Wie die Krankmeldung absenden, wenn man im Krankenhaus liegt?

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franzi

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Fall A:
Wie kann man die Krankmeldung fristgerecht an das JC absenden, wenn man plötzlich (z. B. Notfall) ins Krankenhaus eingeliefert wird und erst dort eine Krankmeldung erhält, und z. B. erst nach einer Woche oder später entlassen wird?

Fall B:
In den nächsten Wochen ist eine OP geplant. Voraussichtlich mit einwöchigem Klinik-Aufenthalt. Einweisung erfolgt über den Facharzt.
Von wem kriege ich dann die Krankmeldung? Kann mich der schon ein paar Tage vorher krank schreiben, damit ich die Krankmeldung absenden kann?

Zur Sicherheit sende ich diese in letzter Zeit immer per Einschreiben (gab ja schon Fälle, wo diese verlorengegangen ist und man keinen Nachweis hatte). Postagentur ist aber nicht direkt neben der Klinik.
 

Katzenstube

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Hallo Franzi
Ich habe in der Uniklinik Würzburg immer zum Abschluss meiner Behandlungen somit auch nach den OPS eine Bestätigung erhalten von wann bis wann mein Aufenthalt dort war

Von der Uni Klinik wurde keine Krankmeldung für die Zukunft erstellt diese kam von meinem örtlichen Arzt.

Die Bestätigung des kkh vom letzten Tag im Kkh habe ich am Folgetag per Einschreiben Rückschein an die Krankenkasse gefaxt. Optimum dürfte sein zusätzlich noch per Fax mit Sendebericht.

Auch vor Kkh Aufenthalt hatte ich schon AUBestätigung bis nach Entlassungsdatum Krankenhaus.

Gruss von katzenstube
 

Birt1959

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Fall A:
Wie kann man die Krankmeldung fristgerecht an das JC absenden, wenn man plötzlich (z. B. Notfall) ins Krankenhaus eingeliefert wird und erst dort eine Krankmeldung erhält, und z. B. erst nach einer Woche oder später entlassen wird?

Ein Krankenhaus stellt die Krankmeldung als Liegebescheinigung oder Aufenthaltsbescheinigung (meist bei tagesklinischen Behandlungen) aus.

Fristgerecht schickst Du die am ersten Tag des Krankenhausaufenthalts. Manche Ärzte stellen aber auch die normale AU so aus, dass sich der Krankenhausaufenthalt leicht mit der AU überschneidet. In dem Fall reicht es, wenn die Liegebescheinigung/Aufenthaltsbescheinigung bis zum Ende der ärztlichen AU schickst. Hast Du so eine AU nicht, solltest Du die Liegebescheinigung/Aufenthaltsbescheinigung am ersten Tag abschicken.

Ich hatte gerade das "Vergnügen" eines längeren Krankenhausaufenthaltes und dort riet man mir zu diesem Verfahren. (Das Stationssekretariat faxte die Liegebescheinigung netter Weise zur Agentur.)

Normaler Weise werden Liegebescheinigung oder Aufenthaltsbescheinigung "bis auf Weiteres" ausgestellt. Da reicht es dann bei Abschluss der Behandlung sich einen Bescheinigung über den gesamten Aufenthalt ausstellen zu lassen und die der Agentur oder dem JC zu schicken.

Sollte die Klinik das sogenannte Entlassmanagement anbieten, würde ich das Angebot annehmen. Erstens stellt die Klinik dann eine weitere normale AU für eine Woche aus, wenn es nötig sein sollte und zweitens darf die Klinik dann Medikamente für eine Woche auf Kassenrezept ausstellen, wenn es notwendig sein sollte.

Fall B:
In den nächsten Wochen ist eine OP geplant. Voraussichtlich mit einwöchigem Klinik-Aufenthalt. Einweisung erfolgt über den Facharzt.
Von wem kriege ich dann die Krankmeldung? Kann mich der schon ein paar Tage vorher krank schreiben, damit ich die Krankmeldung absenden kann?

Zur Sicherheit sende ich diese in letzter Zeit immer per Einschreiben (gab ja schon Fälle, wo diese verlorengegangen ist und man keinen Nachweis hatte). Postagentur ist aber nicht direkt neben der Klinik.

Die AU bekommst Du wie oben beschrieben durch die Klinik. Ob Du dich vom Facharzt schon vorher krankschreiben lassen kannst, hängt von der Erkrankung ab. Manche Ärzte machen das dann.

Du kannst auf jeden Fall in der Klinik fragen, ob man die Liegebescheinigung/Aufenthaltsbescheinigung an den JC faxen kann. Wenn ja, lass Dir den qualifizierten Sendebericht geben. Dann kannst Du nachweisen, dass die AU im JC ankam. Einfach vorher anrufen.
 

HermineL

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Hast du eine gültige Eingliederungsvereinbarung in der die Vorlage der AU vereinbart ist ?
Wenn nicht besteht überhaupt keine Pflicht die AU an das JC zu senden. Ausnahme wäre wenn ein Termin anliegt und du nachweisen musst das du verhindert bist.
 

Birt1959

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Hast du eine gültige Eingliederungsvereinbarung in der die Vorlage der AU vereinbart ist ?
Wenn nicht besteht überhaupt keine Pflicht die AU an das JC zu senden. Ausnahme wäre wenn ein Termin anliegt und du nachweisen musst das du verhindert bist.

Wenn man nur ein paar Tage im Krankenhaus liegt, ist das ein guter Vorschlag, Wenn man aber schon einige Zeit davor durchgehend und vielleicht auch genau bis zum Aufenthalt da krankgeschrieben ist, sollte man die Liegebescheinigung schon schicken. Man muss ja sonst im JC aufschlagen, wenn die AU ausläuft.

Wenn ich Franzi richtig verstanden habe, ist das bei ihr der Fall.
Gute Frage und was mich noch mehr verwirrt, ist dieses:
"Die Bestätigung des kkh vom letzten Tag im Kkh habe ich am Folgetag per Einschreiben Rückschein an die Krankenkasse gefaxt. Optimum dürfte sein zusätzlich noch per Fax mit Sendebericht."
Gibt es bei einem Fax eine Einschreibemöglichkeit?
Normaler Weise reicht ein qualifizierter Sendebericht, um ein Schriftstück rechtssicher zuzustellen.
 

franzi

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Hast du eine gültige Eingliederungsvereinbarung in der die Vorlage der AU vereinbart ist ?
Wenn nicht besteht überhaupt keine Pflicht die AU an das JC zu senden. Ausnahme wäre wenn ein Termin anliegt und du nachweisen musst das du verhindert bist.
Das wäre mir völlig neu, dass in einer EGV steht, dass man die AU vorlegen muss!
Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass man AUs vorlegt, wenn man krank ist.
Es kann ja sein, dass man zwischenzeitlich eine Einladung zu einem Vorsprachetermin erhält, den man nicht antreten kann.

Hallo Franzi
Ich habe in der Uniklinik Würzburg immer zum Abschluss meiner Behandlungen somit auch nach den OPS eine Bestätigung erhalten von wann bis wann mein Aufenthalt dort war

Von der Uni Klinik wurde keine Krankmeldung für die Zukunft erstellt diese kam von meinem örtlichen Arzt.

Die Bestätigung des kkh vom letzten Tag im Kkh habe ich am Folgetag per Einschreiben Rückschein an die Krankenkasse gefaxt. Optimum dürfte sein zusätzlich noch per Fax mit Sendebericht.

Auch vor Kkh Aufenthalt hatte ich schon AUBestätigung bis nach Entlassungsdatum Krankenhaus.

Gruss von katzenstube
Normalerweise muss man doch innerhalb von 3 Tagen die Krankmeldung einreichen, oder nicht?
Angenommen, ich wäre 2 Wochen am Stück in der Klinik, reiche dann rückwirkend die Krankmeldung ein, das wäre ja dann viel zu spät.
Und wenn es blöd gelaufen ist, war vielleicht inzwischen auch noch eine Einladung für ein Gespräch im Briefkasten, den ich nicht leeren konnte, und schwupps, hat man eine Sanktion am Hals.
 

HermineL

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Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass man AUs vorlegt, wenn man krank ist.
Es gibt keine Pflicht zur Vorlage der AU !
Normalerweise muss man doch innerhalb von 3 Tagen die Krankmeldung einreichen, oder nicht?
Nur dann wenn das per EGV vereinbart wurde oder per EGV-VA vorgegeben ist.
Das wäre mir völlig neu, dass in einer EGV steht, dass man die AU vorlegen muss!
Ist aber nicht neu sondern schon seit Juli 2017 gesetzlich geregelt. Um eine Pflicht zur Vorlage der AU seitens des JC zu haben muss dies in der EGV vereinbart sein. Entnehmen kannst du das dem § 56 Abs.1 SGB II:

§ 56 Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit SGB II
...
(1) Die Agentur für Arbeit soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beantragt haben oder beziehen, in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 3 Satz 3 verpflichten,
1. eine eingetretene Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen und
2. spätestens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen.
...
 

franzi

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Das höre ich heute zum ersten Mal. Bisher hatte ich angenommen, dass das ohnehin generell verpflichtend ist, da das Jobcenter einen ähnlichen Status hat wie ein Arbeitgeber.
 
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