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Widerstand im Inneren des ALG-II-Apparats

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redwitch

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#1
Subtiler gestaltet sich der Widerstand im Inneren des ALG-II-Apparats. Einige der persönlichen Ansprechpartnerinnen (PAPs) haben wenig Lust, ihr Gegenüber zu demütigen. Beispielsweise Arbeitssuchende mit zunehmend unzumutbareren Jobs und Sanktionen zu quälen, berichtet eine Sachbearbeiterin, die anonym bleiben will. PAPs melden sich deshalb häufiger krank, die Fluktuation in einigen Jobcentern sei groß. Denn man muß ja erst seine Skrupel verloren haben, um etwa das »Einleiten von Sanktionsmaßnahmen nach Paragraf 31/32 SGB II in Kooperation mit dem Leistungsbereich« zu vollziehen, wie es im »Jobprofil« heißt.

Die Fähigkeit, »Klienten« besondere Härten zuzumuten, sei bereits in Bewerbungsgesprächen Hauptauswahlkriterium. Das berichtet eine Sozialarbeiterin, die ein Stellenangebot als PAP bekam. Eine Art Gesinnungsprüfung werde vollzogen, konstatiert sie. Ob man sadistisch genug ist, Strafmaßnahmen wirklich durchzuziehen: Etwa wenn ein Klient Billiglohnjobs mit dezenten Formulierungen »Ich kann dies nicht, ich kann das nicht« in Bewerbungsschreiben ablehnt, 20 Prozent zu kürzen. Oder: Wie ist jemand dazu zu bringen, zwei Stunden Anfahrtweg zum Arbeitsplatz zu akzeptieren? Oder gar einen Ortswechsel für einen miesen Job in Kauf zu nehmen. »Zuviel sozialarbeiterischer Hintergrund« werde als Einstellungshinderungsgrund gewertet.
http://www.jungewelt.de/2007/11-21/056.php
 

galadriel

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#2
Wie geschrieben... einige PAPs haben keine Lust.... Bliebe zu hoffen , dass die sich letztendlich nicht auch beugen.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Wie geschrieben... einige PAPs haben keine Lust.... Bliebe zu hoffen , dass die sich letztendlich nicht auch beugen.
Die, die ich kenne, beugen sich -- auch zukünftig -- nicht. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten widerständig, jedoch nicht weiter angreifbar zu sein.

Immer mehr begreifen langsam was sie oftmals wirklich anrichten.

Gruß, Anselm
 

ofra

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#4
jeder mensch ist für sein tun letzlich selbst verantwortlich.
und es ist nicht jedermanns sache, andere zu quälen. das macht nämlich auch keinen spass, außer man ist sadistisch veranlagt und geilt sich damit auf.
des weiteren ist so ein job bei der arge auch mit psychischem stress verbunden.
man weiß nie, wie ein kunde reagiert. der druck, den man abgibt, kommt ja auch wieder zurück.
es ist auch kein gutes gefühl, zu wissen, dass man sich als mensch unbeliebt macht.
wenn man dann nach dienstschluss als privatmensch zu aldi einkaufen geht und dann in der schlange an der kasse zufällig mit leuten ansteht, die man vorher schikaniert hat, und man wird erkannt ...
bestimmt kein angenehmes erlebnis!
 

Syndrom

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#5
Juristische Maßnahmen erforderlich.

Wenn in den Voraussetzungen tatsächlich die Begriffe "quälen" und "demütigen" steht, sollten eigentlich juristische Konsequenzen gezogen werden.
Aber wir haben ja leider nur dieses Forum hier und das hat genug damit zu tun, unser Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen...
 

ofra

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#7
Wenn in den Voraussetzungen tatsächlich die Begriffe "quälen" und "demütigen" steht, sollten eigentlich juristische Konsequenzen gezogen werden.
Aber wir haben ja leider nur dieses Forum hier und das hat genug damit zu tun, unser Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen...
der inhalt dieser "gesinnungsprüfung" wäre tatsächlich hoch interessant aus rechtlicher sicht. und auch hoch brisant!
wenn die ansätze von strafbaren handlungen enthält, könnte man das ganze hartz-system ins wanken bringen!


voraussetzung für einen job bei der arge: 3-monatiges praktikum in guantanamo ...

Das wäre doch mal ein Job für Clement und Müntefertig. Die wären sozusagen an der 'Schnittstelle' und könnten ihren Sadismus vor Ort ausleben.
es wäre auch interessant, ob es im internet foren für arge-mitarbeiter gibt, die darüber sprechen. bzw. foren, in denen sich solche personen schon mal offen geäußert haben.

Das wäre doch mal ein Job für Clement und Müntefertig. Die wären sozusagen an der 'Schnittstelle' und könnten ihren Sadismus vor Ort ausleben.
da bekommt das wort "schnittstelle" eine ganz neue bedeutung ...
 
E

ExitUser

Gast
#8
Das wäre doch mal ein Job für Clement und Müntefertig. ....
Die sind nur die Spitze des Eisberges. (Vor allem Müntefering)
Das Problem ist vielschichtig.
Das größere Problem sind die Sozialhooligans in "Nadelstreifen" dazwischen, jene die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Haushalt ihrer Kommune/Uni/.... mittels "den Faulen" Teil zu sanieren.

Dann sind da noch die Profiteure, die echten "Parasiten"

Jene die sich in "Verbänden" und pilzartig wuchernden gGmbHs, unter dem Deckmäntelchen sozialen Engagements, eine Goldene Nase "verdienen".

Jene, die Menschen entlassen und dann über Sklavenhändler ("Zeitarbeit") wieder einstellen - die dabei sogar das staatliche Sanktionssystem zu ihrem Vorteil nutzen können.

Jene die uns in den Argen bar jeglicher sozialen Intelligenz und Kompetenz in Grund und Boden verwalten, jene die ernsthaft glauben man könne mit 312€ + Miete für eine Wohnschachtel minderster Qualität lange motiviert und gesellschaftsfähig bleiben.

HartzIV ist eine soziale Zeitbombe erster Güte!

(...)


Gruß, Anselm
 
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