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Wie brate ich meine Sachbearbeiterin auf kleinem Feuer?

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Clint

Elo-User/in

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31 Okt 2005
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#1
Hallo,
ich hatte heute einen Termin bei der Arge, um 8:00 um 8:20
war ich dann dran. Als erstes wurde ich dann mit einer Sperre
für einen verrschlampten Termin von vor einem Monat abgestraft.
Is ja ok so, hab ich mit gerechnet, aber.......
Anschließend erdreistete sich die Sachbearbeiterin, meinen Lebenswandel von 1994 - 2004 dergestallt zu bewerten: Arbeitet nur wenn er Lust hat.
Ich hab nach meiner Umschulung zum Betriebsinformatiker jeden Tagelöhnerjob angenomen um nicht zum Sozialamt zu müssen. Idiotie!
hätte ich die damaligen Sozialleistungen wäre mein E-Herd keine Todesfalle die Wohnung wäre tapeziert und der Ofen bräuchte nicht als sicherung eine Latte damit er einen nicht im Schlaf vergast.
Soweit so schlecht. Anschließend fragte mich die "Dame" (""mit Absicht) ob ich denn meine Bewerbungen schreiben würde, auf meine Frage auf was, (es wäre einfacher auf zu zählen was bei mir noch funktioniert die Blase und manchmal noch das Gehirn) bekam ich zur Antwort: "Schon wieder einer der zum ?soz med Dienst? will, ich kann das nicht mehr höhren. (Ich bin anerkannter 50% Krüppel und hab einen Antrag auf Verschlimmerung laufen und SIE ist die Krüppelsachbearbeiterin in Wattenscheid!) Ihr Kollege anscheinend war das ein GoodGuy BadGuy
Spiel meinte: Schick ihn doch zum Arzt............
Ich hab jetzt einen neuen Termin nächsten Mntag wo ich meine sämmtlichen Gebresten darlegen soll..............
Dies ist nur eine Kurzfassung. Der Ton dieser "Dame" war dergestallt, daß ich vor dreißig Jahren, als ich noch jung und blöd war sie über
die nächste Wand und den Fußboden verstrichen hätte. Sie hat wirklich nach Prügel geschrieen und jeder Richter würde das einsehen......................................
Aber man ist ja zivilisiert! Im Gegensatz zu diesen Arschlöchern!
Nun meine Frage:
Wie kann ich sie grillen?
Bringt eine Dienstaufsichtsbeschwerde was? Abmahnung usdw.?
Oder muß ich mir einen "Anwalt aus dem Bahnhofsviertel" nehmen?
Gilt eigendlich die Menschwürde für Hartz IV Empfänger nicht?
Muß ich mich von jedem mißgelaunten subalternem Sesselpupzer
anmachen lassen?

Gruß

Clint
 

Grobi

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#2
Harter Tobak, so wie Du das schreibst. Da kann man (erstmal) nur das "Standard-Repertoire der guten Tips im Umgang mit Sachbearbeitern" abspulen.

1.) Wichtigster allgemeingültiger Tip: Zeugen mitnehmen. Wer das ist - egal, hauptsache jemand Deines Vertrauens ist anwesend.
Keine noch-so-miesgelaunte SB darf Dir verwehren den Zeugen dabeizuhaben.
Der Zeuge hat den Mund zu halten und nur zuzuhören. Sollte er doch mal etwas sagen gilt dies als hättest Du selber es gesagt, es sei denn Du distanzierst Dich sofort davon. Also jemand ruhiges mitnehmen.
Je nachdem wo Du wohnst könnte vielleicht sogar jemand aus dem Forum hier mitkommen.
2.) Da es in diesem Gespräch wohl "zwei gegen einen" stand würde ich eher hingehen und dieses eine mal einfach alles runterschlucken - die Gefahr das alles als "Missverständnis" oder schlimmer als "Niemals so gesagt" verdreht wird ist zu gross. Sollte Sie beim nächsten mal den gleichen fiesen Tonfall haben - sofort den Vorgesetzten verlangen und nicht abwimmeln lassen. Bei diesem wiederrum eine "Beschwerde über Ihr Fehlverhalten zur Niederschrift" anleiern - d.h. Du sprichst, er schreibt. Habe ich auch einmal genau so regeln müssen, danach habe ich von dem Sachbearbeiter nie wieder was gehört - Allerdings habe ich mir damit natürlich auch den Dienststellenscheff ein wenig madig gemacht.
3.) Der Gesellschaftsverträgliche Weg um einer Diskreminierung, Ehrverletzung, Amtsmissbrauch, Beleidigung und schlimmerem zu begegnen ist in meinen Augen immer noch NICHT die (durchaus befreiende und heilsame) Tracht Prügel sondern der Gang zur Polizei zwecks Erstattung einer Anzeige. Und Ich hätte da auch keine Hemmungen, diesen Weg gegen einen Beamten zu beschreiten, der/die mich so niedermacht.
4.) Egal wie die Leute dort Dich versuchen niederzumachen: Bleib höflich und anständig. Dadurch erreichst Du mehr, als wenn Du wutschnaubend den Rodeobullen abgibst. Glaube mir, Menschen die es nötig haben einen "schwächeren" dergestalt zu ärgern sind selber die verärgerten, wenn das Opfer Ihre Bemühungen einfach ignoriert. Das beginnt auf dem Schulhof und setzt sich bis zur Altenpflege so fort, also nutze dieses Prinzip auch. Erst sind Sie wütend weil Du nicht hochgehst, dann kommt die Post von der Polizei... und mit einem Zeugen, der aussagen kann, das Du Dich einwandfrei benommen hast sieht sowas guuuuut aus.
5.) "Ofen bräuchte nicht als sicherung eine Latte damit er einen nicht im Schlaf vergast." Das klingt nach akuter Bedrohung Deines Lebens (und im Mehrfamilienhaus auch des Lebens anderer) durch fehlerhafte Gerätschaften - Bitte kümmere Dich darum. Wenn es Dein Ofen ist beantrage Geld für einen neuen, notfalls auf Darlehensbasis (Einmalige Beihilfe). Wenn es der Ofen des Vermieters ist fordere eine umgehende Reparatur oder ein Ersatzgerät. Aber lasse nicht zu, das Du aus dem Bezug rutschst weil Dir der Ofen um die Ohren geflogen ist.

Ich hoffe, diese ersten Tips konnten helfen und wünsche viel Glück für den nächsten Termin.
 

Widerspruch

Elo-User/in

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8 Aug 2005
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#3
Misstrauen gegen eine unparteiische Amtsausübung

Kompetenzüberschreitung aus persönlicher Frustration?


Akteneinsicht verlangen, Kopien der entspechenden Einträge der Sachbearbeiterin machen und Fach- oder Dienstaufsichtsbeschwerde http://www.rechtslexikon-online.de/Fachaufsichtsbeschwerde.html aus "Besorgnis der Befangenheit" an die nächst höhere Dienstselle mit Kopie an die Geschäftsleitung der ARGE einreichen.


§ 25 SGB X Akteneinsicht durch Beteiligte

(1) Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. Satz 1 gilt bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens nicht für Entwürfe zu Entscheidungen sowie die Arbeiten zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung.


§ 17 SGB X Besorgnis der Befangenheit

(1) Liegt ein Grund vor, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine unparteiische Amtsausübung zu rechtfertigen, oder wird von einem Beteiligten das Vorliegen eines solchen Grundes behauptet, hat, wer in einem Verwaltungsverfahren für eine Behörde tätig werden soll, den Leiter der Behörde oder den von diesem Beauftragen zu unterrichten und sich auf dessen Anordnung der Mitwirkung zu enthalten. Betrifft die Besorgnis der Befangenheit den Leiter der Behörde, trifft diese Anordnung die Aufsichtsbehörde, sofern sich der Behördenleiter nicht selbst einer Mitwirkung enthält. Bei den Geschäftsführern der Versicherungsträger tritt an die Stelle der Aufsichtsbehörde der Vorstand.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/index.html
 

Clint

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31 Okt 2005
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#5
Hallo,
vielen Dank für die Tipps. Ich werd dann mal Mittwoch einen Befangenheitsantrag stellen, damit sie dann Montagmorgen dem Rainer
ein passendes Schauspiel liefert. Und wisst Ihr was das Schönste ist? Selbst mit meiner Gehbehinderung ist die nächste Wache nur 5 Minuten entfernt!

Hehee :p

Gruß

Clint
 
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