Widerspruchsbescheid zurückbekommen, benötige Hilfe (1 Betrachter)

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Aufstockerseo

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Also ich habe eben endlich den bearbeiteten Bescheid zurückbekommen. Eingereicht hatte ich ihn am 23. September 2016, erhalten am am 18. April 2017. Hat über 6 Monate gedauert was ich schon ziemlich Krass finde. Aber immerhin ist er jetzt da, wenngleich ich nur teilweise damit zufrieden bin.

Die ursprüngliche Nachforderung bezüglich eines Bewilligungsbescheids betrug 1135 Euro. Jetzt wurde ihm teilweise entsprochen, sodass ich nur noch 569,82 Euro bezahlen soll. Hört sich auf jeden Fall besser an, wobei es aufgrund des Bescheids nicht nachvollziehbar ist, wie man auf diesen Betrag kommt. Stattdessen schreibt man

"Die Rechtsbehelfsstelle hat die Entscheidung geprüft. Anhaltspunkte für eine weiterhin falsche Entscheidung sind nach den vorgenommenen Änderungen nicht mehr ersichtlich. Antragsgemäß konnten nach der Prüfung im Widerspruchsverfahren Investitionen in Höhe von 699,84 EUR als Betriebsausgaben berücksichtigt werden. "

Der Gesamtbetrag von 1135 EUR setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen, wobei den eingereichten Betriebsausgaben wie ich sie eingereicht habe voll entsprochen wurde. Immerhin. Allerdings gibt es noch 2 weitere Positionen, wobei nur auf eine davon eingegangen wird.

Also 1135 - 699 = 432 EUR

Warum ich jedoch 569 EUR zurückzahlen soll, liegt teils an der 50% Anrechnung der Telefon/DSL Kosten, sowie Nichtanrechnung von Büroausstattung ( Regale ).

Die Regale habe ich mit 100 EUR angegeben, welche aber laut damaligen Bewilligungsbescheid nicht angerechnet wurden.

Viel schlimmer ist aber die teilweise Bewilligung der Telefon/DSL Kosten für mich. In dieser strittigen Periode geht es um 6x15 EUR, was 90 EUR entspricht aber auch für die gerade vergangene Periode und vorläufige gilt. Sind dann schon 280 EUR und für mich viel Geld.

Ich bin bei 1&1 und nutze dort den günstigsten Privat DSL Tarif, wofür ich einen Grundbetrag von 30 EUR pro Monat zahle. Ich biete Suchmaschinenoptimierung, Marketing und Webdesign an, nebenbei betreue ich eigene Internetprojekte. Für mich ist der DSL Zugang quasi mein geschäftliches Handwerkszeug was ich so gut wie ausschließlich für diesen Zweck nutze. Der private Anteil dürfte bei unter 5% liegen. Was ich total unfair finde, das man sich bei der Nichtbewilligung immer auf Telefonkosten bezieht. Es handelt sich um einen DSL Tarif, wo die Telefonkosten als Bonus umsonst aufgrund der vorhandenen Internetverbindung sind. Das scheinen die nicht zu kapieren oder wollen es nicht. Von 0 EUR Telefonkosten dürfen die gerne 50% abziehen, aber nicht vom Betrag für DSL.

Man schreibt:
Die Berücksichtigung lediglich der hälftigen Kosten für Telefon und Internetflatrate war hingegen nicht zu beanstanden. So hat das Sozialgericht Hannover wiederholt entschieden ( vgl. z.B. den ablehnenden PKH Beschluss vom 04.02.2014 Az. S21 AS 2382/13), dass die Berücksichtigung von Telefonkosten iHv. 50% bei fehlendem Einzelverbindungsnachweis nicht zu beanstanden ist. Entsprechendes gilt daher auch für eine Internetflatrate.

Wieso soll gleiches auch für eine Internetflatrate gelten ? Das sind doch 2 völlig unterschiedliche Sachen. Oder sehe ich das Falsch ?

Ich würde vielleicht nichts sagen, wenn es z.B. eine Glaserei oder so wäre. Aber als IT Unternehmen ist DSL mein Werkzeug mit dem ich mehr als 8 Stunden am Tag arbeite.

Summasummarum, ich hatte eigentlich damit gerechnet folgende Summe zahlen zu müssen:

1135
- 699 Investitionen
- 100 Büroregale
- 90 DSL Kosten
= 246 EUR

Nun sind es allerdings 569 EUR die ich zahlen soll. Mit anderen Worten werden die Büroregale nicht bewilligt und die 90 EUR DSL. Würden dann 432 EUR EUR sein, aber woher kommen dann noch die 137 EUR ? Das ist mir noch nicht ersichtlich bzw. nachvollziehbar.

Puhh, alles schwierig muss ich sagen. Was haltet ihr davon ?
Gruss
Aufstockerseo
 

Aufstockerseo

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Kleiner Nachtrag bezüglich der Regale. Der Grund für die damalige Ablehnung war "Diese Kosten zählen nicht zu den laufenden Kosten für Büromaterial, sondern stellt der Kauf dieser Güter vielmehr eine Investition dar. Da diese nicht vorher genehmigt wurde konnte nicht über die Notwendigkeit / Angemessenheit entschieden werden.

So wie ich informiert bin, bin ich nicht verpflichtet sowas vorher zu genehmigen. Bei dem kleinen Betrag und offensichtlicher Verwendung für mein "Büro" ist das auch Unsinn.

Bei den Telefonkosten war der Grund "Da ihre monatlichen Telefonkosten zu hoch erscheinen um von einer rein geschäftlichen Nutzung auszugehen mache ich von meinem Recht gebrauch die Kosten nur hälftig anzurechnen. Es ist immer nur von Telefonkosten die Rede, als ob ich zwingend DSL benötige um telefonieren zu können. Das ist total verdreht.
 

Aufstockerseo

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Hier mal eine typische "Telefonrechnung" von mir. Wieso begründen die alles mit Telefonkosten, wo diese doch von 1&1 ganz klar innerhalb der Rechnung seperat aufgeführt werden. So wie ich das sehe hätten die ganze 40 Cent berücksichtigen können und davon 50% abziehen dürfen. Oder wie seht ihr das ?
 

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