Wie dem JC winzige Gewinnbeträge melden (noch unter 5€ monatlich) - oder nur ab einer bestimmten Größenordnung? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Hyena

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Hallo zusammen,

ich denke in der Konstallation wird das nicht so oft vorkommen, aber wie würdet ihr verfahren?

Seit Nov 2018 habe ich wieder die sogenannten "PS-Lose" der Sparkassen-Gruppe und habe zufällig gesehen, dass ich doch wirklich schon was gewonnen habe.
Nun habe ich das zufällig gesehen (Gewinn von 2,50€) auf dem dazugehörigen Konto.

So weit ich weiß müsste ich das dem JC melden, oder gibt es da so eine Bagatellgrenze?
Ich weiß nicht ob die mich eher auslachen, wenn ich denen meinen "mega" Gewinn bekannt gebe :icon_hihi:

Vorgang ist bei der Sparkasse (habe gemerkt das variiert je nach Stadt) 1x Monat wird 5€ pro Los eingezogen -> 4€ gehen nach der Ausspielung zurück aufs Konto / Sparbuch what ever, 1€ ist der "Einsatz" und bei einem Gewinn geht dieser auch aufs Konto (der kleinste ist halt 2,50€).

Es könnte nun sein, dass ich seit November in dem einen oder anderen Monat auch was gewonnen habe - ich könnte das also nur nachträglich "melden". Muss ich einmal kontrollieren, wenn ich jeden Monat was gewonnen haben sollte, bin ich bei einem Gesamtgewinn von (unglaublichen) 10€ in 4 Monaten 🆒

Wie gehe ich nun am besten vor?
 

KaffeTrinker

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Theroretisch müsste man jeden "Gewinn" als einmalige Einnahme angeben und mit entsprechendem Formular melden. Ob hier aber die 100€ Freigrenze greift entzieht sich meiner Kenntnis. Ich meine gelesen zu haben, dass es eine Regelung gibt wenn der Betrag 50€ im Jahr nicht übersteigt und somit auch nicht anzurechnen ist.
 

Imaginaer

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Grundsätzlich muss JEDER Zufluss gemeldet werden. Also alles ab 0,01 € aufwärts. Ob eine Versicherungspauschale von 30 € (nicht 50 €) greift entzieht sich meiner Kenntnis. Müsste jemand anderes beantworten.
 

romeo1222

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Meiner Meinung nach verhält es sich hier wie mit Lottoscheinen. Bis 10€ an Gewinn pro Monat sind ok, da 10€ die Bagatellgrenze ist. Man darf noch die Gebühren für z.B. den Lottoschein gegenrechnen. Aber auch nur den Lottoschein dann, mit dem man gewonnen hat.

Mitteilen müsstest du es meiner Meinung nach ja, aber es gibt auch JC die dieses nicht gemeldet haben wollen. Selbst von Beträgen knapp über 10€ habe ich schon gelesen, da der Verwaltungsaufwand viel zu hoch wäre.
 

Nena

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Grundsätzlich muss JEDER Zufluss gemeldet werden. Also alles ab 0,01 € aufwärts.
Mach' das doch einfach und erspar' Dir jeden möglichen Ärger (und etwaige Nachfragen bei Durchsicht der Kontoauszüge UND schlechtes Gewissen)...
 

KaffeTrinker

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Aber wenn TE es nachträglich meldet, was er hätte im Nov 2018 machen müssen, wird nicht daraus eine sanktionierbare Versäumnis?
 

Hyena

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Ich mach mich mal schlau, ich glaube kaum das ich bei einer verpassten Gewinnbenachrichtigung von 2,50€ allzugroße "Sanktionen" bekommen dürfte.
Ich gebe Rückmeldung wenn ich da was raus bekommen habe
 

Onkel Tom

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Soweit mir bekannt ist, ist jedes Einkommen "meldepflichtig" ausgenommen caritativer
Dinge wie Tafel, Kleiderkammer etc..
Widerum ging es ja zu Anfang H4 auch um "staatliche Plünderungsmöglichkeiten" vom
Kindersparbüchern und da wurde sich drüber geeinigt, das Geld(geschenke) unter 50 Eur
pro Jahr anrechnungsfrei bleiben..
In wie weit "Kleingeldgewinne", die durch Spielteilnahme eingenommen werden, unter
dieser Einigung fallen, kann ich nicht nachvollziehen, zumal mir damalige ca.2007
Aktenzeichen zu Urteilen nicht mehr geläufig sind :sorry:

Bei 2,50 Eur wäre m.E. das Papier nur dazu wert, sich beim SB "Vertrauen bezüglich
Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit" zu erhoffen..
Der bürokratische Aufwand rechnet sich anbei nicht..

Beschäftigungstherapie für die Leistungsabteilung.. Jo, so könnte man seine
Mitwirkungspflichten auch verstehen.. Aber das artet in Geschmacksache aus :icon_mrgreen:
 

romeo1222

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Bezüglich der 10€ pro Monat?
§ 1 Alg II-V - Einzelnorm

"(1) Außer den in § 11a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Einnahmen sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen:
1.
Einnahmen, wenn sie innerhalb eines Kalendermonats 10 Euro nicht übersteigen,"


Ging um Spielautomaten, hatte es falsch in Erinnerung, aber grundsätzlich um Glücksspiele:

Hartz IV: Glücksspiel lohnt sich nicht

"Entgegen der Ansicht des Klägers sind als notwendige Ausgaben zur Gewinnerzielung nur die Einsätze vom Spielgewinn absetzbar, die zum Spielgewinn geführt haben, nicht hingegen sämtliche aufgewendete Spieleinsätze. Denn für die Einkommensberechnung unbeachtlich sind Ausgaben, die überwiegend dem privaten Bereich zugeordnet werden können – wie die in erster Linie zur Befriedigung des Spielbedürfnisses aufgewendeten weiteren Spieleinsätze, die nicht unmittelbar zu einem Gewinn geführt haben. "

(BSG, Urteil vom 15.06.2016, B 4 AS 41/15 R)
 

Imaginaer

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@romeo1222 Es ging um die Meldung an das Jobcenter. Der Zufluss hätte gemeldet werden müssen! Ob und wie das Jobcenter dies anrechnet steht offen. Das Urteil auf das Du dich beziehst ist eine Einzelfallentscheidung falls Du es noch nicht gemerkt hast. Es entfaltet keine Allgemeingültigkeit für andere Erwerbslose.
 

PeterMM

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wie sieht es mit Gutscheinen für Amazon erhalten durch Umfragen aus?
 

romeo1222

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@Imaginaer XXXXX Ich hatte geschrieben, dass es sich wie mit Lottoscheinen verhält, da Glücksspiel und generell 10€ anrechnungsfrei sind.

Dass es vorsichtshalber gemeldet werden sollte, schrieb ich ebenfalls, wie du oben nachlesen kannst. Darauf kamst du mit gesetzlicher Grundlage, und sowohl mit den 10€ habe ich dir genannt, als auch ein BSG-Urteil. Das BSG wird wohl kaum in 2 Monaten entscheiden, dass man seine kompletten Ausgaben für 1.000 Lottoscheine gegenrechnen darf, ehe man dann mal endlich gewinnt, sei mal bitte realistisch.

@PeterMM Gutscheine sind nicht in Geldeswert und daher immer anrechnungsfrei.
 

lino

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Hartz4 Empfänger dürfen nicht an Glückspielen teilnehmen. Obwohl im Gesetz drinsteht, das der "Hilfebedürftige" jede Möglichkeit nutzen muss, die den Leistungsbezug beendet.
Wie das so ist, da können sie sich mal wieder nicht entscheiden.
 
G

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Hartz IV-Empfänger dürfen an Glücksspielen teilnehmen.
Die Gewinne werden aber entsprechend der Regeln als "einmalige Einnahme" angerechnet.
 

Stauer

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Hartz4 Empfänger dürfen nicht an Glückspielen teilnehmen.
Hallo,
da hast Du recht, jedenfalls nicht vom Regelsatz. Der Regelsatz dient zum Lebensunterhalt. Diese kleinen Gewinne müssen, soweit ich weiß, ab 3,-€ gemeldet werden und regelmäßige Einnahmen. Nehmen wir mal an, jemand gewinnt 276899.-€, dem wird fast alles weggenommen.:icon_cry: Meldet man Gewinne nicht, ist es ein Meldeverstoß und wird mit 10 % sanktioniert. Es kann auch sein, das der Regelsatz um den Betrag in Höhe des Spieleinsatzes gekürzt wird, weil man den ja nachweislich garnicht braucht. Ich würde keine schlafende Hunde wecken.:icon_hihi:
 
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