Wie gehe ich am besten mit einer nicht erwünschten Weiterbildung um? Besteht auch Pflicht zur "geistigen" Anwesenheit?

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succechi

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Hallo zusammen,

heute hatte ich meinen ersten Termin bei der AfA wegen ALG 1 und schon gab es von meinem AV die Ankündigung, mich zu einer Weiterbildung zu schicken, wenn ich nicht schon bis zum nächsten Termin in Arbeit bin, da ich ja noch jung bin und in einem gefragten Berufsfeld arbeite.
Nun folgende Situation: ich bin weder an meinem erlernten Berufsfeld interessiert, noch an einer entsprechenden Weiterbildung.
Ich plane, ab nächstem Jahr eine völlige Neuausrichtung einzuschlagen, wieder die Schulbank zu drücken (FOS) und möchte die Zeit bis dahin nutzen, mich bestmöglich darauf vorzubereiten. Deswegen habe ich auch mein aktuelles Beschäftigungsverhältnis beendet. Der Zeit- und Energieverlust durch eine Arbeit, die ich hasse, ist einfach zu massiv.
Natürlich weiß der AV davon nichts, denn mit dessen Verständnis und Unterstützung rechne ich gleich dreimal nicht. Dem geht es doch nur darum, dass ich möglichst schnell wieder fleißig im Hamsterrad strample und sonst nichts.
Aber trotzdem habe ich vor, mich an sämtliche Regeln zu halten, um mit möglichst wenig Reibung mit der AfA durch das Jahr zu kommen.
Daher meine Frage an euch: Wie am besten mit einer solchen Weiterbildung umgehen, wenn sie kommt?
Ist lediglich meine Anwesenheit relevant oder auch mein Mitwirken?
Ich spiele mit dem Gedanken, mich zwar hineinzusetzen, dann aber einfach bspw. zuvor auf einem Block vorbereitete Aufgaben zu lösen... An dem folgenden Abschlusstest würde ich dann sehr wahrscheinlich krachend scheitern.
Aber nichtsdestotrotz wäre das alles verschwendete Zeit, die ich sonst dafür aufwenden würde, die für mich tatsächlich relevanten Fächer zu pauken.
Ich bin nicht sehr erfahren im Arbeitslos-sein, daher weiß ich nicht, was ich für Möglichkeiten habe und was ich mir in diesem Fall erlauben kann und was nicht.
 

Allimente

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Eine Pflicht irgendwelche Tests zu bestehen gibt es nicht - wie auch!? Ansonsten kommt es wohl auch darauf an, wie das der Maßnahmenträger sieht. Ist ihm Deine Teilnahme egal, Geld bekommt er ja so oder so, sollte nichts passieren. Sollte der MT aber eine Meldung zur AFA machen, dass Du durch Dein Verhalten das Nichtbestehen der Maßahme selbst herbeigeführt hast, wird es sicher etwas kniffliger werden. Im Grunde ist das schwer zu sagen, dafür hängt das von zu vielen Faktoren ab.
 

franzi

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In Weiterbildungen sitzen oft die unterschiedlichsten Teilnehmer. Menschen, die krank sind, oder auch solche, die keine Vorkenntnisse haben.
Aber auch Leute mit wenig Interesse an den Inhalten. Spätestens nach ein paar Tagen merkt man das.
Ich würde das Beste daraus machen und mich bis zu einem gewissen Grad kooperativ zeigen.
Es werden Aufzeichnungen über das Verhalten der Teilnehmer geführt und an das Jobcenter weitergeleitet.
Ich habe in solche Aufzeichnungen einmal Einblick nehmen können, weil ein Kursleiter diese Formulare im Unterrrichtsraum vergessen hatte. Sie lagen noch auf dem Schreibtisch. Da wird die Optik, die Kleidung, das Sozialverhalten, die Mitwirkungs-Willigkeit etc. alles dokumentiert. Ebenso, ob man pünktlich erschienen ist oder unentschuldig gefehlt hat.
 

gila

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Ich bin nicht sehr erfahren im Arbeitslos-sein, daher weiß ich nicht, was ich für Möglichkeiten habe und was ich mir in diesem Fall erlauben kann und was nicht.

Apropos "erlauben": So sehr man persönlich deine Beweggründe nachvollziehen und verstehen kann - aber "dem Leben is nich so wie dem Leben sich oft zeigt" - und ALGI ist eine VERSICHERUNGSLEISTUNG.

Heißt: Leute mit Arbeit zahlen da ein - genau wie du wohl bisher auch.
Heißt aber auch, dass die Arbeitsagenturen da sehr oft ein wenig genauer hinschauen und Resultate erwarten, damit man nicht länger als nötig im Töpfchen der Versicherten sitzt und somit "Schaden" anrichtet. Nennt sich "versicherungswidriges Verhalten"

Mal ein Auszug aus dem, was man dort landläufig dem "Schädling" dann vorschmeißen könnte:

Sperrzeit bei versicherungswidrigem Verhalten

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, müssen mit dem Eintritt einer Sperrzeit rechnen. Die Sperrzeit umfasst - je nach Sperrzeittatbestand - eine Dauer von einer Woche bis zu zwölf Wochen. Während der Sperrzeit ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld, d.h. die Leistung wird nicht gezahlt. Außerdem mindert sich die Dauer des Anspruchs um die Dauer der Sperrzeit.

Ein versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn Arbeitslose

  • ihr Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses Anlass gegeben haben,
  • eine zumutbare angebotene Beschäftigung nicht angenommen oder angetreten oder die Anbahnung eines Beschäftigungsverhältnisses durch ihr Verhalten verhindert haben,
  • die von der Agentur für Arbeit geforderten Eigenbemühungen nicht nachgewiesen haben,
  • die Teilnahme trotz Belehrung über die Rechtsfolgen an einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung oder einer Maßnahme zur beruflichen Ausbildung oder Weiterbildung oder einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben verweigert haben,
  • eine Maßnahme abgebrochen bzw. durch maßnahmewidriges Verhalten Anlass zum Ausschluss aus einer dieser Maßnahmen gegeben haben,
  • einer Aufforderung der Agentur für Arbeit, sich zu melden oder zu einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht Folge geleistet haben oder der Meldepflicht zur frühzeitigen Arbeitsuche nicht nachgekommen sind.
 

Nena

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Dem geht es doch nur darum, dass ich möglichst schnell wieder fleißig im Hamsterrad strample und sonst nichts.
Unwahrscheinlich. Ich denke eher, Du bist ihm ziemlich egal. Aber es ist sein Job, Dir zu helfen, aus dem ALG-Bezug zu kommen, da Du das alleine offensichtlich nicht schaffst.

Wie am besten mit einer solchen Weiterbildung umgehen, wenn sie kommt?
Ist lediglich meine Anwesenheit relevant oder auch mein Mitwirken?
Bringt in etwa so viel wie den Lottogewinn vorm Schein-Abgeben auszugeben. Gibt noch viele andere WAS-WÄRE-WENNs.
Aber trotzdem: Wie könnten sie von Leuten, die nicht können, Mitwirken erzwingen zum Beispiel? Bei den meisten Maßnahmen könntest Du Dich sicherlich effektiv auf Deine FOS vorbereiten.
 

succechi

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Eine Weiterbildung/Fortbildung/Umschulung kommt über einen Bildungsgutschein zustande.
Dieser muss nicht eingelöst werden. Auch eine Teilnahme kann nicht erzwungen werden.
Zuweisungen erfolgen nicht zu obigen.
Das ist schon mal sehr interessant. Aber laut Franzi (Post #4) wird das scheinbar doch sehr ernst genommen.
Wenn also die Teilnahme an einer Weiterbildung freiwillig ist, warum sollten dort Aufzeichnungen über die Teilnehmer vorgenommen werden?
Kann es sein, dass ihr beide von unterschiedlichen Sachverhalten sprecht?
 

succechi

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Hab ich das richtig verstanden, dass du dich ein Jahr auf die FOS vorbereiten willst und die Allgemeinheit dafür zahlen soll? Wieso fängst du nicht dieses Jahr direkt an?
Wie sieht deine Vorbereitung aus? Schildere doch mal, welche Fächer, welcher Stoff usw. bitte.
Dass ich mir diesen Unsinn selbst in einem Erwerbslosenforum geben muss... :doh:
Ich habe Anspruch auf ALG1, so wie jeder andere langjährige Beitragszahler auch und damit ist diese Diskussion beendet. Vielen Dank.

sind keine " Massnahme "
Also kurz:
Weiterbildungen/Fortbildungen/Umschulungen sind freiwillig, können also meinerseits ohne (direkte) Konsequenzen abgelehnt werden.
Maßnahmen sind verpflichtend und dort wird auch mein Verhalten, Erscheinungsbild etc. 'beobachtet' wie von franzi beschrieben.
Verstehe ich das richtig?
 

Paula Panter

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Aber laut Franzi (Post #4) wird das scheinbar doch sehr ernst genommen
Aus jeder Maßnahme/ Weiterbildung etc. gibt es eine Abschlussrückmeldung an den Arbeitsvermittler, diese Träger müssen ja ihre Existenz irgendwie legimitieren.
Außerdem sollen die Ergebnisse aus den Maßnahmen in einer neuen EGV berücksichtig werden ebenso, bei einer neuen Maßnahme.

sind keine " Massnahme "
Doch nennt sich "Weiterbildungsmaßnahme" :D

Mich wundert das ihm hier alle irgendwie raten, diese Weiterbildung/Maßnahme zu machen.

Es gibt doch so viele sinnvolle Möglichkeiten Maßnahmen zu vermeiden, gibt hier dutzende Threads dazu
 

ZynHH

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Also kurz:
Weiterbildungen/Fortbildungen/Umschulungen sind freiwillig, können also meinerseits ohne (direkte) Konsequenzen abgelehnt werden.
Maßnahmen sind verpflichtend und dort wird auch mein Verhalten, Erscheinungsbild etc. 'beobachtet' wie von franzi beschrieben.
Verstehe ich das richtig?
Eine Weiterbildung/Fortbildung/Umschulung kommt über einen Bildungsgutschein zustande.

Ich meinte die mit Bildungsgutschein geförderten, denn die sucht man sich in der Regel selbst.

Mach dir nicht soviele Gedanken über das " beobachtet werden ", beobachte lieber selbst.
Über mich wurde so gut wie nichts berichtet.

Was ich als " Maßnahme " bezeichne, sind so überflüssige Zeitverschwendungen wie Lebenslauf bearbeiten, Bewerbungen während der Maßnahme schreiben, ECDL machen..... mit zusätzlichen " Gesprächen " durch " SozialPädagogen " gemeinsam Lamas ausführen und was es sonst so an Unsinn gibt.... dort wird man vom JC zugewiesen und wehrt sich gegen die Zuweisung wenn man keine Lust auf Lebenszeitverschwendung hat.
 

ZynHH

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Glaubst du echt das hier nur Erwerbslose sind? Hier gibt es auch Leute die deine mutwillige Arbeitslosigkeit finanzieren. Dann wunderst du dich, wenn man genauer nachfragt?
Genau, er kann ja auch erstmal psychisch krank werden, bevor er die Reissleine zieht. Und finanzieren tun wir alle das. Wenn dich die Beratung von Arbeitslosen stört, dann störe hier doch nicht. Rentner werden hier ja auch beraten.... und für die zahlt die gleiche Allgemeinheit wie für Arbeitslosengeld 1....
 
Zuletzt bearbeitet:

Paula Panter

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Hab ich das richtig verstanden, dass du dich ein Jahr auf die FOS vorbereiten willst und die Allgemeinheit dafür zahlen soll? Wieso fängst du nicht dieses Jahr direkt an?
Jeder der schon mal ein Berufskolleg besucht hat, weiss das die Fristen schon längst abgelaufen sind...
Daher wird er dann erst für nächstes Jahr einen Platz bekommen.

Für einen Schulplatz bei einer FOS muss man sich, schon Anfang des Jahres bewerben, die Plätze sind jetzt alle schon vergeben.
 

Paula Panter

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Am besten meldest du dich hier nochmal, wenn du eine konkrete Zuweisung zu einer Weiterbildung oder Maßnahme hast, dann können wir dir auch bessere Ratschläge geben, so ist alles viel zu allgemein.
 

Gollum1964

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nabend,

ich verstehe nicht ganz, weshalb man auf den TE rumhackt. Soviel ich gelesen habe, sitzt er in einer "Sinnlosveranstaltung". Ob er mitwirkt oder nicht, führt bei derartigen Veranstaltungen zum selben Ergebnis, nämlich zu garnichts. Wäre es hier um eine sinnvollen Weiterbildung oder einen zumutbaren Job (abseits ZAF und CC), gegangen, wäre das natürlich kritikwürdig.
Ich hätte den Hebel zur Maßnahmenabwehr allerdings schon viel früher, und zwar schon bei der Anbahnung gesetzt und nicht erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
 

Schmerzgrenze

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Für einen Schulplatz bei einer FOS muss man sich, schon Anfang des Jahres bewerben, die Plätze sind jetzt alle schon vergeben.
Der TE hat auch deutlich lesbar im Eingangsbeitrag begründet.
... und möchte die Zeit bis dahin nutzen, mich bestmöglich darauf vorzubereiten.
Die Auslangeweiledraufhau-User ignorieren geflissentlich, daß es hier um sachliche Hilfe geht.
Entsprechend überflüssige Beiträge wurden entfernt und die beiden Kandidaten vom Thema suspendiert.
 

gila

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nabend,

ich verstehe nicht ganz, weshalb man auf den TE rumhackt. Soviel ich gelesen habe, sitzt er in einer "Sinnlosveranstaltung".

Wer hackt rum? Ein einzelner "Hacker" wurde bereits geschasst - und wo liest du dass er bereits in einer solchen Veranstaltung hocken würde?

Daher meine Frage an euch: Wie am besten mit einer solchen Weiterbildung umgehen, wenn sie kommt?
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