• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Wie erwirke ich eine Fristverlängerung für die Steuererklärung 2013?

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#1
Hallo,

ich habe eine Frage wegen meinem Lebensgefährten. Er hat es leider bis jetzt versäumt eine Steuererklärung für 2013 zu machen ( er ist Selbstständig ) und muss nun mit seinem Steuerberater eine Fristverlängerung bis ende Januar beantragen. Sein Steuerberater sagt, er muss einen Grund angeben, warum er es bisher versäumt hat.
Wisst ihr welche Gründe man angeben könnte?
Der Wahre Grund sind massive private Probleme, weshalb die Steuererlärung leider in Vergessenheit geriet. Er hat erfahren, das die Mutter seiner Kinder bald sterben wird und er sich dann was einfallen lassen muss, was mit seinen Kindern passiert, die in Ungarn leben. Zudem haben wir einen riesen Rechtsstreit mit unserer Vermieterin, eine total verschimmelte Wohnung + immer noch keine Heizung. Zudem sind wir seit Februar leider ALG2 Aufstocker.
Die Unterlagen sind soweit fertig nur unser Steuerberater hat erst im Januar Zeit die Steuererklärung zu machen. Und jetzt so schnell einen anderen damit betrauen wird schwierig.
Habt ihr da Tips?
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Die Unterlagen sind soweit fertig nur unser Steuerberater hat erst im Januar Zeit die Steuererklärung zu machen.
Dem Angestellten räumt ein StB etwa eine dreiviertel Stunde ein, um eine Einkommensteuererklärung anzufertigen, mitunter weniger. Nur sind die Dreiviertelstunden in den letzten Tagen vor dem 31.12. eben gezählt. Da wird keiner bis Mitternacht sitzen, nur weil ein erklecklicher Teil der Leute nicht vor dem 10. Dezember aus dem Busche kommt.

Und jetzt so schnell einen anderen damit betrauen wird schwierig.
Vergiß das. Wer jetzt noch einen Auftrag annimmt, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Denn wenn er das in den verbleibenden Tagen nicht fertig macht (das scheitert meistens daran, daß der Mandant mit fehlenden Unterlagen und Auskünften noch eine Weile hinter dem Berg hält), haftet er dafür.

Mit dem Verspätungszuschlag leben (falls einer festgesetzt wird). Da er selbständig ist, kommt eine fristwahrende Abgabe des Mantelbogens und das Nachreichen der Anlagen wohl nicht in Betracht, weil elektronisch (und nicht auf Papier) abgegeben werden muß. Und da scheitert die Abgabe unvollständiger Erklärungen einfach an den im Programm eingebauten Plausibilitätsprüfungen.
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#3
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Ja der Verspätungszuschlag ist natürlich blöd aber das Problem ist ja, das er einen Grund angeben muss, weshalb nicht Fristgemäss abegeben wurde und da würden wir gerne wissen, welche Gründe man nennen kann? Ich hab ja schon geschrieben aus welchen Gründen es nicht ging aber die kann man wahrscheinlich nicht angeben schätze ich mal oder?
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#4
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Ihr solltet mehrgleisig fahren. Zum einen mit eurem StB zum FA gehen und dort die Situation schildern. Meistens sind diese Leute sehr nett dort wenn man ihnen die Sachen erklärt. Aber ich verstehe nicht, warum der StB nicht selbst auch dem FA erklärt, daß er erst im Januar die Steuererklärung machen kann. Er hat doch täglich mit den Leuten dort zu tun und kennt sie. Was für eine Unternehmensform ist es überhaupt?
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#5
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Der Steuerberater würde nicht mit uns zum Finanzamt gehen, er wohnt auch zu weit entfernt, er ist umgezogen und wir haben noch keinen neuen. Und naja wir haben zudem Probleme auch mit dem Steuerberater und wollen einfach nur diese eine Steuererklärung mit ihm noch hinter uns bringen und dann einen neuen suchen im nächsten Jahr.
Das Problem ist, das er leider nicht im Interesse meines Freundes arbeitet sondern eher für das Finanzamt und er macht viele DInge nicht, die ein normaler Stb eigentlich machen sollte.
Ich verstehe auch nicht warum er diesen Grund nicht angibt und wenn ich ihn frage, dann heißt es sicher wieder, das wäre ja kein Grund. Naja aber das ist ein anderes Thema, ich hab den Kopf voll mit anderen Dingen und will das einfach nur schnell hinter mich bringen. Mein Freund hat keine Zeit und daher helfe ich so gut es geht aber ich habe keine Ahnung von den Dingen. Er ist ein Einzelunternehmen wenn man das so nennt. Arbeit als Selbstständiger Fliesenleger ohne Angestellte und ist auch kein Kleinunternehmer mehr.
Zudem ist es leider das zweite mal in Folge, das er eine Fristverlängerung beantragen muss, was sicher nich gerade positiv ist.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#6
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Uih, also dann geht selber zum FA. Sagt was da los ist. Was den StB angeht, habt ihr dessen Rechnung offen? Wenn nicht, dann fordert die Unterlagen zurück, geht zu einem neuen StB vor Ort und bittet den so schnell wie möglich tätig zu werden. Der könnte auch noch zusätzlich mit dem FA dann reden weil das ein weiterer Grund wäre. Die meisten FA-Mitarbeiter sind keine Betonköppe sondern verständige Leute. Sicher, sie haben ihre Vorschriften, aber sie können trotzdem einiges machen. Und zukünftig solche Sachen vermeiden.
 

Curt The Cat

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.477
Gefällt mir
2.131
#7
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Moinsen sarkany82,

auch Dir möchte ich die Forenregel #11 ...
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Fristverlängerung Steuererklärung 2013?, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
... in Erinnerung bringen!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 85 Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Wolle58

Elo-User/in
Mitglied seit
6 Okt 2013
Beiträge
276
Gefällt mir
75
#8
Moin....


also Ich habe die Erfahrung gemacht wenn man ohne langes hin und her

mit dem Finanzamt spricht sind und waren die immer sehr

hilfsbereit und kamen mir mit den Terminen entgegen.

Würde das einfach auch sofort machen denke den Zuschlag haben

Sie schon geschickt.

LG
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#9
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

Jetzt auf die schnelle noch einen anderen Steuerberater finden ist sinnlos. Zumal die alle wahnsinns Honorar nehmen und zudem Vorkasse verlangen. Hatte schon versucht einen anderen zu finden aber zum einen können wir uns einen anderen momentan nicht leisten und sitzen da gerade wirklich in der Klemme. Das Thema ist etwas umfangreich, da möchte ich aber näher nicht drauf eingehen. Wir müssen halt jetzt noch einmal den alten Stb nehmen. Und der muss bei Elster halt eben einen Grund angeben. Da nützt es nix wenn wir mit dem Finanzamt reden.
Es gibt da so einige Probleme mit dem Stb und dank ihm auch jetzt mit dem Finanzamt und wir hatten versucht einen Beratungsschein beim Amtsgericht wegen der Sache zu bentragen, das wurde aber abgelehnt. Die Begründung war, alles was mit Finanzamt und STeuersachen zu tun hat, da bekommt man keinen Beratungsschein. Die Rechtsberatung von der HWK ist mit dem Fall überfordert und selber einen Anwalt leisten können wir uns nicht.
Mit anderen Worten, der Stb hat uns in der Hand und genießt seine Spielchen. Ich weiß glaubt mir wahrscheinlich keiner aber so ist es leider. Daher haben wir keine andere Wahl.

Aber naja, darum geht es nicht, ich möchte bitte einfach nur wissen, was für Gründe wir angeben können?
 

Wolle58

Elo-User/in
Mitglied seit
6 Okt 2013
Beiträge
276
Gefällt mir
75
#10
@ sarkany82


nicht schreiben .....persönlich....hin und sonst nichts.

Zum schreiben ist es zu spät.


LG
 
Mitglied seit
3 Dez 2014
Beiträge
31
Gefällt mir
0
#11
@ Sarkany82

Kann es sein das ihr offene Rechnungen beim Steuerberater habt, und ihr deswegen so negativ über ihn am Reden seit?
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#12
Welchen Zuschlag meinst du Wolle58? Du hast geschrieben, denke den Zuschlag haben sie schon geschickt?
Wir haben vom Finanzamt noch keine Post bekommen wegen der Steuererklärung. Und der Steuerberater scheinbar auch nicht.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#13
Steuererklärungen darf man immer noch "bei Fuß" eingeben, also die Papierunterlagen abgeben. Es soll zwar - gerade auch bei Selbständigen - mehr das Elster-Progi genommen werden, aber es herrscht noch kein Zwang bzw. keine Ablehnung von Papierunterlagen.

Macht es selber, geht zum FA hin - persönlich. Man könnte auch mal bei der zuständigen Steuerberaterkammer anfragen, ob da irgend was im Busch ist mit dem alten StB. Und nicht alle StB wollen Vorkasse usw. Ihr müßt euch schon bewegen sprich selber und intensiv tätig werden. Notfalls in dem ihr euch selber hinsetzt und die Sachen selbe macht.
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#14
@Fairina
Wie kommst du darauf, das wir nix tun? Wir befinden uns in einer ziemlich schlimmen Situation und haben gerade sehr viel um die Ohren. Ich kann da beim besten Willen nicht auch noch alleine eine Steuererklärung für einen Selbstständigen machen. Das heisst aber nicht, das wir/ich den ganzen Tag faul zuhause rum sitzen. Ich bin schwer chronisch krank und leider die einzige die sich hier um den Papierkram kümmert. Und meine einzige Frage war, was kann man für Gründe für eine Fristverlängerung angeben?

Kann dazu noch jemand was sagen? An alle anderen Danke aber mit dem Finanzamt hier kann man nicht reden. Haben wir dieses Jahr mehrfach versucht. NIcht wegen der Steuererklärung sondern wegen anderen Dingen.
Bin für jede Sachliche Antwort dankbar, ohne Verurteilungen, Beurteilungen oder sonstigen Persönlichkeiten.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#16
Ich habe nicht gesagt, daß ihr nichts tut. Aber Fakt ist nun einmal, euer StB macht nix. Das FA steht da und kann euch sogar die Firma schließen. Zur Zeit ist das extrem wichtig. Ich habe euch gesagt, daß ihr dem FA eure Situation schildern sollt und das der StB keine Zeit hat für die StE die noch im Dezmeber fertig zu bekommen. Das wird gewöhnlicherweise vom FA akzeptiert, wenn es nicht zu lange dauert.

Und wenn der StB derartig mauert, habt ihr doch keine andere Chance mehr als euch einen neuen StB zu nehmen oder selber die Sachen zu machen. Bilanzieren werdet ihr doch nicht sondern eher eine Einnahme-Überschuss-Berechnung haben und die geht verhältnismäßig einfach. Kennt ihr euren ungefähren Gewinn?

Auf der anderen Seite ist es fast Jahresende. Nächste Woche ist Weihnachten. Verspätungszuschläge und Säumniszuschläge sind eh schon angefallen, selbst wenn ihr noch keine Nachricht habt. Wenn also der StB zügig im Januar die StE macht, bleibt wenigstens das Zwangsgeld euch erspart.

Übrigens würde ich zukünftig die FA-Post nicht zum StB gehen lassen sondern zu euch selber. Denn im Zweifelsfall haftet ihr und nicht der. Ihr könntet höchstens bei schwerer Verfehlungen seiner steuerberaterlichen Ausübung ihn in einem Zivilprozess haftbar machen. Doch dazu braucht es einen ausgebufften RA.

Fühl dich also nicht gleich angegriffen, wenn ich was sage.
 
E

ExitUser

Gast
#17
Ich habe nicht gesagt, daß ihr nichts tut. Aber Fakt ist nun einmal, euer StB macht nix. Das FA steht da und kann euch sogar die Firma schließen.
Bei Steuerschulden in guter fünfstelliger Höhe, mit Hilfe des Gewerbeamtes. Nennt sich Gewerbeuntersagungsverfahren. Davon ist die verspätete Abgabe der ESt-Erklärung etwas weit entfernt.

Auf der anderen Seite ist es fast Jahresende. Nächste Woche ist Weihnachten. Verspätungszuschläge und Säumniszuschläge sind eh schon angefallen, ...
Inwiefern? Der 31.12.2014 ist noch nicht rum. Die Leuts können das selbst machen oder für den Jahresabschluß des Gewerbes - nicht für die Einkommensteuererklärung - befristet einen fähigen Buchhalter einstellen, wenn sie keinen Streß mit dem Finanzamt wollen. Der Verspätungszuschlag (Zuschlag für verspätete Abgabe einer Steuererklärung) wäre billiger. Säumniszuschläge (Zuschläge für säumige Zahler) fallen erst an, wenn Steuern festgesetzt aber nicht fristgerecht gezahlt wurden. Weshalb sollte es vor dem Abgabetermin eine Steuerfestsetzung geben?

... selbst wenn ihr noch keine Nachricht habt. Wenn also der StB zügig im Januar die StE macht, bleibt wenigstens das Zwangsgeld euch erspart.
Das muß erst einmal angedroht werden. Das könnte jetzt nur der Fall sein, wenn das FA die Steuererklärung "bevorzugt angefordert" hätte.

Übrigens würde ich zukünftig die FA-Post nicht zum StB gehen lassen sondern zu euch selber.
Erfahrungsgemäß liegen die Briefe mit den Bescheiden dann bei den Leuten rum, bis sie rechtskräftig und damit unangreifbar sind - manchmal ungeöffnet. Bringt das der StB fertig, dann steht er dafür grade.

Denn im Zweifelsfall haftet ihr und nicht der.
Stimmt. Aber aus dem Text der Fredstarterin geht gerade nicht hervor, daß sie jetzt ohne diesen StB besser dastünden. Sonst würde sie den Fred nicht angeschoben, sondern die Erklärung selbst erstellt haben.
 
E

ExitUser

Gast
#18
AW: Fristverlängerung Steuererklärung 2013?

... Ich hab ja schon geschrieben aus welchen Gründen es nicht ging aber die kann man wahrscheinlich nicht angeben schätze ich mal oder?
Die Finanzverwaltung will die Papierformulare ja auch deswegen aus der Welt haben, um die Leute beim Ausfüllen der Erklärung ans Gängelband zu nehmen. Auf dem Papierformular hat man ein Feld nicht augefüllt und konnte hinterher lapidar sagen, man habe es übersehen. Bei einem Computerprogramm kann man das sperren und die Leute zu einer Eingabe zwingen. Und wenn sie dann irgendwo wahrheitswidrig eine Null reinschreiben, dann hat man sie an der Kandarre.

Auf der anderen Seite arbeitet die Finanzverwaltung schon seit längerer Zeit darauf hin, die Steuerpflichtigen in Risikogruppen einzuteilen und von den Sachbearbeitern nur noch die Fälle anfassen zu lassen, wo etwas zu holen oder mit Problemen zu rechnen ist. Kleine, folgsame Fische will man gar nicht mehr angucken, die sollen ihren Bescheid vollautomatisch kriegen.

Ob irgendein Programm eine Eingabe eines Entschuldigungsgrundes verlangt und über ein Auswahlmenue nur bestimmte Eingaben zuläßt, kann ich Dir nicht sagen. Die Finanzverwaltung will - da hat der StB Recht - Gründe wie "Arbeitsüberlastung" nicht mehr anerkennen.
 

Constanze

Elo-User/in
Mitglied seit
12 Aug 2006
Beiträge
48
Gefällt mir
25
#19
Verspätungszuschläge bemessen sich nach der festgesetzten Steuer - wenn keine anfällt, weil das zu versteuernde Einkommen zu niedrig ist, dann auch kein Verspätungszuschlag. Und wenn ich lese, dass Ihr zumindest ab Februar ergänzend Alg II erhaltet - gehe ich von einem nicht so hohen Einkommen in 2013 aus und einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass kein Verspätungszuschlag anfällt.

"Einem Angestellten räumt ein StB etwa eine dreiviertel Stunde ein um eine Steuererklärung zu machen" - das ist sowas von verquirlter Unsinn...."

Die Steuerberatergebührenverordnung sieht keine Vorkasse im Sinne Geld vor Tun vor; was der Steuerberater aber kann: einen Vorschuss auf die Endabrechnung für bereits geleistete Arbeit verlangen. Denn manchmal zieht sich eine Steuererklärung - v.a. bei Selbständigen ziemlich lange hin. Und das ist auch mehr als o.k., denn der Steuerberater muss ja auch seine Verbindlichkeiten begleichen und kann nicht auf jeden Mandanten ein Vierteljahr warten.

Bei Selbständigen ist die elektronische Übersendung der Steuererklärung gesetzliche Pflicht.

Wie wäre es mit einem einfachen Programm mit Gewinnermittlung für die Einnahmeüberschussrechnung?
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#20
Constanze: das FA wird schätzen und dabei von der Realität der Betroffenen abweichen und nach Durchschnittswerten der Branche schielen und dann festsetzen. Diese Festsetzung ist dann Grundlage für die SZs und die VZs.
 

Wolle58

Elo-User/in
Mitglied seit
6 Okt 2013
Beiträge
276
Gefällt mir
75
#21
@Sarkany82

das nennt sich glaube ich Zwangsgeld oder so sind in der Regel

so 200 Euro....


du kannst das ganze nur umgehen wenn man persönlich zum Finanzamt geht

Problem schildert und klipp und klar gesagt wird wann den die Steuer

fertigt und abgegeben wird.

Steuer 2013 war so im Mai fällig da kamen sicher schon 2 Schreiben

also hau rein
 

Constanze

Elo-User/in
Mitglied seit
12 Aug 2006
Beiträge
48
Gefällt mir
25
#22
Fairina: Ja, kann es (schätzen) - aber 1. vergeht bis dahin auch immer etwas Zeit - manchmal sehr viel Zeit, und in dieser ist die Steuererklärung längst nachgereicht. Und 2. entbindet die Schätzung nicht von der Abgabe der Steuererklärung - und wenn Du diese bis zum Ablauf der Einspruchsfrist der Schätzungsbescheide nachreichst, sozusagen als Einspruchsbegründung, bilden diese dann die Besteuerungsgrundlage. Bei kleinen Selbständigen macht sich das FA selten die Mühe und soviel Stress, die sind einfach froh, wenn die Erklärung dann da ist. Und wenn man vorher anruft und sagt: Erklärung kommt, nur schaffen wir es aus den und den Gründen nicht, machen die SB´s beim FA sich einen Vermerk und warten noch etwas. Offizielle Einzelfristverlängerungen über den 31.12. hinaus sind selten, aber wenn´s dann der 31.1. ist und keine Steuer anfällt als BMG für den Verspätungszuschlag, passiert nichts - außer vielleicht einem bösen Brief im Sinne: Sie haben verspätet abgegeben, wenn das noch mal passiert, dann müssen Sie mit einem Verspätungszuschlag rechnen.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#23
Wolle, ja es nennt sich Zwangsgeld. Aber das das jetzt schon dran ist - ich weiß nicht. Ist natürlich nicht unmöglich. Die Höhe beträgt meistens zwischen 150 - 300 Euro. Da lagst du also nicht falsch.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#24
Constanze, da ich auch vom Fach bin und auch so meine Erfahrungen habe, kann ich sagen, daß so etwas immer auf das FA und den SB ankommt. Hier war schon mal was passiert und daher scheint das FA jetzt Druck machen zu wollen. Diese Möglichkeiten hat es. Gerade auch, wenn keine Verlängerung beantragt wurde.
Die Zeiten wo kleine Steuerzahler im gewerblichen Bereichen Ruhe hatten, sind schon seit Jahren vorbei.

Natürlich entbindet weder das Zwangsgeld noch die SZs oder die VZs den Steuerpflichtigen von der Abgabe der Steuererklärung.

Übrigens macht man so etwas wie eine Fristverlängerung mit einem einfachen Schreiben seitens des StB oder auch per Anruf, Mail oder persönlichem Erscheinen. Die ganze Geschichte - da läuft etwas schief und zwar gründlich. Wir wissen auch nicht ob andere Sachen auch schon schief gingen wie die monatliche/quartalsweise USt-Erklärung, die evtl. Dauerfristverlängerung usw. eiwandfrei liefen oder nicht.
 

Constanze

Elo-User/in
Mitglied seit
12 Aug 2006
Beiträge
48
Gefällt mir
25
#25
Fairina: Also wenn ich die Beiträge von Sarkany lese, geht daraus nicht hervor, dass da bisher was schief gegangen ist, außer, dass er/sie zu spät dran ist mit der 2013er Erklärung.

Und dass er/sie hier - m.E. ziemlich unsachlich - auf seinen Steuerberater schimpft. Aber: auch ein Steuerberater kann sich nicht zerreißen, Sarkany ist nur einer der Vielen, die vom Berater erwarten, dass er alles Ende Dezember schaffen soll - aber: ein Tag hat nur 24 Stunden und die Woche nur 7 Tage. Und wenn Sarkany sich zu spät kümmert - auch wenn seine persönlichen Umstände das erklären (und das natürlich auch bei allen anderen Mandanten die kurz vor Weihnachten kommen) - muss er für die Folgen einstehen.

Wenn Du vom Fach bist, weißt Du, dass Verspätungszuschläge nur anfallen, wenn das Einkommen so hoch ist, dass Steuern anfallen. Das ist hier evtl. nicht der Fall - aber Genaues sagt Sarkany zu diesem Thema nicht.

Es könnte (Betonung liegt auch auf könnte), ein Zwangsgeld angedroht werden, um die Abgabe der Steuererklärungen zu erzwingen. Aber die Wahrscheinlichkeit....ich persönlich habe das selbst in den krassesten Versäumnisfällen noch nie erlebt - eher kommt die Schätzungsandrohung - wie schon geschrieben.

Und bevor das Zwangsgeld dann festgesetzt werden würde ... steht eine Frist, in der die Erklärung einzureichen ist, wenn eingereicht, dann entfällt dieses Zwangsmittel.

Hier braucht ein StB gar nicht mit Einzelanträgen zur Verlängerung über den 31.12.14 hinaus zu kommen - werden kategorisch abgelehnt. Aber das, was ich schon geschrieben habe, geht.

Und was hindert es den Thread-Eröffner, zusätzlich seine persönliche Situation beim FA darzulegen? Offiziell darf nicht verlängert werden, jedenfalls bei uns. Inoffiziell gibt es das stillschweigende Übereinkommen im Sinne: FA_SB weiß, dass Steuererklärung kommt, wenn auch etwas später und hat sich einen entsprechenden Vermerk gemacht und Friede in den Hütten.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#26
Constanze, habe ich neben anderen der TE ja schon etliche Male empfohlen.

Was die FA-Seite angeht, so kommt es wirklich auf das FA und den dortigen SB an. Und mit Schätzungen sind die sehr schnell an der Hand oft. Und daraus summieren die sich dann alles andere. Und ich hab solche Fälle erlebt und das war wahrlich nicht mit Zuckerschlecken getan. Ganz im Gegenteil wurde das sehr, sehr böse. Aber da ging es auch nicht um wenige Wochen.

Aber wie ich auch schon sagte, wir haben fast Ende Dezember und ich glaube nicht, das noch etwas dahin gehend passiert. Vor allem nicht, wenn die TE endlich persönlich zum FA geht.

Wir können reden wie wir wollen, es ist Sache der TE.

Was den StB angeht, so scheint es da ja bereits einmal zu etwas gekommen sein, was eben auch das FA angeht. Da wird man als Mandant auch schnell mal unsicher.

Aber warten wir ab.
 
E

ExitUser

Gast
#27
"Einem Angestellten räumt ein StB etwa eine dreiviertel Stunde ein um eine Steuererklärung zu machen" - das ist sowas von verquirlter Unsinn ...
Da steht Einkommensteuererklärung - bitte beim Zitieren sachlich bleiben und anderen nicht das Wort im Munde herum drehen.
Du kannst Dich als Steuerfachangestellte selbstverständlich auch zwei Tage daran festhalten. Mußt Dich aber dann nicht wundern, wenn Dein Chef entweder laut wird und Dich fragt, wovon er Dich die Zeit bezahlen soll oder das Drama gleich "innerhalb der Probezeit" beendet.

Wenn die Fredstarterin natürlich kurz vor dem dritten Advent mit den Belegen des laufenden Jahres aufschlägt und erwartet, daß in den paar Tagen bis Weihnachten die Jahresbuchhaltung, die Gewinnermittlung und die ESt-Erklärung angefertigt werden soll, dann braucht sie sich über die Reaktion des Beraters nicht zu wundern. Schließlich steht sie mit so einem Ansinnen nicht ganz alleine da ...
 

Constanze

Elo-User/in
Mitglied seit
12 Aug 2006
Beiträge
48
Gefällt mir
25
#28
Ob nun Steuererklärung oder Einkommensteuererklärung - die dreiviertel Stunde ist Unsinn. Punkt.
 
E

ExitUser

Gast
#29
Ob nun Steuererklärung oder Einkommensteuererklärung - die dreiviertel Stunde ist Unsinn. Punkt.
Ein Paket aus KSt, GewSt und USt-Erklärung dauert natürlich länger.
Ansonsten geht das, wenn man das Programm beherrscht und die Belege gut sortiert sind, auch schneller. In der dreiviertel Stunde solltest Du schon die Formularsätze ausgedruckt, sortiert und dem Chef den Rechnungsvorschlag gemacht haben.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#30
P123 mach du mal die Steuererklärung eines Steuerpflichtigen, der zudem Einzelunternehmer ist, dann darfst du sagen, ob das stimmt. Constanze hat recht. Die Steuererklärung eines Arbeitnehmers evtl. mit Immobilienbesitz mag in der Zeit zu schaffen sein, aber kein StB wird solche Vorschriften machen für einen Selbständigen. Denn bei einem Selbständigen kann das unter Umständen einen mehrwöchigen Aufwand bedeuten und das ohne Bilanzierung. Zumal immer auch weitere Dinge wie eine UStE, GStE usw. daran hängen plus die eigentliche EStE. Um es kurz aus zu drücken: du hast keine Ahnung davon. Also lass es einfach, solche Daten zu nennen.
 
E

ExitUser

Gast
#31
P123 mach du mal die Steuererklärung eines Steuerpflichtigen, der zudem Einzelunternehmer ist, dann darfst du sagen, ob das stimmt.
:icon_knutsch:

Constanze hat recht. Die Steuererklärung eines Arbeitnehmers evtl. mit Immobilienbesitz mag in der Zeit zu schaffen sein, aber kein StB wird solche Vorschriften machen für einen Selbständigen.
Einfach zur Abwechslung mal lesen, was schon geschrieben wurde.

... Um es kurz aus zu drücken: du hast keine Ahnung davon.
Um es kurz auszudrücken: Bitte unterlaß diese Verleumdungen. Es steht Dir nicht zu, hier Arbeits- und Prüfungszeugnisse anzufordern.
 

Fairina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Aug 2007
Beiträge
4.807
Gefällt mir
2.059
#32
Ich hab nichts angefordert von dir, also unterlasse solche Unterstellungen.

Allerdings kann ich mir ein Urteil erlauben über Buchhaltungen von kleinen Unternehmen, die oftmals nur Schuhkartons sind. Daher nennen StB die auch so: Schuhkartonbuchhaltungen. Die müssen oftmals sortiert, manchmal sogar gebügelt werden, sofern das geht, weil sie total verknittert sind. Zusammengeheftet werden müssen usw. Dann das Ganze kontieren, in ein Buchhaltungsprogramm eingeben, die Zahlungen dazu usw. usf. Also das ist nur der eine Lauf, dann kommen die StE dazu. Also mit einer 3/4 Stunde ist da nichts, es sei denn, man hätte nur ein halbes Dutzend Belege nur. Und das ist mein letztes Statement zu dir dazu.
 

schu83

Elo-User/in
Mitglied seit
2 Feb 2014
Beiträge
163
Gefällt mir
43
#33
(...) Also mit einer 3/4 Stunde ist da nichts, es sei denn, man hätte nur ein halbes Dutzend Belege nur. Und das ist mein letztes Statement zu dir dazu.
Um hier mal Haarspalterei zu betreiben: es war rein von der Einkommensteuererklärung die Rede und die kann wirklich innerhalb einer 3/4 Stunde erstellt werden. Natürlich ist die Gewinnermittlung ein Bestandteil der Erklärung, aber generell gibt es erst einmal nur einen Wert in die Anlagen zu übernehmen: einen Gewnn / Verlust. Ist die Buchhaltung etwas umfangreicher bzw. das Ergebnis höher, sind es mit der Anlage EÜR ein paar mehr Werte (die meisten Buchhaltungsprogramme bieten jedoch einen entsprechenden Übertrag, das sind oft nur wenige Mausklicks).

Vorab kann niemand sagen wie das Finanzamt reagieren wird, die zahlreichen Möglichkeiten wurden hier jedoch bereits aufgeführt. Oft, das muss natürlich nicht die Regel sein, wird eine Erinnerung an die Abgabe der Steuererklärungen versendet, es folgt eine erneute Erinnerung mit der Androhung eines Zwangsgeldes und zu guter Letzt, die Festsetzung eines Zwangsgeldes. Durch die entsprechenden Fristsetzungen, können bis zur Festsetzung jedoch gut und gerne 6 Wochen vergehen, damit wären wir bereits bei Mitte Februar 2015.

Schätzungen sind natürlich möglich und recht unschön, aber je nach Finanzamt kann es schon länger dauern, bis überhaupt geschätzt wird (in der Regel wird dann doch der Weg des Zwangsgeldes gewählt). Als Hinweis auch für den TE: Zwangsgelder zahlt man nicht. Es handelt sich um Zwangsmittel, werden sie bezahlt sind sie weg. Wird aber beispielsweise die Steuererklärung abgegeben (auch nach Festsetzung des Zwangsgeldes) fällt die Grundlage für das Zwangsmittel weg und es hat sich damit von alleine erledigt.

Wie schon mehrfach erwähnt wurde, lassen die meisten FA-Sachbearbeiter mit sich reden. Schwierig wird es eher dann, wenn das Steueraufkommen gefährdet ist. Aus den Beiträgen lassen sich keine genauen Zahlen ableiten, aber sofern keine Nachzahlungen im 4-stelligen Bereich im Raum stehen, sollte es schon möglich sein.

Der Wechsel des Steuerberaters kann eine Möglichkeit sein, ist jedoch ein zweischneidiges Schwert: auf der einen Seite hat der aktuelle Berater ggf. die Vorjahre im System und die Stammdaten sind ebenfalls hinterlegt, das ergänzen von Daten wie Sonderausgaben etc. nimmt nur minimal Zeit in Anspruch. Auf der anderen Seite, gerade wenn es bereits Probleme mit dem Berater gab, kann ein Wechsel auch als Argument für eine verspätete Abgabe gewertet werden (der neue Berater musste sich erst in den Fall einarbeiten). Aber auch hier ist es fraglich, wie der jeweilige Sachbearbeiter reagiert.

Ich persönlich würde empfehlen: Augen zu und durch, Erklärung in den ersten Januar-Wochen abgeben und dann ggf. einen neuen Berater suchen.

Am Rande bemerkt: Ich musste ein wenig schmunzeln als ich las, dass der Berater "für das FA" arbeiten soll. Natürlich kann und sollte sich ein Berater möglichst an die Vorgaben des Mandanten halten und versuchen für ihn das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Wenn ich als Berater jedoch von vornherei weiß, dass gewisse Dinge nicht gegeben sind, brauche ich hierüber nicht diskutieren. Der wöchentliche McDonalds-Besuch kann ein Geschäftsessen sein, in der Regel gehört dieser aber zur privaten Sphäre :)
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#34
Hat sich erledigt, die EKS ist noch pünktlich raus. Danke an alle.
 
E

ExitUser

Gast
#35
Vorab kann niemand sagen wie das Finanzamt reagieren wird, ...
Die Finanzämter reagieren unterschiedlich, aber bei einem einzelnen ist das nach einer Weile meistens vorhersehbar.

... Oft, das muss natürlich nicht die Regel sein, wird eine Erinnerung an die Abgabe der Steuererklärungen versendet, es folgt eine erneute Erinnerung mit der Androhung eines Zwangsgeldes und zu guter Letzt, die Festsetzung eines Zwangsgeldes.
In der Oberpfalz bspw. hatte man sich auf martialische Steuerschätzungen verlegt, nachdem man das Hase-und-Igel-Spiel mit den Zwangsgeldern leid war. Manche Finanzämter schätzen aber auch nur die Verlustvorträge tot und kommen damit durch, denn die Leute sehen dann nur, daß nichts zu zahlen ist und lassen das Ding unbekümmert rechtskräftig werden.

Schätzungen sind natürlich möglich und recht unschön, aber je nach Finanzamt kann es schon länger dauern, bis überhaupt geschätzt wird (in der Regel wird dann doch der Weg des Zwangsgeldes gewählt). Als Hinweis auch für den TE: Zwangsgelder zahlt man nicht. Es handelt sich um Zwangsmittel, werden sie bezahlt sind sie weg. Wird aber beispielsweise die Steuererklärung abgegeben (auch nach Festsetzung des Zwangsgeldes) fällt die Grundlage für das Zwangsmittel weg und es hat sich damit von alleine erledigt.
Korrekt. Deshalb haben sich manche Finanzämter darauf spezialisiert, die Zwangsgelder mittels Kontopfändungen einzuheben. Die Leute wollen eher an ihr Konto, als sie die Erklärungen anfertigen können oder wollen. Bei so einem Gegenüber sollte man also vorsorglich etwas Bargeld in der Schublade haben.

Am Rande bemerkt: Ich musste ein wenig schmunzeln als ich las, dass der Berater "für das FA" arbeiten soll. ...
Na ja, die StB sind eben auch Kammerangehörige. Und insofern finden ihre Handlungsfreiheiten auch irgendwo und irgendwann knallharte Grenzen. Nach mehrfachen Beschwerden der Finanzverwaltung bei der Kammer ist womöglich die Zulassung weg, bei Kündigung der Vermögensschadenhaftpflicht in Folge regelmäßiger Schadensfälle ist sie das sowieso ... Ein bekanntes, wenn auch ziemlich krasses Beispiel ist der Herr Urmann, der nach dem Verlust seiner Anwaltszulassung und zwangsweiser Kanzleiabwicklung nun definitiv ausgemahnt hat.
 

Facebook

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Dez 2012
Beiträge
499
Gefällt mir
7
#36
Eine Schätzung erfolgt meist dann wenn keine Erklärung eingereicht wurde, oder die Erklärung unvollständig ist. Kommt solch ein Schätzungsbescheid, sollte man auf jeden Fall gegen die Steuerfestsetzung einen Einspruch Einlegen nicht gegen den Bescheid, und dann die Erklärung Einreichen. Meistens dürfte das dann in Ordnung sein und man bekommt keine Schwierigkeiten mit der Finanzbehörde. Liegt der Gewinn unterhalb der Bemessungsgrundlage des Steuerfreibetrags, zahlt man eh keine Einkommensteuer, oder bei Einkünften aus Gewerbebetrieb Gewerbesteuer. Demnach ist das ganze eh nur eine Formvorschrift, auch wenn es unnötige Arbeit ist.

Ob der Gewinn 1000 Euro mehr oder weniger ist, spielt in dem Moment keine Rolle wenn das Ergebnis insgesamt den Steuerfreibetrag unterschreitet, weil keine Einkommensteuer zu Bezahlen ist .
 

Facebook

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Dez 2012
Beiträge
499
Gefällt mir
7
#37
Beispiel im Bezug von Leitungen aus dem zweiten Sozialgesetzbuch werden Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder aus Gewerbebetrieb erwirtschaftet, das zum Beispiel einen monatlichen Gewinn in Höhe von 500,00 Euro abwirft, jedoch bei den meisten unter Hartz IV nicht zutreffend ist, wäre das ein Gewinn über das ganze Jahr von 6000,00 Euro. Im Steuerrecht geben es Steuerfreibeträge je nach Veranlagung die in folgender Höhe in betracht gezogen werden bei einer getrennten Veranlagung ( Ledig ) liegt der Steuerfreibetrag für das Jahr 2014 in Höhe von 8354,00 Euro und bei einer Zusammen Veranlagung ( Verheiratet ) bei 16708 Euro. D.h das bei einem Gewinn von 6000 Euro im Jahr keine Einkommenssteuer zu Bezahlen ist. Zu der Fristverlängerung wäre das eine Argumentation. Liegt jedoch der Fall vor das man einen korinthenkacker als Sacharbeiter in einer Finanzbehörde erwischt der sich als Finanzbeamter Profilieren will, und einem das Leben schwer machen will, ist es nicht auszuschließen das die Fristverlängerung nicht gewährt wird, obwohl keine Steuern zu Bezahlen wären in solch einen Fall.
 

Facebook

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Dez 2012
Beiträge
499
Gefällt mir
7
#38
Nach § 60 Abs. 4 EStDV ist der Steuererklärung eine Gewinnermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beizufügen. Steuerpflichtige, die den Gewinn durch EÜR ermitteln, haben für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2004 beginnen, ihrer Steuererklärung eine Gewinnermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beizufügen. Liegen die Betriebseinnahmen unter der Grenze von 17.500 Euro, wird es nicht beanstandet, wenn anstelle des Vordrucks der Steuererklärung eine formlose Gewinnermittlung beigefügt wird. Sofern der Finanzbehörde eine Ermittlung oder Berechnung der Besteuerungsgrundlagen nicht möglich ist, hat sie nach § 162 AO die Besteuerungsgrundlagen zu schätzen. Das Ergebnis dieser Schätzung wird dann als Gewinn einer der Gewinnermittlungsarten nach §§ 4 bis 5a EStG behandelt. Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs.3 EStG wird auf eine Bewertung des Betriebsvermögens verzichtet. Eine Inventur entfällt. Im Prinzip handelt es sich um eine einfache Geldrechnung, nach dem Zufluss- und Abflussprinzip. Von den im Wirtschaftsjahr tatsächlich geflossenen Betriebseinnahmen (inkl. Umsatzsteuer) werden die im Wirtschaftsjahr tatsächlich geflossenen Betriebsausgaben (inkl. Vorsteuer) abgezogen. Die Differenz ergibt den Gewinn bzw. Verlust. Nicht die Rechnungsstellung, sondern der Geldzufluss ist also entscheidend.

In folge dessen dürfte in betracht gezogen werden auf welcher Weise man Seine zu Zahlende Steuern abführt, nach vereinnahmten Entgelt ( Ist Besteuerung ) oder nach vereinbarten Entgelt. D.h nach vereinbarten Entgelt ( Soll Besteuerung ) ist bereits die Umsatzsteuer abzuführen, auch dann wenn man noch kein Geld Erhalten hat. Bei vereinnahmten Entgelt ist die Umsatzsteuer erst dann abzuführen, wenn man das Geld erhalten hat. Relevant und zu Beachten dürfte das sein bei einer Existenzgründung, weil dies Ausschlaggebend sein kann in den ersten Jahren.
 

sarkany82

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Aug 2013
Beiträge
218
Gefällt mir
19
#39
Wie gesagt, Thema hat sich erledigt, die Steuererklärung wurde noch pünktlich abgegeben.
Ich habe ja bereits im Einganstext genau beschrieben worum es geht, so das man hier eigentlich nicht so wild rumspekulieren muss. Und NATÜRLICH muss ein Steuerberater sich an Gesetze und Grenzen halten, das ist mir schon klar und das war damit auch nicht gemeint.
Es geht vielmehr darum, das der STB nicht korrekt berät wo er beraten sollte und auch der Schriftverkehr zwischen STB und Finanzamt lässt sehr zu wünschen übrig. Auch werden DInge behauptet, die nicht der Wahrheit entsprechen. Ständige Fehler in der Einkommenssteuererklärung auf die jedes Jahr erneut hingewiesen werden muss und vieles mehr. Zwei Anwälte der Handwerkskammer, behaupten das übrigens und nicht wir, was wohl recht seriös sein dürfte. ;)
Ich finde es einfach nur recht schade, das immer davon ausgegangen wird, das hier ein Arbeitsloser im unrecht ist, übertreibt oder sonstige Fehler macht und sowohl Anwälte wie auch Steuerberater und Finanzämter doch alle IMMER im Recht sind und nie Fehler machen. Jedenfalls hat es oft den Anschein sowohl in dieser Gruppe wie auch in anderen Sozialen Gruppen. Das soll kein Angriff sein, sondern eine Kritik und ich hoffe es wird auch so aufgefasst. Ebenso darf auch nicht erwartet werden, das man sich juristisch immer korrekt ausdrückt. Wenn ich schreibe, der Steuerberater macht den Eindruck, als würde er FÜRs Finanzamt arbeiten, dann soll das natürlich nicht wörtlich genommen werden. Ständige Fehler in der Einkommenssteuererklärung auf die jedes Jahr erneut hingewiesen werden muss und vieles mehr. Naja aber egal, Thema erledigt und wir suchen uns einen neuen Berater und gut is.
 

Facebook

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Dez 2012
Beiträge
499
Gefällt mir
7
#40
Sarkany, ja mache das. Sucht euch einen anderen Berater. Wie das in Berufen so ist, jeder hat seine Stärken und Schwächen. So ist das auch bei Anwälten zu Sehen. Einige Holen eine Bewährung raus wenn einer einen Euro aus ner Parkuhr geklaut hat, andere wiederum überzeugen die Staatsanwaltschaft das es sinnvoller ist das Verfahren einzustellen wegen Geringfügigkeit. So gibt es das auch bei den Steuerberatern.
 
Oben Unten