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Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt EEJ

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Martin Behrsing

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#1
Neugier genügt
Sendung vom 06.09.2005, 10:15 Uhr


Neugier genügt
Sendung vom 06.09.2005, 10:15 Uhr


Die Jobmacher - Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt


600.000 solcher Jobs soll es bis zum Jahresende zusätzlich geben. Für arbeitslose Hilfsarbeiter ebenso wie für Akademiker, die staatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt bekommen. Im Gegenzug sollen sie arbeiten: für ein Euro die Stunde. Wem nützt dieser künstliche Arbeitsmarkt - den Jobbern oder deren Arbeitgebern?

Das Feature wird am Abend um 19:10 Uhr auf WDR 5 wiederholt.


Moderation: Achim Schmitz-Forte
AutorIn: Klaus Seifert



600.000 solcher Jobs soll es bis zum Jahresende zusätzlich geben. Für arbeitslose Hilfsarbeiter ebenso wie für Akademiker, die staatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt bekommen. Im Gegenzug sollen sie arbeiten: für ein Euro die Stunde. Wem nützt dieser künstliche Arbeitsmarkt - den Jobbern oder deren Arbeitgebern?

Das Feature wird am Abend um 19:10 Uhr auf WDR 5 wiederholt.


Moderation: Achim Schmitz-Forte
AutorIn: Klaus Seifert
wer in NRW wohnt Radio WDR 5 oder über Internet www.wdr5.de
 
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#2
Das ist ein klares Indiz dafür das Deutschland sich zum Billiglohnland entwicklen soll und das mit Unterstützung der Politik.

Wie heißt es so schön : Sozial ist was Arbeit schafft ! :uebel:
 

Martin Behrsing

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#3
http://www.swt-stiftung.de/sozial/inhalt/arbeitsgel_fr.htm

Ich glaube, die qualifizieren sich gut zum "A" des Monats. Werde nach der Radiosendung da mal reinpiecksen und dann gehts rund. :lol:

Ich schicke denen schon mal unsere letzte Presseerklärung und kündige an, dass wir sie in die engere Auswahl genommen haben und dies medienwirksam verleihen würden. Sie sollen uns aber Argumente liefern, warum sie sich die Auszeichnung verdient haben :lol:
 

Martin Behrsing

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#4
folgendes habe ich geschrieben: :lol:
Sehr geehrte Frau Birgit Herra,
Sehr geehrter Herr Ralph Brauer,

nachfolgend finden Sie unsere Auszeichnung für besonderes Engagement im Rahmen der Betreuung von Arbeitslosen. Nach dem heutigen Feature im WDR5 haben Sie sich - neben der optierenden Musterkommune "Main-Kinzig-Kreis" - für unsere besondere Auszeichnung qualifiziert. Gerne würden wir auch - neben unseren jetzt beginnenden umfangreichen Recherchen (und wir bleiben wirklich am Ball) - Ihre Argumente für eine derartige Auszeichnung entgegennehmen, da die potentielle Bewerberliste schon jetzt viele Behörden und Träger umfasst. Gebannt warten sie alle darauf, ob sie sich für die Endausscheidung des goldenen "A", welches unter der Schirmherrschaft einer bedeutenden und verdienten Persönlichkeit der Bundesrepublik Deutschland verliehen wird, qualifizieren.
Mit freundlichen Grüßen

Erwerbslosen Forum Deutschland
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Martin Behrsing
Schickgasse 3
53117 Bonn

Ruf: 0228 2495594
Mobil: 0160 99278357
Fax: 01805 039000 3946
kontakt@erwerbslosenforum.de
http://www.erwerbslosenforum.de
:lol:
 
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#6
e-mail an swt
es gibt Leute aus bangla desh, die verkaufen Rosen, vielleicht sollten Sie in Zukunft eejobs nach new orleans vermitteln, es verschlägt mir die sprache, wie sie am sozialabbau in deutschland mitwirken. es ist noch nicht raus, wer die schmarotzer sind, was big brother durchgehen lässt, little brothers and sisters are watching you, don't forget
mfg zweiterversduchz
Ich bin sauer Dipl.Psych
 

Martin Behrsing

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#7
Jugendarbeit, Streetwork, Kultur


Stellenprofil
Fachkräfte und Hilfskräfte aus mehreren Berufsgruppen (siehe unten).

Stellenbeschreibung
Pädagogische Jugendarbeit, oder aufsuchende Sozialarbeit, oder
Arbeit in kulturellen Bereichen, als zusätzliche Tätigkeit im
öffentlichen und gemeinnützigen Interesse.

Bereich: Jugend, Streetwork, Kultur
Anforderungen: Sprachkompetenz
Betriebsart: Gemeinnützige Einrichtung
Arbeitsort: Düsseldorf
Arbeitszeit: Vollzeit
Aufwandsentschädigung: 1 € pro Stunde zusätzlich
Befristet: 6 Monate
Führerschein: bei einigen TN erwünscht (keine Bedingung)
Alter: ab 25


Für welche Berufsgruppen Bewerbungen sinnvoll sind
Dipl.-Sozialarbeiter / in (FH), Streetworker / in (FH), Dipl.-Sozialpädagoge /
-pädagogin (FH, Uni), Erzieher / in, Fachkraft Sozialarbeit, Sozialmanager /
in, Behindertenpädagoge / -pädagogin (FH), Sondererzieher / in,
Sprachheilpädagoge / -pädagogin, Online-Redakteur / in, Journalist / in,
Multimediafachmann / -frau, Mediendesigner / in (BA) Webdesign,
DTP-Fachkraft u. ä.





Bewerben Sie sich jetzt!

Diplom Sozialpädagogin
Birgit Herra
(Koordination, Projektleitung)

Tel.: 0211 / 65808-0
Fax: 0211 / 65808-30
E-Mail: b.herra@swt-stiftung.de





SWT - Oberhausener Str. 14 u. 15 b - 40472 Düsseldorf - Tel.: 0211/65808-0 - Fax: 0211/65808-30
Ich könnt ja nur noch :uebel:
Ich glaube hier werden wir Wadenbeißer :lol: :twisted:
 

Martin Behrsing

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#8
manche Sachen erldigen sich auch von selbst :lol:
DÜSSELDORF


Betrugsvorwürfe gegen die Stiftung SWT


Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Stiftung SWT. Die hat unterdessen ihre umstrittenen Ein-Euro-Job-Projekte dauerhaft gestoppt.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Stiftung Service Transfer und Weiterbildung (SWT) muss sich auf weiteren Ärger einstellen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die SWT wegen des Verdachts auf Betrug. Nach Auskunft von Staatsanwalt Johannes Mocken liegt den Ermittlern eine Akte mit mehr als hundert Seiten vor, die mögliche Verfehlungen der SWT beinhalten soll.
Zuvor hatte es eine Strafanzeige bei der Kriminalpolizei gegen die SWT gegeben. Die Polizei hatte das Verfahren an die Staatsanwaltschaft übergeben. Unterdessen hat die Stiftung zwei ihrer umstrittenen Objekte mit Ein-Euro-Jobbern dauerhaft gestoppt und wird diese auch nicht mehr aufnehmen, wie SWT-Geschäftsführer Ralph Brauer bestätigte.

Wie die WZ berichtete, hatte die Stiftung Ein-Euro-Jobber eingesetzt, die sowohl bei einer GmbH Vertriebsaufgaben übernommen hatten als auch in einem Online-Verkaufsshop mitarbeiteten. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Arbeitsgemeinschaft von Stadt und der Arbeitsagentur (Arge) die Langzeitarbeitslosen aus Projekten abgezogen. Es bestanden erhebliche Zweifel, ob die Ein-Euro-Jobber lediglich gemeinnützige und zusätzliche Arbeit erledigten, wie es im Gesetz zur Arbeitsmarktreform Hartz IV vorgesehen ist.

Die Ein-Euro-Jobber wurden von der Arge mit Beträgen zwischen 300 und 600 Euro im Monat bezuschusst, das Geld an die SWT überwiesen. Die GmbH, bei der zumindest einer der Ein-Euro-Jobber elektronische Bauteile telefonisch verkaufte, hieß Hesiv ihr Schild befand sich auf dem Briefkasten der SWT.

Aufgrund der Nähe zu der gewerblichen Gesellschaft hatte der paritätische Wohlfahrtsverband einen Wirtschaftsprüfer eingeschaltet, der checken sollte, ob die Stiftung auch weiterhin gemeinnützig ist. Dies ist der Fall, wie der Arge-Chef Peter Lorch bestätigt. Die Arge wird laut Lorch auch weiterhin mit der SWT zusammenarbeiten.

"Es gibt keinen Grund, die Zusammenarbeit auszusetzen", so Lorch. Seiner Auskunft nach seien bei der Job-Vergabe durch die SWT keine rechtlichen Bestimmungen verletzt worden. Das sieht auch SWT-Geschäftsführer Brauer so, der die Projekte nur gestoppt haben möchte, um so weitere Schwierigkeiten zu verhindern.

Die GmbH Hesiv existiert nach Auskunft von Arge-Chef Lorch nicht mehr. Das kann Brauer nicht bestätigen, erklärt aber, dass die Hesiv zumindest nicht mehr in den Räumen der SWT ansässig sei. Die deutsche Internetseite der Gesellschaft ist nicht mehr existent, einen Eintrag im Handelsregister gab es ohnehin nie, da sich die Hesiv in Gründung befunden haben soll. Schärfere Kontrollen bei der Vergabe von Ein-Euro-Jobs lehnt die Arge auch in Zukunft ab. Es gebe keinen Grund, so Lorch.
http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=91676
 

Dragon

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#9
Das ist doch wohl ein Witz!

Zudem kommt es mir verdächtig bekannt vor.
 

ticco

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#10
Die Jobmacher - Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt - 600.000 solcher Jobs soll es bis zum Jahresende zusätzlich geben.
Man könnte bald an eine Verschwörungstheorie glauben:

Arbeit scheint es genug zu geben, nur bezahlt soll sie nicht mehr werden.
Damit das funktioniert, braucht man viele Arbeitslose und eine öffentliche Meinung, dass der Arbeitslose selbst schuld ist an seiner Situation. Man deklariert sie zu "Schmarotzern" und gibt ihnen die gütige "Möglichkeit", ihren sozialen Makel mit unterbezahlter Zwangsarbeit wieder "reinzuwaschen". Das wiederum drückt die Löhne und vernichtet weitere Arbeitsplätze (ein Mindestlohn soll ja um Gottes Willen nicht eingeführt werden, denn der wäre ein Sandkorn im Getriebe der Lohndumpingspirale). In der Folge stehen noch mehr "Schmarotzer" zum "Reinwaschen" sprich unterbezahlte Zwangsarbeiter zur Verfügung.

Das Endziel ist eine Aufsplittung in wenige Reiche, viele Arme und eine absoluten Manipulierbarkeit/Diktatur der vielen Armen durch den Staat, der sich mit den Reichen verbündet bzw. der von den Grosskapitalbesitzern gesteuert wird. Es darf keine Möglichkeit bestehen, dass man aus der "Kaste" der Armen wieder ausbrechen kann. Dies geschieht dadurch, dass man per Gesetz den Arbeitslosen zwingt, erst arm zu werden und dann arm zu bleiben und ihm die Möglichkeit verwehrt, dieser Entwicklung zu entrinnen. (Zwang, Ersparnisse bis auf weniges völlig aufzubrauchen, bevor soziale Leistungen empfangen werden könnnen). Wenn der Arbeitslose dann den erwünschten Armutsgrad erreicht hat, wird er per Gesetz in dieser Armut (und damit in der Kontrolle staatlicher Behörden) gehalten.
Und das alles ohne Schusswaffengebrauch, Militärdiktatur oder Polizeistaat. Nur ein bisschen Politik, Volksverdummung durch Massenmedien, und Geld.

Wenn ich meine kleine "Verschwörungstheorie" so lese, könnte ich meinen, ich sei ein Marxist oder sowas ähnliches. Dabei bin ich das garnicht.
 

Hans3333

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#11
hi
ja das ist in der tat so.

nennt sich neoliberalen system.
gibt in den usa
alles was von da kommt ist ja gut.

also brauchen wir das auch.
 

ticco

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#12
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf einen von mir kürzlich entdeckten Publizist Robert Kurz, der durch sein "Schwarzbuch Kapitalismus" bekannt geworden ist, und dessen Vortragsreihe "Das Weltkapital" (Teil 1 bis Teil 6), die man sich als Podcast auf den Seiten http://freie-radios.info/portal/suche.php herunterladen und anhören kann. (Suchbegriff: "Das Weltkapital" eingeben)

Meiner persönlichen Ansicht nach geht Robert Kurz in seiner Analyse weit über Ideologien politischer Orientierungen hinaus und betrachtet dieses Weltphänomen klar und sezierend.
 
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#13
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

3300 Ein-Euro-Jobs sollen laut Senatsbeschluss in Hamburg wegfallen. »Das ist gut«, sagt die LINKE- Bezirksfraktion Hamburg-Nord. »Aber nur, wenn den Erwerbslosen Alternativen angeboten werden.« Die Fraktion hat am Beispiel von Ein-Euro-Jobbern im Gartenbau ausgerechnet, wie das gehen kann: Statt diverse Träger für die Ausbeutung von Billigarbeitskräften mitzubezahlen, das Geld direkt in die Betroffenen investieren – und sie versicherungspflichtig beschäftigen. Das wäre für die öffentliche Hand laut Fraktion sogar noch günstiger als die Finanzierung von Ein-Euro-Jobs.
03.11.2010: Vom Unsinn des Ein-Euro-Gärtnerns (Tageszeitung Neues Deutschland)
Die Sklaventreiber der Betreuungsindustrie sind wirklich mistiger und teurer Ballast.
 

marty

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#14
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

Ich wollte schon immer wissen was kriegen die Firmen so für einen Euro Jobber
und wie das noch so fuktioniert.

Nehmen wir an, dass doe 260 Euro jeden Monat für all die ca.700 000 Euro Jobber bezahlt werden, dann macht das in enem Jahr

260x 700 000 x 12= 2. 184. 000 000 Euro.
Plus 130 x 700 000 x 12= 1.092.000 000 Euro

insgesamt macht das 3,276 Mrd. Euro

dazu kommen noch die Verwaltungskosten

das ist sehr viel Geld

---------------------

Können wir so etwas wie einen Thread öffnen, Ideen sammeln wo der Staat
überall sparen kann?
 

marty

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#16
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

ja sorry
 

Feind=Bild

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#19
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

Gestern war ein Bericht bei Klartext (RBB) über das DRK-Senftenberg, wo Ehrenamtler im Vollzeit-Umfang für 2,30€ Stundenlohn schuften durften.
Im Beitrag fällt beiläufig auch eine "ehrliche" Begründung: "Wir leben jetzt im Kapitalismus!". :icon_rolleyes:

KLARTEXT | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
 

rollie

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#20
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

Hallo,

sehr aufschlussreich, was hier zu diesem Thema gesagt wurde.
Das scheint alles in doppelter Hinsicht nicht fair zu sein.
Leute werden fachfremd eingesetzt und das auch noch zum Zweck des Lohndumpings.
Weder ist den Erwerbslosen damit geholfen noch in diesem Sinne die Pflegebranche. Wirklich schade und traurig.
 
E

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#21
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

Man könnte bald an eine Verschwörungstheorie glauben:

Arbeit scheint es genug zu geben, nur bezahlt soll sie nicht mehr werden.
Damit das funktioniert, braucht man viele Arbeitslose und eine öffentliche Meinung, dass der Arbeitslose selbst schuld ist an seiner Situation. Man deklariert sie zu "Schmarotzern" und gibt ihnen die gütige "Möglichkeit", ihren sozialen Makel mit unterbezahlter Zwangsarbeit wieder "reinzuwaschen". Das wiederum drückt die Löhne und vernichtet weitere Arbeitsplätze (ein Mindestlohn soll ja um Gottes Willen nicht eingeführt werden, denn der wäre ein Sandkorn im Getriebe der Lohndumpingspirale). In der Folge stehen noch mehr "Schmarotzer" zum "Reinwaschen" sprich unterbezahlte Zwangsarbeiter zur Verfügung.

Das Endziel ist eine Aufsplittung in wenige Reiche, viele Arme und eine absoluten Manipulierbarkeit/Diktatur der vielen Armen durch den Staat, der sich mit den Reichen verbündet bzw. der von den Grosskapitalbesitzern gesteuert wird. Es darf keine Möglichkeit bestehen, dass man aus der "Kaste" der Armen wieder ausbrechen kann. Dies geschieht dadurch, dass man per Gesetz den Arbeitslosen zwingt, erst arm zu werden und dann arm zu bleiben und ihm die Möglichkeit verwehrt, dieser Entwicklung zu entrinnen. (Zwang, Ersparnisse bis auf weniges völlig aufzubrauchen, bevor soziale Leistungen empfangen werden könnnen). Wenn der Arbeitslose dann den erwünschten Armutsgrad erreicht hat, wird er per Gesetz in dieser Armut (und damit in der Kontrolle staatlicher Behörden) gehalten.
Und das alles ohne Schusswaffengebrauch, Militärdiktatur oder Polizeistaat. Nur ein bisschen Politik, Volksverdummung durch Massenmedien, und Geld.

Wenn ich meine kleine "Verschwörungstheorie" so lese, könnte ich meinen, ich sei ein Marxist oder sowas ähnliches. Dabei bin ich das garnicht.
wieso ist dieser wertvolle Beitrag nicht weiter vorne? Der müßte m.E. an erster Stelle stehen...so ist es doch im Großen und Ganzen...genau darauf läuft es insgesamt hinaus.
 

Dagegen72

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#22
AW: Wie die Betreuungsindustrie von den Arbeitslosen lebt Ein-Euro-Job

Ein Stiefelbaum aus Sperrholz wird für die Gummistiefel einer Kita hergestellt -
äh - ja, richtig - von Ein-Euro-Jobbern - "die sich über den Hinzuverdienst zu ALG II freuen" -

SZ-Online: Hoffen auf das Job-Wunder




"Denn, wer in der Holzwerkstatt des Arbeitslosenkreisverbandes eine
Arbeitsgelegenheit – Ein-Euro-Job genannt – erhalten hat, ist meist weit länger
als ein Jahr ohne eine echten Job. Die meisten, die jetzt hier dabei sind,
freuen sich vor allem über eine Zuverdienstmöglichkeit zu ihrem Hartz-IV-Geld
und ein wenig Abwechslung.

Eine wirkliche Perspektive in der Holzbranche gibt es
hingegen für die meisten nicht.
"



ja, und das trotz angeblichen Jobwunders




"Aber warum eigentlich nicht? Seit Monaten wird von einem Jobwunder geredet. Beim jüngsten Arbeitsamtsbericht sagte der hiesige Agenturchef Thomas Berndt sogar, der Arbeitsmarkt in der Region sei „in einer guten Grundverfassung“. Es gebe viele freie Stellen bei den Unternehmen.

Das will Joachim Herrmann, Chef
des Arbeitslosenkreisverbandes, pauschal nicht in Abrede stellen.



" Allerdings, so
sagt er, passen die Profile der Langzeitarbeitslosen
und die Stellengesuche
meist nicht zusammen.


Und nicht nur das: „Im November waren im Landkreis 17 294
prekäre Arbeitsverhältnisse gemeldet – also Stellen, deren Entlohnung nicht zum
Überleben reicht“, sagt Herrmann.

So sieht er – auch, weil mehr als 80 Prozent
der Langzeitarbeitslosen im Kreis über 50 Jahre alt sind – das Problem der
Altersarmut im Kreis nahen. "





Was soll denn der Mis* mit den Schei* Profilen andauernd? Um einen Stiefelbaum herzustellen, reicht es doch offensichtlich auch???


Die Frage des Willens und der Flexibilität ist auch für Eberhard Nagel, den Chef des kreiseigenen Jobcenters, entscheidend: „Die Chancen sind da, aber die Menschen müssen es auch wollen“, :confused: erklärt er.

Nachdem vor allem in den 90er-Jahren vielfach Arbeitslose ohne echte Perspektive in Weiterbildungen geschickt wurden, setzen Politik und Behörden nun stärker auf einen engeren Draht, einen konkreten Job. Zu Hilfe kommt nun auch die Nachfrage nach Arbeitskräften – auch nach älteren, wie Nagel betont. :confused:

Das neu entstehende Felgen-Werk Borbet in Kodersdorf sei ein Beispiel dafür. Für dieses Werk bereite das Jobcenter derzeit Arbeitslose aller Altersgruppen mit Qualifizierungen vor. „Da sind auch 63-Jährige dabei“, sagt der Jobcenter-Chef.
zu Borbet hier entlang:

https://www.elo-forum.org/news-disk...st-kooperationsvereinbarung-firma-borbet.html
 
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