Wie beantragt man am klügsten ALG II wenn das Gehalt am Ende des laufenden Monats gezahlt wird?.

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sherman2020

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Einen Bekannten hat es nun wegen Corona auch getroffen.
Ich bin mir bzgl dieser Vorgehensweise nun jedoch nicht sicher was er am Besten machen soll.

Kündigung wurde zum 21.04. in der Probezeit ausgesprochen.
Alter Bewilligungsantrag wäre noch bis zum 30.04. gelaufen.
Gehalt war höher als ALG II, also wurde der komplette Bezug vor einigen Monaten eingestellt/beendet.

Laut meiner Meinung nach sollte er sich bis zum 30.04 noch privat versichern und ab dem 01.04.den neue Antrag stellen.

Aufgrund der arbeitsssuchend-Meldung bekam er jetzt jedoch direkt die Rückmeldung Kontoauszüge und den Eingang des Gehaltes (Kontoauszug) im April nachzureichen. Ein Antrag wurde (mit Datum) wurde jedoch noch nicht gestellt, somit gehe ich davon aus, das der Sachbearbeiter den 21. als Stichtag nehmen wird.

Für mich stellt sich die Frage bzgl. der Anrechnung des Einkommens.
Wenn nur die 9 Tage (ab dem 21.) als Bedarfszeit berechnet werden, ist das wenig Anspruch an ALG II (für die restlichen 9 Tage) aber viel Überzahlung an Gehalt, was dazu führen könnte das es für die kommenden Monate angerechnet wird, obwohl das Gehalt ja noch für den laufenden Monat verwendet werden muss.

Wenn jedoch der ganze April als Bedarfsmonat angerechnet wird und damit das Gehalt gegengerechnet wird, dann sähe das anders aus.
Hintergrund: Es sind ca. 1200€ Gehalt für diese 21 Tage zu erwarten, bei einem Anspruch von ca. 840€ an ALG II (ohne Verdienst, ohne Anrechnung von Versicherungen).

Wie erfolgt die Berechnung/Anrechnung im aktuellen Fall? Was wäre "klüger".



Nachtrag:
Laut meiner Recherche dürfte dort dieses Urteil greifen, oder?
Also für den Monat April wird letztendlich nichts ausgezahlt werden, weil das Gehalt höher ist als der ALGII-Satz und der Rest wird dann automatisch zum Vermögen. Sehe ich das dann so richtig?

Aus dem Thread:
 
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isso

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1. Wurde denn zum 01.04.2021 aufgehoben und somit keine Leistungen mehr gezahlt?
2. Wurde ein Überbrückungsdarlehen beantragt?

Mit den Lohnabrechnungen für 04/21 und dem Kontoauszug mit Zufluss wird ermittelt, ob im Monat der Arbeitsaufnahme doch Hilfebedürftigkeit bestand. Es gibt Fälle in denen Kunden dann z.B. anstelle des Dalehens eine Beihilfe erhalten.

3. Wie meinst du das mit der Privatversicherung? Für die restlichen Tage greift die Nachversicherungspflicht eigentlich theoretisch.

4. Da der Zeitraum bzw. die Lücke weniger als 180 Tage beträgt, reicht ein einfacher Weiterbewiligungsantrag aus, der kann auch ohne Probleme jetzt gestellt werden. Die Kündigung sollte beigefügt werden.
 

sherman2020

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1. Es wurde bereits Ende letzten Jahres, bei Arbeitsaufnahme, direkt komplett aufgehoben (Leistungsbezug beendet). Er war 5 Monate in Arbeit.
2. Nein.
3. Ok, stimmt, das waren ja 30 Tage wenn ich mich nicht irre, ab 01.04 wäre er dann ja wieder im Leistungsbezug, die 9 Tage gehen also ohne sich selber freiwillig zu versichern, scheint dann ja so geblieben zu sein..
4. Auch wenn die Leistung komplett eingestellt wurde? Das wäre jetzt die Frage für mich, ich kann dazu nichts finden. Wie gesagt, wäre die Arbeit nicht zustande gekommen, liefe sein alter Antrag auch erst jetzt zum 30.04. aus. Ich lese immer nur von Neuantrag, nachdem eine Arbeit aufgenommen wurde und die Bedüftigkeit komplett wegfiel.
Das deckt sich dann ja mit den Unterlagen die vom Sachbearbeiter jetzt verlangt werden.

Um präziser zu sein: Es geht sich mir lediglich um die Anrechnung wenn das Gehalt die ALG-Leistung im April überschreitet.
Das ist etwas verwirrend. Einmalige Leistungen werden ja angerechnet. Das Gehalt in diesem Monat wäre dann aber aus einer laufenden Leistung und somit dürfte es nicht angerechnet werden, laut Urteil. Somit müsste der "Überschuss" daraus im nächsten Monat als Vermögen zählen. Ich bin mir halt nicht sicher, ob ich das so richtig verstanden habe.

Wenn er die Leistung erst ab dem 01.05. wieder beantragt, wäre die Sache mit der Anrechnung des Gehaltes aus April ja eh unwichtig, da es dann automatisch Vermögen wäre, da vor Antragsstellung zugeflossen.
 
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