Wie bzw. wann wirkt sich eine Zwischenbeschäftigung auf das ALG1 aus ....

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algfranz

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Hallo liebe Forenexperten, folgende Szenarien:

Befristeter gut bezahlter Vollzeitjob 1 endet zum 31.3.2019.
Ab 1.4.2019 Aufnahme eines Minijobs geplant (unbefristet).

Szenario1:
Zum 1.4.2019 arbeitslos melden und nach Leistungsbescheid bezogen auf den Vollzeitjob wieder abmelden.
Innerhalb von 4 Jahren dann ggf. die Leistung bezogen auf den Vollzeitjob in Anspruch nehmen, sofern sich bis dahin nichts neues auftut.

Szenario2:
Zum 1.4.2020 arbeitslos melden (also Dispojahr ausnutzen) und dann ALG1 beziehen oder nach Leistungsbescheid bezogen auf den Vollzeitjob wieder abmelden.
Im letzteren Falle dann innerhalb von 4 Jahren dann ggf. die Leistung in Anspruch nehmen, sofern sich bis dahin nichts neues auftut.

Szenario3:
Zum 1.4.2019 oder zum 1.4.2020 arbeitslos melden und dann ALG1 beziehen.

Fragen nun:
Sind die Szenarien grundsätzlich so umsetzbar oder wurde hier etwas übersehen ?

Was ist zu beachten, damit sich der Minijob nicht auf den ALG1-Anspruch aus dem Vollzeitjob negativ auswirkt.

Wäre toll, wenn Ihr hierzu was sagen könnten, idealerweise mit Nennung der gesetzlichen Grundlagen.
Besonders interessant wäre die gesetzliche Grundlage für eine solche Zwischenbeschäftigung.

Danke im Voraus !
 

Kerstin_K

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Aus dem Minijob weren ja keine Beiträge zur sozialversicherung gezahlt, in sofern hat der erstmal keinen Einfluss.

ABER: wenn der Minijob mehr als 15 Stundn oder mehr in der woche umfasst, bist Du nicht arbeitslos und bekommst kein ALG I.

Von dem Einkommen aus dem Minijob wird ales über 165 EUR auf das ALG angerechnet.
 

algfranz

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Hallo,
der Minijob würde schon RV-beiträge des AG und des AN beinhalten aber das hat ja dann mit ALG nichts zu tun oder ?
 

BerndB

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Fragen nun:
... oder wurde hier etwas übersehen ?
Ja, von mir nur der Vollständigkeit halber genannt: § 148 (1) Nr. 6 SGB III (Minderung der Anspruchsdauer), der aber vermutlich kaum / fast gar nicht angewandt wird. Die Weisungen der AfA dazu an ihre Sachbearbeiter (unter gleichem Link):

148.1.6 Wegfall der Arbeitsbereitschaft
Eine Minderung tritt nur dann ein, wenn Eingliederungsbemühungen der AA ohne wichtigen Grund verhindert werden sollten. Die Vorschrift ist nur bei erkennbaren Manipulationsabsichten anwendbar.
Ansonsten denke ich aufgrund deiner Alternativen, ist dir ja bekannt wie es sich mit Anspruchsentstehung, Anrechnung von Einkommen, Erlöschen des Anspruchs verhält.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Befristeter gut bezahlter Vollzeitjob 1 endet zum 31.3.2019.
[...]
Sind die Szenarien grundsätzlich so umsetzbar oder wurde hier etwas übersehen ?
Du übersiehst, dass die Höhe des Alg nur zwei Jahre lang erhalten bleibt (§ 151 Abs. 4 SGB III).
Die vier Jahre gelten nur für die Dauer des Anspruchs.

ABER: wenn der Minijob mehr als 15 Stundn oder mehr in der woche umfasst
Dann ist es auch kein Minijob mehr.
 
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