Wie gegen Maßnahme wehren

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
Hallo zusammen.

Seit November bin ich in einer sehr sinnvollen Maßnahme.
Das Jobcenter hat mich in eine "Heranführung zum Arbeitsmarkt" gesendet.
Für mich ist es eher etwas wie die Zeugen Jehovas, die mir eine Gehirnwäsche verpassen wollen.

Im Vorgespräch wollte mich die Dame "empfangen" und mich als Mensch sehen. Empfangen hat mich damals aber schon meine Mutter. Der beste Satz aber kam über meine Externenprüfung bei der IHK: " Mit jedem Tag, an dem Sie nicht arbeiten, wird Ihr Zertifikat werlos, es verbrennt Ihnen unter der Hand

Nun du den Problemen, die mir schwer im Magen liegen und mich psychisch fertig machen:

- Mein Bewerbungsbild, was in einem Profi Fotostudio gemacht worden war, sei nichts wert. Ich sehe für sie " Nackt " auf dem Bild aus.

- In meinen Lebenslauf gehören keine Zeiten, in der ich Arbeitssuchend gemeldet bin, angegeben. Auch die Pflege meiner Mutter gehöre nicht in den Lebenslauf.

- Datenschutz ? Von wegen. Ich werde genötigt, meine Daten auf einen USB-Stick zu speichern, an den jeder rankommt, wenn die selbsternannte Dozentin mal aus dem Raum geht.

- Die PC´s sind nicht passwortgesichert. Einfach mal die "Entertaste" drücken und schon soll man arbeiten. Ich kann mir alle Daten von anderen Teilnehmern ansehen, sofern diese die Dokumente im Verlauf nicht gelöscht haben.

- Diese "Dozentin" findet es klasse, sich den "Gangnam-Style-Tanz" auf Youtube anzusehen und Teile davon auch noch während des "Unterrichtes" nachzutanzen.


Nicht nur, dass ich seit zwei Jahren keine passende Stelle finde, nein jetzt werde ich noch auf diese Art und Weise erniedrigt.

Von meinen "Mitleidern" erfuhr ich, dass die Dozenten oft wechseln. Jeder erklärt den Lebenslauf dann anders als der vorherige.

So passiert bei meinem. Gemäß den Wünschen meiner Dozentin den Lebenslauf abgeändert, Dozentin ist krank, Ersatz kommt und erzählt mir, dass mein Lebenslauf von davor optimal war.

Ich habe jetzt zumindest soweit auf stur gestellt, dass ich ihr immer die Daten nach Ihren Wünschen zeige, meinen original Lebenslauf aber beibehalte und mich damit bewerbe.

Wie komme ich nur da raus, ohne Sanktionen zu fürchten ?
 

caromotte

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Juni 2011
Beiträge
80
Bewertungen
24
Hallo,

das kenn ich von derCompetenzFactory ! War auch ein sogenanntes " Bewerbungstraining". Nachdem ich unter "Anleitung" einer allerdings wirklich fähigen Dozentin meine Bewerbungsmappe incl. Lebenlauf usw. erstellt hatte, kam dann ein neuer Dozent. Der laberte erstmal 2 Stunden nur blöd rum und hat dann meine gerade erst 2 Wochen vorher erstellte Mappe als veraltet und nicht zeitgemäß kritisiert ! Ich sollte dann allles nach seinen Vorstellungen noch mal abändern.
Diese ganze Maßnahme war der größte Schwachsinn, den ich je mitmachen musste.Die eine Dozentin war echt super und hatte auch wirklich Ahnung, der restliche "Lehrkörper" laberte nur gequirlte Sch.... !Unser Maßnahmeleiter berichtete immer nur von seiner eigenen "Erfolgsstory", die eigentlich keine war und hat uns behandelt wie Kleinkinder.

Ich habe dann recht schnell die Notbremse gezogen und bin ab zum Arzt. Von ca. 50 mal Unterricht verteilt auf 6 Monate war ich höchstens 5-6 mal anwesend. Die restliche Zeit AU !:biggrin:
Zumal das Ganze im Herbst/Winter stattfand und zwar in ungeheizten Räumlichkeiten. Wir saßen da tatsächlich mit Schal,Mütze,Steppjacke und Handschuhen an unseren PCs.
Da kriegt man dann ja ganz schnell mal eine Blasenentzündung oder starke Erkältung !:icon_twisted: Es fehlte aufgrund von Krankheit immer fast die Hälfte der teilnehmer.

LG Caromotte
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.818
Bewertungen
6.322
EGV unterschrieben? Wenn ja, dann eincannen. Liegt eine EGV als VA vor? Wenn ja, dann einscannen. Liegt darüber hinaus eine Zuweisung vor? Wenn ja, dann einscannen.
 

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
EGV unterschrieben? Wenn ja, dann eincannen. Liegt eine EGV als VA vor? Wenn ja, dann einscannen. Liegt darüber hinaus eine Zuweisung vor? Wenn ja, dann einscannen.


EGV habe ich unterschrieben, ich tippe sie hier mal ab, da mein Scanner nicht geht.

EGV zwischen dem Jobcenter und mir, gültig bis zum 31.12.2013 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.

Ziele:
Herstellung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit

1. Ihr Träger für Grundsicherung "Jobcenter" unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung

Um die individuelle Beschäftigungsfähigkeit von Herrn XXX zur beruflichen und damit sozialen Eingliederung wieder herzustellen, ist eine umfassende personale Unterstützung, Steuerung und Flankierung des Gesamtprozess notwendig.
Hier: Maßnahme "VT UHA Fallmanagement"

Zur Unterstützung schaltet das Jobcenter deshalb folgenden Dritten (§16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III ) für die Dauer von 12 Monaten ein:

Beauftragter Dritter: DAA

2.
Bemühungen von Herr XXXXX zur Eingliederung in die Arbeit

Sie verpflichten sich an allen Aktivitäten mitzuwirken, die der dritte im Zusammenhang der Herstellung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit sowie zur beruflichen Integration fordert, u.a.

- Teilnahme an der o.a. Maßnahme beim dritten vom 06.11.2012 bis 31.10.2013
- Interessierte und motivierte Teilnahme an der Maßnahme durch den beauftragten Dritten nach § 16 Abs. 1 SGB II In verbindung mit § 45 SGB III
- Nach Auffoderung des Dritten persönliche Vorsprachen wahrzunehmen sowie die Einhaltung der verabredeten Termine. Pro Woche werden mindestens zwei Termine vereinbart.
- Aktive Mitwirkung bei allen auf die berufliche Eingliederung abzielender Leistungen. Hierzu gehört auch die Annahme von Arbeitsangeboten durch den Dritten. Der Dritte ist verpflichtet Ihnen nur zumutbare Angebote zu unterbreiten. Die Zumutbarkeitskriterien richten sich nach § 10 SGB II
- aktive Mitwirkung bis zum Ende der Zuweisungsdauer beim Dritten



Der Rest ist die übliche Rechtsfolgenbelehrung.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.818
Bewertungen
6.322
EGV habe ich unterschrieben, ich tippe sie hier mal ab, da mein Scanner nicht geht.

EGV zwischen dem Jobcenter und mir, gültig bis zum 31.12.2013 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird[...]
Ganz davon abgesehen, dass diese EGV für die :icon_tonne: und du nicht hättest unterschreiben müssen oder sollen hat sich die Gegenwehr auf ein Minimum reduziert. Schade das du dich nicht vorher informiert hast. Das einzige Mittel, was ich noch sehe ist eine AU. Bei einer Maßnahmendauer von 12 Monate aber schwierig.
 

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
Ganz davon abgesehen, dass diese EGV für die :icon_tonne: und du nicht hättest unterschreiben müssen oder sollen hat sich die Gegenwehr auf ein Minimum reduziert. Schade das du dich nicht vorher informiert hast. Das einzige Mittel, was ich noch sehe ist eine AU. Bei einer Maßnahmendauer von 12 Monate aber schwierig.

Danke für die Antwort.
Ich meine mich zu erinnern, dass die Maßnahme ab einer gewissen " Fehlzeit " gefährdet ist. Hab mich eben schon per Mail später gemeldet, da ich zum HNO muß. Und ohne Termin wartet man halt.:icon_pfeiff:

Mein neuer Hausarzt ist ja auch für "seelische Leiden" da.... Vielleicht erzähl ich dem mal ein paar Takte zu dieser Maßnahme.

Mir grauts nur davor, da andauern hin zu müssen.

Vorallem wegen dem Datenschutz meiner Daten habe ich ja herbe Bauchschmerzen. Wenn ich den Verlauf nicht lösche, kommt jeder an meine Daten dran und kann meinen Lebenslauf etc. nutzen. :icon_dampf:
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.818
Bewertungen
6.322
Viel einfacher wäre es gewesen, wenn man öfter hier oder anderswo reingeschaut hätte, um sich über die Rechtslage zu informieren. Du bist ja seit 2010 dabei, wie ich sehe. Dann könnte man sich jetzt auch dieser Klimmzüge mit Arzt und AU sparen und könnte den VA juristisch angreifen.
 

couchpotatoe

Elo-User*in
Mitglied seit
21 Dezember 2012
Beiträge
65
Bewertungen
16
Das doch so ein Kandidat für GEZ(radios/TV in den Räumen/Büros)

Und auch die Sofware auf den Rechnern mal anschauen.

Oder einfach mal windows update starten^^

MfG
 

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
Viel einfacher wäre es gewesen, wenn man öfter hier oder anderswo reingeschaut hätte, um sich über die Rechtslage zu informieren. Du bist ja seit 2010 dabei, wie ich sehe. Dann könnte man sich jetzt auch dieser Klimmzüge mit Arzt und AU sparen und könnte den VA juristisch angreifen.


Stimmt, da gebe ich Dir voll und ganz recht.
Ich saß da, bat um eine Schulung im Business-Englisch, er sagte mir, es sei kein Geld da, ich solle mich im Januar dafür nochmal melden.
Er müsse aber irgendwas mit mir machen und hat mir das halt auf´s Auge gedrückt.

Beim nächsten Mal weiß ich Bescheid, unterschreibe nix und lass dieses erstmal über meinen Rechtsschutz vom Anwalt durchlesen
 
G

gast_

Gast
Wie komme ich nur da raus, ohne Sanktionen zu fürchten ?
Abbruch = Sanktion...
da hast jetzt keine Chance mehr rauszukommen, fürchte ich. Da müßte schon etwas Gravierendes, nicht Zumutbares passieren.

Besser, man versucht es anfangs damit, daß man nichts vor Ort unterschreibt und hofft, dann nach Hause geschickt zu werden.

Falls dich das Ganze krank macht, geh zum Arzt - vielleicht versteht der das und gibt dir ab und an Erholungspausen.

Und ab sofort: Vorher informieren!
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.125
Bewertungen
21.793
... Der beste Satz aber kam über meine Externenprüfung bei der IHK: " Mit jedem Tag, an dem Sie nicht arbeiten, wird Ihr Zertifikat werlos, es verbrennt Ihnen unter der Hand

Nun du den Problemen, die mir schwer im Magen liegen und mich psychisch fertig machen: .....
?

Eine Maßnahme, die einen Teilnehmer diskriminiert und krank macht, erscheint mir wenig "professionell".
Selbst wenn man hierzu eine EGV unterschrieben hat, sollte es zu "unseren" Rechten gehören, sich gegen Maßnahmen, die sich ja zwangsweise erst NACH Beginn als unprofessionelle und unzumutbare Spielchen herausstellen, wehren zu können.

Welcher SB will mich per Sanktion in eine beginnende Krankheitsspirale nötigen?
Es hilft vielleicht nur, die Maßnahme, Referentin und das Institut bloßzustellen, deren Professionalität anzuzweifeln, die psychische Belastung durch solche Aussagen aufzuzeigen, den "Tanzkurs" zu hinterfragen und natürlich den Datenschutz zu bemängeln (hierzu Anfrage beim Datenschützer - die Arbeitsagentur hat auch einen hauseigenen, der sich damit befassen sollte.

Warum gibt es hier so viel "Ehrfurcht" vor Maßnahmeträgern?
Die meisten wollen doch nur auf den Geldzug aufspringen, der sich ihnen da bietet und die allerwenigsten bieten wirkliche Hilfe.

Ich habe (für meinen Mann) mal die weitere Teilnahme an einem sinnfreien Coaching abgelehnt und angezeigt, dass die Doppelnamen-Sozpäd nur mit ihm wöchentlich 2 Stunden im Internet auf der Jobbörse rumgestochert hat, was er auch zu Hause sowieso tat, und ER ihr noch zeigen musste, wie ihr Laptop funktioniert.

Hier auch die Frage aufgeworfen, ob die Beendigung an der weiteren Teilnahme GLEICH entschieden werden kann und etwas Qualifizierteres angeboten wird ... oder sich das Rechnungsprüfungsamt wegen Verschwendung von Steuergeldern hier mal interessieren sollte.
Ende des "Coachings" - keine Sanktionen oder Drohungen - gab auch nix Neues :biggrin:

Hast du in der EGV eine Klausel für Schadenersatz bei Abbruch???
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

Gast
Hallo zusammen.

Seit November bin ich in einer sehr sinnvollen Maßnahme.
Das Jobcenter hat mich in eine "Heranführung zum Arbeitsmarkt" gesendet.
Für mich ist es eher etwas wie die Zeugen Jehovas, die mir eine Gehirnwäsche verpassen wollen.

Als Witz fiele mir nach jeder Äußerung seitens der Dame nur noch ein AMEN ein.

Im Vorgespräch wollte mich die Dame "empfangen" und mich als Mensch sehen. Empfangen hat mich damals aber schon meine Mutter. Der beste Satz aber kam über meine Externenprüfung bei der IHK: " Mit jedem Tag, an dem Sie nicht arbeiten, wird Ihr Zertifikat werlos, es verbrennt Ihnen unter der Hand

Ich denke mal du bist ein Mensch, ob sie dich als einen solchen sehen will, oder nicht.

- Mein Bewerbungsbild, was in einem Profi Fotostudio gemacht worden war, sei nichts wert. Ich sehe für sie " Nackt " auf dem Bild aus.

Was für einen Blick hat die denn? Wenn du das Bild ansprechend findest und es dir gefällt, dann ist es auch gut so.

- In meinen Lebenslauf gehören keine Zeiten, in der ich Arbeitssuchend gemeldet bin, angegeben. Auch die Pflege meiner Mutter gehöre nicht in den Lebenslauf.

Frag die mal nach der DIN. Auch wenn es dafür keine geben sollte wird die ins Grübeln kommen, hoffentlich.

- Datenschutz ? Von wegen. Ich werde genötigt, meine Daten auf einen USB-Stick zu speichern, an den jeder rankommt, wenn die selbsternannte Dozentin mal aus dem Raum geht.

Den Stick kannst du problemlos mitnehmen, wenn du den Raum verlässt.
Ich habe meinen eigenen Stick mit portableApps drauf. Zugriff und Einblick hat nur, wem ich das gestatte.

- Die PC´s sind nicht passwortgesichert. Einfach mal die "Entertaste" drücken und schon soll man arbeiten. Ich kann mir alle Daten von anderen Teilnehmern ansehen, sofern diese die Dokumente im Verlauf nicht gelöscht haben.

In meiner Maßnahme gibt es zwar für jeden einen eigenen Zugang, der auch gesichert ist. Allerdings kommen meine Daten trotzdem nicht auf den PC. Die Software ist dermaßend veraltet, dass sie entsprechend löchrig ist.

- Diese "Dozentin" findet es klasse, sich den "Gangnam-Style-Tanz" auf Youtube anzusehen und Teile davon auch noch während des "Unterrichtes" nachzutanzen.

:eek: Was das denn für eine?

Nicht nur, dass ich seit zwei Jahren keine passende Stelle finde, nein jetzt werde ich noch auf diese Art und Weise erniedrigt.

Das geht nur, wenn du das zulässt.

Von meinen "Mitleidern" erfuhr ich, dass die Dozenten oft wechseln. Jeder erklärt den Lebenslauf dann anders als der vorherige.

Das ist normal. Am Ende entscheidest du, wie du ihn gestaltest.

Ich habe jetzt zumindest soweit auf stur gestellt, dass ich ihr immer die Daten nach Ihren Wünschen zeige, meinen original Lebenslauf aber beibehalte und mich damit bewerbe.

Stur ist, wenn du bei deiner ureigendsten Version bleibst und denen das klar machst. Du bist nicht deren Wunscherfüller.

Wie komme ich nur da raus, ohne Sanktionen zu fürchten ?

Gute Frage.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.818
Bewertungen
6.322
Zertifikate von dubiosen Schmarotzer-Trägern waren schon immer nie das Papier wert auf dem sie gedruckt sind. Zertifikat ist ein ungeschützter Begriff. Dementsprechend kann auch jede Klitsche Zertifikate, Teilnahmebestätigungen und anderes buntes und nichtssagendes Papier erzeugend, was den Anschein erwecken soll, als würde es in der Wirtschaft einen Stellenwert haben. Das Gegenteil ist der Fall. Alles was nicht HK oder IHK ist (Studium usw. ausgenommen) kann man vergessen. Selbes Trauerspiel mit der "Berufsbezeichnung" Coach, Dozent usw. Alles ungeschützt. Jeder, der sich dazu berufen fühlt, kann sowas machen.
 

verona

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Mai 2008
Beiträge
2.604
Bewertungen
889
Bezüglich der zugänglichen Daten für jedermann beim Landesdatenschutz anfragen und ggf. Beschwerde einlegen.
Der Lebenslauf ist Privatsache und geht den anderen Teilnehmern nichts an.
Die Dozentin kann ja gerne mal drüber schauen, aber nichts mit einscannen oder Kopien machen. Ansonsten die Löschung deiner bereits gespeicherten Daten fordern. Am besten schriftlich.

Zwar nicht gerade förderlich für die Bewerbungschancen, aber genau genommen müssen auch Zeiten der Arbeitslosigkeit aufgeführt werden. Gehört zum lückenlosen Lebenslauf dazu. Ich persönliche erwähne das aber auch nicht mehr.

Vielleicht mal eine Kamara mitnehmen und die Tante beim Tanzen fotografieren.
 
X

xyz345

Gast
Hallo Dr. Snuggels,
will auch meinen Senf dazugeben, auch wenn es dir vielleicht nicht weiterhilft:+

Habe von vornherein dafür gesorgt, dass nix und niemand von mir einen Lebenslauf erhält, und schon gar nicht Mobcenter und Maßnahmemafia.
Denn es sind persönliche Daten, die höchstens einem potientiellen Arbeitgeber was angehen. Da diese bereits vor Jahren ausgestorben sind, gibt es nun überhaupt keinen Grund mehr, mit diesen persönlichen Daten zu hausieren.

Unter anderem.... war meine Argumentation folgende:
Alle Unterlagen bereits vor Jahren verloren gegangen,
und meine Erinnerungsfähigkeit ist unter aller Sau = beginnende Demenz? oder nur Teil-Amnesie?. :biggrin:
BASTA. :icon_mrgreen: Mobcenter musste die Kröte schlucken. Haha...

Solange es in diesem unserem Lande noch ein Datenschutzgesetz gibt - auch, wenn sich mittlerweile keine Sau drum schert - solange bestehe ich auf den Schutz meiner persönlichen Daten! :icon_dampf:
 

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
Werd mich jetzt öfters "krank" melden.
Anders geht es nicht.
Ich lasse mich nicht von solchen Maßnahmen fertig machen.
War blöd genug, diese EGV zu unterschreiben.
Mein neuer Hausarzt ist auch für seelische Krankheiten da.

Was ich machen werde, sind Bildschirmfotos von den Daten der anderen Teilnehmern. Werde das mal an die BA weiterleiten und meine Dokumente mit Passwort sichern....
 

Neudenkender

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Dezember 2012
Beiträge
4.372
Bewertungen
4.429
Was ich machen werde, sind Bildschirmfotos von den Daten der anderen Teilnehmern. Werde das mal an die BA weiterleiten ...

Also ICH, ja, und zwar nur als meine persönliche Meinung, würde genau DAS nicht machen. Weil ICH dann eventuell, rein eventuell gemutmaßt, selber gegen das BDSG verstoßen könnte. Nicht bestimmungsgemäßes, unzulässiges Speichern und sogar noch Weiterleiten womöglich gesetzlich geschützter persönlicher Daten, womöglich, vielleicht? Würde ich befürchten. Müsste ich mich aber auf jeden Fall noch mal bei einer zugelassenen Stelle rechtsberaten lassen, ich bin ja in sowas sowas von voll der Laie. :confused:
 

DrSnuggels

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2010
Beiträge
198
Bewertungen
24
Also ICH, ja, und zwar nur als meine persönliche Meinung, würde genau DAS nicht machen. Weil ICH dann eventuell, rein eventuell gemutmaßt, selber gegen das BDSG verstoßen könnte. Nicht bestimmungsgemäßes, unzulässiges Speichern und sogar noch Weiterleiten womöglich gesetzlich geschützter persönlicher Daten, womöglich, vielleicht? Würde ich befürchten. Müsste ich mich aber auf jeden Fall noch mal bei einer zugelassenen Stelle rechtsberaten lassen, ich bin ja in sowas sowas von voll der Laie. :confused:


Stimmt auch wieder
 

Holger01

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
26 Januar 2012
Beiträge
1.398
Bewertungen
566
Was ich machen werde, sind Bildschirmfotos von den Daten der anderen Teilnehmern. Werde das mal an die BA weiterleiten und meine Dokumente mit Passwort sichern....

Finde ich ganz gut.

Aber warum nur an die BA? Meinst du, die kümmert um sich solches Verhalten des MT?

Besser an den Datenschutz.

Und: Es dürfte rechtlich ok sein, Auszüge aus den Daten zu sichern und zur Zulässigkeitsprüfung an den Datenschutz zu leiten.

Schließlich ist es der Maßnahmeträger, der dem Datenschutz unterliegt und ihn verletzt.
Siehe § 9 BDSG: "Öffentliche und nicht-öffentliche Stellen, die selbst oder im Auftrag personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder nutzen, haben die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, die erforderlich sind, um die Ausführung der Vorschriften dieses Gesetzes, insbesondere die in der Anlage zu diesem Gesetz genannten Anforderungen, zu gewährleisten. ..."

Quelle: BDSG - Einzelnorm


Du als Teilnehmer, der der Maßnahme lediglich "zugewiesen" wurdest, also kein "bei der Datenverarbeitung Beschäftigter", unterliegst nicht dieser besonderen Vertraulichkeitsverpflichtung, wie sie z.B. in § 5 BDSG beschrieben ist:

"Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-öffentlichen Stellen beschäftigt werden, bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten. ..."

Quelle: § 5 BDSG, BDSG - Einzelnorm


Schwierig wird es natürlich, falls du beim MT diesbezüglich eine Datenklausel unterschrieben hast.
Wonach du Daten, auf die du durch deine Teilnahme Zugriff erlangst, nicht extern speichern oder weiterleiten darfst.

Aber auch da meine ich: Wenn du nur einzelne Auszüge aus den Datensätzen anderer Teilnehmer sicherst, nicht deren vollständige Datensätze,
und zur Prüfung an den Datenschutz weiterleitest, dürfte es rechtlich ok sein.

Ganz sicher wäre es, wenn du auf dem Ausdruck einzelner Auszüge vom jeweiligen Teilnehmer kurz unterschreiben läßt: "Ich bin mit der Weiterleitung von Auszügen aus meinen beim MT xy gespeicherten Datensätzen zur Zulässigkeitsprüfung an den Datenschutzbeauftragten einverstanden".

Macht Arbeit, macht aber bestimmt auch Spaß!

Viel Glück.
 

Neudenkender

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Dezember 2012
Beiträge
4.372
Bewertungen
4.429
Laienfragen:

1) Gibt es evtl. den allgemeinen Rechtsgrundsatz "keine Gleichheit im Unrecht"? Wenn die Unrecht begehen, darf ich das auch???

2) War da nicht das "Recht auf informationelle Selbstbestimmung"? Hat sich nicht das BVG mal dazu geäußert? Dass es ein GRUNDRECHT des Einzelnen sei?

3) Gibt es nicht noch die EU-Grundrechtecharta (Art. 8?), die personenbezogene Daten mit einem Schutzrecht ausstattet? Und ist nicht EU-Recht noch oberhalb der Bundesgesetze anzuordnen?

Exkurs:
Artikel 8
Schutz personenbezogener Daten
(1) Jede Person hat das Recht auf Schutz der sie betreffenden personenbezogenen Daten.
(2) Diese Daten dürfen nur nach Treu und Glauben für festgelegte Zwecke und mit Einwilligung
der betroffenen Person oder auf einer sonstigen gesetzlich geregelten legitimen Grundlage verarbeitet
werden. Jede Person hat das Recht, Auskunft über die sie betreffenden erhobenen Daten zu erhalten
und die Berichtigung der Daten zu erwirken. (...)


4) Reicht nicht ein simpler Hinweis z. B. an die Datenschutzbeauftragten des Landes und der BA, dass da etwas im Argen zu liegen scheint? Warum sich auf rechtlich dünnes Eis begeben?
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.125
Bewertungen
21.793
Das BDSG findet für den "Privatmann" keine Anwendung - hier könnte sich lediglich jemand auf anderer Rechtsebene betroffen fühlen.

Die Daten werden ja auch nicht "verarbeitet" - sondern gerade an den Datenschutz weitergeleitet.
Dabei kann man durchaus die Bildschirmfotos in relevanten Angaben wie Name Teilnehmer etc. "schwärzen" vor der Weitergabe, damit kein Zusammenhang zwischen den Betroffenen und dem Bildschirminhalt hergestellt werden kann.

Im übrigen - so sehe ich das - ist hier der Maßnahmeträger ZUVORDERST verantwortlich dafür, dass eben andere diese Daten NICHT einsehen können.

ICH würde dies jedenfalls (mit Vergnügen :icon_knutsch:) so machen.
Man muss diesen Geldabzockern mal mehr auf die Finger schauen!
Das viele Geld, was seit dem Fall des Vermittlungsmonopols der Bundesagentur in den Sand gesetzt wird und anderen in den Rachen gestopft, würde reichen, um vielen Menschen den psychischen Druck zu nehmen, da eh nicht ausreichend Arbeit für ALLE vorhanden ist, und für ein Ende der Diskussion eines bedingungslosen Grundeinkommens sorgen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten