• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#1
Hallo Ihr Spezialisten,

ich brauche eure Hilfe, weil ich nicht weiter weiß.
Ich habe GdB beim Versorungsamt beantragt.
Ich habe im gleichen Wirbelsäulensegment einen Bandscheibenvorfall erhalten, der sich insgesamt 3 weitere Male dann resividiert hat (heißt das so?). Also immer wiederholt hat. Weil "ich hab ja nichts".
Nach dem 4. Vorfall war dann Ende. BU-Renter, Umschulung, Reha bla bla. Das volle Programm.
Nun, nachdem ich über ALG1 bei ALG2 gelandet bin hab ich endlich die Zeit gefunden zu beantragen.
Dabei habe ich alle Ärzte angegeben und auch ein Erklärungsschreiben angefertig, wo und wie mich das alles beeinträchtigt.
Ablehungsbescheid! Begründung mit viel Text. Der Kern war aber, das die sagen, ich würde nicht mal 20 erhalten - fertig.
Warum, das steht da nicht. Der Rest auch nur bla bla.

Widerspruch innerhalb 4 Wochen, klar! Aber wie kann ich die denn knacken? Ich hab das Gefühl, die haben sich meine Krankenakte garnicht durchgelesen. Die behaupten ja quasi, ich sei gesund. Ich war in den letzten 2 Jahren nicht beim Arzt. Aber nur, weil ich sowieso ALG2 bin. Und wenn mein Rücken sagt "geht nicht", dann bleib ich halt liegen. Der Arzt will eh nur immer spritzen und mich mit Ibu wegschicken. Das Fahrtgeld kann ich mir sparen.

Wenn ein Reha Entlassungsbericht schreibt, das ich einen 3fach Wiederholenden Bandscheibenvorfall habe, wieso können die dann einfach sagen, da sei nichts?

Hab dort angerufen. Die Bürotussi meinte nur, ich könne Widerspruch einreichen. Die Ärzte hätten nach deren Richtlinien entschieden. AHA! Die kenne ich auch, kann man sich ja runterladen. Demnach hätte ich mind. 30 und da es mit allerstärksten Schmerzen einherging ggf. sogar mehr.
30 ist das Mindestziel. Ich musste meinen Beruf aufgeben, meine Hobby, ich kann nicht mal mehr nen Sealife besuchen.

Was kann ich tun?
Danke für Eure Antworten!

"Gesunder" *ist ironisch gemeint"
 

alvis123

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Aug 2009
Beiträge
2.009
Gefällt mir
398
#2
Hi...

...es gibt kein "Patentrezept".

Als ich aus der letzten Reha (mit GdB 40 rein) "krank" entlassen wurde, stellte ich gleich einen Verschlechterungsantrag. Als dieser mit GdB 70 erfolgte, beantragte ich sofort die Altersrente für Schwerbehinderte.

Meine Hausärztin meinte, dass sie das mit dem Merkzeichen "G" auch noch hinbekommt!:icon_mrgreen:

Hartnäckig sein!! Oder wenn Du Geld zuviel hast, mit Privatgutachten klagen!:icon_motz:

MfG
 

Goldfield

Moderator

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
29 Jul 2012
Beiträge
644
Gefällt mir
333
#3
Moin,
Also je nach Einkommen kannst du zum Gericht gehen und einen Beratungsschein für einen Anwalt bezgl.Widerspruchs ( Anwalt für Sozialrecht am besten in deinem Fall ) holen, die lehnen gern erstmal alles ab bzw.Stufen niedrig ein, habe ich vor kurzem auch so gemacht, bekam Bescheid wegen einem GDB wo ich nicht mit einverstanden bin, nun läuft alles über den Anwalt.
Er wollte nichtmal die 15 Euro Eigenbeteiligung.
 

Barrit

Elo-User/in

Mitglied seit
16 Feb 2014
Beiträge
537
Gefällt mir
209
#4
hm das ist so eine Sache...

Ein Erklärungsschreiben wäre aber absolut nicht nötig gewesen da ja die Befunde alleine entscheidungsrelevant sind und nicht, dass sich der BSV 3 mal wiederholt hat also rezivierend ist sondern entscheident ist, wie sich das gesamte Krankheitsbild auswirkt.

Bei mir steht z.B. : Degernerative Veränderung der Wirbelsäule, Funktionsbehinderung der Wirbelsäule mit Kopfschmerzen, Bandscheibenschaden, Funktionsbehinderung des rechten Schultergelenks

Das ist entscheidungsrelevant und nicht die Tatsache, dass der BSV rezivierend - ist also die Schwere der Behinderung .

Fakt ist auch, dass ein BSV oft nicht die Ursache für Schmerzen ist und dieser oft durch Zufall bei US entdeckt wird, erst wenn der Kern der BS hervorkommt und auf das Rückenmark drückt fängt ein Leidensweg an und wie das bei Dir ist vermag ich nicht zu beurteilen, sicher geben es auch BSV die leicht sind und sich dennoch durch Schmerz auszeichnen weil sie, ohne dass der innere Kern hervorgekommen ist, auf einen Nerv drücken... ich kenne bei Dir die Ursache nicht ...

Du kannst da schreiben was Du willst ( Erklärungsschreiben ) Tatsache sind die Befunde - nicht mehr und nicht weniger und diese kenne ich nun auch wieder nicht.

Vielleicht magst Du mal den aktuellsten Befund anonym einstellen , dito den Bescheid vom VSA?
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#5
Du solltest aber doch einen Arzt konsultieren. Die sagen sich, so schlimm ist es ja nicht, wenn der/die noch nicht mal zum Arzt geht.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Gefällt mir
1.168
#6

alvis123

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Aug 2009
Beiträge
2.009
Gefällt mir
398
#7
Moin,
Also je nach Einkommen kannst du zum Gericht gehen und einen Beratungsschein für einen Anwalt bezgl.Widerspruchs ( Anwalt für Sozialrecht am besten in deinem Fall ) holen, die lehnen gern erstmal alles ab bzw.Stufen niedrig ein, habe ich vor kurzem auch so gemacht, bekam Bescheid wegen einem GDB wo ich nicht mit einverstanden bin, nun läuft alles über den Anwalt.
Er wollte nichtmal die 15 Euro Eigenbeteiligung.
Hi...

..Vorsicht!...die 15 €:





reichen allenfalls für's sog. "Vorverfahren".

Falls Klage beim Sozialgericht eingereicht wird, gilt das:


Rechtsanwaltsvergütungsgesetz – Wikipedia



MfG
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#8
Genau das war ein Teil meines Erklärungsschreibens!
Und genau deswegen (unter anderem) sehe ich 0 GdB nicht ein.
3x in weniger als einem Jahr ist für mich häufig rezidierend.
Und den Rest erfülle ich auch. Das haben die einfach untern Tisch fallen lassen.
Das steht aber auch genau so in den Entlassungsberichten.

Ich habe gerade erst gewonnen bei einer anderen Sache. Da hatte ich mir nen Beratungsschein geholt.
Der Anwalt war ne Lusche!!! Am Ende hab ich selbst die Arbeit gemacht und gegen das JC gewonnen.
Ich habe 15 bezahlt und dann noch die Arbeit gehabt. Deshalb hab ich von Anwälten derzeit ziemlich
genug. Mag sein, es war der Falsche. Nur wer ist der Richtige? Der, der richtig Biss hat? Hat doch kaum
einer. Also muss ich das selbst regeln. Im SGB II wäre ich zuhause. Hier bin ich es leider nicht mehr.
Königsweg gibt es nicht, klar!

Was würde auf den Widerspruch folgen? Wie geht es dann weiter?
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Gefällt mir
1.168
#9
Was würde auf den Widerspruch folgen? Wie geht es dann weiter?
Wenn der Widerspruch erfolglos ist,kommmt die Klage vor dem SG.

Du könntest Mitglied bei einem Sozialverein wie dem VdK werden,kostet einen monatlichen Beitrag von 5 ? € und dann noch Gebühren im erträglichen Bereich,je nachdem was unternommen wird.
Das Manko dieser Vereine ist,die Qualität hängt vom Personal vor Ort ab.

Aber erhebe erstmal Deinen Widerspruch,mir hatten sie damals 20 gegeben und dann habe ich einen formlosen Widerspruch eingelegt und plötzlich waren es 50.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#10
Du solltest aber doch einen Arzt konsultieren. Die sagen sich, so schlimm ist es ja nicht, wenn der/die noch nicht mal zum Arzt geht.
Ärzte kosten nur Geld! Sonst garnichts.
Ich bin auf Ärzte und Anwälte ganz schlecht zu sprechen.
Hätte ich mich auf die verlassen, hätte mich das JC zerpflückt.
So hab ich die zerpflückt. Seit Monaten ist Ruhe, die trauen sich bei mir
nichts mehr. Nicht mal Meldetermine hab ich mehr seit über 6 Monaten.
Nur noch das Geld kommt. Das war mein Verdienst, weil Ärzte und Anwälte
versagt haben. Ich krieg keine VV, ich krieg auch sonst nichts. Nur das Geld.
Ich habe ganz schlechte Erfahrung mit Ärzten und Anwalt gemacht.

Hinfahren, Cortisonspritzen ablehnen und wieder wegfahren macht sich in der Akte auch nicht dauerhaft besser. So kann ich wenigstens sagen, das KEIN Arzt meinen Ist-Zustand wirklich beurteilen kann. Sollen Sie mich doch mal vorladen. Ich hau die mit Arbeit voll, bis die ne Abteilung für mich öffnen müssen. Ich mach den das so teuer, das die aus finanziellen Gründen schon nachgeben. Ich hab Zeit! Und ich bin motiviert! Ich bin sauer!
Ich kann nicht mal ne Stunde stehen und dann muss ich lesen, das ich "gesund" bin. Wer überprüft deren "Bescheide"?
Nur Richter? Muss ich nach SGBIII und SGBII nun das nächste lernen?
Das darf doch nicht wahr sein! Ich müsste mich eigentlich mal um Arbeit kümmern, statt um die Umsetzung dessen, was mir zusteht.

@Gelibeh
Ich meine verstehen zu können, was Du mir mit dem Tipp sagen willst. Aktuelle Gründe in der Krankenakte produzieren. Das geht allerdings bei den Ärzten nicht einfach so.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#11
Aber erhebe erstmal Deinen Widerspruch,mir hatten sie damals 20 gegeben und dann habe ich einen formlosen Widerspruch eingelegt und plötzlich waren es 50.
Ohne, das Du nun persönliches hier öffentlich machst, in welcher Art hast Du geschrieben?

Einfach nur "Ich lege hiermit Widerspruch ein"?
Ich suche ja nach Begründungen. Und ich würde halt abführen wollen, das
1. die Berichte klar darlegen, was ich habe und nach der Tabelle mir X zusteht
2. kein Arzt derzeit aktuell etwas sagen kann, sollte mein Hausarzt befragt worden sein, so hat er ohne mich überhaupt zu sprechen eigenmächtig meinen Ist-Zustand beurteilt und dies ist nicht legitim.
3. werde ich drohen und auch beweise!!!! wie ich nach der Abschmetterung des Widerspruches alles in Bewegung setzen werde und mit alle Kosten und Zeiten egal sind (irgendwie so in der Richtung)

Hattest Du Begründungen? Neue? Hast Du Gründe wiederholt?
Oder wie hast Du das gemacht?
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.069
Gefällt mir
1.854
#12
Ich kann Gelibeh nur Recht geben, wenn du dich nicht in Behandlung begibst, dann glaubt dir keiner deine Schmerzen. Wegen meiner Rückenschmerzen bekomme ich Spritzen und das Voltaren resinat kaufe ich selbst. Auf Ibo würde ich auch pfeifen. Jetzt soll ich gegen die Schmerzen Akupunktur bekommen. Die kann der Orthopäde auch behalten.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#13
Vielleicht magst Du mal den aktuellsten Befund anonym einstellen , dito den Bescheid vom VSA?
Anbei schonmal der Bescheid. Den aktuellsten Befund muss ich erst aus dem Archiv holen. Ich habe alles von mir selbst in Kopie. Kein Arzt hat auch nur einen Zettel mehr.

Da steht aber eben tatsächlich drin: BSV, 3 fach rezidierend.
Allerdings ist der letze Vorfall 4 Jahre her, weil ich durch die BU aus der Belastung herausgekommen bin und deshalb keinen mehr hatte.
Aber nur, wegen der BU. Nicht weil mein Körper nun "geheilt" ist.
 

Anhänge

ZynHH

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
13.763
Gefällt mir
7.416
#14
Das geht allerdings bei den Ärzten nicht einfach so.
Wieso nicht? Du sollst dich doch nur behandeln lassen, lass dir Schmerzmittel verschreiben, sagt doch keiner das du sie nehmen sollst, wenn du keine Schmerzen hast.

Und schreib mal auf, für den Widerspruch, welche Einschränkungen du hast. Wie wirkt sich das auf deinen Alltag aus? Was kannst du alles nicht mehr tun deswegen, auch in der Freizeit. Der GDB richtet sich hauptsächlich nach deinen Einschränkungen. Das beginnt doch damit, das man sich nicht traut, bestimmte Bewegungen zu machen um den Schmerzen zu entgehen.....
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#15
Ich kann Gelibeh nur Recht geben, wenn du dich nicht in Behandlung begibst, dann glaubt dir keiner deine Schmerzen. Wegen meiner Rückenschmerzen bekomme ich Spritzen und das Voltaren resinat kaufe ich selbst. Auf Ibo würde ich auch pfeifen. Jetzt soll ich gegen die Schmerzen Akupunktur bekommen. Die kann der Orthopäde auch behalten.
Ich habe alles versucht.
Kineso, Gymnastik, Spritzen, usw. Übrigens auch Akupunktur.
Nichts hilft. Ich hab vor dem Arzt gesessen und er meinte, was er mit mir machen soll?
Da meine Freundin in der Apo arbeitet bekomme ich alles zum Einkaufspreis.
Da zahle ich doch nicht mehr? Könnte mir natürlich wieder ne Befreiung durch die KK holen.
Nichtsdestotrotz. Jetzt, in diesem Moment, in diesen 4 Wochen bringt mir ein "normaler" Arztbesuch doch erstmal nichts?

Übrigens, mit hat Akupunktur nicht geholfen. Ich kenne aber einen Fall von jemanden, dem hat es geholfen. Also wenn es Dein Budget zulässt und der Leidensdruck hoch genug ist, dann vielleicht mal versuchen.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#16
Und schreib mal auf, für den Widerspruch, welche Einschränkungen du hast. Wie wirkt sich das auf deinen Alltag aus? Was kannst du alles nicht mehr tun deswegen, auch in der Freizeit. Der GDB richtet sich hauptsächlich nach deinen Einschränkungen. Das beginnt doch damit, das man sich nicht traut, bestimmte Bewegungen zu machen um den Schmerzen zu entgehen.....
Auch das war bereits Teil des Erklärungsschreibens. Ich habe dargelegt in allen Belangen wie Auswirkungen sind. Beruf, Hobby, Alltag, alles. Und ich habe dargelegt, das ich die Tabellen kenne. Dann habe ich mich aufgrund der Befunde selbst eingeordnet und mitgeteilt, was ich von denen erwarte.
Vielleicht sind sie deshalb so sauer und wollen mir deshalb einen geigen.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Gefällt mir
1.168
#18
Ich habe alles versucht.
Kineso, Gymnastik, Spritzen, usw. Übrigens auch Akupunktur.

Übrigens, mit hat Akupunktur nicht geholfen. Ich kenne aber einen Fall von jemanden, dem hat es geholfen. Also wenn es Dein Budget zulässt und der Leidensdruck hoch genug ist, dann vielleicht mal versuchen.
Ich habe festgestellt,dass Aktivitäten im Wasser,ob Gymnastik oder einfach Schwimmen bei mir am besten hilft.Wichtig ist es eine starke Rückenmuskulatur aufzubauen,das ist schon die halbe Miete.

Akupunktur hatte ich auch einmal,sogar bei einem Chinesischen Arzt,hatte glaub 10 oder 12 Behandlungen,aber keinerlei Veränderungen festgestellt.

Ein Punkt den man bei Rückenaua auch nicht vernachlässigen sollte wäre die Psyche.Viele Rückenbeschwerden sind auch somatisch verursacht.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.069
Gefällt mir
1.854
#19
Genau, dass ist meine Meinung, man muss sich für eine Therapie entscheiden. Aber keine Therapie ist schlecht.
 

Barrit

Elo-User/in

Mitglied seit
16 Feb 2014
Beiträge
537
Gefällt mir
209
#20
@Gesunder, wie hier schon gesagt , Du musst in Behandlung - noch besser AU geschrieben sein und zwar b.a.w. .
Das Du den Erstantrag selbst getätigt hast war keine gute Idee... den hätte Dein beh, Arzt tätigen sollen und wenn der Arzt dann das geschrieben hätte was Du vorgetragen hast wäre es besser rüber gekommen - es ist schon sonderbar wenn man selbst einen Antrag stellt und Diagnosen nennt - hast Du wenigsten Befunde , Atteste etc. beigefügt?

Jetzt rate ich Dir , geh zum Arzt und lass den Artz Widerspruch schreiben .

Ich habe den Erstantrag nicht selbst gemacht sondern der beh. Arzt und dann als es schlechter wurde und ich lang eim AU-Stand war beantragte ich selbst eine Vrschlechterung /Erhöhung des GdB und fügte dem aktuelle Befunde bei ohne eine Erklärung zu schreiben und der GdB wanderte von 80% auf 100%
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#21
@ Barrit
Mit Arzt wäre vielleicht besser gewesen. Aber das kann ich ohnehin nicht mehr ändern. Das kann ich mir nur für die Zukunft merken.
Ich werd aber mal versuchen den Hauptarzt mehr einzubinden. Als erstes werde ich ihn fragen, ob er auch gefragt wurde und was er gesagt hat.

Befunde, Diagnosen, Atteste habe ich selbst mit eingereicht. Weiterhin musste ich ja die Ärzte nennen und sie haben das von denen ein 2.Mal 1:1 erhalten.
Immer, wenn ich einen Umschlag nicht öffnen sollte und zu einem anderen Arzt bringen sollte habe ich den geöffnet und alles abfotografiert.
WEIL ES MEIN KÖRPER IST! Und fehlendes habe ich mir in Zweitschrift ebenfalls aushändigen lassen.
Die haben also alles erhalten.
Es ist so, als wenn ich sage, als Laie "Bein ab". Befund "Bein ab" einreiche. Dann die Ärzte nochmal sagen "Bein ab". Die nun sagen "Bein nicht besonders ab" und das ganze begründen, weil ich länger nicht beim Arzt war. Ja trotzdem ist das Bein ab!

Ich werd mich mal mit dem Arzt beraten. Bissl Zeit ist noch.
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.910
Gefällt mir
12.189
#22
Hallo Gesunder,

Auch das war bereits Teil des Erklärungsschreibens. Ich habe dargelegt in allen Belangen wie Auswirkungen sind. Beruf, Hobby, Alltag, alles. Und ich habe dargelegt, das ich die Tabellen kenne. Dann habe ich mich aufgrund der Befunde selbst eingeordnet und mitgeteilt, was ich von denen erwarte.
Vielleicht sind sie deshalb so sauer und wollen mir deshalb einen geigen.
Du hast also einen Bandscheibenvorfall gehabt und der meldete sich schon 3 Mal wieder, bist du deswegen schon operiert worden, warst du in Kliniken, bist du in spezieller regelmäßig Schmerztherapeuthischer Behandlung, nimmst du regelmäßig Schmerzmittel aus dem BTM-Bereich ???

Ich will dich wirklich nicht ärgern aber mein Männe hatte das alles bereits durch und bekam zunächst einen GdB vom 30 bewilligt ... nach der ersten OP ...
Das ist über 20 Jahre her ... inzwischen hat er weiter OPs gehabt deswegen, war mehrfach in der Schmerzklinik und nimmt Morhine gegen die starken Dauerschmerzen ... nun hat er inzwischen den Schwerbehinderten-Ausweis (GdB 50) bekommen und ist EM-Rentner.

Ich frage mich gerade was du konkret erwartest (und wofür ???), in welcher Weise fühlst du dich tatsächlich so extrem eingeschränkt und behindert, was erhoffst du dir für einen GdB zu bekommen ???

Du gehst also nicht zum Arzt weil du ALGII bekommst, das Argument ist mir neu, wenn man so starke Schmerzen hat wie du schilderst, dann helfen keine freiverkäuflichen IBU mehr und Kortison ist meines Wissens auch kein probates Dauerschmerzmittel ... mein Männe hat gegen seine LWS-Probleme noch nie Kortison bekommen ... :icon_evil:

Mit Arzt wäre vielleicht besser gewesen. Aber das kann ich ohnehin nicht mehr ändern. Das kann ich mir nur für die Zukunft merken.
Ich werd aber mal versuchen den Hauptarzt mehr einzubinden. Als erstes werde ich ihn fragen, ob er auch gefragt wurde und was er gesagt hat.

Auch dein Arzt kann dem Versorgungsamt nicht beschreiben, wie es dir im täglichen Leben damit geht und wo genau (bei welchen Tätigkeiten /Bewegungen) deine Schmerzen besonders stark werden, dafür gibt es z.B. Schmerztagebücher, wo man das für den Arzt täglich notieren muss wann es wo wie stark geschmerzt hat und denen nur ihre Richtlinien vor die Nase zu halten genügt ganz sicher nicht obwohl ich damit auch schon einen Widerspruch für meinen Männe durch bekommen habe.

Das war aber klar und eindeutig eine Fehleinschätzung vom Versorgungsamt damals, er bekommt übrigens den GdB 50 nicht alleine wegen der Rücken Probleme, da sind noch einige andere Sachen dabei ... ohne OP und regelmäßige Schmerztherapie von einem Orthopäden /Schmerztherapeuten verordnete Schmerzmedikation wirst du kaum GdB 30 erreichen können.

Befunde, Diagnosen, Atteste habe ich selbst mit eingereicht. Weiterhin musste ich ja die Ärzte nennen und sie haben das von denen ein 2.Mal 1:1 erhalten.
Woher weißt du das, wenn du die Akteneinsicht (§ 25 SGB X) noch gar nicht gefordert hast um einen Widerspruch vernünftig begründen zu können.
Aktuell (vor Ablauf der Monatsfrist) brauchst du nur fristwahrend Widerspruch einlegen zum Bescheid vom XXX, forderst gleichzeitig die maßgeblichen Unterlagen an und die "versorgungsärztliche Stellungnahme", darin ist genauer aufgeführt wie deren Ärzte das beurteilt haben.

Die Begründung erfolgt erst nach Erhalt und Auswertung dieser Unterlagen, vorher weiß dein Arzt auch nicht wie er dir da helfen könnte, ob er es dann weiß kann ich nicht beurteilen, wir haben das immer ohne die (direkte) Unterstützung unserer Ärzte geschafft.

Ein Anwalt kann dir da im Moment auch nicht helfen, es sei denn dem willst du auch noch deine ganze Krankengeschichte erzählen, denn sonst kann der das auch nicht beurteilen, danach vermutlich auch nicht weil der nun mal Anwalt und kein Arzt ist.

Immer, wenn ich einen Umschlag nicht öffnen sollte und zu einem anderen Arzt bringen sollte habe ich den geöffnet und alles abfotografiert.
WEIL ES MEIN KÖRPER IST! Und fehlendes habe ich mir in Zweitschrift ebenfalls aushändigen lassen.
Die haben also alles erhalten.
"In deinem Körper stecken die alle nicht", auf deine Patienten-Unterlagen hast du gesetzlich verbriefte Rechte, da brauchst du nicht "heimlich" Umschläge öffnen und Fotos machen ... die Akteneinsicht steht dir aktuell schon nach § 25 SGB X zu und deine Recht auf Einsicht in deine gesundheitlichen Unterlagen ist zusätzlich hier verankert ...

Patientenrechtegesetz

dafür brauchst du noch nicht mal einen Grund anzugeben ... orthopädische /hausärztliche Arzt-Unterlagen dürften auch kaum so brisant sein, dass man die die Einsicht per Gerichtsbeschluss verweigern könnte ... :wink:



Wenn die (nach deiner Ansicht) schon alles haben, dann ist es nach deren Richtlinien offenbar noch nicht schlimm genug für einen GdB, dagegen kannst du dich natürlich wehren, ob das mit Erfolg sein wird kannst du nur erfahren wenn du es versuchst.


Es ist so, als wenn ich sage, als Laie "Bein ab". Befund "Bein ab" einreiche. Dann die Ärzte nochmal sagen "Bein ab". Die nun sagen "Bein nicht besonders ab" und das ganze begründen, weil ich länger nicht beim Arzt war. Ja trotzdem ist das Bein ab!
Nun übertreibe mal nicht so, BS-Vorfälle sind ja kaum mit "Bein ab" gleichzusetzen, ab einem bestimmten Lebensalter werden gerade viele Rücken und Knochen-Probleme auch bereits als "normaler altersgemäßer Verschleiß" angesehen, der Körper ist nun mal nicht unverwüstlich und dann ist manches eben altersbedingt keine besondere Behinderung mehr die einen GdB bewirken könnte.

Das gilt immer nur bei vom "üblichen" abweichend in der betreffenden Altersgruppe, kommt also auch ein wenig auf dein Lebensalter an, ob das noch als Behinderung anerkannt wird oder schon als (häufige) übliche Alterserscheinung gilt, dafür gibt es dann keinen Behindertenstatus mehr vom Versorgungsamt.

Brauchst nicht beleidigt sein, ich habe nicht vor dich anzugreifen, ich selber habe GdB 40 wegen einer Mechanischen Herzklappe (dafür gibt es lt. Liste auch mindestens GdB 30) /Tinnitus/Hörproblemen und einer "leichten psychischen Störung", wegen der ich fast 4 Jahre vom Psychiater AU geschrieben war und letztlich berentet wurde ... ich weiß also sehr gut, worum es geht in diesem Bereich. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#23
@ Doppeloma

Erstmal Danke für all Deine Mühe mit der Texterstellung.
Bereits gestern habe ich Widerspruch eingereicht und alle Unterlagen die Basis für die Entscheidung waren darin angefordert und noch einiges mehr. Und meine Begründung habe ich erst in Folge angekündigt, wenn ich selber mehr Infos habe. Diese Art des Widerspruchs, also der Einreichung mit Akteneinsicht und der späteren eigenen Begründung habe ich durch Internetrecherche herausgefunden. Nun diese Art bei Dir als Tipp wieder gefunden. Das ist ja anscheinend schonmal genau der richtige Erstweg auf den Bescheid.

Ich erhoffe mir einen GdB von 30. Weil ich die angegeben Bedingungen mit der dauerhaften Funktionseinschränkung habe, also erfülle. Von dem, was Du schreibst fehlt mir die OP, bei mir wurde es klassisch gelöst (Akut-Krankenhaus, Reha, IRENA, Umschulung). Also zu allen anderen Dingen, ist die Antwort ja. In regelmässiger schmerztherapeutischer Behandlung bin ich nicht. Durch das ALGII unterliege ich nicht der Arbeitswelt. Dadurch kann ich nach meinem Körper leben. Wenn ich also einen schlechten Tag hab rückentechnisch entsprechend handeln. Nur dadurch kann ich Schmerzmittel runterschrauben. In einer Arbeitsbelastung sieht es anders aus. Dann schnellst das wieder sofort hoch und eine 2. Stelle beginnt sich in den Brustwirbeln zu "melden". Aber nur im Anfangsstadium.
Mir ist bekannt, das man bei besonderen Schmerzzuständen auch mehr als einen GdB von 30 erhalten kann. Das habe ich versucht. Allerdings muss ich da ehrlich auch sagen, das ich dies mit ALGII derzeit nicht erfülle. Also GdB 30 wäre faktisch Tatsache und fair bewertet. EM-Rentner bin ich leider nicht, weil ich zu jung bin. Ich bin nur BU-Renter.
Eingeschränkt bin ich dahingehend, das ich z.B. nicht mal in der Lage bin 1h stehen zu können. Oder mit einem Hohlkreuz zu liegen, nicht schwerer heben zu können oder z.B. wenn ich in einer Position war und diese wechsel diese Antriebsstörungen habe.
Wenn man ALGII hat, dann hat man bei Arztbesuch Fahrtkosten, bei Verschreibung Krankengymnastik Kosten, dann kommen die mit ihren persönlchen Verkäufen, wo ein paar Bänder für einmal tapen 15 Euro kosten, ich hab das alles durch. Ich mache nur noch Dinge, die ich noch nicht probiert habe.


>... ohne OP und regelmäßige Schmerztherapie von einem Orthopäden >/Schmerztherapeuten verordnete Schmerzmedikation wirst du kaum GdB 30 >erreichen können.

Ich kenne persönlich Fälle, wo es ohne OP geklappt hat. Ich versuche es. Mir bleibt nichts anderes übrig.

Mein Beispiel mit dem Bein ab bezog sich nicht auf einen Rücken-Bein Vergleich, sondern bezog sich auf den Fakt einer Fehleinschätzung, wenn etwas offensichtlich sein sollte aufgrund der Plausibilitätsprüfung.
Rücken hat den großen Vorteil, es ist nicht lebensbedrohlich. Ich möchte nicht mit Herzpatienten tauschen. Die sind schlimmer dran.

Was ich habe ist defintiv keine Alterserscheinung.
Das muss ich nun beweisen. Ich werde sonst nochmal ein Attest besorgen und damit ein Verschlimmerungsantrag stellen, wenn alles andere vorher nicht zum Erfolg geführt hat. Ich geb nicht auf.

Beleidigt? Wirk ich so? Wenn ja, ich bin es nicht :)

Nochmals Danke für Deine Antwort! :)
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.910
Gefällt mir
12.189
#24
Hallo Gesunder,

Das ist ja anscheinend schonmal genau der richtige Erstweg auf den Bescheid.
Korrekt, denn das bewirkt bereits die Einhaltung der Widerspruchsfrist und für die Begründung gibt es keine gesetzlichen Fristen mehr, ist ja auch davon abhängig wie schnell das Versorgungsamt di Unterlagen nun schicken wird.

Ich erhoffe mir einen GdB von 30. Weil ich die angegeben Bedingungen mit der dauerhaften Funktionseinschränkung habe, also erfülle.
Und was glaubst du damit dann anfangen zu können, davon wird es dir nicht "besser" gehen (gesundheitlich und finanziell), so jedenfalls meine Erfahrung, als ich den Bescheid dazu dann in den Händen gehalten habe.

Ich konnte mich dann Gleichstellen lassen (bei der AfA) und hatte dadurch den erhöhten Kündigungsschutz bei meinem AG (wie ein Schwerbehinderter) das war es aber auch schon ...

Wenn man keinen AG hat (also arbeitslos ist) bewilligt die AfA das eher nicht, weil es ein zusätzliches "Vermittlungshemmnis" darstellt, davon hast du offenbar auch so schon genügend ... :icon_neutral:

Von dem, was Du schreibst fehlt mir die OP, bei mir wurde es klassisch gelöst (Akut-Krankenhaus, Reha, IRENA, Umschulung). Also zu allen anderen Dingen, ist die Antwort ja.
Na dann hast du doch alles was möglich war auch OHNE GdB /Schwerbehinderten-Ausweis bekommen ... welche Effekte erwartest du davon noch ???

Das ist ansonsten ein Stück bedrucktes Papier, dass dir bestätigt, dass du gesundheitliche Einschränkungen hast, nicht weniger aber auch nicht mehr ... selbst der Ausweis (ohne Merkzeichen) bewirkt nicht wirklich was, für dein weiteres Leben und wenn der im Schrank liegt (wie bei meinem Männe) dann hat man da auch keine "besseren Gefühle" bei ...

Er hat übrigens kein Merkzeichen "G" bisher bekommen, allerdings haben wir jetzt auch keine Lust mehr auf weitere Kämpfe mit irgendwelchen Behörden, wir fahren nicht oft mit Öffis, da braucht er das auch nicht unbedingt, mit der Ermäßigung.

Ansonsten nützt ihm der Ausweis GAR NICHTS mehr als EM-Rentner und mir mein GdB 40 ebenso wenig, wir können nicht mal die Steuer-Freibeträge nutzen, weil wir keine Steuern zahlen auf unsere kleinen Renten... :-(((

Wenn du jetzt das Argument bringen würdest, kann das im ALGII /SGB II auch keine Wirkung entfalten, das ist auch steuerfrei und dann bringt das auch NIX ...

In regelmässiger schmerztherapeutischer Behandlung bin ich nicht. Durch das ALGII unterliege ich nicht der Arbeitswelt. Dadurch kann ich nach meinem Körper leben. Wenn ich also einen schlechten Tag hab rückentechnisch entsprechend handeln. Nur dadurch kann ich Schmerzmittel runterschrauben.
Das ist schon klar und nachvollziehbar für mich, mein Männe würde aber mit IBU und Co. "die Wände hochgehen", damit kann er seine Schmerzen überhaupt nicht mehr bekämpfen und ganz ohne ist er faktisch "lebensunfähig" ... da ist noch ne Menge Luft dazwischen und nach den OPs hat er noch jahrelang 12 Stunden-Schichten geschoben (bis über 50 und natürlich ständig unter "Drogen" :biggrin:).

In einer Arbeitsbelastung sieht es anders aus.
Das ist mir ganz sicher nicht neu, aber man kann sich nicht einfach selber entschließen, dass es ohne Arbeit besser geht, denn ALGII ist kein "Dauerkrankengeld", deiner Argumentation, dass dies dir die Sicherheit geben könnte, deine Gesundheit auf Dauer "zu pflegen" kann ich da nicht ganz folgen.

In welchen Bereich wurdest du denn umgeschult ???
Das wurde ja (eigentlich) gemacht und bezahlt, damit du nicht mehr deine Gesundheit mit ungeeigneten Tätigkeiten weiter ruinieren musst.

Was aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass man von dir erwartet, dass du dieses "Geschenk" auch nutzen wirst, um vorerst keine EM-Rente zu benötigen, so hat sich das jedenfalls die DRV vorgestellt, die das (wahrscheinlich) auch bezahlt hat ...

Mir ist bekannt, das man bei besonderen Schmerzzuständen auch mehr als einen GdB von 30 erhalten kann. Das habe ich versucht.
Sorry aber was stellst du dir darunter vor, die besonderen Schmerzen durch Rücken /WBS-Probleme sind im GdB 30 dafür bereits erfasst, da bekommt man so "alleine" nicht so schnell noch was extra draufgepackt.

Es werden deine gesamten Einschränkungen bewertet und nicht nur "Einzelteile" davon, dass so was auch Schmerzen verursacht ist natürlich schon dabei und bei extremen Schmerzzuständen bestätigt das ein spezieller Schmerztherapeut, wie ich es oben schon beschrieben habe.

Allerdings muss ich da ehrlich auch sagen, das ich dies mit ALGII derzeit nicht erfülle. Also GdB 30 wäre faktisch Tatsache und fair bewertet. EM-Rentner bin ich leider nicht, weil ich zu jung bin.
Von welchem Geld du lebst ist dem Versorgungsamt ziemlich egal, wie kommst du darauf dass dein Bezug von ALGII da irgendeinen Einfluss drauf haben könnte welchen GdB man dir bewilligt ... da wird auch ohne Hartz 4 ein GdB 30 nicht bewilligt, wenn das V-Amt das anders sieht.

Im Übrigen ist das ALGII (nur) für erwerbsfähige Arbeitslose vorgesehen und der Sinn ist eigentlich Vermittlung in Arbeit, damit der Staat nicht ewig zahlen muss und du dein Geld in dem umgeschulten Beruf irgendwann wieder selber verdienst.

Zur "Pflege der Gesundheit" ist Krankengeld und/oder nötigen Falles eine EM-Rente gedacht aber nicht "Grusi für Arbeitsuchende" ... da hast du sehr viel Glück, wenn dein JC das so human behandelt, dass du annimmst man könne sowieso nichts von dir verlangen, weil du krank und BU bist ...

Ich nehme an das wurde mal von der DRV bestätigt (Reha???) und deswegen hast du die Umschulung gemacht (machen dürfen) für diesen Beruf bist du aber nicht mehr BU, das gilt nur noch für den Beruf aus dem du umgeschult wurdest (jedenfalls steht es so in den Gesetzen der Rentenkasse).

Ich bin nur BU-Renter.
Wer sagt das, bekommst du eine BU-Rente ???
Dann sicher nur aus einer privaten Zusatzversicherung, denn die DRV zahlt (gesetzliche) BU-Rente nur noch für Versicherte die VOR dem 02.01.1961 geboren sind, für alle anderen gibt es nur noch EM-Rente wenn die DRV das so entscheidet nach der Antragstellung.

Nach einer Umschulung ist es aber ziemlich schwer die DRV davon zu überzeugen, dass man nun doch die EM-Rente braucht ... mit dem Lebensalter alleine hat das aber nicht wirklich was zu tun, es gibt kein bestimmtes Alter wo man "krank genug sein darf" um eine EM-Rente bekommen zu können ...

Auch sehr junge Menschen können schon so schwer krank sein, dass selbst die DRV das anerkennen muss und ihnen EM-Rente bewilligt, einfach ist das allerdings nicht, auch nicht im höheren Lebensalter.

Die möchten möglichst überhaupt KEINE Rente zahlen müssen, wenigstens nicht vor der regulären Altersrente.

Eingeschränkt bin ich dahingehend, das ich z.B. nicht mal in der Lage bin 1h stehen zu können. Oder mit einem Hohlkreuz zu liegen, nicht schwerer heben zu können oder z.B. wenn ich in einer Position war und diese wechsel diese Antriebsstörungen habe.
Stehen kann ich schon mein Leben lang nicht wirklich lange und habe trotzdem fast 40 Jahre gearbeitet, es gibt auch genügend sitzende Tätigkeiten (ich nehme an in die Richtung ging auch deine Umschulung), man muss ja nicht bei jeder Arbeit stundenlang stehen und/oder schwer heben ...

"Antriebsstörungen" gehören in den psychischen Bereich, da hat man "zu gar nichts mehr Lust/Antrieb", auch wenn es nicht weh tun würde, das zu machen ... du meinst sicher "Anlaufschwierigkeiten" hatte mein Männe schon seit der ersten OP, die wird er auch den Rest des Lebens haben, aber jetzt (als EM-Rentner) kann er damit natürlich auch besser umgehen und sich einfach die Zeit nehmen die er braucht.

Als Grund für eine EM-Rente und nicht arbeiten zu können /müssen hat das bei der DRV allerdings auch jahrelang noch längst nicht gereicht ... uns hat das JC jedenfalls nur wegen der bereits laufenden EM-Renten-Anträge in Ruhe gelassen ...

Sonst hätten die auch noch versucht uns (mit weit Ü 50) in "andere" Arbeit zu vermitteln, mit Dauer-Krankenschein und bestehendem Arbeitsverhältnis ... das ALGII soll schließlich keine Dauerlösung sein ... :wink:

Wenn man ALGII hat, dann hat man bei Arztbesuch Fahrtkosten, bei Verschreibung Krankengymnastik Kosten,
Diese Kosten hast du in Hartz 4 aber nicht lange, wenn du dann die Befreiung von den Zuzahlungen beantragst bei deiner KK, dann bekommst du verschreibungspflichtige Medikamente völlig ohne Extra-Kosten, die Fahrtkosten zum Arzt werden ja nun so unheimlich hoch auch nicht sein ...

Unsere Ärzte konnten /können wir überwiegend auch gut zu Fuß erreichen (ja Bewegung tut auch meinem Männe dann mal gut), du bringst hier finanzielle Argumente, die man nicht bringt, wenn es wirklich so schlimm ist wie du schreibst, Hartz 4 heilt jedenfalls gar nichts ... das können nur Fachärzte, zumindest versuchen für Linderung sorgen.

Aber eben auch nur wenn man regelmäßig hin geht, so kannst du (z.B.) auch eine Chroniker-Bescheinigung von deinem Arzt bekommen und hast dann früher (ab 1% Jahreseinkommen, das sind in deinem Falle um die 40 Euro) ... dafür muss man aber wenigstens 1 Mal im Quartal in Behandlung sein, sonst füllt das kein Arzt aus ... ohne die Chroniker-Regelung sind es 2 % sind so um die 80 Euro (bei ALG II) die man erst selber zuzahlen muss, ehe man den Ausweis bekommen kann.

Ein GdB ist dafür auch völlig unnötig, man braucht nur regelmäßig zum Arzt gehen und wenn der dann noch "lebensnotwendige" Medikamente verschreiben muss, ist das überhaupt kein Problem diesen Befreiungs-Ausweis jedes Jahr zu bekommen, so lange man kein anderes /höheres Einkommen hat.

Dann brauchst du auch keine Physiotherapie mehr zuzahlen, keinen Krankenhausaufenthalt usw.

dann kommen die mit ihren persönlchen Verkäufen, wo ein paar Bänder für einmal tapen 15 Euro kosten, ich hab das alles durch. Ich mache nur noch Dinge, die ich noch nicht probiert habe.
Solchen Quatsch brauchst du doch nicht zu kaufen, das mag vielleicht Sportlern bei kleinen "Zipperlein und/oder Muskelkater" helfen, so was hat mein Männe noch nie benutzt und es hat ihm auch noch kein Arzt empfohlen das zu "probieren" ... er bekommt regelmäßig Physio-Therapie von seiner Schmerztherapeutin verordnet und braucht nie was zuzahlen ...

Das kann ihn und seinen kaputten Rücken zwar auch nicht mehr "heilen" aber sie meint, dass sie ihm auch das verordnen wird, was ihm einfach mal etwas Erleichterung verschafft und sei es nur für wenige Stunden, denn er hat Dauerschmerzen trotz BTM-Medikation, ohne ginge es allerdings überhaupt nicht.

Er führt natürlich weiterhin sein Schmerztagebuch, das will sie auch bei jedem Termin sehen, schon um die Wirkung der Tabletten besser einschätzen zu können, so wird das wohl auch bis an sein Lebensende weitergehen (müssen), auch wenn er jetzt EM-Rentner ist und ihm (eigentlich) keiner mehr wirklich "helfen" kann.

Ohne diese Behandlungen würde es ihm allerdings insgesamt sicher noch schlechter gehen, es geht ihm also aktuell den "Umständen entsprechend" gut, arbeiten könnte er so natürlich auch nicht mehr gehen ...

Ich kenne persönlich Fälle, wo es ohne OP geklappt hat. Ich versuche es. Mir bleibt nichts anderes übrig.
In der Hinsicht wird auch ein GdB nichts für dich verändern können, gerade wenn du noch so jung bist, sollte es doch auch in deinem Interesse liegen dir das körperliche /gesundheitliche Wohlbefinden so lange wie möglich zu erhalten, dafür braucht man keinen GdB sondern vernünftige (Fach-) Ärzte und eine etwas andere Einstellung dazu scheint mir ...

Rücken hat den großen Vorteil, es ist nicht lebensbedrohlich. Ich möchte nicht mit Herzpatienten tauschen. Die sind schlimmer dran.
Kommt drauf an, mir geht es (jetzt) auch wieder "den Umständen entsprechend" gut, vor der OP (2007) hatte ich noch eine realistische Lebenserwartung von 3 - 5 Jahren, mit der sicheren Aussicht, dass es mir (ohne die OP) garantiert immer beschi**ener gehen würde ... mit den Knochen /Rücken hatte und habe ich (aktuell 61) keine besonderen Schwierigkeiten, da "bedaure" ich eher meinen Männe um sein Schicksal ...

Aber man kann lernen das zu akzeptieren, damit zu leben und wenn man dazu bereit ist wird manches einfacher ... mich hat es eher fertig gemacht (psychisch) dass die DRV nach der Antragstellung meinte, ich solle trotzdem weiter Vollzeit mein Geld selber verdienen und brauche doch "deswegen" keine EM-Rente ...

Immerhin sahen sogar deren Gutachter meinen vorhandenen Büro-Job inzwischen als ungeeignet an, nur was ich sonst "noch Leichteres" machen sollte, wussten die auch nicht konkret zu benennen ...
Es dauerte fast 3 Jahre bis dann am Gericht dazu entschieden wurde, dass ich meine sehr geringe Gesamt-Leistungsfähigkeit nicht mehr "wirtschaftlich sinnvoll" am aktuellen Arbeitsmarkt unterbringen kann. :icon_daumen:

Im privaten Alltag geht es mir eigentlich deutlich besser als meinem Partner, wenn mein Kreislauf mal nicht so will, kann ich ja pausieren und ich mache eben nicht mehr als möglich ist auf einmal ...

Was ich habe ist defintiv keine Alterserscheinung.
Das muss ich nun beweisen.
Bei mir auch nicht, bekommt ja nicht jeder ein künstliches Ersatzteil in die Pumpe eingebaut ... darum gibt es ja darauf auch Minimum GdB 30 (dauerhaft) ... nur EM-Rente, die gibt es trotzdem nicht unbedingt ... :-(((

Was willst du denn da "beweisen", die kennen doch dein Geburtsdatum und was die da als "altersgemäß" ansehen oder nicht steht in den Richtlinien ...
Wenn noch kein GdB erteilt wurde, kannst du auch keine "Verschlimmerung" beantragen, sondern nur einen erneuten Feststellungsantrag stellen ...

Keiner sagt, dass du aufgeben sollst, auch wenn ich den Hintergrund /Sinn deines verbissenen Kampfes um einen GdB (von wenigstens 30) noch immer nicht verstehen kann (aber vielleicht ist das ja bei mir eine "Alterserscheinung" ???), alles was du bisher dazu angeführt hast, wird sich auch durch einen anerkannten GdB vom Versorgungsamt nicht ändern ...

Beleidigt? Wirk ich so? Wenn ja, ich bin es nicht :)
Nein, bisher wirkt es nicht so, aber ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Schreibe oft auch "provokativ" ist und rüber kommt, da hat sich schon mancher "auf den Schlips getreten" gefühlt, besonders wenn er noch ziemlich neu war im Forum.

Bin zwar schon älter aber immer noch sehr neugierig und hinterfrage gerne, was, wer warum unbedingt erreichen möchte ... ich finde es immer besonders schade, wenn sich schon sehr junge Menschen (wegen eigentlich noch relativ leichter gesundheitlicher Einschränkungen) fast aufgegeben haben und nicht mehr über berufliche Ziele nachdenken (möchten) ... sondern nur noch darüber wie sie (hoffentlich) auch in der Zukunft nicht mehr arbeiten brauchen. :icon_kinn:

Da bekomme ich langsam Angst, ob meine Rente wirklich so "sischer" ist ... ;-)))

MfG Doppeloma
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#25
@Doppeloma

Beim Widerspruch fand ich halt den Tipp gut die Akteneinsicht der eigenen Begründung vorzuschieben.

Ein GdB wird dafür sorgen, das es mir seelisch besser geht.
Weil so einige Menschen in meinem Umfeld versuchen mir einreden zu wollen, das ich komplett gesund sei. So auch meine Sachbearbeiterin. Das ist auch schon mehrfach eskaliert in Sanktionsversuchen die ich alle gewonnen habe und sie regelmässig daran "erinnern" muss, das ich kein Ja-Sager bin und mir nichts einreden lassen. Überzeugen ja, einreden nein.
Finanziell und gesundheitlich, geb ich Dir recht, da ändert sich nichts.
Rechtlich hingegen schonwieder schon.
Und das weißt Du, sonst hättet ihr das selber nicht gemacht, oder?
Wenn es keine Auswirkungen hat, wieso habt ihr es gemacht?
Auch die Gleichstellung ist eines meiner weiteren Ziele. In der Privatwirtschaft eher ein Vermittlungshemmnis, im öffentlichen Dienst genau das Gegenteil. Vermittlungshemmnisse habe ich sehr viele. Das stimmt. Ohne mein wohlwollendes zutun können die mir eigentlich nichts, zumal ich meine Rechte sehr gut kenne und meine Pflichten alle erfülle und auch die Spielchen kenne und hier nicht nur wasserdicht, sondern druckdicht arbeite.

Zu Deinen Fragen:
Meine Erwartungen:
Ich erwarte mir durch den GdB eine leichtere Abwehr von Zeitarbeit, als es jetzt schon der Fall ist. Ich erwarte das mein Handicap dann ernst genommen wird. Ich strebe die Gleichstellung an. Das sind so meine Hauptgründe.
Ich bin es leid mit meiner Sachbearbeiterin über meinen Gesundheitszustand diskutieren zu müssen. Sie ist der Überzeugung, wenn etwas länger her ist, ist es erledigt. Und dem ist nicht so. Meine Krankheit wird nicht ernst genommen. Das ist etwas, was mich aufregt. Aufregung mindert meine Lebensqualität. Das geht nicht.

Merkzeichen G hab ich eingetragen, aber nur mit dem Gedanken "vielleicht rutscht es durch". Ist aber nicht und es ist auch ok, weil die paar Schritte kann ich laufen. Das ist in Ordnung, da werd ich auch nichts weiter unternehmen.

Zu den Schmerzen. Wenn man einen Kontrollverlust des eigenen Körpers hat, weint, in Dinge beißt und Angstzustände zwische den Schmerzschüben hat und man sich selber alles spritzen würde (wenn man denn könnte, denn wie gesagt, Kontrollverlust), dann ist das denke ich schonmal ne Hausnummer.
Nicht mal die Schaufeltrage konnte eingesetzt werden. Der Schwingtisch später war wie eine Folterbank, naja, .....
Jedenfalls habe ich einen Denkfehler gehabt. Ich bin davon ausgegangen, das der Schmerzzustand zählt, den man hatte. Und nicht nur der, den man hat. Diesen extremen habe ich derzeit nicht. Möchte ich auch nie wieder erleben.
Und insofern habe ich in den letzten Tagen bereits gelernt das die angestrebten GdB 50 unrealistisch sind, weil diese Schmerzen derzeit nicht so vorhanden sind. Wenn Dein Mann sowas hat, dann tut mir das echt Leid.
Das wünscht man nicht mal seinem Feind. Das ist sowas von krass. Das verstehen nur die, die es erlebt haben. Das ist mit Zahnarzt und Co nicht vergleichbar.

Wenn Dein Mann dann nach der OP noch 12 Stunden Schichten geschoben hat unter Drogen, weil er es wollte, dann ist das ok.
Ich sehe das nicht ein. Durch die Arbeit bin ich bereits angeschlagen. Und ich muss nun mit meinem Körper haushalten, damit ich noch 20 Jahre Arbeit schaffe. Das kann ich nicht, wenn ich mich so verheizen lasse. Diesen Fehler habe ich bereits begangen und mache ich kein 2.Mal. Die unbezahlten Überstunden, die 80h Wochen haben meinen Körper gekillt. Nein, danke. Egal was Du sagst, no way. Dann gelte ich eben als faule Sau, aber wenn im Vertrag 40,0 steht, dann gibt es auch nur noch 40,0.
Für mich ist nun die Gesundheit wichtiger als die Arbeit.
Die Kinder als der Chef. Ich habe im Akut-Krankenhaus die ganzen Herzpatienten gefragt was deren größter Fehler war. Egal welcher IQ, egal welches Leben. Alle haben sich verheizen lassen. Und nun liegen sie da mit ihren Blutverdünnern. Ne, ich höre auf meinen Körper. Nach dem Taschenrechner bestimmt er meine Entscheidungen.
Umgeschult wurde ich fürs Büro. In dieser Zeit begannen aber weitere Probleme an anderer Rückenstelle. Mein Rücken ist einfach Mist.
Und mir ist klar, das ich das ne Weile machen können werde. Bringt mir auch sogar echt Spass. Aber realistisch gesagt ist mir auch klar, das da noch mehr passieren wird.
Die Umschulung war kein "Geschenk" der DRV. Es war kalkül, mich zum Beitragszahler zu machen. Und davon ab. Du weißt, das eine Umschulung bedeutet, das man Voraussetzungen erfüllen muss. Z.B. die Jahre, wie lange man eingezahlt hat. Da ich aber eingezahlt habe, ist das KEIN Geschenk.
Es war ein Versicherungsfall. Nichts weiter. Versicherungen sind wetten. Und bei Zwangsversicherungen wie den staatlichen wird man halt gezwungen zu wetten. EU bin ich nicht. Und deshalb ist eine EM-Rente auch etwas, was ich derzeit weder anstrebe noch wenn ich ehrlich bin durchkommen dürfte. Denn ich bin erwerbsfähig. Ich habe erst vor kurzem wieder mal 2 Monate umsonst als Praktikant gearbeitet. Dann ein 1er Arbeitszeugnis bekommen und tschüss. Das Übliche halt. Nun geht der nächste in den Laden.

>wie kommst du darauf dass dein Bezug von ALGII da irgendeinen Einfluss drauf haben könnte welchen GdB man dir bewilligt ...

Es ging um die Unzumutbarkeit einer Arbeit aus gesundheitlichen Gründen. Nicht um Bezüge. Das JC ist für alle da, ausser EU. AU und BU ist aber nicht EU. Also sind die genau für mich da! Der Staat wird sowieso zahlen müssen.
Mit dem üblichen Tariflohn wäre ich Aufstocker. Aus ALG2 komme ich so oder so nicht raus. Dann müsste ich in ein anderes Bundesland ziehen oder meiner Familie tschüss sagen. Durch meine eigene Vorsorge durch meine private BU bin ich bereits Aufstocker. Ich liege also dem Staat sowieso nicht voll zur Last.

Human ist das JC nicht. Aber da ich nunmal gesundheitlich nicht jeden Beruf machen kann aus gesundheitlichen Gründen und ich einen Beistand habe, der das jedes Mal durchsetzt und die Gesetze so sind, wie sie sind, hab ich da keine Humanität, sondern ich bin Arbeitssuchend mit Einschränkungen nach gültigen Gesetzen.

BU bin ich für alles was bestimmte Anforderungen hat. Tragen, Stehen, Zwangshaltungen usw. Das ist nicht nur auf einen Beruf bezogen.
BU-Rente bekomme ich aus einer privaten, korrekt.
Schlussfolgern tust Du echt gut. EM-Rente ist wie gesagt nicht mein Ziel.
Ich möchte die Abhängigkeit vom Amt soweit abbauen, das selbst dann, wenn mir noch paar Euros zustehen würden, ich diese nicht nehmen muss. Lieber habe ich Ruhe, weniger Pflichten und mehr Lebensqualität. Weil so toll ist das beim Amt nun wirklich nicht.

Ich meinte Anlaufschwierigkeiten, ja. Nicht Antriebsstörungen. Du kennst das ja sicher von Deinem Mann. Man hat irgendeine Haltung. Dann möchte man diese wechseln und alles ist so versteift und tut dann weh und man kommt langsam in die Gänge. Aber aus körperlichen Gründen, nicht seelisch. Und wenn man sich dann etwas bewegt hat, gehts wieder. Ich nehme mir da auch die Zeit, die ich brauche. Was bleibt mir auch anderes übrig. Mir schlafen auch Beine oder Arme oft ein. Manchmal muss ich halt warten bis ich wieder Gefühl habe. Ich bin ja schon froh, das ich Gefühl habe.
Andere haben über Jahre abgeklemmte Nerven.

Wenn Du nun sagst, das ALGII keine Dauerrente ist, frag ich mich, ob es die EU ist. Weil auch da lebt man vom Staat. Nur aus einer anderen Kasse. Ist jemand besser oder schlechter, nur weil das Geld aus einem anderen Topf kommt? Ein ALGIer besser als ein ALGIIer??? Ich denke nicht.
Niemand sucht sich sowas aus. Ich würde mir, wenn ich könnte lieber den gesunden Rücken kaufen und jede Arbeit machen können als den jetzigen Zustand. Denn dieser hat auch aufs Privatleben Einfluss. Bezüglich Arbeit könnte man ja noch sagen "Toll!". Und privat? Da ist die Lebensqualität auch im A. Das vergessen viele. Deshalb hat Gesundheit nichts mit nicht arbeiten wollen zu tun. Jedenfalls nicht, wenn man klar im Kopf ist.
Also dann viel Spass bei der Dauerlösung aus dem Topf der DRV.
Staat ist Staat. Topf ist Topf. Die kommen alle vom gleichen LKW.

Die Zuzahlungsbefreiung macht 41,xx aus. 1% halt.
Kennste ja alles. Aber damit bekommt man keine Fahrtkosten bezahlt.
Und ich wohne auf dem Land. Mein Arzt ist 40km entfernt (hin und zurück).
Ich merk das schon, wenn ich da regelmässig hin muss.

Wenn ich einen Akutschub habe, dann zählt nichts finanzielles. Dann geht garnichts. Dann könnte ich nicht mal mit dem Auto zum Arzt, weil ich nicht mal stehen kann. Ich kann mich nicht mal drehen. Ich brauche, wenn ich merk das der out kommt 15 Min. um mich einfach nur da, wo ich bin auf den Boden sacken zu lassen. Da liege ich dann erstmal 4-5 Stunden. Dann rob ich zur Coach, brauch wieder 15Min. rauf und liege dann da bis es dunkel wird. So war es z.B. letztes Mal. Arzt? Daran ist nicht zu denken. Wenn, dann RTW und Krankenhaus. Wenn die Schmerzen unerträglich werden. Ansonsten warte ich einfach ein paar Tage, bis es wieder geht. Also wenn es geht, dann versuche ich finanziell zu sparen. Und wenn es nicht geht, dann gehts eh gleich auf den Schwingtisch.
Hartz4 heilt nicht. Aber Hartz4 sorgt dafür, das sich der Gesundheitszustand bei mir stabilisiert hat. Dafür bin ich dankbar.
Fachärzte können Schmerzen beheben. Aber sie können mir keinen neuen Rücken geben. Leider. Die letzten Fachärzte haben mir mitgeteilt, das ich damt leben muss. Besser wirds nicht mehr. Ich kann froh sein, wenn es nicht schlimmer wird.
Chronische Bescheinigung hab ich nicht, da nie beantragt. Aber meine Partnerin hat den. Das ging per Telefon. Sie hat auch Rücken und hat dem Arzt gesagt, das er ganz genau weiß, das Rücken etwas dauerhaftes ist. Soll sie nun wegen jeder scheiß Packung kommen oder schreibt er den Zettel? Er hat den Zettel geschrieben. Weil er weiß, rein aus Plausibilität wie es ist. Und sie hatte natürlich auch schon dicke Akte mit MRT, Vorfällen usw. Also das sie nicht simuliert war klar. Und da war ohnehin Arthrose, Skoriolose (oder wie das heißt) usw. mit im Spiel. Naja, anderes Thema.
Aber danke für den Tipp! Das mit den 41 Euro kannte ich. Macht x2 auch schonwieder 83 Euro extra im Jan. Läppert sich eben alles.

>Dann brauchst du auch keine Physiotherapie mehr zuzahlen, keinen >Krankenhausaufenthalt usw.

Ich wette immoment. Ich versuche die 41 Euro zu sparen in der Hoffnung keinen Krankenhausaufenthalt zu bekommen.
Wenn die Gefahr größer ist, werd ich auf jeden Fall mit den 41 absichern.

Kinesio und sowas habe ich probiert, weil man einfach eine Besserung möchte und der Leidensdruck und der Wille dafür sorgt, das man alles probiert wovon man hört und was man bezahlen kann. Was ich gern mal versuchen würde, aber was mir bislang niemand aufschreiben wollte ist manuelle Therapie.
Aber ob das bei mir Sinn macht, keine Ahnung. Krankengymnastik mache ich in Eigenregie. Fitnesscenter ebenfalls. In der Reha hab ich auch autoaktives Training gelernt. Davon bin ich überzeugt, obwohl ich keine Verbesserung feststellen kann. Aber die Logik ist überzeugend.
Deinen Mann gehts aber auf jedem Fall schlechter als mir.
Deshalb frage ich mich auch, was man mit 67 noch arbeiten soll?
Viele schaffen es nicht mal bis 60. Siehe euch.

Was die DRV mir sagt, ist mir EGAL! Die DRV will Geld sparen. Sie denkt an sich selbst. Und ich tue das, was richtig ist. Ich denke an mich. Denn ich habe noch eine Aufgabe in Sachen Kindeserziehung zu vollenden.
Und das ist das, was mir das Wichtigste ist. Ich lebe nicht für die DRV, sondern ich möchte, das der Nachwuchs es besser hat.

Wenn kein Verschlimmerungsantrag machbar ist, kriegen die halt nach jedem neuen Attest einen neuen Feststellungsantrag. Auch gut. Ich sorg schon für Arbeit. Ist doch gut, wird dort keiner entlassen ;-)

Also beleidigt bin ich wirklich nicht. Fragen hin oder her. Meinung hin oder her. Du schreibst sachlich, Du gibst auch Tipps, also bin ich dankbar nicht beleidigt. Ich fühle mich nicht schnell angegriffen. Man muss auch mal daran denken, das Du mich komplett nicht kennst. Also beurteilst Du mit einem Wissensauszug. Und ich kann dann ja erklären. Da es hier öffentlich ist, lasse ich vieles weg. Manches verändere ich leicht, falls ein SB mitliest und den Rechner anwirft. Aber der Kern um den es mir geht, der bleibt natürlich.

So jung bin ich dann leider nicht mehr. Und so leicht sehe ich meine Einschränkungen auch nicht. Allerdings, das positive, nicht lebensgefährlich. Aufgegeben habe ich mich nicht. Allerdings meine berufliche Karriere. Weil die Tarife, die Statistiken, der Taschenrechner, die persönliche Lebenssituation klar ausgibt, das kein rauskommen aus ALGII möglich ist. Es sei denn, ich wechsel das Bundesland und würde etwas machen in Richtung Abteilung leiten usw. Und da sind wir wieder beim Thema. Die Wurzeln des Nachwuchs sind mir wichtiger als alles andere. Mein Nachwuchs darf nicht dafür bestraft werden sozial, damit ich 200 Euro über ALGII liege. Abgesehen davon, das dann alle Vergünstigungen wegfallen und man im Endeffekt weniger hat.
Der Fehler liegt im System. BRD ist ein Lohndumpingland geworden.
Was 1960-2000 Gültigkeit hatte, hat nun KEINE Gültigkeit mehr. Viele können vom Lohn keine Familie mehr unterhalten.
Das war gerade in den 80ern, 90ern noch gut möglich. Das habe ich aber nicht zu verantworten, nur auszubaden.
Und wer gesund ist, kann ja 3 Jobs machen. Ich habe gemacht und ich kann nicht mehr.

Die Rente ist sicher, jedenfalls hat das Blüm gesagt *LOOOOOL*
Ihr werdet euer Geld noch erhalten aus der Rente. Ob ich es noch erhalte, das ist eher fraglich bei der Demografie, der Geldmengenausweitung, den Krisen und vielem mehr. Die fetten Jahre sind vorbei.

:)
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.910
Gefällt mir
12.189
#26
Hallo Gesunder,

hatte ich doch wirklich angenommen nur ich kann "Romane" schreiben, allerdings solltest du das Zitieren noch üben, es ist irritierend wenn du meine Textteile einfach so dazwischen schreibst ...

Im Schreibfeld oben ganz rechts ist so ein "Blatt", Textteil markieren und da drauf klicken, schon ist ein unterscheidbares Zitat fertig ...

Ein GdB wird dafür sorgen, das es mir seelisch besser geht.
Auweia, wie kommst du denn darauf ... wem meinst du was "beweisen" zu müssen, das war ganz sicher nicht der Grund bei uns ... bis zur Herz-OP habe ich auch nicht gewusst was ich damit überhaupt sollte ... da war ich immerhin schon Mitte 50 ... :icon_hihi:

Weil so einige Menschen in meinem Umfeld versuchen mir einreden zu wollen, das ich komplett gesund sei. So auch meine Sachbearbeiterin.
Lass sie doch reden, was ist dir daran so wichtig, dass dein Umfeld deine Leiden anerkennt, wir haben da nie besonderen Wert drauf gelegt, dass andere uns "bedauern wegen unserer Krankheiten" ... oder zu welchem Zweck brauchst du diese Anerkennung.

Willst du dir den Bescheid dann um den Hals hängen ... deine SB gehen deine Krankheiten sowieso überhaupt NICHTS an, für den Rahmen deiner Vermittlung hat sie dich zum JC-Amtsarzt zu schicken und danach hat sie sich an die Leistungseinschätzung (Teil B des Gutachtens) zu halten, die ihr der Amtsarzt mitteilt.

Der wird allerdings auch nur bestimmte Tätigkeiten ausschließen, die dir gesundheitlich nicht zumutbar sind und keine bestimmten AG (wie ZAF), da reicht es doch aber schon im Bewerbungsschreiben gewisse gesundheitliche Einschränkungen anzudeuten, dass die einen sowieso nicht haben wollen.

Außerdem hast du weder Telefon (zum anrufen/angerufen werden) noch ein gutes Auto (nein hast du nicht für ZAF, das ist kaputt !!!) zum Hinfahren, du wohnst auf dem Land schreibst du, da gibt es ja meist nicht so viele ZAF und von Landarbeit / Feldarbeit / Ernte-Arbeiten könnte dich der Amtsarzt schon befreien.

Ein GdB "befreit" dich da von gar nichts, den kann man für viele unterschiedliche Sachen in genau der gleichen Höhe bekommen, woher soll da deine SB nun erkennen können, dass du bestimmte Arbeiten nicht mehr machen kannst.

Mal abgesehen davon, dass ihr die tiefere Einsicht in solche Unterlagen gar nicht zusteht, deswegen gibt es ja den Amtsarzt, die Vermittler haben keinerlei ernsthafte medizinische Kenntnisse und daher gar nicht die Befugnis Entscheidungen dazu zu treffen was dir gesundheitlich noch zumutbar ist und was nicht. :icon_evil:

Finanziell und gesundheitlich, geb ich Dir recht, da ändert sich nichts.
Auch beim JC ändert sich dadurch nichts, spätestens ab GdB 50 kommst du in die Reha-Abteilung (wenn dein JC eine hat) und dann passiert auch nicht mehr als bisher, wie schon geschrieben, hast du dann nur ein "Vermittlungshemmnis" mehr was man dir (meist) anraten wird in Bewerbungen lieber zu verschweigen.

Rechtlich hingegen schonwieder schon.
Und das weißt Du, sonst hättet ihr das selber nicht gemacht, oder?
Wenn es keine Auswirkungen hat, wieso habt ihr es gemacht?
Auch die Gleichstellung ist eines meiner weiteren Ziele.
Warum wir das gemacht haben, weil man uns das irgendwann mal "empfohlen hatte", da hatten wir auch noch keine Ahnung was wir überhaupt damit anfangen sollten/könnten ... habe ich mich erst mal etwas schlau zu gemacht.

Ja es hatte für uns damals tatsächlich einen gewissen rechtlichen Sinn, jedenfalls nach der Gleichstellung, aber nur weil wir bereits im festen (und auch relativ sicheren) Arbeitsverhältnis gewesen sind, da hat es uns auch in der Privatwirtschaft vor schneller Entlassung ohne Zustimmung des Integrationsamtes bewahrt.

Jedenfalls als wir dann immer öfter und immer längere Zeit AU waren und sich immer mehr herausstellte, dass wir unsere Jobs wohl zukünftig nicht mehr ausüben können, man hat aber (bei uns beiden) merkwürdigerweise gar nicht erst versucht uns loszuwerden.

Natürlich haben wir unsere AG zur Gleichstellung informiert, als wir die Bewilligung der AfA bekommen hatten, ob das wirklich der Grund für diese Zurückhaltung unserer AG gewesen ist wissen wir nicht unsere Arbeitsverhältnisse endeten letztlich erst ganz regulär, mit der Bewilligung der EM-Rente auf Dauer.

In der Privatwirtschaft eher ein Vermittlungshemmnis, im öffentlichen Dienst genau das Gegenteil.
Da kenne ich aber ne Menge anderer Geschichten, der ÖD stellt auch nur "theoretisch" Schwerbehinderte /Gleichgestellte "bevorzugt" ein (weil sie verpflichtet sind Stellen mit diesem Zusatz auszuschreiben), im Hintergrund schicken sie ihre Angestellten eiskalt in Pension /Frührente wenn die nicht mehr gut genug funktionieren, da sind die nicht besser (teilweise noch schlimmer) als die Privatwirtschaft. ...

Ohne Job bekommt man die Gleichstellung höchstens auf "Option" für den Fall, dass man eine schriftliche Einstellungszusage vorweisen kann, wenn man diese Bedingung erfüllen würde ... dann wird der Bescheid dazu von der AfA erstellt ... ansonsten ist Weihnachten öfter, als dass ein (Langzeit-) Arbeitsloser von der AfA Gleichgestellt wird.

Aktuell ist mir /uns der Wisch im Schrank tatsächlich völlig gleichgültig, aber wir brauchen das ja nun auch nicht "zurück geben" oder ???
Meine Gleichstellung ist natürlich inzwischen aufgehoben, ich arbeite ja nicht mehr ...

Vielleicht haben wir ja mal Renten-Zuwachs im steuerpflichtigen Bereich, dann nehmen wir diese Steuerfreibeträge natürlich gerne in Anspruch, allein mir fehlt der Glaube an soviel Renten-Erhöhung ... :icon_hihi:

Ich bin es leid mit meiner Sachbearbeiterin über meinen Gesundheitszustand diskutieren zu müssen. Sie ist der Überzeugung, wenn etwas länger her ist, ist es erledigt. Und dem ist nicht so. Meine Krankheit wird nicht ernst genommen.
Das brauchst du doch mit ihr gar nicht diskutieren, wenn sie meint das müsse geklärt werden, dann hat sie den Med. Dienst einzuschalten, was diskutierst du mit einer Arbeitsvermittlerin überhaupt über deine gesundheitlichen Probleme ???

Merkzeichen G hab ich eingetragen, aber nur mit dem Gedanken "vielleicht rutscht es durch".
Merkzeichen gibt es überhaupt erst ab GdB 50, wo sollte das bitte "durchrutschen" wenn man dir noch gar keinen GdB zubilligt ...

Du solltest dich wirklich etwas intensiver damit beschäftigen, nur die Liste zu studieren genügt da nicht so ganz, wenn man die sonstigen Zusammenhänge und eventuelle Auswirkungen (auf welche Bereiche des sonstigen Lebens) gar nicht kennt.
Davon hast du jedenfalls bisher eher "nebulöse" Vorstellungen.

Zu den Schmerzen....
Kann nach deinen Schilderungen, um so weniger verstehen, dass du nicht regelmäßig in Fachärztlicher Behandlung und Betreuung bist, auch das Versorgungsamt will aussagefähige Arztberichte und verlässt sich nicht nur auf deine Beschreibungen ...

Was du bisher beschreibst ist keine wirkliche Behandlung ... sorry das ist "Quacksalberei" und wenn du möchtest, dass es dir mal noch einigermaßen gehen soll (und sei es nur für die angedeuteten Kinder) wird das auf die Dauer nicht genügen.

Jedenfalls habe ich einen Denkfehler gehabt. Ich bin davon ausgegangen, das der Schmerzzustand zählt, den man hatte. Und nicht nur der, den man hat. Diesen extremen habe ich derzeit nicht. Möchte ich auch nie wieder erleben.
Da hast du allerdings einen Denkfehler, es zählen generell nur dauerhafte Einschränkungen, die bereits mindestens seit 6 Monaten bestehen, ärztlich nachgewiesen sind und auch aus deren Sicht (nicht nur aus deiner persönlichen) auf längere Zeit oder sogar für immer bestehen bleiben werden.

Wenn ich ein Frosch wäre und meine Herzklappe könnte wieder in den Original-Zustand nachwachsen, dann wäre der GdB 30 auch wieder weg (weil das Problem ja dann nicht mehr besteht), ja Frösche haben es da wirklich besser als ich ... :icon_hihi:

Ich nehme es mit Humor wie du siehst, habe das ja überlebt und in meinem Falle ist ein Verschwinden der Behinderung auch nicht mehr zu erwarten, ist die weg bin ich auch weg ... es könnte sinnvoll sein eine Verschlimmerung zu beantragen, wenn sich das trotzdem mal sehr verschlechtern würde ...

Auch wegen Herz- /Kreislaufschwäche kann man ein "G" oder "aG" bekommen oder eine ständige Begleitung erforderlich sein (weil man ständig aus den Latschen kippt) ... in diesen Fällen würde ich noch mal darüber nachdenken und mein Männe sicher auch.

Denn da könnte die Ermäßigung bei Kfz-Steuer und/oder Sonderparkplatzberechtigung /kostenfreie Fahrten auch für die Begleitperson durchaus mal wichtig werden ... aber aktuell halten wir uns noch nicht für so "hinfällig", dass wir einen solchen Antrag unbedingt stellen müssten.

Und insofern habe ich in den letzten Tagen bereits gelernt das die angestrebten GdB 50 unrealistisch sind, weil diese Schmerzen derzeit nicht so vorhanden sind. Wenn Dein Mann sowas hat, dann tut mir das echt Leid.
Das wünscht man nicht mal seinem Feind. Das ist sowas von krass. Das verstehen nur die, die es erlebt haben.
Mein Mann braucht dir nicht leid tun, auch wenn das nett von dir ist, er will und braucht kein "Mitleid" und ich auch nicht, wir nutzen die medizinischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen/notwendig sind und von der Kasse bezahlt werden, denn mehr können wir uns auch nicht leisten.

Ansonsten versuchen wir trotzdem das Leben zu genießen, in dem (auch gesundheitlichen) Rahmen wie das noch möglich ist ... wir haben auch lange mit den Krankheiten gehadert und wollten nicht wahr haben, was einfach nicht mehr ging, nun versuchen wir das (für uns) Beste draus zu machen.

Ich erlebe meinen Mann und seine Probleme Tag für Tag seit über 15 Jahren, das tut mir oft schon beim Zusehen weh, was er so mit einem verkniffenen "Lächeln" hinnimmt, das war natürlich nicht von Beginn an so schlimm aber wir hoffen auch beide, dass es so bald nicht noch schlimmer wird.

Er geht sogar 2 Mal die Woche zum Reha-Sport, damit er nicht ganz "einrostet" wie er immer sagt und das tut ihm wirklich gut, auch wenn er hinterher zunächst ziemlich "fertig" ist ...

Wenn Dein Mann dann nach der OP noch 12 Stunden Schichten geschoben hat unter Drogen, weil er es wollte, dann ist das ok.
Es geht im Leben nur selten danach was man gerne "will", die 1. OP war schon mit gut 30, er hätte wohl kaum überhaupt so was wie eine Rente, wenn er da schon beschlossen hätte gar nicht mehr zu arbeiten ... auch er /wir mussten ja von irgendwas leben können und unsere Miete bezahlen, das war früher nicht anders als heute.

Die chronischen Dauerschmerzen haben sich erst nach der 2. OP (1999) so richtig aufgeschaukelt, da gab es dann immer kürzere schmerzfreie Intervalle und immer häufiger musste mit Pillen und Spritzen nachgeholfen werden, damit er noch arbeiten gehen konnte ... klar "selber schuld", er hatte nun mal einen Job, wo das so im Arbeitsvertrag stand und mit weniger Stunden hätte er nicht mal die "Butter aufs Brot" verdienen können...

Weniger ging nicht (lt. Arbeitsvertrag) auch wenn ihm das in DRV-Rehas immer "ans Herz gelegt wurde" nicht mehr als 8 Stunden täglich zu arbeiten, das funktioniert in der Sicherheitsbranche (schon finanziell) nicht, dann kannst du gleich zu Hause bleiben.

Es ist aber auch nicht Jedermanns Sache statt dessen "lieber" Sozial-Leistungen zu beziehen, außerdem weißt du doch zumindest soviel dazu, dass man sich da auch keine Freunde macht, wenn man den Job selber aufgegeben hat und entlassen wurde er ja nicht ... er war sehr zuverlässig und angesehen in seiner Firma, wenn er im Dienst war und so ließ man ihn auch in Ruhe wenn er AU geschrieben war.

Im Herbst 2006 war dann aber endgültig Schluss und unsere Ärztin hat ihn nicht mehr arbeiten gehen lassen, da wurde dann die EM-Rente beantragt ... die wurde abgelehnt, auch der Widerspruch usw. für die DRV war er noch lange nicht kaputt genug ... :icon_neutral:

Krankengeld gibt es auch nicht ewig (genau 78 Wochen) und ALGI (gemäß Nahtlosigkeit nach der Aussteuerung von der KK) auch nicht, so kamen wir dann 2010 auch noch in den "Genuss" von Hartz 4, denn inzwischen war ich auch (seit 2008) Dauerkrank mit abgelehnter EM-Rente ...

Für uns war das Alles kein besonders lebenswerter Zustand mehr, wir verstanden die Welt nicht mehr und fragten uns auch wofür wir eigentlich unser "Fell zu Markte getragen hatten", für soziale Almosen, um die man alle 6 Monate erneut "betteln" muss ???

Das ist mehr als bitter wenn man (nach 35 / 40 Jahren Arbeit) nur wegen langer Krankheit und abgelehnter EM-Renten-Anträge dort landet, so wir wurden auch schnell mal als "arbeitsscheue Langzeitarbeitslose" betrachtet, dabei hatten wir doch beide noch immer einen festen JOB :-(((

Nur unsere engste Familie wusste Bescheid, dass wir Hartz 4 beziehen müssen, ansonsten haben wir es möglichst vermieden von unseren aktuellen "Einkommensverhältnissen" überhaupt zu sprechen ...
NÖÖÖ, als Dauerzustand wäre das für mich/für uns niemals eine Option gewesen ... wir waren schon länger krank aber wir hatten noch immer einen Job ... ;-)))

Für mich ist nun die Gesundheit wichtiger als die Arbeit.
Liest sich ja zunächst ganz vernünftig, aber wenn man nichts weiter tut für eine mögliche Besserung, dann wird das auch nicht mehr besser werden ... aber manchmal lebt es sich ja auch nach dem Motto "was alleine gekommen ist wird auch alleine vergehen" ... nach dem Motto wäre ich allerdings schon tot inzwischen ... ;-)))

Ich habe im Akut-Krankenhaus die ganzen Herzpatienten gefragt was deren größter Fehler war. Egal welcher IQ, egal welches Leben. Alle haben sich verheizen lassen. Und nun liegen sie da mit ihren Blutverdünnern.
Mit Blutverdünnern kann man auch ganz gut leben, die muss ich wegen der mechanischen Klappe nämlich auch nehmen (lebenslang), dafür kann es auch sonst viele Gründe geben, nicht nur "Überarbeitung".
Da pauschalisierst du mir zu sehr ... meine Herzklappe ist durch eine frühere Infektion mit irgendwelchen Bakterien kaputt gegangen, so was kommt auch als angeborener Herzfehler vor, da war jedenfalls nicht der Job dran schuld ...

Anschließend war dann allerdings die Erwartungshaltung der "Gesellschaft" (und der DRV) zu hoch, dass es nach der OP nun (frisch repariert sozusagen) keine Einschränkungen mehr geben würde, was die berufliche /seelische Belastbarkeit betrifft, das war ein fataler Irrtum, der mich ne Menge Nerven gekostet hat.

Ne, ich höre auf meinen Körper.
Habe ich dann auch recht schnell gemacht, nur die DRV hat da immer was ganz anderes "hören wollen" als ich und so war ich dann auch in der Position denen "beweisen zu müssen", dass ich NICHT mehr arbeiten KANN ...
Also deinen Ausführungen zur "Zwangsversicherung" und was man am Ende (wenn man es wirklich braucht) von denen zu erwarten hat kann ich sofort zustimmen ... das mit dem "Geschenk" sollte auch eher ein Joke sein...

Umgeschult wurde ich fürs Büro. In dieser Zeit begannen aber weitere Probleme an anderer Rückenstelle. Mein Rücken ist einfach Mist.
Und mir ist klar, das ich das ne Weile machen können werde. Bringt mir auch sogar echt Spass. Aber realistisch gesagt ist mir auch klar, das da noch mehr passieren wird.
Allerdings ist der Rest dazu durchaus ernst gemeint gewesen, denn man hat dich auch nicht umgeschult, um dir nun vielleicht bald EM-Rente zahlen zu müssen, ob du nun glaubst, dass auch dieser Job (wenn du denn einen hättest) dich weiter krank machen wird oder nicht, ist dabei eher "nebensächlich" ... auch Büro-Jobs können auf die Dauer krank machen, das ist mir bekannt ...

Aber letztlich trifft das auf jeden anderen Job auch zu, die wenigsten Menschen können ihr Hobby zum Beruf machen, damit Geld verdienen und sind mit ihrer Arbeit glücklich ohne Ende ...

Es war kalkül, mich zum Beitragszahler zu machen. Und davon ab. Du weißt, das eine Umschulung bedeutet, ...
Ja ich weiß was eine Umschulung bedeutet und welche Voraussetzungen man dafür erfüllen muss, habe selber eine gemacht und mein Mann auch (dort haben wir uns kennengelernt) und ich weiß auch, dass wir danach in diesen Berufen beide nie eine Arbeit gefunden haben ...

Dann haben wir eben irgendwann was Ungelerntes gemacht (weil man uns da auch ohne Berufserfahrung mit fast 50 noch fest eingestellt hat) ... mit inzwischen 2 Berufen, man gönnt sich ja sonst nichts ... auf keinen Fall wollten wir von Sozialleistungen abhängig sein ... Hartz 4 gab es damals noch nicht und Sozial-Hilfe wäre wirklich das ALLERLETZTE gewesen ...

Also haben wir uns lieber "freiwillig" weiter die Rest-Gesundheit ruiniert ... wir kannten es halt nicht anders und brauchten das Geld ;-)))

Denn ich bin erwerbsfähig. Ich habe erst vor kurzem wieder mal 2 Monate umsonst als Praktikant gearbeitet. Dann ein 1er Arbeitszeugnis bekommen und tschüss. Das Übliche halt. Nun geht der nächste in den Laden.
Und warum machst du so was, man braucht nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, Praktika sind reine Ausbeutung deiner Arbeitskraft, dadurch hat bisher kaum einer wirklich eine Anstellung bekommen, der nächste (kostenlose) Praktikant steht doch schon in den JC-Startlöchern ...

Dafür hätte ich mich niemals hergegeben, warum suchst du dir nicht selber was Gescheites, wenn du so überzeugt von dir und deinen Fähigkeiten bist (das "Arbeitszeugnis" würde ich lieber keinem potenziellen AG zeigen, dann wollen die dich auch umsonst haben), verstehe ich nicht ... auf ein Amt habe ich mich bei der Job-Suche mein Leben lang nicht verlassen.

Das kann ich nicht, wenn ich mich so verheizen lasse. Diesen Fehler habe ich bereits begangen und mache ich kein 2.Mal.
Ist zwar aus einem anderen Zusammenhang, aber hier passt es meiner Meinung nach viel besser hin, unbezahlte Überstunden sind schlimm (mein Mann bekam übrigens alle seine geleisteten Stunden bezahlt) aber unbezahlte Praktika sind noch schlimmer ...

Das ist Ausbeutung pur ... warum gehst du für Hartz 4 nebenbei umsonst arbeiten ... weil man dir "vielleicht" einen Job danach versprochen hat ???
Es gibt eine gesetzliche Probezeit dafür, zu sehen ob es passt ... da muss man allerdings auch für die Arbeit bezahlt werden die man macht ...

Es ging um die Unzumutbarkeit einer Arbeit aus gesundheitlichen Gründen.
Auch wenn ich mich wiederhole, das stellt der Amtsarzt vom JC fest und nicht das Versorgungsamt, auch nicht dein Beistand ...

Ich möchte die Abhängigkeit vom Amt soweit abbauen, das selbst dann, wenn mir noch paar Euros zustehen würden, ich diese nicht nehmen muss. Lieber habe ich Ruhe, weniger Pflichten und mehr Lebensqualität. Weil so toll ist das beim Amt nun wirklich nicht.
Und wie stellst du dir das nun konkret vor, wenn du mit deiner BU-Rente "Aufstocker" bist, dann könnte doch vielleicht schon ein Teilzeitjob hilfreich sein oder zahlt deine private BU-Versicherung dann nicht mehr ???
Damit kenne ich mich nur begrenzt aus, weiß nur, dass es in den Versicherungsbedingungen drin stehen sollte, was passiert wenn du eine Tätigkeit aufnehmen willst.

Wenn Du nun sagst, das ALGII keine Dauerrente ist, frag ich mich, ob es die EU ist.
Davon habe ich nichts geschrieben, dass es ALG II "Dauer-Rente" sei, sondern eine "Dauerleistung" und das ist aus meiner Sicht eine andere Bezeichnung.

Du irrst dich wenn du glaubst dass EU (welche EU, die gibt es schon seit 2001 nicht mehr) heute Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente) eine staatliche Sozial-Leistung wäre, diesen Renten-Anspruch erwirbt man sich ebenfalls nur durch die "Zwangsbeiträge" bei der Rentenkasse, das bedeutet man bekommt wofür man (während der Berufstätigkeit) bezahlt hat ...

Weil auch da lebt man vom Staat. Nur aus einer anderen Kasse.
Ja, aus der Rentenkasse, da habe ich aber auch fast 40 Jahre aus meinem Einkommen eingezahlt (genau wie du für deine Reha und die Umschulung) und mein Mann 35 Jahre (entsprechend geringer ist auch seine EM-Rente daraus), das ist eine Versicherungsleistung ähnlich wie deine BU-Rente für die du privat Beiträge eingezahlt hast.

Da wir inzwischen eine EM-Rente auf Dauer (bis zur Altersrente) bewilligt bekamen ist das eine Dauerleistung, die wir nicht mehr laufend neu beantragen müssen und es ist keine steuerbasierte Sozial-Leistung wie SGB II / SGB XII.

Ist jemand besser oder schlechter, nur weil das Geld aus einem anderen Topf kommt? Ein ALGIer besser als ein ALGIIer??? Ich denke nicht.
Das habe ich auch nicht behauptet, davon ist keiner "besser" sondern ALGI beruht ebenfalls auf Pflicht-Beiträgen aus dem Lohn der Arbeitnehmer (einen Teil zahlen auch die AG an die AfA dafür), darauf hat man Anspruch auch ohne "bedürftig" zu sein, ebenso wie auf Krankengeld.

Auf ALGII /und Leistungen des SGB XII (Sozialhilfe) hat man nur Anspruch bei "Bedürftigkeit", das kommt nicht aus den eigenen Beiträgen sondern aus den Steuern, die von allen Bürgern gezahlt werden.

Also dann viel Spass bei der Dauerlösung aus dem Topf der DRV.
Staat ist Staat. Topf ist Topf. Die kommen alle vom gleichen LKW.
Oh, vielen Dank, ich habe inzwischen wieder Spass am Leben, trotz meiner Einschränkungen und du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Grundlagen der verschiedenen Leistungssysteme befassen ... es kommt eben nicht alles vom gleichen LKW ...

Ich habe kein Problem damit die Rente jetzt (schon) in Anspruch zu nehmen, die ich sonst mit 65,5 bekommen hätte, allerdings wird mir die wegen der früheren in Anspruchnahme (durch Krankheit bedingt) als EM-Rente um 10 % gekürzt auf Lebenszeit ... ich habe 40 Jahre dafür eingezahlt und "nebenbei" noch 2 Kinder zu anständigen Menschen erzogen.

Nein. ich lebe eben nicht (mehr) "vom Staat", sondern von meiner selbst erarbeiteten Rente, nur ein wenig früher als ursprünglich geplant ...

Die Rente ist sicher, jedenfalls hat das Blüm gesagt *LOOOOOL*
Ihr werdet euer Geld noch erhalten aus der Rente. Ob ich es noch erhalte, das ist eher fraglich bei der Demografie, der Geldmengenausweitung, den Krisen und vielem mehr. Die fetten Jahre sind vorbei.
Dann bin ich ja beruhigt, welche "fetten Jahre" meinst du denn, ich hatte keine "fetten Jahre" in meinem bisherigen Leben und die werden wohl auch nicht mehr kommen ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#27
Hallo Doppeloma,

Auweia, wie kommst du denn darauf ... wem meinst du was "beweisen" zu müssen
Jedem, der diskutieren will. GdB hochhalten-ENDE!
Mir ist wichtig, das man mich nicht mit 100% gesunden auf eine Ebene stellt. Weil ich das nicht bin. Ich möchte realistisch hingestellt werden. Und das bedeutet beim JC, das ich nunmal nicht alles machen muss, weil die Gesundheit dagegen spricht.

Willst du dir den Bescheid dann um den Hals hängen ...
Ja, beim Meldetermin. Die Möglichkeiten der ZAF "Abwehr" sind bekannt.
Einschränkungen gebe ich aber lieber mündlich an, nicht schriftlich.

Ein GdB "befreit" dich da von gar nichts, den kann man für viele unterschiedliche Sachen in genau der gleichen Höhe bekommen, woher soll da deine SB nun erkennen können, dass du bestimmte Arbeiten nicht mehr machen kannst.
Es geht um die Weiterentwicklung meines Gesamtpaketes.

Auch beim JC ändert sich dadurch nichts, spätestens ab GdB 50 kommst du in die Reha-Abteilung (wenn dein JC eine hat) und dann passiert auch nicht mehr als bisher, wie schon geschrieben, hast du dann nur ein "Vermittlungshemmnis" mehr was man dir (meist) anraten wird in Bewerbungen lieber zu verschweigen.
Siehst Du, und das wird eben NICHT verschwiegen, weil es die Wahrheit ist und deshalb ist es sanktionssicher. Und es ändert sich was. Weil man kein Schriftstück wegreden kann. Und noch eines und noch eines.
Wenn mich die Arbeit interessiert, dann lass ich das natürlich weg. Ich red nun nur von ZAF und ähnlichem.

Warum wir das gemacht haben, weil man uns das irgendwann mal "empfohlen hatte", da hatten wir auch noch keine Ahnung was wir überhaupt damit anfangen sollten/könnten ... habe ich mich erst mal etwas schlau zu gemacht.
Mir wurde es nicht empfohlen. Ich bin von bestimmten Vorteilen überzeugt. Und deshalb hab ich zwar von manch Vorgängen keine Ahnung, aber ich habe einen roten Faden, warum ich es mache. Und davon bringt mich auch keiner ab. Ich würde mir wünschen, das die Diskussion hier mehr in die Richtung geht, wie man das durchkriegt. Und weniger das warum durchgekaut wird. Ich hab nun schon genug dazu geschrieben. Manches werd ich nicht schreiben. Und abbringen lassen tue ich mich davon sowieso nicht. Ich bin nunmal überzeugt davon, das meine SB kotzen wird, wenn ich ihr das auch noch auf den Tisch knall. Sie braucht regelmässig Feuer. Für jede Beleidigung kriegt sie ein Vermittlungshemmnis. Die Beleidigungen werden immer seltener. :icon_mrgreen:

Da kenne ich aber ne Menge anderer Geschichten, der ÖD stellt auch nur "theoretisch" Schwerbehinderte /Gleichgestellte "bevorzugt" ein
Der Unterschied zwischen Text und Praxis ist klar. Überzeugt mich allerdings nicht deshalb einen anderen Weg einzuschlagen. Überall wird A gesagt und nach B gehandelt. Das ist nichts neues. Und gegen früher in Pension hätte ich nichts einzuwenden.

Ohne Job bekommt man die Gleichstellung höchstens auf "Option" für den Fall, dass man eine schriftliche Einstellungszusage vorweisen kann, wenn man diese Bedingung erfüllen würde ... dann wird der Bescheid dazu von der AfA erstellt
Ok, gut zu wissen. Dann plane ich das mal mit ein und dann mal schauen, wie es bei mir persönlich abläuft. Erstmal den GdB haben.

Vielleicht haben wir ja mal Renten-Zuwachs im steuerpflichtigen Bereich, dann nehmen wir diese Steuerfreibeträge natürlich gerne in Anspruch, allein mir fehlt der Glaube an soviel Renten-Erhöhung ... :icon_hihi:
Trauriger Witz ja. Daran glaube ich auch nicht.

Das brauchst du doch mit ihr gar nicht diskutieren, wenn sie meint das müsse geklärt werden, dann hat sie den Med. Dienst einzuschalten, was diskutierst du mit einer Arbeitsvermittlerin überhaupt über deine gesundheitlichen Probleme ???
Ich muss da sowieso ne Stunde sitzen. Also wenn ich mit Papiere und reden nach 1h raus bin, dann ist da alles gut. Wenn ich dann zum Dienst soll, verliere ich mehr Zeit als die eine Stunde. Also entscheide ich mich natürlich dafür die Kontaktzeiten zu minimieren. Das gilt auch für den Dienst. Dem traue ich nicht, weil wer bezahlt bestimmt die Musik.

Du solltest dich wirklich etwas intensiver damit beschäftigen, nur die Liste zu studieren genügt da nicht so ganz, wenn man die sonstigen Zusammenhänge und eventuelle Auswirkungen (auf welche Bereiche des sonstigen Lebens) gar nicht kennt.
Davon hast du jedenfalls bisher eher "nebulöse" Vorstellungen.
Deswegen bin ich unter anderem auch hier. Allerdings stecke ich gerade in einer Grundsatzdiskussion über meine Motive fest. :icon_mrgreen:

Kann nach deinen Schilderungen, um so weniger verstehen, dass du nicht regelmäßig in Fachärztlicher Behandlung und Betreuung bist
Man hat mir gesagt, das man nichts mehr machen kann. Es ist eben keine Herzklappe, die man wechseln kann. Ich kann ne OP versuchen. Künstliche Einbauten, Versteifungen und so weiter. Aber davon haben mir die Ärzte ebenfalls abgeraten. Ich habe mich mit meinem Zustand abgefunden. Ich bin froh, wenn dieser sich nicht verschlechtert. Woher soll die Besserung kommen? Wenn 4 Raketen in ein Stockwert eines Hochhauses fliegen, woher soll da ne Besserung kommen, wenn man das Stockwerk nicht neu baut? Von neuer Tapete?


Da hast du allerdings einen Denkfehler, es zählen generell nur dauerhafte Einschränkungen, die bereits mindestens seit 6 Monaten bestehen, ärztlich nachgewiesen sind und auch aus deren Sicht (nicht nur aus deiner persönlichen) auf längere Zeit oder sogar für immer bestehen bleiben werden.
Hab ja schon gesagt, das ich da ne falsche Vorstellung hatte. Aber für die 30 GdB kann ich dazu guten Gewissens ja sagen. Auch mit diesem neuen Wissen. Die Schwerbehinderung, die muss ich an Nagel hängen. Das hab ich geschnallt. Andersherum kenne ich Fälle von Simulanten. Und die haben es auch geschafft. Also sollte das für mich der was hat möglich sein.

... wir haben auch lange mit den Krankheiten gehadert und wollten nicht wahr haben, was einfach nicht mehr ging, nun versuchen wir das (für uns) Beste draus zu machen.
Das habe ich hinter mir. Die Monate in der Reha hatten viel Zeit.
Und der Taschenrechner war damals auch eindeutig. Ich bin froh über mein stabiles Zuhause. Manch Partnerin haut ja ab, wenn man nicht funktioniert. War bei mir nicht der Fall, im Gegenteil. ALso wie bei euch quasi. Ihr habt ja auch zueinander gehalten. Auch in schweren Zeiten.

Die chronischen Dauerschmerzen haben sich erst nach der 2. OP (1999) so richtig aufgeschaukelt
OP ist kein garant für irgendwas. Es kann danach besser gehen, muss aber nicht. Mein Leidensdruck für eine OP ist zur Zeit nicht hoch genug.
Wenn ich mich nicht verschlechtern kann dann werde ich sofort die OP anstreben.

Es ist aber auch nicht Jedermanns Sache statt dessen "lieber" Sozial-Leistungen zu beziehen, außerdem weißt du doch zumindest soviel dazu, dass man sich da auch keine Freunde macht, wenn man den Job selber aufgegeben hat
Ich habe 2 "Freunde" verloren. Alle anderen sind mir geblieben. Alle paar Jahre ist ein update wer wirklich Freund ist garnicht mal schlecht. Das seh ich entspannt. Wenn ich die Wahl habe zwischen Gesundheit opfern und Sozialleistungen, dann nehm ich die Leistungen. Und weißt Du warum? Weil es einem ohnehin niemand dankt. Das ist das, was ich gelernt habe. Meinst Du mein Arbeitgeber hat Interesse für mich gezeigt? Kaum funktioniert man nicht, ist man Dreck wert. So ist die Realität. Und wenn Geld da ist für Afrika und Banken, dann auch für jemand, der sich bereits kaputt gearbeitet hat. Sich dann "gesund zu spritzen" und weiter zu machen, ist jedem seine Entscheidung. Aber bei soviel Pflichtbewusstsein bis zur Selbstaufgabe weiß ich nicht, ob ich das bewundern soll, oder als dumm bezeichnen soll.
Deshalb sag ich, jeder muss es für sich entscheiden.


Für uns war das Alles kein besonders lebenswerter Zustand mehr, wir verstanden die Welt nicht mehr und fragten uns auch wofür wir eigentlich unser "Fell zu Markte getragen hatten", für soziale Almosen, um die man alle 6 Monate erneut "betteln" muss ???
Ja, verstehe ich schon. Und was viele auch vergessen. Jeder Monat ALGII führt als Nagel in die Altersarmut. Irgendwann sind genügend Nägel da.
ALGII ist nicht schön. Alles preis zu geben, so bevormundet zu werden.
Man muss es machen, wenn man keine andere Wahl hat, weil man sonst nichts zu beißen hat.

Das ist mehr als bitter wenn man (nach 35 / 40 Jahren Arbeit) nur wegen langer Krankheit und abgelehnter EM-Renten-Anträge dort landet, so wir wurden auch schnell mal als "arbeitsscheue Langzeitarbeitslose" betrachtet, dabei hatten wir doch beide noch immer einen festen JOB :-(((
Siehe oben! Weil ihr nicht funktioniert habt. Was man gemacht hat ist egal. Es zählt nur, was man nun machen kann oder werdet. Das ist es ja! Und das hab ich bereits auch gelernt. Man gilt als arbeitsscheu. Ist doch ne Sauerei! Mich hat die Arbeitsbelastung kaputt gemacht und man hat es mir auch nicht gedankt. Ich durfte mir auch sonstwas anhören.

Anschließend war dann allerdings die Erwartungshaltung der "Gesellschaft" (und der DRV) zu hoch, dass es nach der OP nun (frisch repariert sozusagen) keine Einschränkungen mehr geben würde, was die berufliche /seelische Belastbarkeit betrifft, das war ein fataler Irrtum, der mich ne Menge Nerven gekostet hat.
Auch ein Grund gegen eine OP. Man sei danach geheilt. Kann sein, muss aber nicht sein.

das mit dem "Geschenk" sollte auch eher ein Joke sein...
Ach so!

Später mehr! Ich muss ....
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#28
und ich weiß auch, dass wir danach in diesen Berufen beide nie eine Arbeit gefunden haben ...
Na, die Hoffnung hab ich noch nicht aufgegeben. Der Umschulungsberuf kann mir schon Spass machen in der richtigen Firma.

Also haben wir uns lieber "freiwillig" weiter die Rest-Gesundheit ruiniert ... wir kannten es halt nicht anders und brauchten das Geld ;-)))
Diesen Weg werde ich so niemals gehen. Ich brauche auch Geld, aber nicht zulasten der Gesundheit. Ich hab nur das eine Leben.


Und warum machst du so was, man braucht nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, Praktika sind reine Ausbeutung deiner Arbeitskraft, dadurch hat bisher kaum einer wirklich eine Anstellung bekommen, der nächste (kostenlose) Praktikant steht doch schon in den JC-Startlöchern ...
Manchmal werd ich nicht schlau aus Deinen Worten. Erst verstehe ich die als man solle unbedingt arbeiten, selbst wenn man dabei die Gesundheit ruiniert. Oder das der Bezug von Sozialleistungen dauerhaft nicht gut sei. Und dann sagst Du wieder, das zu arbeiten um sich sein ALGII zu verdienen Ausbeutung ist.
Fakt ist, ich hatte schlichtweg auf das Praktikum Lust. Das daraus nichts wird, war klar. Das war aber von allen Seiten so kommuniziert. Die SB meinte, es müsste keine Stelle dahinter stehen. Der AG meinte, er stellt sowieso nicht ein, egal welche Leistung ich bringe. Und ich wusste, nach der Abwechslung gehts normal weiter. Und so lief es dann halt auch. Die Politik fördert mit Arbeitskräften zum Nulltarif auf staatliche Kosten die wirtschaftliche Subvention. Das ist aber nicht meine Baustelle. Ich hatte es in der Zeit jedenfalls fair und gut. Was man von einer ZAF nicht sagen kann.
Was Gescheihtes zu finden ist mir leider noch nicht gelungen.
Und ja, ich bin überzeugt von meien Fähigkeiten. Auch AG sind es. Nur bezahlen will es keiner. Und meine Motivation richtet sich nunmal nach der Bezahlung. Werden nur 50% bezahlt, gibt es auch nur 50% Einsatz.
Die Zeiten von "evtl., könnten, wenn sie bla" sind vorbei. Was krieg ich? Das geb ich. ENDE! Oder es wird vertraglich festgeschrieben. Nicht irgendwas in Richtung "Wenn ich erfolgreich irgendwas mache, dann könnte ich aufsteigen". NEIN, "wenn x erreicht wird, steht mir y zu - Punkt". Darauf lässt sich kein AG ein. Dann eben nicht. Schönen Worten glaube ich nicht mehr.


Und wie stellst du dir das nun konkret vor, wenn du mit deiner BU-Rente "Aufstocker" bist, dann könnte doch vielleicht schon ein Teilzeitjob hilfreich sein oder zahlt deine private BU-Versicherung dann nicht mehr ???
So ist es. Je nach verdienst wird die Leistung verringert oder aufgehoben.
Also muss ich mir ganz genau überlegen, wofür und für wen.
Denn alles, was aufgehoben wurde in Teilen oder ganz ist dann weg.
Man kann nicht sagen "oh, ich verdiene nun wieder weniger, zahlt mal wieder mehr". Das geht dann nicht mehr. Die BU-Rente macht mich unter anderem sanktionssicher. Weil die Sanktionen mich so nicht so stark treffen können.
Diesen Schutz gebe ich nicht für warme Worte auf. Da muss schon was schriftlich fixiert werden.
Wenn ich eine Tätigkeit aufnehme wird geschaut, wieviel ich verdiene. Und dann wird von der Gesellschaft enschieden, ob und wieviel mir zusammengestrichen wird von der Privatleistung.


Davon habe ich nichts geschrieben, dass es ALG II "Dauer-Rente" sei, sondern eine "Dauerleistung" und das ist aus meiner Sicht eine andere Bezeichnung.
Nenne es wie Du möchtest. Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.

Du irrst dich wenn du glaubst dass EU (welche EU, die gibt es schon seit 2001 nicht mehr) heute Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente) eine staatliche Sozial-Leistung wäre, diesen Renten-Anspruch erwirbt man sich ebenfalls nur durch die "Zwangsbeiträge" bei der Rentenkasse, das bedeutet man bekommt wofür man (während der Berufstätigkeit) bezahlt hat ...
Du hast mit den Wörtern und den Definitionen Recht. Aber ich vereinfache das erneut. Nenne es wie Du möchtest. Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.
Und wie eine Zahlung heißt, ist mir vollkommen egal. Hauptsache ich kann damit Brot kaufen. Und aus welcher Kasse die kommt, ist mir auch egal. Ich möchte mir was zu essen kaufen. Nur weil man irgendwo eingezahlt hat vorher ist es moralischer zu nehmen, als wenn man nicht eingezahlt hat?
Wie oft heißt es ALGIIer zahlen keine Steuer. Auch so ein Blödsinn. Sie zahlen. Aber halt keine Lohnsteuer. Aber Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Kfz Steuer, Mineralölsteuer usw. Und ich hab sogar noch Einkommenssteuer auf meine Rente bezahlt. Man kann alles nennen wir mal will. Am Ende läuft es immer auf eines hinaus. Einkünfte und Ausgaben. Und einem Saldo.

das ist eine Versicherungsleistung ähnlich wie deine BU-Rente für die du privat Beiträge eingezahlt hast.
So kann man es nennen. Ich nenne es "ich habe die Wette gewonnen!". Ich habe mehr ausbezahlt bekommen, bereits jetzt, als ich jemals eingezahlt habe. Und genau dafür sind Versicherungen da. Sie machen nur dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer ein Gewinn erzielt. Die Gesellschaften wollen selbst Gewinn erwirtschaften. Damit entsteht ein Zielkonflikt. Ich handel aber für mich, so wie die für sich handeln. Es gibt bislang nur eine Versicherung, wo ich minus gemacht habe. Das ist die Haftpflicht. Ansonsten hab ich bei allen Plus gemacht ohne Betrug. Einfach nur, weil ich die richtigen gewählt habe. Die meisten addieren nicht mal die Beiträge zusammen und stellen diese den GARANTIERTEN Leistungen gegenüber. Sonst wüssten die, das ein Tagesgeldkonto mehr bringt als jede Rentenversicherung.


sondern ALGI beruht ebenfalls auf Pflicht-Beiträgen aus dem Lohn der Arbeitnehmer (einen Teil zahlen auch die AG an die AfA dafür), darauf hat man Anspruch auch ohne "bedürftig" zu sein, ebenso wie auf Krankengeld.
Richtig formuliert. Für mich ist essenziell, Du ahnst es nur eines.
Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.

Auf ALGII /und Leistungen des SGB XII (Sozialhilfe) hat man nur Anspruch bei "Bedürftigkeit", das kommt nicht aus den eigenen Beiträgen sondern aus den Steuern, die von allen Bürgern gezahlt werden.
Korrekt! Und jetzt? Meinst Du ehrlich, das es einen ALGII Empfänger der Jahrzehntelang gearbeitet hat und der immer noch Steuern zahlt interessiert das es eine aus Steuern finanzierte Zahlung ist, wenn im gleichen Atemzug für vieles andere viel mehr Steuergelder bezahlt werden? Für systemrelevante Banken? Andere Länder usw.? Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.
Und damit holt man sich was zu essen.

Oh, vielen Dank, ich habe inzwischen wieder Spass am Leben, trotz meiner Einschränkungen und du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Grundlagen der verschiedenen Leistungssysteme befassen ... es kommt eben nicht alles vom gleichen LKW ...
Doch! Du hast wunderschön die Defintitionen aus SGBII, SGBIII usw. wiedergeben. Was woher kommt. Oder DRV usw. Aber alles ist im Endeffekt staatlich. Und egal ob es Steuer oder Abgabe heißt. Ob es Leistung oder Rente benannt wird. Vereinfacht ist es eine Zahlung eines Staatsorganes an einen Empfänger. Und so ist rechtlich und wörtlich das von Dir beschriebene korrekt. Aber hinter allem steht der Staat. Und hinter allem steht ein Bürger als Empfänger. Also alles ein LKW. Und da die Politk ohnehin Gelder zweckentfremdet, kann man RV, Steuern und vieles andere eh nicht mehr exakt trennen. Aber was hat das alles nun mit meiner Frage zu tun, wie man den GdB durchkriegt?

Ich habe kein Problem damit die Rente jetzt (schon) in Anspruch zu nehmen, die ich sonst mit 65,5 bekommen hätte
Merkst Du da nicht, das es egal ist, was Du denkst und weißt? Im Endeffekt zählt nur eines. Das, was ich immer wieder schrieb. Dem Fakt einer Zahlung. Egal woher. Egal wie die heißt. Egal wie die finanziert wurde. Weil man leben muss. Und es ist egal, wie man sich dabei fühlt.
Wenn Du Deinen inneren Frieden findest, indem Du Dir sagen kannst, das die Zahlung, die Dich erreicht aus eigenen Beiträgen finanziert ist, dann ist es doch gut. Mir ist es egal. Ich bin da wie ein Investmentbanker. Für mich zählt nur eines. Das ich überlebe. Es ist doch so, das die Arbeitnehmer gegen die Billiglöhner aufgehetzt werden. Und die Billiglöhner hetzen gegen die, die umsonst arbeiten. Und so wird jeder gegen jeden aufgehetzt. Ich mach da nicht mit. Dafür, das ich vom Staat lebe, den ich auch selber noch immer mit finanziere, erfülle ich auch meine Pflichten. Also hab ich mir nichts vorzuwerfen. Auch nicht moralisch. Da ich meine Pflichten erfülle, habe ich einen RECHTSABSPRUCH auf Leistungen. So siehts aus. Nicht falsch verstehen, das ist kein Grund um stolz zu sein. Ich fühle mich damit nicht gut. Aber ich fühle mich deshalb ach nicht schlecht.


Dann bin ich ja beruhigt, welche "fetten Jahre" meinst du denn, ich hatte keine "fetten Jahre" in meinem bisherigen Leben und die werden wohl auch nicht mehr kommen ... :icon_hihi:
Die Zeit, in der ein Alleinverdiener noch eine Familie ernähren konnte. Nun werden keine fetten Jahre mehr kommen. Im Gegenteil. Und ich werde in der Altersarmut landen, wenn mir nicht eine gute Idee kommt. Wenn ihr in den fetten Jahren schon am unteren Lohnniveau gewesen seid, ja, dann wird jetzt wohl erst recht nichts mehr passieren. Mein Vater hat Schotter ohne Ende. Er hat die fetten Jahre voll mitgenommen. Er ist Rentner und hat seine Gesundheit. Und was macht er? SAUFEN. Ihr werdet eine bessere Lebensqualität haben und ein höheres Niveau, da bin ich mir sicher. Weniger Geld, aber mehr Frieden und mehr vom Leben. So ist jeder verschieden. Er würde mich eher verhungern lassen, bevor er mir auch nur einen Euro schenkt. Also dann lieber wenig Geld, aber so, das man nicht verhungert und dafür eine heile soziale Welt.
Und die hab ich. Deshalb bin ich glücklich. :icon_mrgreen:

Und den GdB hole ich mir trotzdem :wink:
Reine Zeitfrage!
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.910
Gefällt mir
12.189
#29
Hallo Gesunder,

du wolltest einfach nur einfache Antworten auf die einfache Frage was du gegen die Ablehnung vom Versorgungsamt machen kannst das hast du ja bereits getan = Widerspruch einlegen / Akteneinsicht fordern !

Du wolltest Begründungen geliefert haben, die den Widerspruch erfolgreich machen könnten, die kannst du nur selber liefern (nach Einsicht in die Unterlagen vom Versorgungsamt), untermauert mit ärztlichen Unterlagen.

Wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird, dann kannst du innerhalb Monatsfrist Klage beim zuständigen Sozialgericht einlegen und ein paar Jahre warten bis dort dazu entschieden wird ...

Oder du stellst nach Ablauf von ca. 6 Monaten und mit neuen medizinischen Belegen (die du mangels Arztbesuchen vermutlich dann auch nicht haben wirst) einen neuen Antrag an das Versorgungsamt zur Feststellung eines Grades der Behinderung...

Das kannst du (bei Bedarf und Wunsch) den Rest deines Lebens immer wieder so machen, in genau der Reihenfolge ...

Ansonsten gehen unsere Lebenseinstellungen /Vorstellungen doch sehr weit auseinander und so habe ich keine Lust mehr dazu weiter mit dir zu diskutieren, weil noch nicht mal das Bisherige in der Weise zu dir durchgedrungen ist, wie ich es gemeint und geschrieben habe ...

Du schreibst zum Schluss, dass du keine OP möchtest weil das auch nichts bringt ... habe ich auch so nicht vorgeschlagen, ich bin kein Arzt um überhaupt beurteilen zu können oder gar zu wollen, ob eine OP für dich die geeignete Lösung wäre ...

Ich selbst hatte da allerdings KEINE Wahl mehr, das scheinst du nicht so "genau zu nehmen" und es interessiert dich auch offenbar nicht weiter ... es geht NUR um DICH und was du fühlst und was du willst und was du nicht willst ... und dass die Welt doch endlich begreifen möge, wie schlecht es DIR doch geht ...

Du träumst von einem Job im ÖD und hättest nichts gegen eine "frühe Pensionierung", auch von diesem Bereich hast du null Ahnung, die warten doch nicht auf dich, um dich dann möglichst fix in Pension zu schicken ... :icon_evil:

Dafür muss man dort erst mal einige Jährchen gearbeitet haben und verbeamtet sein (was schwierig werden dürfte, wenn du jetzt schon so krank bist), naja und so ganz davor müsste man dort erst mal eine feste Stelle bekommen ...

Ich habe 2 "Freunde" verloren. Alle anderen sind mir geblieben. Alle paar Jahre ist ein update wer wirklich Freund ist garnicht mal schlecht. Das seh ich entspannt.
Ich sehe das (mit privaten Freunden) auch mehr als entspannt, wir wohnen seit 6 Monaten dort wo wir Niemanden kennen und legen auch keinen großen Wert auf besonders "intime" Bekanntschaften /Freundschaften, das habe ich auch gar nicht gemeint ...
... aber ich sehe/merke daher auch, dass du nicht verstanden hast, dass ich die "Freunde vom Amt" meinte, die das nicht besonders schätzen, wenn man einen Job selber aufgibt ... du denkst wirklich nicht mit, bei dem was dir geschrieben wird ... :icon_evil:

So kann ich mir die Zeit dafür eigentlich auch sparen und mit angenehmeren Dingen verbringen, als mich mit den Problemen fremder Menschen zu befassen ... :icon_kinn:

Ich wünsche dir alles Gute!

MfG Doppeloma
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#30
Hallo Doppeloma,

für Deine Zusammenfassung am Anfang der Antwort zuerst nocheinmal Danke!
Da ein neuer Feststellungsantrag nur Sinn macht mit neuen Attesten, kannst Du sicher sein, das ich da immer was neues haben werde.

Das unsere Sichtweisen auseinander gehen, finde ich nicht schlimm.
Nur ich bin tolerant. Jedem das Seine. Wenn ich allerdings nicht immer verstehe wie Du es meinst, wo wir uns nicht kennen und Wörter verschieden interpretierbar sind, das ist allerdings nicht mein Problem allein. Du kennst das ja mit dem Sender und Empfänger. Dann hättest Du eindeutiger Schreiben müssen.
Das ich mir nur das rauspicke, was ich gebrauchen kann und mich in keine Richtung bekehren lasse, das hat Dich verwundert? Ich bin keine Fahne im Wind. Mit der richtigen Argumentation kann ich eine Meinung nach einem Satz 180 Grad drehen. Aber das setzt eben Überzeugung voraus.
Selbstverständlich interessiert mich primär mein Leben. So leben die meisten.
Das ist das Ergebnis des Berufslebens. Denn so bin ich nicht zur Welt gekommen, sondern die Welt hat mich zu dem gemacht. Ich lebe nicht das Leben jemand anderen.

Mit den "Freuden vom Amt" hab ich kein Problem. Denn sowohl ich selbst habe meine Arbeit gekündigt, als auch meine Freundin ihre Arbeit gekündigt hat. Und es gab nicht mal eine Sanktionsanhörung. Ich sichere mich vorher ab. Und ob denen es innerlich dann passt, es ist mir egal. Die Kündigungen kamen nicht zum Spass, sondern weil es nicht ging. Und sie müssen rechtskonform gewesen sein. Sonst wäre mit Sicherheit was passiert.
Zwischen nicht wollen und nicht können ist eben noch ein feiner Unterschied.
Das hat das Amt allerdings begriffen.

Alles Gute wünsch ich Dir natürlich auch, ebenso Deinem Mann.
Insbesondere gesundheitlich, weil alles andere ist "nur Geld".
Das braucht man leider irgendwo, aber Gesundheit ist nicht so einfach kaufbar.

VG
:wink:
 
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.802
Gefällt mir
286
#31
...

Ich nenne es "ich habe die Wette gewonnen!". Ich habe mehr ausbezahlt bekommen, bereits jetzt, als ich jemals eingezahlt habe. Und genau dafür sind Versicherungen da. Sie machen nur dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer ein Gewinn erzielt. die ...
:icon_kotz:

Abzockermentalität.

Ich hoffe du bekommst das GdB nicht.
 

Laa Luna

Elo-User/in

Mitglied seit
13 Mai 2014
Beiträge
609
Gefällt mir
364
#32
Für mich war Euer Dialog sehr hilfreich (Gesunder/Doppeloma).

Eigentlich wollte ich auch einen Antrag auf GdB vom Hausarzt stellen lassen.
Das kann ich mir Dank der Aufklärung durch Doppeloma wohl sparen.
Somit hat mich Doppeloma vor ner großen Enttäuschung bewahrt. Danke 2xOmi!

Ich finde aber Ihr geht mit Gesunder zu arg ins Gericht.
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?

Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.

@Existenzminimum

wie argumentierst Du hier eigentlich?
Abzockermentalität?
Was Du als Abzockermentalität hinstellst ist: wirtschaftliches Handeln.
Und von wem kann man dieses abschauen?
Na, von den AG.
Die stellen jemanden für 5 Euro/Stunde ein und erwirtschaften mit dessen Arbeitsleisung 20 Euro/Stunde.
Die Frage ist doch: wer zockt eigentlich wen ab?
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#33
Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.
Hilfreich war der Dialog für mich auch, auf jeden Fall.

Die Hauptmotivation für den GdB hast Du korrekt verstanden!

Ich bin leider gezwungen wirtschaftlich zu denken.
Jede Entscheidung im finanziellen Bereich läuft über den Taschenrechner.
Und ich gebe mein Geld lieber für mein Kind aus, als für die Gewinnmaximierung einer Versicherungsgesellschaft. Es steht allerdings jedem frei den Gesellschaften Geld zu spenden. Das kann auch über nichtgenutzte Versicherungen erfolgen, anstelle nichtgemeldeter Schäden.

Existenzminumum wird es vielleicht freuen zu hören, das ich durch den Verwertbarkeitsausschluss und weiterer Vorgänge ich beim Eintritt in ALGII sehr viel verloren habe. Wie jeder eben, der sich vorher über Jahrzehnte was aufgebaut hatte, was für später gedacht war.
Man verliert manchmal eben nicht nur die Gesundheit, sondern auch das, was man sich anderweitig aufgebaut hat. Nun wird es jedoch Zeit wieder neu aufzubauen. Dafür muss ich eben abwägen und es bleibt einem garnichts anderes übrig als dabei auch "enger" zu denken.
 
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.802
Gefällt mir
286
#34
@Existenzminimum

wie argumentierst Du hier eigentlich?
Abzockermentalität?
Was Du als Abzockermentalität hinstellst ist: wirtschaftliches Handeln.
Und von wem kann man dieses abschauen?
Na, von den AG.
Na dann herzlichen Glückwunsch dass dir (und den "Kollegen) diese Gewinn-Maximierungslogik in Fleisch und Blut übergegangen ist. dann will ich aber von den gleichen Leuten nix mehr lesen über Abzocke, Ausbeutung und Egoismus in Spähren der Wirtschaft.

Die Einstellung die da oben steht - mehr rausbekommen als Einzahlen - ist der Over-Kill des Solidaritätsprinzips und selbstvertständlich entspricht es NICHT dem Grundprinzip der Versicherung schon gar nicht der gesetzlichen Sozialversicherung.

Insofern mein "Respekt" an "Gesunder" dass er so ehrlich war, auch wenn ihm das wohl im Eifer des Getippes eher unbedacht rausgerutscht ist: nicht jeder bekennt so Farbe und gibt zu dass er sich im Geiste letztlich nicht von einem Zumwinkel, Hoeness, Ackermann oder eine A. Schwarzer (u. anderen) unterscheidet. Auch wenn Kinderchen etc. als Erklärung nachgeschoben werden


Laa Luna;1753212... sagte :
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?
Na, wie elegant gelöst.

Manche offenbar eher "mehr".
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.910
Gefällt mir
12.189
#35
Hallo Laa Luna,

Für mich war Euer Dialog sehr hilfreich (Gesunder/Doppeloma).
Das freut mich, darum habe ich die grundsätzliche Frage ja auch noch einmal kurz und knackig zusammengefasst beantwortet ... :biggrin:

Eigentlich wollte ich auch einen Antrag auf GdB vom Hausarzt stellen lassen.
Das kann ich mir Dank der Aufklärung durch Doppeloma wohl sparen.
Somit hat mich Doppeloma vor ner großen Enttäuschung bewahrt. Danke 2xOmi!
gerne geschehen, den Antrag stellt man aber selber und nicht der Hausarzt, man sollte nur die nötigen Befunde dazu möglichst schon bei ihm erbitten und dann gleich mit einreichen.

Die Versorgungsämter sind zwar nicht ganz so faul wie die DRV sich das selber anzufordern, aber oft geht die Entscheidung auch schneller wenn das Wichtigste schon dabei ist.

Und Viele wissen bei Ablehnung des Antrages auch nicht, dass sie die spezielle Einschätzung des "versorgungsärztlichen Dienstes" einfordern können und sollten, denn da wird der jeweilige Einzel-GdB beschrieben aus dem sich letztlich der Gesamt-GdB (im Bescheid steht ja nur der drin) ergeben hat.

Nur aus dieser Unterlage konnte ich damals z.B. erkennen, dass man die Schlafapnoe bei meinem Mann völlig falsch eingestuft hatte, danach bekam er dann im Widerspruch die Erhöhung auf den Schwerbehinderten-Status.

Ich finde aber Ihr geht mit Gesunder zu arg ins Gericht.
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?
Ich zumindest hatte nicht vor hier mit irgendwem "ins Gericht" zu gehen, ich bin nun mal sehr direkt, das hat mich auch meine Erfahrung gelehrt, trotzdem steht es mir nicht zu Anderen vorschreiben zu wollen wie sie zu leben haben, wenn das so rüber kam war es nicht meine Absicht.

Ja, du hast recht, jeder sollte unbedingt auch ein wenig egoistisch sein (oder werden) besonders wenn es um seine Gesundheit geht ... da haben auch wir viel "Lehrgeld" zahlen müssen, bis uns das klar wurde ...

Ich muss und will auch nicht alles verstehen was @Gesunder so für richtig hält, so kann ich mich seiner Einlassung zur (problemlosen) Kündigung eines festen Jobs nicht wirklich anschließen ... jedenfalls passt das nicht auf unsere damalige Situation.

Kein JC "öffnet" weit die Arme, wenn man einen relativ sicheren /jahrelangen Job einfach kündigt, um nun "Sozial-Leistungs-Empfänger" zu werden ... :wink:

Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.
Der GdB ist aber kein tauglicher "Beweis" dafür was man beim JC noch arbeiten könnte und dass er Zweifel am ÄD hat habe ich nicht gelesen (dazu habe ich gar nichts gelesen von ihm, dass es je ein Thema war seine Beweise darüber zu beschaffen), der ist aber im SGB II dafür zuständig das zu prüfen und nur nach dieser Einschätzung hat sich ein JC-Vermittler dann auch zu richten (§ 10 SGB II regelt die Zumutbarkeit der Vermittlung).

Habe ich schon früher in diesem Zusammenhang drauf aufmerksam gemacht, auch Leute mit GdB 100 gehen oft genug Vollzeit arbeiten, weil sie einen "behindertengerechten" Arbeitsplatz haben ... ja so was gibt es tatsächlich ... :icon_daumen:

Ansonsten kann und soll Jeder "nach seiner Fasson" glücklich werden oder auch nicht, da bin ich inzwischen auch egoistisch genug geworden, an irgendeinem Punkt zu beschließen, dass "mich fremdes Leid doch gar nichts angehen muss" ... :wink:

In diesem Sinne ...
MfG Doppeloma
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#36
Die Einstellung die da oben steht - mehr rausbekommen als Einzahlen - ist der Over-Kill des Solidaritätsprinzips und selbstvertständlich entspricht es NICHT dem Grundprinzip der Versicherung schon gar nicht der gesetzlichen Sozialversicherung.
Äh, Du kennst den Unterschied zwischen denen von Bismarck ursprünglich ins Leben gerufenen Versicherungen und den heutigen Gegenseitigkeitsversicherern, die meist feste Beträge nach dem Spekulationsprinzip erheben? Offensichtlich nicht. Und Du glaubst wohl auch noch daran, das Rentenbeiträge ausschliesslich für die Rentenversicherung verwendet werden und nicht zweckentfremdet und vieles mehr.
Beschäftige Dich mal damit. Du wirst staunen, was es so alles gibt, wenn man mal hinterfragt!

Insofern mein "Respekt" an "Gesunder" dass er so ehrlich war, auch wenn ihm das wohl im Eifer des Getippes eher unbedacht rausgerutscht ist: nicht jeder bekennt so Farbe und gibt zu dass er sich im Geiste letztlich nicht von einem Zumwinkel, Hoeness, Ackermann oder eine A. Schwarzer (u. anderen) unterscheidet. Auch wenn Kinderchen etc. als Erklärung nachgeschoben werden
Na, strafrechtilche Steuerhinterziehung, womöglich noch im Millionenbereich ist wohl nicht vergleichbar damit, eine Versicherung erst dann abzuschliessen, wenn man davon ausgeht, diese auch zu benötigen.
Wenn ich keine Arbeit habe, brauche ich auch keine Arbeitsrechtschutz.
Wenn ich merke, mein Rücken ist nicht der Beste, ich schliesse eine BU-Versicherung ab und brauche diese 25 Jahre später, dann kannst Du mir ebenfalls nichts strafrechtliches unterstellen. Und auch sonst ist das nicht vergleichbar meiner Meinung nach. Du scheinst ein Systemling zu sein, der den Mainstream voll verinnerlicht hat und nicht mehr eigenständig nachdenken kann. :icon_mrgreen:
Darf ich Dir mal ne Kontonummer geben, wo Du Dich solidarisch zeigen darfst?
Du spuckst ja große Töne, dann kannst Du ja mal Taten folgen lassen!
Das wäre doch mal was. Such ich mal was raus, z.B. für Strassenkinder in Deutschland! Wie wäre es, grosser Mund? :biggrin:


Doppeloma und ich waren nicht einer Meinung in vielen Punkten, aber ich meine, wir haben respektvoll miteinander diskutuert. Was Du hier machst, das ist schon nicht mehr so ganz ohne. Wenn ich meinen GdB habe, kriegst Du ne anonymisierte Version in Dein Postfach. Damit Du Freude hast!
Genau wegen solch Menschen brauch ich genau solche Zettel. Genau das ist der Punkt.

@Doppeloma
Wie es bei euch genau war, das weiß ich nicht. Aber Du kannst Dir sicher sein, das niemand leichtfertig seine Arbeit kündigen darf, selbst wenn er wollte. Denn dann hat man seine Hilfebedürftigkeit selbst verschuldet. Die Strafe ist höher als nur eine Sanktion. Die Strafe ist, das man dann Rückzahlungspflichtig für alle Leistungen wird laut SGBII (§34). Es ist der finanzielle Ruin für den Rest des Lebens. Manchmal geht es gesundheitlich einfach nicht mehr. Wenn jemand beruflich schwer heben muss, aber nicht mehr kann, dann muss er aus gesundheitlichen Gründen kündigen. Er kann die Aufgaben nicht mehr ausführen, selbst wenn er will. Und so war es eben bei uns. Es ging nicht. Das war eindeutig. Das sich kein SB darüber freut, das ist klar. Der eine hat mehr Verständnis, der andere gar keines.
Aber es gibt es tatsächlich, das man für bestimmte Berufe nicht mehr imstande ist, diese auszuüben und auch keine konventionelle oder operielle Behandlung dem Abfolge leisten kann. Sonst wäre das schliesslich gemacht worden. Ich habe gerade meine Arbeit versucht fortzuführen. Deshalb konnten sich die Vorfälle wiederholen. Weil ich versucht habe durchzuhalten. Die Einzelheiten mit Behandlungen zu der Zeit und vieles mehr lasse ich nun mal weg. Es wurde allerdings immer heftiger und ich immer kaputter. Und da meine Seele keine Bremse gezogen hat, hat es dann mein Körper gemacht.
Das nur mal, weil Du anscheinend auf euch selbst bezogen es nicht nachvollziehen kannst, wie man aus gesundheitlichen Gründen kündigen kann. Die Situation war anscheinend bei uns eine andere, als bei euch.
 
Mitglied seit
30 Apr 2013
Beiträge
664
Gefällt mir
406
#37
Ausser dem Beitrag von Existenzminimum fand ich die Antworten von Allen hier konstruktiv, austauschend und gut.

Aber eine solidarische Tat würde ich auch begrüssen. Existenzminimum könnte doch mal hier ans Forum spenden! Wäre doch z.B. auch gut angelegt!
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.069
Gefällt mir
1.854
#38
Also es sollte einem bewusst sein, dass im Widerspruchsverfahren kein Arzt darüber schaut. Da ist zumindest in Münster so. Ich weiß das sicher. Beim VdK kostet das Widerspruchsverfahren Geld und man sollte es nur investieren, wenn man klagen will und dann einen Gutachter bekommen möchte. Den sucht man sich aber nicht selber aus, sondern das Gericht bestimmt ihn. Man kann natürlich nach § 109 SGG einen Gutachter selbst bestimmen, aber das kann teuer sein und ist auch nicht sicher.
 

Goldfield

Moderator

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
29 Jul 2012
Beiträge
644
Gefällt mir
333
#39
Also es sollte einem bewusst sein, dass im Widerspruchsverfahren kein Arzt darüber schaut. Da ist zumindest in Münster so. Ich weiß das sicher. Beim VdK kostet das Widerspruchsverfahren Geld und man sollte es nur investieren, wenn man klagen will und dann einen Gutachter bekommen möchte. Den sucht man sich aber nicht selber aus, sondern das Gericht bestimmt ihn. Man kann natürlich nach § 109 SGG einen Gutachter selbst bestimmen, aber das kann teuer sein und ist auch nicht sicher.
Das ist teilweise richtig, ich hatte auch schon mit Münster zu tun, der Widerspruch wird ja zum zuständigen VA geschickt, dort wird er nochmals einen Arzt vorgelegt, erst wenn dieser Arzt und SB den Widerspruch sozusagen nicht abhelfen kann/will, schickt der SB das nach Münster, die entscheiden dann im Widerspruchssausschuss.

Hatte das damals wo ich noch in Gütersloh wohnte, da ging es auch nach Münster-hab es mir damals erklären lassen.

Als man einmal meinen Widerspruch in Gütersloh abhelfen konnte, ging es erst gar nicht nach Münster.
 
Mitglied seit
30 Apr 2013
Beiträge
664
Gefällt mir
406
#40
Das Ablehnungsschreiben des Versorgungsamtes war ein Standardschreiben.
Ich hab ein nahezu identisches hier. Und nun hab ich GdB 50.
Ich bin mit dem VdK gegenan gegangen.
Die Kosten selbst bis zum Ende des gerichtlichen Weges sind in einem vertretbaren Rahmen. Soll heißen, ne Deckelung bei etwas über 100 Euro.
Gut wäre, wenn man für den VdK "Munition" hätte. Wobei, wenn die gut ist, kann man es auch gleich selbst machen. Aber Lobbyismus ist auch nicht immer verkehrt.

Also anschauen, was kommt an Unterlagen, ggf. fehlendes entscheidenes besorgen und dann ab dafür! Oder es geht gleich weiter.
Ich habe nun meine GdB 50. Und es gibt weitere Vorteile. Einer steht z.B. im Wehrgesetz!

Eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen sieht übrigens der Gesetzgeber vor! SGB II §34. Wenn jemand das nicht verstehen kann oder will, der Gesetzgeber hat diese Tür gebaut. Und wer sie nutzt sollte dafür nicht verurteilt werden. Denn er musste auch beweisen, das es so war.
Ich verstehe nicht, das manche hier noch aufeinander klopfen. Sitzen wir nicht alle in einem Boot? Sind wir nicht alle irgendwo vera.... worden, haben Pech gehabt und sind unten angekommen? Also!!!
Genau das ist doch gewollt. Das Zwei, die nichts haben sich noch bekriegen. Wer ist da der Sieger? Richtig!!!! Der Dritte! Und der ist wer?
 
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.802
Gefällt mir
286
#41
Äh, Du kennst den Unterschied zwischen denen von Bismarck ursprünglich ins Leben gerufenen Versicherungen und den heutigen Gegenseitigkeitsversicherern, die meist feste Beträge nach dem Spekulationsprinzip erheben?
Ja und? Weder die eine noch die andere Versicherung wird (gut) überleben können, wenn eine große Anzahl von Leuten sie in ihrem Sinne als "Spekulationsprinzip" betrachten.


...Und Du glaubst wohl auch noch daran, das Rentenbeiträge ausschliesslich für die Rentenversicherung verwendet werden und nicht zweckentfremdet und vieles mehr.
...
Weiss doch jeder was da los ist. Große Teile der Kosten der deutschen Einheit wurde über die DRV bezahlt. Genauso wie massenweise Frühverrentungen in den 80ern während der Kohlregierung, nur die versprochenen Arbeitstplätze für die jüngeren gabs dann nicht in dem Masse: Herbes Minusgeschäft für die DRV.


.. Na, strafrechtilche Steuerhinterziehung, womöglich noch im Millionenbereich ist wohl nicht vergleichbar damit, eine Versicherung erst dann abzuschliessen, wenn man davon ausgeht, diese auch zu benötigen.

Moralisch oder monetär? Moralisch sehe ich keinen Unterschied, wenn "das davon ausgehen" im Sinne von "ich beabsichtige fest/ich plane fest", diese zu beanspruchen gemeint ist. Monetär: Die Schäden von Versicherungsbetrug kann man nur schätzen, dürften auch in DE aber in die Milliarden gehen. Was Betrug ist wird letztlich vom Gericht definiert. Da passiert es auch mal, das ein Rechstanwalt 5000,-- Euro BU-Rente zugesprochen gibt, weil seine Berufsunfähigkeit darin besteht, im Gerichtssaal zu aggressiv aufzutreten. Soviel zum "Staunen was es so gibt".

Und nicht jeder der der Millionen oder Milliarden hortet obwohl die wonaders besser aufgeoben werdenkönnten handelt illegal. Abzockermentalität muss also nicht mit Strafbarkeit einhergehen.


... Du scheinst ein Systemling zu sein, der den Mainstream voll verinnerlicht hat und nicht mehr eigenständig nachdenken kann.
Wenn "eigenständig nachdenken" das Fokussieren auf
Taschenrechner
und die Betrachtung des mit einer
Investmentbanker
-Perspektive meint, dann stimme ich dir zu.


.....solidarisch zeigen ..
Ich könnte mir vorstellen, dass grade im Vergleich zu dir, ich aus meinem Einkommen relativ mehr gespendet habe als du.
Zudem war ich viele Jahre ehrenamtlich tätig. Wie siehst da bei dir aus?
 
Mitglied seit
29 Okt 2012
Beiträge
176
Gefällt mir
74
#42
Hier mal meine Erfahrungen mit meinem Versorgungsamt:

Erstantrag (G+B beantragt) selber gestellt und nach drei Monaten SBA mit GDB 50% erhalten. Widerspruch eingelegt und selber begründet warum mir ein anderer GDB+Merkzeichen zustehen. Es flatterte dann der Abhilfebescheid rein mit GDB 90% mit Merkzeichen G+B.
Wenn man also irgendwelche Einschränkungen hat und auch den Arzt deswegen regelmäßig aufsucht, sollte es wie bei mir auch keine Probleme mit dem Versorgungsamt geben.

Was erwartest du also, wenn du schon selber schreibst, dass der letze Bandscheibenvorfall lange her ist und du nicht regelmäßig zum Arzt gehst wegen Schmerzen usw. Wo soll da also die Einschränkung sein, wenn du dir noch nicht mal Schmerzmedis vom Arzt verschreiben läßt?

Ich war in den letzten 2 Jahren nicht beim Arzt. Aber nur, weil ich sowieso ALG2 bin
Es geht einen also gesundheitlich besser, nur wegen ALG2 ?
Der Rücken wird also deiner Aussage zufolge nur bei der Arbeit belastet und bei ALG2 Bezug nicht. Wo ist denn hier deine Einschränkung, die einen GDB bedingt? Dein Geschreibsel ist für jeden der wirklich Schmerzen oder andere Einschränkungen hat ein Tritt in den Hintern und Waser auf die Mühlen für das Handeln des Versorgungsamtes.
Du willst also unbedingt einen GDB von 30% (laut Begutachtungsrichtlinien) und was soll dir der bringen? Eine Gleichstellung kann erfolgen, muss aber nicht und die "Vorteile" sind doch vernachlässigbar zumal du ja im Leistungsbezug bist. Es wirkt als willst du dir nur zusätzliche Hemmnisse beschaffen um eventuelle Arbeit ausschlagen zu können. Eine Anstellung zu finden wird nach meiner Erfahrung nicht leichter nur, weil ein GDB vorhanden ist und Förderung durch JC sieht deshalb auch nicht anders aus, wie bei anderen Leistungsbeziehern. Mir geht es jedenfalls nicht besser nur, weil ich ALG2 beziehe und den GDB werde ich auch immer behalten, wenn nicht sogar "größer" ( die 10% sind da auch egal), weil der GDB sowieso hinderlich ist bei der Arbeitssuche. Der "Öffentliche Dienst" ist als Arbeitgeber auch nicht sozialer als ein anderer, soll heißen du fliegst da halt auch schnell raus, wenn die Leistung nicht erbracht werden kann und das Integrationsamt nickt das dann halt ab. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller den GDB sich zu verschaffen wenn man in fester Arbeit ist, weil vorher ist der Nutzen in deinem Fall zu gering. Bevor du jetzt fragst warum ich meinen SBA nicht abgebe, weil ich halt unter anderem Asthmatiker bin und das fällt einen auch auf umsonst sind die Merkzeichen ja nicht vergeben worden.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#43
Ja und? Weder die eine noch die andere Versicherung wird (gut) überleben können, wenn eine große Anzahl von Leuten sie in ihrem Sinne als "Spekulationsprinzip" betrachten.
Der Unterschied für mich ist aber, das die Säulen der Sozialversicherung vom Otto wirklich ehrenwert entstanden sind mit einer tollen Einstellung. Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften nur den Gedanken der Gewinne haben. Deshalb unterscheide ich hier.
Wieso unterscheidest Du nicht? Du weißt ja Bescheid darüber, wie es inzwischen läuft.

Moralisch sehe ich keinen Unterschied, wenn "das davon ausgehen" im Sinne von "ich beabsichtige fest/ich plane fest", diese zu beanspruchen gemeint ist.
Fest geplant oder beabsichtigt habe ich nie etwas. Das würde im Falle der BU ja bedeuten das ich innerhalb der 25 Jahre meine gesundheitliche Zerstörung angestrebt habe. *Kopfschüttel*
Aber natürlich mache ich für mich eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und wenn ich meine, es könnte passieren und das gerade bei mir persönlich überdurchschnittlich wahrscheinlich, dann habe ich was abgeschlossen. Und dann ist mit einer Ausnahme es eben tatsächlich so gewesen. Weil ich richtig eingeschätzt habe, bin ich nun ein Abzocker? Ich habe ausschliesslich das Verhalten der Versicherungsgesellschaften kopiert. Von denen habe ich das erlernt. Was ist wie wahrscheinlich? Wie wirtschaftlich ist das? usw.
Dazu stehe ich auch. Wozu ich nicht stehe ist, wenn jemand bewusst betrügt, unterschlägt oder anderweitig Missbrauch betreibt.
Und das habe ich nie getan, weshalb meine Versicherungsakte sauber ist. Und das weiß ich, weil ich Verwandte bei der Versicherungsgesellschaft habe, die in meine Akte schauen können. Also gehste mit mir härter ins Gericht als die Gesellschaft selbst. Schon erstaunlich!

Ich könnte mir vorstellen, dass grade im Vergleich zu dir, ich aus meinem Einkommen relativ mehr gespendet habe als du.
Zudem war ich viele Jahre ehrenamtlich tätig. Wie siehst da bei dir aus?
Das kann ich nicht sagen. Einer wird mehr bezahlt haben, klar. Und deswegen hat dann einer Recht? Diese Denkbegründung kann ich nicht teilen.
Dann müsste der Uli ja auch ein Engel sein, weil er auch Gutes getan hat.
Ich denke, es ist irrrelevant, weil jeder von uns gezahlt hat und nich zu denen gehört die nie gearbeitet haben, weil sie einfach keinen Bock hatten.
Zum Ehrenamt kann ich sowohl 6 Jahre als Schatzmeiser im Sportverein vorweisen als auch 8 Jahre im Sanitätsdienst. Mag sein, das Du da mehr hast. Auch gut. Dennoch muss ich mich nicht verstecken oder mir Vorwürfe machen. Denn da gibt es ganz andere.
Schade, das Du immer so viel in einen Topf wirfst.

@ARGE geplagt
Es wird kein Problem mit dem Amt geben. Man sieht doch, das jeder mind. einen Widerspruch abbekommen hat. Das ist bereits eingepreist gewesen. Ich gehe aber davon aus, Arbeit zu finden, weil ich dies möchte und anstrebe. Und ich möchte dann nicht die Doppelbelastung Arbeit + GdB Antrag haben. Deshalb wollte ich das vorziehen. Man muss einen GdB nicht immer beim AG angeben. Je nach Höhe. Bei ZAF, sag ich ganz ehrlich, würde ich das allerdings machen.

Sehr interessant finde ich generell, das so viele hier sagen "Der GdB verändert nichts", "bringt nichts" usw., aber alle, die das sagen haben selbst einen. Warum auch immer.
Wenn er mir nicht zusteht, wird das Versorgungsamt schon nein sagen. Und wenn er mir zusteht, dann steht er mir zu.
So einfach ist das. Ich muss nur in der Lage sein das nachzuweisen und dann steht mir das zu. Wenn es also nicht jetzt ausreicht, dann sorge ich dafür das es ausreicht. Und dann wahlweise eigenständig oder mit VdK, Gericht oder was auch immer.
Die ganze Idee zu dem GdB kam übrigens vom JC. Das hatte immer wieder gefragt, ob ich das beantragt habe. Dadurch habe ich mich überhaupt damit befasst. Und dann hat jemand, der einen hat und meine Geschichte komplett kennt mich überzeugt.

Für alles was konstruktiv war, möchte ich mich bedanken.
Es ist eigentlich erstaunlich, das soviel Text noch von sovielen Leuten überhaupt gelesen wurde.
Das ganze Thema scheint brisant, interessant und aktuell zu sein.
 
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.802
Gefällt mir
286
#44
...Schade, das Du immer so viel in einen Topf wirfst.

Ich bemühe mich eigentlich genau das nicht zu tun. Aber ich gebe auch nicht jedem Absolution für z.B. sein Rentenbegehren. Dazu sehe ich keinen Grund.



Der Unterschied für mich ist aber, das die Säulen der Sozialversicherung vom Otto wirklich ehrenwert entstanden sind mit einer tollen Einstellung. Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften nur den Gedanken der Gewinne haben.
Sagen wir mal so: die Arbeiterschaft insbes. ihre politische "Vertretung" "musste befriedet werden. So wirklich ehrenwert waren die Motive wohl nicht, aber gut das ist ein anderes (umfangreiches) Thema (oder vielleicht passt es grade doch ?!).

Sicher gibt es Unterschiede zwsichen den staatlichen und nicht-staatliche Versicherungssystemen, das hab ich nicht bestritten. Aber auch viele Gemeinsamkeiten, die grade von den privaten gerne verschwiegen werden, nämlich, dann wenns brenzlig wird mit der Ausführung des „Spekulationsprinzips“: da wird dem vom Makler oder Versicherungs-Agenten Angeworbenen vor Vertragsabschluss mit allen Kniffen und schönen Schautafeln prognostiziert, was für tolle Leistungen das private System vorhält und wieviele günstiger das sei als das (vorgeblich) "marode , veraltete gesetzliche System". Spätestens dann, wenn der Anteil derjenigen, die sich private Versicherungen leisten können oder wollen kleiner wird und/oder umgekehrt der Anteil derjenigen die Leistungen entnehmen größer, kommt die erhellende Einsicht, dass letztlich alle in einem Boot sitzen: sowohl im privaten als auch im staatlichen System muss die Struktur des Versichertenkollektivs stimmen, müssen Einnahmen und Ausgaben aufeinander „abgestimmt“ sein.
Sind die Einnahmen zu gering z.b. (inklusiver wie auch immer vorenthaltener Beiträge) und/oder die Ausgaben zu hoch (inklusive unnötiger, unberechtigter bzw. „gefakter“, (andere sagen „erschlichene“r) Ansprüche, dann bröckelt das Versicherungssystem, JEDES Versicherungssystem. Dazu trägt auch die Einstellung: „was ich einbezahlt habe habe, will ich rausbekommen, plus x“ bei.

Und das ist es was ich deinen Äußerungen u.a. entnommen habe.

Liegt das nun ausschließlich an mir?


Jedenfalls finde/fand ich es bedenklich und ja, das hat was von „Abzockermentatität“ wie ich schrieb.
Auch empfinde ich da einige Widersprüche in deiner Konkretisierung/Erläuterung. So passt z.B. die Erklärung:

..Fest geplant oder beabsichtigt habe ich nie etwas. ...Ich habe ausschliesslich das Verhalten der Versicherungsgesellschaften kopiert. Von denen habe ich das erlernt. Was ist wie wahrscheinlich? Wie wirtschaftlich ist das? usw.
nicht so zu dem hier:

...Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften (die) nur den Gedanken der Gewinne haben. ...
bzw.schließt es eher zum (sich fast stolz anhörenden) mehr „rausbekommen als eingezahlt haben“ auf.

Sei´s drum.


.. Einer wird mehr bezahlt haben, klar. Und deswegen hat dann einer Recht?

Nein!!; und auf die Versicherung bezogen: wenn ein Versicherungsfall wirklich !! eintritt, eben nicht gefaked, übetrieben ist oder nur weil fähige Anwälte, willige Ärzte und zu allererst der Versicherungsnehmer ihn – u.a aus Kosten-Nutzen-Rechnung - „kreiert“ haben. Dann spielt es auch keine Rolle ob der Versicherungsfall nach dem Tag X (erster versicherter Tag) plus Eins eintritt.


Dann müsste der Uli ja auch ein Engel sein, weil er auch Gutes getan hat.
Allgemein und symbolisch gesprochen: es gibt einen Unterschied zwischen „Robin Hood“ und Uli Hoeness. Kannst du dir vorstellen, was ich meine?


..und nich zu denen gehört die nie gearbeitet haben, weil sie einfach keinen Bock hatten.
Das hab ich so nicht unterstellt.


Das alles auszuführen war zwar nicht von mir geplant und vermutlich ist es dir auch lieber das Eingangsthema bzw. den Threadanlass weiter zu verfolgen. So denn... .
(Auch wenn letztlich die große Themen und Fragen immer hinter den Einzelfällen stehen bzw. unweigerlich damit verbunden sind: Was ist gerecht, was ist solidarisch? Wie verhalte ich mich , was ist mein konstruktiver/destruktiver Beitrag dazu ? Oder unangnehmer:

Wieviel von meinem „Feind“ hab ich in mir selbst?)


In diesem Sinne: Noch einen „solidarischen“ threadverlauf.
 

Gesunder

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
18 Sep 2014
Beiträge
21
Gefällt mir
4
#45
Ich bemühe mich eigentlich genau das nicht zu tun. Aber ich gebe auch nicht jedem Absolution für z.B. sein Rentenbegehren. Dazu sehe ich keinen Grund.
Gibt doch keinen Sinn.
1. Hat der GdB erstmal nichts mit Rente zu tun
2. Führen dauerhafte ALGII Leistungen in die Altersarmut
Ich habe da höhere Ansprüche an ein Rentenbegehren.

Spätestens dann, wenn der Anteil derjenigen, die sich private Versicherungen leisten können oder wollen kleiner wird und/oder umgekehrt der Anteil derjenigen die Leistungen entnehmen größer, kommt die erhellende Einsicht, dass letztlich alle in einem Boot sitzen
Darf ich mal fragen ob Du aus der Versicherungsbranche kommst?
Warst Du mal Versicherungsmakler? Anders kann ich mir nicht erklären, das Du so sehr die privaten Versicherungsgesellschaften verteidigst.
Das machen normalerweise nur Menschen, die damit ihr Geld verdienen oder verdient haben. Und diese Diskussion kommt genau dann auf, wenn ich mit Zahlen bewiesen habe, das deren Angebot schlecht ist, also mathematisch zerlegt habe.

Abgesehen von der Gewinnmaxime findet innerhalb von Versicherungen eine Umverteilung statt. Innerhalb eines Bootes gibt es eben von der Mannschaft bis zum Kapitän alles. Es ist eben nicht alles gleich.

Sind die Einnahmen zu gering z.b. (inklusiver wie auch immer vorenthaltener Beiträge) und/oder die Ausgaben zu hoch (inklusive unnötiger, unberechtigter bzw. „gefakter“, (andere sagen „erschlichene“r) Ansprüche, dann bröckelt das Versicherungssystem, JEDES Versicherungssystem. Dazu trägt auch die Einstellung: „was ich einbezahlt habe habe, will ich rausbekommen, plus x“ bei.
Das ist richtig. Aber wer sich für ein Produkt entschieden hat, seine Prämien zahlt und dann seine Pflichten einhält hat nunmal einen Rechtsanspruch. So einfach ist das. Und auf den verzichtet man nicht. Sonst hätte man sich kein Produkt aussuchen müssen. Ich bin halt kein Ja-Sager, der seinem Makler blind vertraut. Ich bin mein eigener Makler. Das ist natürlich in der Versicherungsszene garnicht gewünscht. Das sind die schlimmsten Kunden! Weil die Betrüger kann man verklagen. Aber an die rechtskonformen kommt man nicht ran. Weiterhin bin ich weder bereit für eine Gesellschaft deren "Damenbesuche" zu finanzieren, noch die Managergehälter.
Schieflagen kommen bei privaten Versicherungsgesellschaften eher durch falsches wirtschaften.

Auch empfinde ich da einige Widersprüche in deiner Konkretisierung/Erläuterung.
Was passt da nicht? Die Versicherungsgesellschaft kalkuliert einen Plangewinn ein und ich auch. Und beide können sich nicht sicher sein, das es so kommt. Aber man wettet auf eine Wahrscheinlichkeit. Der eine sagt es passiert und der andere sagt, das es nicht passiert. Die Versicherung hat nur den Nachteil. Deren Statistik basiert auf viele. Und ich kann mich bei meiner Risikoabwägung auf mich und ganz speziell mein Leben konzentrieren.
Wenn ich falsch wette, muss ich aus eigener Tasche zahlen. Dann hab ich keine Versicherung und fertig. Bisher ist aber eher der umgekehrte Fall eingetreten. Z.B. ein Haftpflichtschaden, der aber so klein war, das ich ihn privat bezahlt habe. Warum? Weil die Haftpflicht für dicke Dinger da ist, die ich alleine nicht stemmen kann. Aber nicht für Bagatelle. Eine Versicherung muss also sogar bei mir nicht immer zahlen. Ich bin Gift für jeden Versicherungsverkäufer. Das weiß ich. Nach meiner Exceltabelle gehen den die Produkte aus. Aber wenn eine garantierte Verzinsung unterhalb der Inflation liegt und die garantierte Auszahlung ohnehin geringer ist als die Einzahlung, dann "solidarisieren" sich nur die Dummen.
Ist doch jedem seine Entscheidung! Ist nich verboten und hat nicht was mit abzocken zu tun, sondern mit einer Wirtschaftlichkeitsanalyse für die persönlichen finanziellen und absicherungstechnischen Verhältnisse.


Allgemein und symbolisch gesprochen: es gibt einen Unterschied zwischen „Robin Hood“ und Uli Hoeness. Kannst du dir vorstellen, was ich meine?
Leider nicht. Vielleicht magst Du mir Deinen Gedankengang noch verraten.

Das es mit bei der Threaderstellung um den GdB ging und nicht um Versicherungen, das stimmt.
Und das ich quasi ein Teil von meinem "Gegenüber" habe, das stimmt auch.
Wenn man etwas kopiert, übernimmt man fremdes.
Vieles meines Verhaltens habe ich auch aus der Arbeitswelt. Nur das ich das nun nicht mehr für eine Firma mache, sondern für mich selbst anwende.
Das ist nicht immer solidarisch. Aber wenn man genügend oft abbekommen hat, hat man irgendwann genug davon immer nur die Wange hinzuhalten.
Denn so hinterfragend kommt man natürlich nicht auf die Welt. Und so wird man auch nicht von den Eltern erzogen. Das hat die Geschäftswelt aus mir gemacht. Leider ist die Welt nicht nur schön und grün. Auch wenn es heißt "alle Menschen sind gleich".
Es ist nur auf dem Papier so. LEIDER!!!
 
Oben Unten