Wie Antrag auf EM Rente stellen & Arzt will nicht mehr länger AU schreiben, obwohl Behandlung fortgesetzt wird

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Maya1989

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Hallo, ich habe den Thread vom Forenmitglied Breezy schon durchgelesen, aber will den Beitrag nicht "entführen" und habe noch eigene Fragen diesbezüglich.
Ich bin seit über 2 Jahren beim Psychiater in Behandlung und auch schon so lange AU geschrieben.
Da keine Besserung eintritt und ich mich auch auf lange Sicht nicht arbeitsfähig sehe, wollte ich einen Antrag auf EM Rente stellen.
In meinem Landkreis gibt es mehrere DRV Beratungsstellen. Teilweise von anderen Krankenkassenverbunden (Knappschaft Bahn See, DRV Bund und DRV). An welche Stelle sollte ich mich wenden? Und ist es besser, wenn ich das von mir aus tue, oder sollte ich erst zum Jobcenter? Welche Unterlagen brauch die Beratungsstelle? Für Kopien meiner Krankenakte verlangt mein Facharzt 50 Cent pro Seite! Muss ich das alles rauskopieren lassen, oder kann ich bei der DRV eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben, dass die das kostenlos anfordern?

Ein etwas anderes Problem ist, dass mein Psychiater sich wegen der langen AU Schreibung anstellt und es jedesmal ungern macht. Er sagt, dass er mich zwar noch behandeln könne, aber das mit der AU nicht mehr lange geht, wegen der Krankenkasse. Das macht mich natürlch nervös und meine psychischen Probleme verstärken sich durch solchen Sachen noch. Zahlt die KK eigentlich, wenn man Hartz4 bekommt? Wenn nicht, kann es der Kasse ja egal sein, wie lange man AU ist.
Hat einer Ahnung, ob der Arzt mir die AU verwehren kann, obwohl ich in seiner Behandlung bin und belegbar nicht arbeitsfähig (anhaltende Depression). Und ich soll mich doch nach einem anderen Arzt umschauen. Ja, alles sehr unangenehm, wenn man das bei jedem Termin gesagt bekommt. Wenn ich die rechtliche Lage wüsste, hätte ich weniger Angst und könnte vielleicht dementieren.
Ich bin schon auf der Warteliste bei einem anderen Facharzt, aber das dauert noch mind. ein Jahr.
Mache mir nur noch Gedanken darum :(
 
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Gast
Ich bin seit über 2 Jahren beim Psychiater in Behandlung und auch schon so lange AU geschrieben.
Vielleicht kannst du erst mal noch etwas zu den "Rahmenbedingungen" sagen. Da du schon über 2 Jahre AU bist, müsstest du aus dem Krankengeld ja ausgesteuert sein. Und wenn man das richtig liest auch nicht im ALG1 Bezug, aber das könntest ja du mal aufklären. Auch ob du schon Reha-Maßnahmen gemacht hast, oder irgendwelche Begutachtungen hinter dir hast? Weiterhin wäre es erst mal gut wenn du selber überprüfst, ob du die rentenrechtlichen Voraussetzungen für eine EMR erfüllst. Was dafür erforderlich ist, kannst du hier nachlesen:

In meinem Landkreis gibt es mehrere DRV Beratungsstellen. Teilweise von anderen Krankenkassenverbunden (Knappschaft Bahn See, DRV Bund und DRV). An welche Stelle sollte ich mich wenden?
Welcher Rentenversicherungsträger für dich zuständig ist kannst du hier herausfinden, auch wo Beratungsstellen in deiner Nähe sind:

Für Kopien meiner Krankenakte verlangt mein Facharzt 50 Cent pro Seite! Muss ich das alles rauskopieren lassen, oder kann ich bei der DRV eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben, dass die das kostenlos anfordern?
Zuerst mal ist es sein Recht das er für Kopien aus deiner Krankenakte etwas verlangt, genauso wie es eben dein Recht ist diese Kopien zu bekommen. Ob das erforderlich ist das du die komplette Akte deinem Antrag dazulegst kann man hier nicht beurteilen, deine ganze Krankengeschichte kennt ja keiner.
Im Normalfall ist es ja so das Fachärzte Befundberichte, Arztbriefe, o.ä. an den Hausarzt schicken und man diese idealerweise in Kopie bekommt. Aber das alles kannst nur du beurteilen, kann hier niemand wissen was du hast, was dein Hausarzt hat und was dein Facharzt so macht.
Ein sicherer Weg ist es natürlich das man dem Antrag schon so viel wie möglich an "aussagekräftigen" Unterlagen beifügt, so kann man selber wenigstens sicherstellen das Unterlagen vorhanden sind. Ob die DRV alle Ärzte anschreibt und anhand der Schweigepflichtentbindungen auch Unterlagen anfordert, darauf würde ich mich nicht verlassen.

Ein etwas anderes Problem ist, dass mein Psychiater sich wegen der langen AU Schreibung anstellt und es jedesmal ungern macht. Er sagt, dass er mich zwar noch behandeln könne, aber das mit der AU nicht mehr lange geht, wegen der Krankenkasse.
Das mit der KK ist ein bisschen Quatsch, aber dafür müsste man erst mal deine oben schon abgefragten Rahmenbedingungen kennen. Da ich jetzt mal davon ausgehe das du schon ausgesteuert bist, ist es der KK fast egal mit den AU-Bescheinigungen. Zahlen tun sie dann ja nichts mehr, müssen also eigentlich nur noch deine gesendeten AUB dokumentieren.

Hat einer Ahnung, ob der Arzt mir die AU verwehren kann, obwohl ich in seiner Behandlung bin und belegbar nicht arbeitsfähig (anhaltende Depression). Und ich soll mich doch nach einem anderen Arzt umschauen.
Rein rechtlich ist es so das dir dein Arzt durchaus eine AU verwehren kann. Wenn er z.B. der Meinung ist das du zwar krank, aber nicht arbeitsunfähig bist, dann darf er das durchaus. Nur spätestens das wäre der Grund mich nach einem anderen Arzt umzuschauen. Wichtig ist es einfach das du Arzt/Ärzte hinter dir hast, welche auch deinen Weg unterstützen.

Und natürlich sind die AU-Zeiten so ziemlich das Erste was die RV bei der KK abfragt wenn ein EMR-Antrag gestellt wird. Einfach nach dem Motto, wer nicht AU ist braucht ja auch keine Rente.

Das Einfachste dürfte sein das du mit ihm sprichst und ihm einfach darlegst wie deine aktuelle Situation ist. Also eben solche Dinge wie ausgesteuert (wenn es denn so ist?), ALG1 oder ALG2, oder was auch immer, Vorhaben EMR, usw.
 

HermineL

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Ein etwas anderes Problem ist, dass mein Psychiater sich wegen der langen AU Schreibung anstellt und es jedesmal ungern macht. Er sagt, dass er mich zwar noch behandeln könne, aber das mit der AU nicht mehr lange geht, wegen der Krankenkasse.
Das ist absoluter Nonsens. Der will dich nur loswerden. Suche dir am besten direkt einen anderen Doc.

Für Kopien meiner Krankenakte verlangt mein Facharzt 50 Cent pro Seite! Muss ich das alles rauskopieren lassen, oder kann ich bei der DRV eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben, dass die das kostenlos anfordern?
Du kannst natürlich eine Schweigepflichtentbindung unterzeichnen aber zum einen hast du dann keine Kontrolle mehr darüber was dort ausgetauscht wird und zum anderen verlierst du Unmengen Zeit damit. Besser du hast alle Befunde und Unterlagen bei dir dann kannst du da auch bei anderen Sachen wie z.B. GDB drauf zurückgreifen.

Zuerst mal ist es sein Recht das er für Kopien aus deiner Krankenakte etwas verlangt, genauso wie es eben dein Recht ist diese Kopien zu bekommen.
Hier gehst du, wie auch die meisten Ärzte, von einer veralteten Rechtslage aus die sich einzig auf § 630b BGB und § 10 Abs.2 MBO bezieht. Wer nach dieser Rechtsgrundlage eine Einsicht in die Patientenakte beantragt wird in der Regel in der Tat für Kopien zahlen müssen. § 630b BGB ist aber noch nicht der noch relativ neuen DSVGO angepasst.

Es ist daher anzuraten eine Auskunft beim Arzt, Krankenhaus, Klinik oder sonstiges nach Art. 15 DSVGO in Verb. mit Art.12 DSVGO einzufordern. Hierbei muss, wenn der Patient Kopien in Papierform will, der Auskunftgebende diese kostenlos erstellen. Erst wenn man weitere Exemplare benötigt kann er dafür Kosten erheben.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber die Daten und Unterlagen in elektronischer Form anzufordern (das ging auch schon mit §630g BGB) weil man dann die Daten jederzeit ohne großen Aufwand vervielfältigen kann.

Ich bin diesen Weg jetzt mehrfach gegangen und manchmal meinte eine Klinik das nicht zu wollen. Eine Info an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten, Kassenärztliche Vereinigung und Landesärztekammer haben dann aber immer auch zum Erfolg geführt.

Ich hänge als Anhang mal ein Muster an das weitestgehend dem entspricht was ich selber nutze. Dieses Schreiben enthält auch die Rechtsgrundlage aus der Sicht der Landesärztekammer Berlin. Das Schreiben muss lediglich an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Im Normalfall ist es ja so das Fachärzte Befundberichte, Arztbriefe, o.ä. an den Hausarzt schicken und man diese idealerweise in Kopie bekommt.
Richtig daher sollte der Hausarzt auch die erste Anlaufstelle für eine Auskunft sein. Erst wenn dort etwas fehlt kann man gezielt den entsprechenden Facharzt anschreiben.
 

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Hier gehst du, wie auch die meisten Ärzte, von einer veralteten Rechtslage aus
Es ist daher anzuraten einen Auskunft beim Arzt, Krankenhaus, Klinik oder sonstiges nach Art. 15 DSVGO in Verb. mit Art.12 DSVGO einzufordern
Ich bin diesen Weg jetzt mehrfach gegangen und manchmal meinte ein Doc das nicht zu wollen. Eine Info an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten, Kassenärztliche Vereinigung und Landesärztekammer haben dann aber immer auch zum Erfolg geführt.

Ja genau. Wenn ich so ein Verhältnis mit dem Arzt gleich will (oder es sich ja bei dir schon so entwickelt hat), dann ist die "rechtliche Keule" immer ein probates Mittel. Für gewöhnlich halte ich es so, ein vertrauensvolles Verhältnis - insbesondere bei solchen Zukunftsentscheidungen - mit meinen Ärzten zu haben.

Und wenn ich Unterlagen von ihnen möchte (neben den eh in meinen Händen vorhandenen Arztbriefen, Befundberichten, usw.), dann habe ich keine Probleme damit diese (geringen) Auslagen auch zu erstatten. Kann man übrigens auch von der Steuer absetzen ;)
 

HermineL

Super-Moderation
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Interessant. Du empfindest es als Keule wenn man von seinem Recht Gebrauch machen möchte.

Ja genau. Wenn ich so ein Verhältnis mit dem Arzt gleich will (oder es sich ja bei dir schon so entwickelt hat), dann ist die "rechtliche Keule" immer ein probates Mittel.
Mal ganz davon abgesehen das man einen solchen Antrag sowieso nur nutzt wenn der Arzt Probleme macht. Verhält der sich easy braucht man das nicht. Das sollte einem schon, ohne extra Hinweis darauf, der gesunde Menschenverstand sagen. Da es aber offensichtlich nicht für jeden klar ist das man dies in der Regel nur dann nutzen sollte wenn es Probleme gibt hier der Hinweis:

Bitte die zuvor gepostete Vorlage nur dann nutzen wenn Ihr bei der Wahrnehmung eures Rechts auf Einsicht in die Patientenakte auf Probleme stößt oder wenn Ihr die entstehenden Kosten die euch der Arzt nennt nicht leisten könnt !!!

Und wenn ich Unterlagen von ihnen möchte (neben den eh in meinen Händen vorhandenen Arztbriefen, Befundberichten, usw.), dann habe ich keine Probleme damit diese (geringen) Auslagen auch zu erstatten.
Na klar das ist ja für Leute die Leistungen beziehen Wechselgeld. Bei der Akteneinsicht in meinen letzten KH Aufenthalt wollte das KH für die Kopien der, zugegeben recht umfangreichen mit viel Bildmaterial, Unterlagen insgesamt stolze 65 Euro haben. Wechselgeld für Leistungsbezieher halt und die verarmten Mediziner die eh auch schon nichts haben müssen ja finanziell dringend unterstützt werden.
Gerade wenn ich an den Hausarzt denke kommt da einiges an Unterlagen zusammen. Meiner war sehr nett und ich durfte mir alles so kopieren. Das waren 131 Seiten plus einiges an Bildmaterial. Hätte ich die mit 50 Cent je Seite plus Kosten für das Bildmaterial, wie vorgesehen, zahlen müssen hätte ich viel Wechselgeld gebraucht. Aber man hat es ja.

Kann man übrigens auch von der Steuer absetzen
Na klar weil ja auch jeder Leistungsempfänger eine Steuererklärung abgibt bei der er das geltend machen kann.

Wenn diese Kosten für dich Pillepalle sind weil du das locker immer zahlen kannst ist das schön für dich für die meisten hier aber sind das keine Kleinbeträge die nicht nennenswert sind und warum soll jemand der eh schon so gut wie nichts hat dann freiwillig dafür zahlen wenn es eine Rechtsgrundlage gibt die es ihm ermöglicht dies auch kostenfrei zu erhalten ?

Wer das locker zahlen kann darf es ja auch gerne machen aber Leute die Krank sind und sehr oft gerade deswegen Leistungen beziehen müssen sollten dann nicht noch finanziell bestraft werden wenn sie diese Unterlagen dringend brauchen um z.B. einen EMR-Antrag oder ähnliches zu stellen.
 

Susanne42

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Hallo Maya, bevor man Dir gut helfen kann, müsstest du mal ein paar Fragen beantworten:
1.Du bist zwei Jahre AU, dann bekommst du vermutlich Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung? Oder? Kannst du das mal erläutern.
2. Kam in der Zeit niemals von einen der Leistungsträger ( KK oder AfA) eine Rehaaufforderung.
3. Wieso denkst du schon an Hartz 4? Wann ist dein Alg1 zuende?
 

bLum

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Ein sicherer Weg ist es natürlich das man dem Antrag schon so viel wie möglich an "aussagekräftigen" Unterlagen beifügt, so kann man selber wenigstens sicherstellen das Unterlagen vorhanden sind. Ob die DRV alle Ärzte anschreibt und anhand der Schweigepflichtentbindungen auch Unterlagen anfordert, darauf würde ich mich nicht verlassen.

Die DRV fordert auf jeden Fall Unterlagen an, und die Ärzte bekommen da auch eine Pauschale (30€ sind das, hat die Dame vom Rentenservicebüro gesagt) von denen dafür. Dass von zwei von mir angegebenen Behandlern (Hausarzt und Therapeut) auch definitiv eine Befragung seitens der DRV erfolgte, habe ich persönlich mitbekommen. Der Therapeut füllte das mit mir gemeinsam aus und die HAin habe ich explizit danach gefragt, ob sie kontaktiert wurde und was sie geschrieben hat.
 

Maya1989

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Ich bin seit 10 Jahren Hartz4. Habe bis vor 5 Jahren immer nur geringfügige Jobs gemacht. Alles immer mit ALG 2 Aufstockung.
Die KK hat noch nichts zu den Krankschreibungen gesagt. Ich gehe davon aus, dass sie die AUs nur dokumentieren und ich "ausgesteuert" bin.
Eine Reha habe ich noch nicht gehabt.
Eine Begutachtung durch den äD des Jobcenters habe ich hinter mir.
Was dabeirausgekommen ist, weiß ich aber nicht, da mir der äD keinerlei Befunde/Unterlagen zugeschickt hat.
 

Fabiola

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Eine Begutachtung durch den äD des Jobcenters habe ich hinter mir. Was dabeirausgekommen ist, weiß ich aber nicht, da mir der äD keinerlei Befunde/Unterlagen zugeschickt hat.
Unaufgefordert schickt der äD Dir auch keine Unterlagen zu.
Nimm Deinen Perso und gehe zum äD und lass Dir dort die Unterlagen aushändigen Teil A + Teil B. Teil B ist der Til, den üblicherweise der SB vom JC bekommt, damit dieser weiß, welche gesundheitlichen Einschränkungen Du für den allgemeinen Arbeitsmarkt hast.

Teil A mit Diagnosen darf der SB nicht bekommen (ärztliche Schweigepflicht), aber Du hast ein Anrecht darauf, den Teil A ausgehändigt zu bekommen.

Du solltest schließlich im eigenen Interesse auch selbst wissen, was in dem Gutachten über Dich alles so festgestellt wurde.
 

Fabiola

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Richtig daher sollte der Hausarzt auch die erste Anlaufstelle für eine Auskunft sein. Erst wenn dort etwas fehlt kann man gezielt den entsprechenden Facharzt anschreiben.
Das hieße für Maya1989, dass sie den Psychiater bittet, seine Arztberichte dem Hausarzt zukommen zu lassen!
Dann könnte Maya sich diese dann beim Hausarzt holen. Wenn der die Kopien auch berechnen will, sollte Maya (dezent) auf die o.g. Rechtslage hinweisen.
 

Sowhat

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Also mich hat das JC einmal per Meldetermin zu sich bestellt (bin auch 2 Jahre AU geschrieben wegen Depressionen, davor hatte ich einen Schlaganfall und 10 Jahre Hartz IV) um mir die Unterlagen für den äD zu geben und ich wurde dann dauerhaft erwerbsunfähig geschriebem. Musste zur Eröffnung des Gutachtens wieder trotz AU erscheinen (sonst WUB und die bekam ich von den Ärzten nicht) und bekam die Seite A in Kopie, dass ich dauerhaft erwerbsunfähig war angekreuzt. 6 Monate später das ganze noch einmal, aber der Fragebogen und Schweigepflichtentbindung wurde mir dieses Mal zugeschickt und ich inzwischen bekam ich auch diese Seite des Gutachtens zugeschickt, wo wieder dauerhaft erwerbsunfähig angekreuzt ist. Man schiebt mich jetzt in Sozialhilfe ab, denn eine EMR steht mir trotz 15 Jahren Arbeit, vor dem Hirninfarkt 10Jahre Minijob, d Berufsausbildung und zwei Kinder großgezogen und GdB50 nicht zu, wegen der 3 in 5 Jahre-Regelung.
Ich bin allerdings auch ein Kind der 60er Jahre und die will man los haben, fallen aber durch jedes Raster.
Aber das ist halt ein JC in Bayern und da gelten scheinbar andere Arbeitsweisen.

Mir hat das Jobcenter schon vor vielen Jahren "angeraten" EM Rente zu beantragen und ich habe das auch zweimal mit Hilfe des VDK getan, aber wurde beide Male abgelehnt.
Du hast auf jeden Fall ein sehr humanes JC , sagen dir nicht das Ergebnis vom Gutachten und fordern nicht, dass du EM Rente beantragst.
Dass du dir einen neuen Psychiater suchen musst, einen der hinter dir steht, ist klar. Habe ich auch schon durch. Mein früherer Neurologe und Psych wollte auf einmal keine Leute mit psychischen Leiden mehr behandeln, er wurde wohl von Leuten wie mir überrannt. Hatte das Glück einen anderen Arzt zu finden, der mich versteht.
 
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Susanne42

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Ach dann hast du evtl gar keine Ansprüche auf Reha und/ oder Erwerbsminderungsrente? Hast du das Sozialrechtliche mal überprüft?
 

Maya1989

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Ok, die äD Unterlagen werde ich mir mal aushändigen lassen. Nur Teil A bekomme ich in Kopie, wie ich das verstanden habe?
Susanne42: Ich habe keine Ahnung, ob und welchen Anspruch ich auf was habe. Was meinst du mit Sozialrechtliche? Ich werde Grundsicherung bekommen müssen, da der erarbeitete Rentenbetrag sehr gering ist.
Ich habe nur 2 Jahre Vollzeit gearbeitet, danach immer nur 100 Euro, 400 Euro oder Teilzeit Jobs gemacht. Zwischendurch immer lange Arbeitslos. Das lag meistens an meinen Krankheiten. Neben Depression auch noch ptbs, was einem das Leben zur Hölle machen kann.
Zur Rentenberatungsstelle werde ich auch mal schauen, dass ich einen Termin bekomme. Irgendwie schäme ich mich noch zu fragen, ob ich mit nicht mal 40 in Rente gehen kann. Die sagen bestimmt, geh noch mal ein paar Jahre schuften ;) Hemmschwelle ist schon etwas hoch. Möchte nicht als Schmarotzer angesehen werden. Hach ja... Zu viele Gedanken, was werden könnte...
 

Liska

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Bitte entschuldige, dass ich in deinem Thread eine Frage stelle, ohne dir weiterhelfen zu können, aber ich möchte dafür keinen eigenen Thread eröffnen: welche Nachteile hat es, die Schweigepflichtentbindung zu unterschreiben? Ist es tatsächlich, wie in einem anderen Thread erwogen, möglich, dass z.B. die Führerscheinstelle von einer Schwerbehinderung (und wenn sie die Fahrtauglichkeit kein Stück beeinträchtigen könnte) Wind kriegt, weil man seine Ärzte von der Schweigepflicht entband und deren Informationen daher vom Versorgungsamt beliebig zu verwenden sind?
 
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Es ist manchmal besser, wenn man kontrollieren kann, was einem Gutachter vorliegt. Die DRV ist zudem sehr faul mit dem Anfordern von Unterlagen.

Maya, du hast dir deiner Krankheit nicht ausgesucht. In der Beratungsstelle wird dich niemand verurteilen.
 

Fabiola

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Ok, die äD Unterlagen werde ich mir mal aushändigen lassen. Nur Teil A bekomme ich in Kopie, wie ich das verstanden habe?
Du bekommst auf Antrag Teil A und Teil B. Nur die SB darf lediglich Teil B bekommen - den Teil A darf SB nicht bekommen.

Üblicherweise muss nach der Beguachtung durch den äD ein Termin mit der SB statt finden, in dem besprochen wird, was für Dich mit Rücksicht auf Deine festgestellten gesundheitlichen Einschränkungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch möglich/zumutbar wäre. Dieses Gespräch hat wohl bei Dir (noch) nicht statt gefunden (?).

Die Nennung gesundheitlicher Einschränkungen können sein: kein Publikumsverkehr, keine schweren Lasten bis xx kg heben, keine hohen Konzentrationsanforderungen, kein überwiegendes Sitzen oder Stehen, etc..
Das oder ähnliches steht in Teil B, also keine Diagnosen. Die stehen nur in Teil A.
 
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