), logisch, es kann ja nicht mehr sein, als du vorher auch mit Beiträgen abgedeckt hast (eben aus 20 Stunden in der Woche), für einen Single ergibt das etwa 60 % vom bisherigen Netto-Einkommen an ALGI -Leistung.

Gut ich habe zwar die TeilEuRente, aber auch die nicht so üppig. Aber ich las auch, dass die TeilEURente angerechnet auf das Alg 1, ich konnte auch nicht in Erfahrung wie viel.

Da wird in deinem Falle überhaupt nichts von "angerechnet", weil du ja sowieso nur ALGI für Teilzeit bekommen würdest, für die andere Hälfte der Arbeitszeit wird dir ja die Rente gezahlt.

Und da der Widerspruch der RV schrieb, ich noch 3-6 und eh einen TZ-Arbeitsplatz innehabe.

Was die DRV dazu schreibt hat mit deinem Anspruch auf ALGI (wegen Aussteuerung) aber nichts zu tun, die AfA muß das abdecken, was du wegen Krankheit (in diesem vorhandenen Job) nicht verdienen kannst.

Die Vorgehensweisen der AfA und der DRV mußt du hier (versuchen) zu trennen, denn die DRV will dir keine Voll-EM-Rente zahlen weil du ja (ihrer Meinung nach) einen "passenden Arbeitsplatz" inne hast, die AfA MUSS aber trotzdem zahlen, weil du den wegen der aktuellen AU nicht ausüben kannst.

Und KG fast ausläuft.

Das war falsch, denn die AfA ist eben erst NACH der Aussteuerung zuständig gemäß Nahtlosigkeit, ohne endgültige Aussteuerung, keine Kohle von der AfA nach § 145 SGB III ... :icon_neutral:

Dann biete ich jetzt einfach meine Arbeitskraft an.
Nein wieder einstellen wird mich der AG nicht. Ich hoffe nur noch auf eine Abfindung.

Dein AG wird dir auch keine Abfindung zahlen, warum sollte er das tun, welche "Druckmittel" hast du denn dafür :confused: ...am 01.10. ist dein Arbeitsverhältnis "rechtmäßig" Geschichte, das I-Amt hat zugestimmt, der braucht dich doch für gar nichts "abzufinden" ... wer hat dir denn dazu geraten ... dafür ans Arbeitsgericht zu gehen... ???

Ich weis auch nicht wie es weitergehen soll.

Wurde dir auch weiter oben schon beschrieben, wie du das aktuell (bzw. Ende September) regeln kannst, die neue Blockfrist bei deiner KK wegen Krankengeld in Anspruch zu nehmen. :icon_daumen:

Wäre ja immerhin noch etwas mehr Geld als von der AfA ...da kannst du später immer noch hin, wenn die KK nicht mehr zahlen will und/oder du endgültig ausgesteuert wirst (auch für die neue Blockfrist), wichtig ist, dass du Ärzte hast die dich dabei unterstützen und dich OHNE Unterbrechung (über das Ende deines Arbeitsvertrages hinaus !!!) weiter AU schreiben. :icon_daumen:

Vielleicht liegt es an meinem Alter, das die RV so reagiert, bin jetzt 47.

In dieser Zeit könnte sich auch wegen der vollen EM-Rente was tun, es liegt sicher nicht am Alter, die DRV möchte möglichst überhaupt nicht zahlen müssen, da spielt das Alter keine Rolle ...

Geh rechtzeitig Ende September zum Arzt und lass dich dauerhaft (durchgehend !!!) AU schreiben, dann zahlt (einige Tage noch dein AG die Lohnfortzahlung und nach Ende des Arbeitsvertrages die KK dein Krankengeld (wenn deren Angaben bis hierher stimmen) ... bei Bedarf bis zu 78 Wochen ...

Alles andere wird sich finden mit der Zeit ... soweit voraus zu planen ist in deiner Situation nicht möglich ...

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

wieder mal vielen Dank für deine Zeit und Ausführungen, die sehr hilfreich und unterstützend sind.

Die 20 Std. habe ich damals nie gearbeitet. Als die Vertragsänderung kam mit 20 Std. War ich bereits vorher schon krank, mit ca. 27 Std.

Da ich auch ein Kind habe, welches aktuell nicht mehr bei wohnt und lebt und noch minderjährig ist, gilt denn beim Arbeitsamt 60 oder 67 %?

Und sind die Berechnung des Alg 1 60 oder 67% vom Netto oder Bruttolohn?

Achso, natürlich habe ich eine RAin. Aber die sagte ganz klar, dass ich nach 10 Jahren (ÖD) einen Anspruch auf Abfindung habe. Einen Widerspruch gegen das IAmt wurde auch noch gefertigt.

Achso, wg. des § 145, ich dachte , dass man den dann nur einmal stellen kann bzw. könnte, damals. Weil ja damals als ich beim Arbeitsamt war, die ja sagten, dass § 145(125) nicht greift, da der Rentenantrag auf volle EU man ja gerade abgelehnt wurde.
Der Sachbearbeiter hat ja auch nicht gesagt, dann bleiben sie mal schön bei uns und wenn sie arbeitslos werden, dann stellen wir den Antrag nach 145 nochmal.
Wie oft kann man den Antrag nach 145 denn stellen?

Ich versuche aber ersteinmal die AU-Schiene. Und werde dann gleichzeitig den Antrag auf volle EU Rente dann nochmal stellen, da ja dann ein neuer Sachverhalt für die Rente ist . Aber wenn die dann abermals abgelehnt wird, meist dauert es ja mal wieder solange bis KG ausläuft, dann würde tatsächlich das Arbeitsamt zuständig sein, und ich wäre genauso weit wie vorher, dass das Arbeitsamt dann sagen würde ? tja 145 greift nicht, weil Rentenantrag wieder gerade abgelehnt würde.
Daher die Frage, wie oft oder in welchem Zeitabständen kann dann der Antrag beim Arbeitsamt gestellt werden der 145er.



gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

Die 20 Std. habe ich damals nie gearbeitet. Als die Vertragsänderung kam mit 20 Std. War ich bereits vorher schon krank, mit ca. 27 Std.

Für das ALGI muss dein AG dann eine Lohnbescheinigung ausstellen und da geht es um die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit und den tatsächlich gezahlten Lohn.
Was du bekommst wenn die KK zahlt wurde ja auch daraus berechnet ... die Einzelheiten kenne ich nicht (deinen Arbeitsvertrag /Lohnvereinbarungen und wann sich da was geändert hat), davon habe ich auch keine Ahnung, wie das genau berechnet wird.

Da ich auch ein Kind habe, welches aktuell nicht mehr bei wohnt und lebt und noch minderjährig ist, gilt denn beim Arbeitsamt 60 oder 67 %?

Das weiß ich nicht genau, meine Kinder haben immer in meinem Haushalt gelebt und das wurde dann natürlich auch beachtet = 67 % Anspruch auf ALGI ... das kann dir letztlich dann nur die AfA beantworten, wenn du dann dort mal Geld beantragen würdest.

Und sind die Berechnung des Alg 1 60 oder 67% vom Netto oder Bruttolohn?

Letztlich ist die Ausgangsbasis immer das Brutto-Einkommen aber da werden ja auch Abzüge gemacht für Versicherungen, also ca. Angabe ist vom durchschnittlichen Netto-Einkommen, da gehen ja auch versicherungspflichtige Einmalzahlungen mit rein.

Die Berechnungen sind nicht ganz einfach (darum nur ca. Angaben), das kann man dir ohne genaue Zahlen und genaue Kenntnisse hier nicht sagen.

Achso, natürlich habe ich eine RAin. Aber die sagte ganz klar, dass ich nach 10 Jahren (ÖD) einen Anspruch auf Abfindung habe. Einen Widerspruch gegen das IAmt wurde auch noch gefertigt.

Das kann ich nicht beurteilen, ob man im ÖD darauf einen Anspruch hat, ich bin nie im ÖD beschäftigt gewesen, kenne aber einige Leute denen man da auch keine Abfindungen gezahlt hat, wenn sie wegen Krankheit aussteigen mußten.

Auch das I-Amt kann nur prüfen, ob es "leidensgerechte" Arbeitsplätze bei dem betreffenden AG gibt und wenn du selber meinst es gäbe keine, weiß ich nicht was du dagegen unternehmen willst. :icon_kinn:

Glaube kaum dass ein Widerspruch gegen die Entscheidung des I-Amtes viel bewirken wird, aber letztlich muß jeder selber wissen wofür er seine begrenzten Kräfte möglicherweise "vergeuden" will, ein Anwalt verdient sein Geld (meist) auch, wenn er keinen Erfolg hat ...

Achso, wg. des § 145, ich dachte , dass man den dann nur einmal stellen kann bzw. könnte, damals. Weil ja damals als ich beim Arbeitsamt war, die ja sagten, dass § 145(125) nicht greift, da der Rentenantrag auf volle EU man ja gerade abgelehnt wurde.

Habe dir ja oben schon geschrieben, dass es unerheblich ist, ob die DRV den Antrag gerade abgelehnt hat, dann muss man sich dagegen wehren (Widerspruch /Klage) und damit läuft der Antrag ja weiter, ein "schwebendes Verfahren" ist eben nicht abgeschlossen, das hat nicht die AfA zu entscheiden, es sei denn du gibst auf und die Ablehnung wird rechtskräftig.

Dann kann man jederzeit einen neuen Antrag stellen (auf volle EM-Rente) auch das hat nicht die AfA zu entscheiden, ob du das "darfst oder nicht" ...

Man bekommt zwar nicht immer was man beantragt, aber noch hat jeder Bürger in D das Recht bei JEDER Behörde Anträge zu stellen so oft er will und die Behörde ist verpflichtet den Antrag anzunehmen und zu bearbeiten.

Der Sachbearbeiter hat ja auch nicht gesagt, dann bleiben sie mal schön bei uns und wenn sie arbeitslos werden, dann stellen wir den Antrag nach 145 nochmal.
Wie oft kann man den Antrag nach 145 denn stellen?

Den Sinn und Hintergrund des § 145 SGB III hast du überhaupt noch nicht verstanden, der gilt (bis auf Ausnahmen nach einer Zeitrente) NUR nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld, wegen Arbeitslosigkeit hat man einen "ganz normalen" Anspruch auf ALGI, sofern vorher genug Beiträge dafür gezahlt wurden.

Den Antrag auf ALGI kann man so oft im Leben stellen, wie es notwendig ist, es gibt kein "Antragsverbot", weil man da schonmal "nachgefragt hat", bei keiner Behörde aber gemäß Nahtlosigkeit geht eben nur nach einer Aussteuerung.
Dafür braucht man das Schreiben der KK, dass man ab dem Tag XXX kein Krankengeld mehr bekommen wird (das nennt man Aussteuerung) und dann muss die AfA prüfen ob (aus Arbeitslohn von vor der Krankheit) ein Anspruch auf ALGI besteht.

Wenn ja, dann haben die dieses ALGI auch zu zahlen, allerdings nicht auf "freundliche Nachfrage", sondern nach Stellung des kompletten schriftlichen Antrages den es dafür bei der AfA gibt, man sollte sich niemals irgendwo mit mündlichen Aussagen abwimmeln lassen.

Darin sind die inzwischen ALLE (KK/ AfA/JobCenter/DRV) ganz groß, einen schriftlichen Antrag muss man nämlich bearbeiten und einen Bescheid dazu erstellen und wenn die Behörde ablehnt muss sie das begründen, man kann Widerspruch und Klage einlegen ...

Bei irgendwelchem Gelaber auf mündlicher Basis kann man gar nichts machen ... noch nichtmal beweisen, was da für Unsinn erzählt wurde ... :icon_neutral:

Ich versuche aber ersteinmal die AU-Schiene. Und werde dann gleichzeitig den Antrag auf volle EU Rente dann nochmal stellen, da ja dann ein neuer Sachverhalt für die Rente ist .

Eine AU-Bescheinigung ist kein "neuer Sachverhalt" für die (volle) EM-Rente, auch das hast du noch nicht verstanden, der DRV ist es egal ob du gerade AU geschrieben bist oder nicht, das sehen die als "vorübegehenden Zustand" an, nicht jeder der mal länger AU geschrieben ist, bekommt deswegen direkt eine volle EM-Rente. :icon_evil:

Veränderte gesundheitliche Sachverhalte (auf längere Zeit /auf Dauer) ergeben sich nur aus aktuellen Arzt- /Klinik-Berichten, die eine weitere Einschränkung deiner gesamten Erwerbsfähigkeit (auf unter 3 Stunden täglich) belegen könnten, die KK wird dich bei längerer AU-Dauer wahrscheinlich zu einer med. Reha auffordern.

Dort könnten sich (eventuell) Anhaltspunkte ergeben, die auf volle EM schließen lassen, es kann aber auch das Gegenteil eintreten, denn diese Reha-Kliniken unterstehen (überwiegend) der DRV.

Im Moment würde ich noch keinen neuen Antrag auf EM-Rente stellen (nur AU sein reicht nicht als Begründung), das kannst du immer noch machen, wenn es wirklich zur Aussteuerung kommen sollte, ohne "leidensgerechten Arbeitsplatz" wir das auch oft zur sogenannten "Arbeitsmarktrente" aufgestockt aber die kann man nicht selber beantragen.

Aber wenn die dann abermals abgelehnt wird, meist dauert es ja mal wieder solange bis KG ausläuft, dann würde tatsächlich das Arbeitsamt zuständig sein, und ich wäre genauso weit wie vorher, dass das Arbeitsamt dann sagen würde ? tja 145 greift nicht, weil Rentenantrag wieder gerade abgelehnt würde.

Du denkst zu weit voraus, mit zuvielen "Wenns und Abers", Niemand kann in die Zukunft sehen, auch hier nicht und auch nicht in deine ganz Persönliche, im Moment kannst du dich nur mit der AU-Variante (vermutlich) finanziell besser "über Wasser halten" ... schon die KK wird dir da das Leben (vermutlich) schwer machen wollen, denn die wollen auch nicht gerne Krankengeld zahlen (schon gar nicht zum wiederholten Male) für lange Zeit ...

Keiner kann das zur Zeit abschätzen wie es dort (bei der KK) dann für dich weitergehen kann /wird, du wirst lernen müssen mit der gegebenen Situation besser umzugehen und zu versuchen immer das (für dich Beste) daraus zu machen.

Vor Allem lerne dir alles schriftlich geben zu lassen und zu hinterfragen, was man dir so "erzählt", verlange (schriftlich!!!) die Rechtsgrundlagen für das Gesagte ... sonst wird man dir immer wieder neue "Märchen" erzählen aus denen dir auch ein anonymes Forum nicht mit den "total Richtigen Ratschlägen" heraushelfen kann.

Daher die Frage, wie oft oder in welchem Zeitabständen kann dann der Antrag beim Arbeitsamt gestellt werden der 145er.

Siehe weiter oben, das gilt auch für die AfA, es geht nicht um den 145-er dabei, sondern um einen Antrag auf Arbeitslosengeld wenn er erforderlich und notwendig ist, die Zuordnung welche Rechtsgrundlage gerade zutrifft (Arbeitslosigkeit /Aussteuerung) ist Angelegenheit der AfA, wichtig ist nur, dass für dich ein Anspruch auf ALGI überhaupt vorhanden ist.

Nimm es mir bitte nicht übel, aber es ist ganz schön anstrengend dir immer wieder das Gleiche (irgendwie anders) erklären zu wollen und dabei das Gefühl zu haben, dass du für 47 wohl noch reichlich naiv bist, was deinen Umgang mit Behörden betrifft ... möglicherweise liegt das an deinen gesundheitlichen Problemen ...

Dann solltest du dir vor Ort Unterstützung /persönliche Betreuung dabei suchen (sozialmedizinischer Dienst der KK z.B), das kann man von hier aus nicht regeln, zumindest mir wird das langsam auch zu anstrengend.

Ich wünsche dir alles Gute!

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

es tut mir leid, wenn ich dir soviel Stress bereite.

Aber es ist auch sehr lange her, dass ich mal arbeitslos war.
Und in der Zwischenzeit hat sich ja vieles verändert.
Es ist auch so, dass ich versuche zu verstehen, auch das was mir andere (Amt) erzählt.


Achso das KG beruhte noch damals auf der 27 Std. Stelle. Und während des KG-Bezuges hat mein AG mich auf 20 Stelle reduziert, ohne dass ich die gearbeitet habe.

Nun da ich freigestellt zu hause bin mti Gehaltszahlung kommt jetzt die 20 Std. zum tragen, d. h. dass ich nach 20 Std. bezahlt werde.

Unten schriebst du"und dann muss die AfA prüfen ob (aus Arbeitslohn von vor der Krankheit) ein Anspruch auf ALGI besteht."

Oder werden nur die letzten 3 Monate genommen? Ich hatte aber auch mal gehört, dass wenn man, dass letzte Einkommen von vor 3 Jahren höher war als das jetzt , dass dann das andere genommen wird, irgendsowas mit vor 3 Jahren, dass die was prüfen, hatte ich mal gehört.

OK, den 145 habe ich verstanden. Nur bei Aussteuerung!

Also würde ich ab 01.10 ins normale Alg 1 rutschen. Es wird ja noch ne med. Begutachtung stattfinden, weil ich einen GdB habe, bzw. gleichgestellt wurde. Und eine Teil-EU-Rente erhalte.

Kann oder muss mich das Afa im normalen Alg 1 Bezug ich glaube das wäre dann der § 136, dann würde ich ja gar nicht mehr in den § 145 kommen. Und wenn das Afa sagt ich soll erneut Rente beantragen? Oder beantragen die das dann? Bzw. welches Restleistungsvermögen ich dann noch inne habe, nach deren Begutachtung. Aber dann werden die auch bald feststellen, dass ich nur noch schlecht vermittelbar bin. Und ein Jahr Alg 1 ist schnell um! und dann...? Dann werde ich H4?

Achso, ich habe bei einem anderem Thread gelesen, dass §145 nur greift, wenn man nur unter 3 Std. belastbar ist.

Die Ablehnung der RV besagte bei mir ist noch mit 3-6 Std, da ein Arbeitsplatz inne habe.
Dann hätte nach der Aussteuerung der § 145 ja doch nicht greifen können, genau das was mir auch die Afa sagte.


gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

Achso das KG beruhte noch damals auf der 27 Std. Stelle. Und während des KG-Bezuges hat mein AG mich auf 20 Stelle reduziert, ohne dass ich die gearbeitet habe.

Wenn sowas geht im öffentlichen Dienst, das kann ich nicht beurteilen, üblicherweise können Arbeitsverträge ja nicht einseitig geändert werden während jemand AU geschrieben ist ...

Nun da ich freigestellt zu hause bin mti Gehaltszahlung kommt jetzt die 20 Std. zum tragen, d. h. dass ich nach 20 Std. bezahlt werde.

da spart dein AG natürlich auf deine Kosten, wenn du zuletzt eigentlich auf 27 Stunden-Basis gearbeitet hast.

Oder werden nur die letzten 3 Monate genommen? Ich hatte aber auch mal gehört, dass wenn man, dass letzte Einkommen von vor 3 Jahren höher war als das jetzt , dass dann das andere genommen wird, irgendsowas mit vor 3 Jahren, dass die was prüfen, hatte ich mal gehört.

nach meiner Kenntnis gilt das mit den Anerkennungen von höherem Einkommen nur für die letzten 2 Jahre, das muss man dann bei der AfA extra beantragen, dass die das auch prüfen sollen ... aber da gebe ich dir natürlich Recht, dass sich da auch ständig was ändert ... ich bin langsam raus aus den ganzen Geschichten, verfolge das nur noch im Bekanntenkreis ...

OK, den 145 habe ich verstanden. Nur bei Aussteuerung!

Sehr gut ...vorläufig hast du also darauf ganz sicher keinen Anspruch, denn die KK hat dir ja bereits den Beginn einer neuen Blockfrist für den September angekündigt. :icon_daumen:

Also würde ich ab 01.10 ins normale Alg 1 rutschen.

Wenn du dich noch während deines bestehenden Arbeitsverhältnisses (ab Ende September auf längere Sicht) AU schreiben läßt, dann "rutschst" du erstmal nirgens wohin, denn dann bekommst du Krankengeld von deiner Krankenkasse ab 01.10.2013.

Da will die AfA dich noch gar nicht haben, solange du ohne Unterbrechung AU geschrieben wirst.

Ansonsten siehst du das richtig, dass du dann im "normalen" Arbeitslosengeld bist, warum die AfA dich da zum Med. Dienst schicken sollte ist mir nicht ganz klar, weder die Gleichstellung noch die Teilweise EM-Rente wären ein Grund dafür.

Es wird ja noch ne med. Begutachtung stattfinden, weil ich einen GdB habe, bzw. gleichgestellt wurde. Und eine Teil-EU-Rente erhalte.

Vielleicht, aber das muss nicht unbedingt sein, was sollen die da feststellen können, du bist hinterher immer noch gleichgestellter Teil-EM-Rentner nun ohne "leidensgerechten" Teilzeit-Job, daran kann der Med. Dienst der AfA auch nix ändern. :icon_evil:

Kann oder muss mich das Afa im normalen Alg 1 Bezug ich glaube das wäre dann der § 136, dann würde ich ja gar nicht mehr in den § 145 kommen.

Ich denke du hast es verstanden mit dem § 145, was willst du denn damit als "normaler Teilzeit-Arbeitsloser", der bringt dir doch auch nicht mehr oder länger Geld, im Bescheid steht übrigens immer der § 136 SGB III drin.

Und wenn das Afa sagt ich soll erneut Rente beantragen? Oder beantragen die das dann?

Warum sollen die das "sagen", was die sagen ist sowieso irrelevant, die AfA soll dich in einen anderen "leidensgerechten /versicherungspflichtigen" Teilzeitjob vermitteln und wenn sie das nicht kann (was wahrscheinlich ist) dann muss sie das nach Ablauf deines ALGI an die DRV melden.

Dann erfolgt auf dem internen "Verwaltungsweg" die Umwandlung deiner Teilweisen EM-Rente in eine sogenannte "Arbeitsmarkt-Rente", das bedeutet, du bekommst die volle EM-Rente ausgezahlt (bis zu 3 Jahren befristet) weil es keinen (anderen passenden) Teilzeit-Arbeitsplatz für dich gibt.

Dafür brauchst du selber gar nichts tun, das läuft dann "automatisch", die AfA beantragt auch keine Vollrente für dich (denn du bist ja nicht Voll EM), die teilen der DRV nur intern mit, dass sie dich nicht vermitteln können.

Bzw. welches Restleistungsvermögen ich dann noch inne habe, nach deren Begutachtung.

Das haben die aber nicht zu entscheiden, dein aktuelles "Erwerbs-leistungsvermögen" hat bereits die Rentenkasse festgestellt und das hat die AfA zu akzeptieren, das "Restleistungsvermögen" hat mit der Anwendung von § 145 zu tun, darum geht es bei dir aber nicht (mehr).

Aber dann werden die auch bald feststellen, dass ich nur noch schlecht vermittelbar bin.

Das wissen die doch so schon, wenn du eine teilweise EM-Rente beziehst, liegt der Gedanke wohl sehr nahe, oder ?????

Und ein Jahr Alg 1 ist schnell um! und dann...? Dann werde ich H4?

Nein, dann bekommst du später die "Arbeitsmarktrente" (ohne einen eigenen Antrag darauf zu stellen), eben weil dich die AfA nicht vermitteln konnte, wenn die nicht reicht musst du allerdings mit Hartz 4 "aufstocken", weil du ja theoretisch immer noch 3 - unter 6 Stunden erwerbsfähig bist.

chso, ich habe bei einem anderem Thread gelesen, dass § 145 nur greift, wenn man nur unter 3 Std. belastbar ist.

Vergiss doch mal ALLES zum § 145 SGB III, der trifft mindestens die nächsten 78 Wochen /1,5 Jahre ganz sicher nicht auf dich zu, den "Zug" hast du verpasst, als du dich vorzeitig (vor der Aussteuerung) "gesund gemeldet hast" ... :icon_neutral:

Die Ablehnung der RV besagte bei mir ist noch mit 3-6 Std, da ein Arbeitsplatz inne habe.

Den Arbeitsplatz hast du ja nun bald nicht mehr und dann greift bei dir nicht § 145, sondern die "Wartezeit auf die Arbeitsmarktrente", das läuft alles intern zwischen AfA und DRV... du bekommst dann irgendwann einen Bescheid dazu, von der DRV und dann wird dir (auf begrenzte Zeit) die Volle EM-Rente aufgezahlt, weil der "Teilzeitarbeitsmarkt zur Zeit für dich als verschlossen angesehen wird"...

Dann hätte nach der Aussteuerung der § 145 ja doch nicht greifen können, genau das was mir auch die Afa sagte.

Eben nicht, denn ich habe dir das schon beschrieben, dass du trotzdem Anspruch gehabt hättest und warum, natürlich nicht auf Vollzeit-ALG sondern nur für den Teilzeitjob, den du wegen der Krankheit (AU) ja nicht mehr ausüben konntest.

JETZT kannst du dieses Thema (§ 145) allerdings abhaken, entweder so lange wie möglich AU schreiben lassen, rechtzeitig (mindestens 1 Woche) vor dem Ende deines Arbeitsvertrages oder "ganz normal" zur AfA ab dem 01.10. mehr Auswahl hast du nicht.

In groben Zügen habe ich versucht dir zu beschreiben, wie es jeweils weitergehen könnte, welchen Weg du nun wählen wirst /willst, das kannst du nur selber entscheiden.

MfG Doppeloma
 

tanne

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2007
Beiträge
44
Bewertungen
0
Hallo Doppeloma,

abermals vielen Dank für deine Aussprache.


Ich habe aber noch eine Verständnisfrage.

Du schreibst, dass wenn ich im norm. Alg 1 nach 136 bin, die mich dann nicht mehr vermitteln können, so dass die dann die sog. Arbeitsmarktrente der RV mitteilen....

Aber was ist denn dazwischen in der Zeit.

Es wird doch seitens der Afa und der RV auch Zeit vergehen, dass das umzusetzen ist, in der Zwischenzeit ist doch Alg 1 ab- bzw. aussgelaufen!

Das Afa wird das ja auch dann erst höchstwahrschlich nach dem einem Jahr Alg 1 machen können, weil die Afa ja der RV sicherlich ja auch nachweisen muss (so denke ich) dass ich ein Jahr nicht vermittlungsfähig war. Und wenn die Afa nach einem Jahr bei der RV den Antrag oder wie auch immer mitteilt, dann ist Alg 1 erschöpft.

Und dann? Wird man dann solange H4? Bis die RV endlich ihr OK für die Arbeitsmarktrente gibt, oder wird man mich vorher noch zur Reha schicken, entweder von der Afa oder der RV?

gruss
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.187
Hallo tanne,

Du schreibst, dass wenn ich im norm. Alg 1 nach 136 bin, die mich dann nicht mehr vermitteln können, so dass die dann die sog. Arbeitsmarktrente der RV mitteilen....

Aber was ist denn dazwischen in der Zeit.

Bis die DRV dir den Bescheid zur "Arbeitsmarktrente" schickt, zahlt die AfA erstmal dein ALGI gemäß deinem Bescheid, es muss nicht immer ein volles Jahr dauern bis das umgewandelt wird, passiert aber meist rechtzeitig vor dem Ablauf deines Anspruches auf ALGI.

Es wird doch seitens der Afa und der RV auch Zeit vergehen, dass das umzusetzen ist, in der Zwischenzeit ist doch Alg 1 ab- bzw. aussgelaufen!

Das geht relativ schnell (das bekommst du selber gar nicht mit), kann also auch schon vor Ende deines ALGI passieren, manchmal ist das von Vorteil, wenn die volle EM-Rente (als Arbeitsmarktrente) höher wäre, als die Teilrente plus ALGI für einen Teilzeitjob.

Ansonsten wird die zum Anschluß an das ALGI bewilligt, so dass eigentlich keine Lücke entstehen sollte und dir keine vermeidbaren finanziellen Nachteile daraus entstehen.

Das Afa wird das ja auch dann erst höchstwahrschlich nach dem einem Jahr Alg 1 machen können, weil die Afa ja der RV sicherlich ja auch nachweisen muss (so denke ich) dass ich ein Jahr nicht vermittlungsfähig war.

Das wissen die doch bei der AfA schon bedeutend früher, die kennen doch die betreffende (Teilzeit-) Arbeitsmarktlage, in den beruflichen Bereichen, die für dich gesundheitlich in Frage kommen würden, dafür haben die genügend Erfahrungswerte.

Es gibt kaum mal einen EM-Teilrentner der da wirklich wieder in passende Arbeit vermittelt werden konnte, das ist "Tagesgeschäft für die AfA und die DRV" sich dazu (rechtzeitig) auszutauschen und abzustimmen.

Du bist nicht der Erste mit einer Teilweisen EM-Rente (ohne passenden Teilzeit-Arbeitsplatz dazu), mit dem die es dort zu tun haben, das wird nur öffentlich nicht groß erwähnt, wie das dann "hinter den Kulissen" geregelt wird ... das wird schon seit vielen Jahren (zwischen AfA und DRV) so gemacht und funktioniert in den meisten Fällen ganz ohne Probleme.

Und dann? Wird man dann solange H4?

"Man wird überhaupt nicht Hartz 4", dort muss man seinen Lebensunterhalt nötigenfalles beantragen, wenn man keine anderen Möglichkeiten (Partner-Einkommen /Vermögen/ Ersparnisse) mehr zur Verfügung hat, um zu existieren und die Miete zu bezahlen.

Gibt es noch irgendwelche finanziellen Reserven (über die gesetzlichen Schonbeträge nach SGB II hinaus) dann muss man daraus eine eventuelle Geld-Lücke bis zum DRV-Bescheid schließen.

Das ist immer so, wenn man auf andere Leistungen aus den Lohn-Ersatz-Systemen (von KK und /oder AfA) keinen Anspruch mehr hat, die Behörden (auch die DRV) kümmert es letztlich nicht wovon mal lebt, bis sie mal ihre Entscheidungen getroffen haben ...:icon_neutral:

Bis die RV endlich ihr OK für die Arbeitsmarktrente gibt,

Wirst du notfalls einfach warten müssen, mit oder ohne Hartz 4 je nachdem, ob du darauf überhaupt einen Anspruch erheben kannst.

oder wird man mich vorher noch zur Reha schicken, entweder von der Afa oder der RV?

Eine Reha muss man auch selber beantragen, da wird man nicht einfach "hingeschickt", wenn ein Amt (oder die DRV) möchte /verlangt, dass du einen solchen Antrag stellst, dann wird man dich dazu schriftlich (per Bescheid) mit Fristsetzung und Begründung auffordern, im Zusammenhang mit der "Arbeitsmarktrente" ist mir eine solche Vorgehensweise allerdings bisher nicht bekannt.

Was soll eine Reha ändern können, wenn du mit deiner eingeschränkten Teilweisen Erwerbsfähigkeit am aktuellen Arbeitsmarkt nicht gefragt bist, dann ändert eine Reha daran auch nix ... darum gibt es ja dann die Möglichkeit befristet (bis zu 3 Jahren am Stück) die Volle EM-Rente (als Arbeitsmarktrente) zu beziehen, obwohl man nur die Halbe bekommen sollte.

Mach mal einen Schritt nach dem anderen, und denke nicht zuviel über die Dinge nach, die du aktuell noch gar nicht (oder überhaupt nicht) beeinflussen kannst ... entscheide dich erstmal, ob du nach dem 30.09. (weiter) AU sein wirst (und Krankengeld bekommen wirst) oder doch direkt zur AfA gehst ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten