Wie bin ich krankenversichert wenn kein HartzIV bekomme? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

NixGeld

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Hallo Freunde,
mein Bezug auf ALG1 endet voraussichtlich am 09.05.2019 und ich hatte vor HartzIV zu beantragen. Ich habe ein paar HartzIV Rechner ausprobiert und komme zu dem Schluss, dass ich kein HartzIV bekommen werde. Meine Partnerin mit der ich zusammenlebe verdient ihre ca. 2.100€ netto im Monat. Also lohnt es erst garnicht einen Antrag auf HartzIV zu stellen? Was mache ich denn jetzt hinsichtlich Krankenversicherung? Wie soll ich das denn bezahlen wenn ich doch nichts verdiene?

LG
 

Kerstin_K

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Die Krankenversicherung kostet Dich etwa 180 EUR im Monat und es gilt krankenversicherungspflicht in Deutschland.

Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder, Du lässt Dich von Deiner lebensgefährtin unterhalten. Oder Du suchst Dir einen Minijob und zahlst ie KV davon oder Du findest ganz schnelleie sozialversicherungspflichtige Arbeit.
 

NixGeld

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Danke Kerstin. Das hört sich garnicht gut an.
 

Hartzing

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Hallo!

Das Problem kenne ich aus der Familie, leider viel zu gut. Und das Krankheitsbedingt über ca. 10 Jahre.

Kerstin kann ich nur zustimmen. Es kommt jedoch sehr Stark darauf an. Wenn du z.B. unter einem Jahr mit deiner Partnerin lebst könnte eine Einstandspflicht entfallen. Wenn Ihr bisher komplett getrennt gewirtschaftet habt, ist es kein Problem. Im anderen Fall ist es schwierig die Nichtveranlagung (richtiges Wort?) zu beweisen. Der Knackpunkt ist, dass Sie für dich laut Gesetz Einstehen muss, falls Ihr zusammen wirtschaftet.

Auswege sind:
1. Heiraten (->Familienversicherung, später Steuerersparnis)
2. Midijob (Meiner Info nach reicht 451€ aus) Auf Minijobs bewerben und dann mit dem AG reden.
3. Falls unter 30 Jahre alt und Abi/Fachabi/Studium vorhanden, Immatrikulieren (kleinere Uni/FH/TH ohne NC) und Studententarif nutzen (ca. 90€/Monat), Semesterticket meist ontop.
4. Ausziehen
5. Vollzeitarbeit finden
 

Kerstin_K

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451 EUR ist aber kein Minijob, das ist sozialversicherungspflichtig.
 

Hartzeola

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Wenn deine Partnerin deine KV Beiträge zahlt kann sie diese als außergewöhnliche Belastungen in ihrer Steuererklärung absetzen.
 

apfelkuchen

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Ja eben drum. Das lohnt sich ja dann, weil die kv billiger wird. Er muss nur einen AG finden, der das mitmacht, von 450 auf 451 zu gehen.
 

Hartzing

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@kerstin:
2. Midijob (Meiner Info nach reicht 451€ aus) Auf Minijobs bewerben und dann mit dem AG reden.
Midijob! Deswegen das d unterstrichen.
Auf Minijob bewerben, weil kaum jemand Midijobs anbietet, viele denken dass es für die Arbeitsnehmer besser wäre die Abgaben nicht zu bezahlen. So war das gemeint.
 

Kerstin_K

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Ich gebs auf für heute, nicht mein Tag, zu blöd zum Lesen.
 

NixGeld

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Vielen Dank euch! Ich habe es zuerst auch nicht kapiert Kerstin. Midijob habe ich noch nie gehört. Könnte mir jemand erklären wieso ein Midijob mir in dieser Situation helfen kann?

LG und schönen Abend noch
 

Nena

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Midijob ist sozialversicherungspflichtig, kein Minijob. AG führt also SV-Beiträge ab (auch KK).
 

NixGeld

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Also werden die SV Beiträge von den 451€ abgezogen und ich komme günstiger weg als wenn ich die 180€ von den 450€ abziehe?
 
G

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Ja sicher.

Billiger kommt man kaum an eine KV und generell Schutz der SV.
Erwerbsminderungsrente etc.

 

Hartzing

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Du bist dann, soweit ich mich erinnern kann, sogar unter dem Studentenbeitrag. Und zwar mit allen Abgaben (50€ bis 70€ glaube ich).

Und für deinen AG ist es auch von der Summe her fast gleich. Für den Minijob muss er ja auch gewisse Beiträge abführen und die sind im Vergleich zum Midijob fast auf der selben Höhe. Dass musst du dem AG auch so erklären, das wissen viele nicht.
 

NixGeld

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Und was passiert wenn er einen Monat z.B. nur 350€ zahlt weil man gerade nicht gebraucht wird?
 

Kerstin_K

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Dagegen kann man sich schützen.

Im Arbeitsvertrag hat zu stehen, wieviele Studen wöchetlich oder monatlich geleistet werden sollen. Ist weniger Arbeit da, muss der Arbeitgeber trotdem mindestens diese Stunden zahlen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Viel Erfolg bei der Jobsuche!
That’s it ....

Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass das teilweise an der Unwissenheit der AG liegt. (Thema Gesamtkosten)
Zusätzlich hinzu kommt die Tatsache, dass viele Minijobs auf dem Papier natürlich Urlaub und Lohnfortzahlung beinhalten, in der Praxis aber oft nicht gezahlt wird.

Bei einem sozialversicherungspflichtigen Job traut sich das so gut wie keiner.
 
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