Wie erfolgt die genaue Berechnung der Anwartschaftszeit für das ALG1

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KlausP

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Hallo,

wie zählt man die Tage richtig bei folgenden zwei Arbeitsverhältnissen?
Ist die Regel Anwartszeit erfüllt (360 Tage)?

24.02.2018-09.09.2018
04.04.2019-15.09.2019

Danke für eure Hilfe.
 

Babbel1

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Dir fehlen 4 Tage.

24.02.2018-28.02.2018 = 5
01.03.2018-31.08.2018 = 180
01.09.2018-09.09.2018 = 9
=194
04.04.2019-30.04.2019 = 27
01.05.2019-31.08.2019 = 120
01.09.2019-15.09.2019 = 15
=162
 

KlausP

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Danke. So hätte ich es auch ausgerechnet.
Nur zur Info, eine Sachbearbeiterin beider Agentur kommt auf 363 Tage.

Dann muss ich noch eine Woche dranhängen.
 

Curt The Cat

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Moinsen KlausP und willkommen hier ...!
Ich war mal so frei und hab den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer nett und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Genaue Berechnung Anwartschaftszeit ALG1, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

HermineL

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...aber es heißt doch im Gesetz, dass die Monate mit 30 Tagen, die Wochen mit 7 Tagen gezählt werden.
Richtig. Mit über 360 Tagen hast du die Anwartschaft erfüllt.
Die Zeitkomponente erfordert 12 Monate Versicherungspflicht innerhalb der Rahmenfrist von grundsätzlich 2 Jahren, die im Einzelfall nach § 143 zu bestimmen ist. Dabei entspricht ein Monat 30 Kalendertagen (§ 339 Satz 2). § 339 Satz 1 und die §§ 187 ff. BGB sind nicht einschlägig. Zur Erfüllung der Anwartschaftszeit sind daher nicht zurückgelegte Versicherungspflichtzeiten von einem Jahr, sondern nur in einem Umfang von mindestens 360 Tagen erforderlich.
Quelle: Regelanwartschaftszeit SGB III
 

KlausP

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Ja, aber wenn die 363 Tage richtig sind, dann werden die Monate taggenau als0 auch mit 31 Tagen gezählt.

(3) Für die Feststellung, ob eine Anwartschaftszeit erfüllt ist, sind die Kalendertage eines Versicherungspflichtverhältnisses zu ermitteln. 30 Kalendertage entsprechen einem Monat (§ 339 Satz 2). 12 Monate entsprechen somit nicht einem Jahr.

... heißt das dann, dass zuerst die Kalendertage taggenau gezählt werden? Dann wird die Summe (hier 363 Tage) durch 30 geteilt. Wenn mindestens 12 herauskommt ist die Bedingung erfüllt?
 

HermineL

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Ja, aber wenn die 363 Tage richtig sind, dann werden die Monate taggenau als0 auch mit 31 Tagen gezählt.
... heißt das dann, dass zuerst die Kalendertage taggenau gezählt werden? Dann wird die Summe (hier 363 Tage) durch 30 geteilt. Wenn mindestens 12 herauskommt ist die Bedingung erfüllt?
Ich verstehe deine Nachfrage jetzt nicht. In dem was ich dir zitiert und verlinkt habe steht doch eindeutig das für einen Anspruch 360 Tage erforderlich sind. Ob die nun 361, 363 oder was auch immer ermitteln ist uninteressant solange es mindestens 360 Tage sind und nicht darunter.
 

HermineL

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es ging darum wie ganze Monate gezählt werden, mit 30 oder 31 Tagen.
Sorry aber du musst auch lesen was dir geschrieben wurde. Es steht dort doch eindeutig. Hier nochmals:
Die Zeitkomponente erfordert 12 Monate Versicherungspflicht innerhalb der Rahmenfrist von grundsätzlich 2 Jahren, die im Einzelfall nach § 143 zu bestimmen ist. Dabei entspricht ein Monat 30 Kalendertagen (§ 339 Satz 2). § 339 Satz 1 und die §§ 187 ff. BGB sind nicht einschlägig. Zur Erfüllung der Anwartschaftszeit sind daher nicht zurückgelegte Versicherungspflichtzeiten von einem Jahr, sondern nur in einem Umfang von mindestens 360 Tagen erforderlich.
Quelle: Regelanwartschaftszeit SGB III
Es spielt somit keine Rolle ob der Monat 28 oder 31 Tage hat es werden immer 30 Tage gerechnet.
Rechtsgrundlage:
§ 339 Berechnung von Zeiten SGB III
1Für die Berechnung von Leistungen wird ein Monat mit 30 Tagen und eine Woche mit sieben Tagen berechnet. 2Bei der Anwendung der Vorschriften über die Erfüllung der für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erforderlichen Anwartschaftszeit sowie der Vorschriften über die Dauer eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld nach dem Ersten Abschnitt des Vierten Kapitels dieses Buches entspricht ein Monat 30 Kalendertagen. 3Satz 2 gilt entsprechend bei der Anwendung der Vorschriften über die Erfüllung der erforderlichen Vorbeschäftigungszeiten sowie der Vorschrift über die Dauer des Anspruchs auf Übergangsgeld im Anschluß an eine abgeschlossene Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Ein Jahr mit zwölf Monaten hat hier 360 Tage und nicht 365/366 Tage. Wenn du insgesamt 363 Tage hast ist die Voraussetzung von 360 Tagen erfüllt.

Worum geht es hierbei eigentlich. Stellt die AFA deinen Anspruch in Frage ?
 
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KlausP

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Es geht nur darum wie die Tage von den zwei Beschäftigungen richtig zusammengezählt werden.

Taggenaues Zusammenzählen ergibt 363 Tage
Zusammenzählen nur mir 30 Tage/Monat ergibt 356 Tage
 

HermineL

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Taggenaues Zusammenzählen ergibt 363 Tage
Zusammenzählen nur mir 30 Tage/Monat ergibt 356 Tage
Dann würden dir 4 Tage fehlen aber du selber schreibst:
Nur zur Info, eine Sachbearbeiterin beider Agentur kommt auf 363 Tage.
Womit der Käse doch gegessen ist wenn die AFA auf das Ergebnis kommt denn das ist mehr als die erforderlichen 360 Tage.
Ergo kann ich nicht nachvollziehen wo dein Problem liegt. Deshalb nochmals die Frage ob die AFA Schwierigkeiten macht.
 

KlausP

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Ich bin halt skeptisch mit Aussagen an Telefon. Möchte es aber auch selber nachvollziehen können.
Ist ja auch für alle anderen wichtig, wenn es auf ein paar Tage ankommt.

(3) Für die Feststellung, ob eine Anwartschaftszeit erfüllt ist, sind die Kalendertage eines Versicherungspflichtverhältnisses zu ermitteln. 30 Kalendertage entsprechen einem Monat (§ 339 Satz 2). 12 Monate entsprechen somit nicht einem Jahr.

Es ist meiner Meinung nach sehr schwer aus dem Gesetzt herauszulesen. Gibt ja auch unterschiedliche Meinungen von Usern dazu.
Es ist jetzt wohl so, dass zuerst alle Kalendertage zusammengezählt werden, also Monate mit 30, 31 und auch der Februar mit 28. Die Summe wird dann durch diese ominösen 30 Tage (1 Monat) geteilt. Wenn das Ergebnis mindestens 12 ist, dann ist die Regel-Anwartschaft erfüllt.
 

Babbel1

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Das entspricht aber nicht dem § 339 SGB III.
Die SB hat sich schlicht verrechnet, wenn es überhaupt eine SB war. Per Telefon bist du vielleicht auch bloß im Callcenter gelandet.
SGB III meinte:
§ 339 Berechnung von Zeiten
Für die Berechnung von Leistungen wird ein Monat mit 30 Tagen und eine Woche mit sieben Tagen berechnet. Bei der Anwendung der Vorschriften über die Erfüllung der für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erforderlichen Anwartschaftszeit sowie der Vorschriften über die Dauer eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld nach dem Ersten Abschnitt des Vierten Kapitels dieses Buches entspricht ein Monat 30 Kalendertagen. [...]
 
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