Widerspruchbestätigung für unbekannten ELO erhalten (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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ExitUser

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Habe eine Eingangsbestätigung für meinen WS von der Rechtsstelle des Jobcenters erhalten und zu allem Überfluss hing zusätzlich noch eine Eingangsbestätigung für einen WS einer mir unbekannten Person mit dabei, mit allen Daten.

Also dass das JC zuweilen Fehler macht, ist ja nicht neu, aber die Rechtsstelle? Wie würdet ihr verfahren?:

1. Den ELO kontaktieren, weil ich ja nicht weiss, ob er den Brief erhalten hat?
2. Den Fremdbrief postwendend an die Rechtsstelle zurückschicken - per Einschreiben - mit der Frage, was das soll, und wer jetzt alles MEINE Daten hat? Wer bezahlt mir dafür den Aufwand und das Porto?
3. Irgendwo beschweren wegen Datenschutz-Fragwürdigkeiten?
4. Drauf pfeifen und drüber schwammen, weil sich der Aufwand nicht lohnt?

Ich tendiere ja zu 4., aber blöd finde ich das schon, und man weiß ja nicht, wie weit deren Datenschlamperei noch so geht.

Über Meinungen würde ich mich freuen :)
 

Regensburg

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Ich würde beide Seite informieren.
- JC über die Panne
- Den ELO, der/die Freut sich über WS Eingang und er / sie kann nach seine/r Abwägung die Datenschutz beauftragen.
 

armwieinekirchenmaus

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Hallo,
Nr. 2 sollte der Weg sein.
Am Einfachsten: Deine Adresse durchstreichen und draufschreiben: Annahme verweigert - zurück an Absender.

Dann zahlst Du auch kein Porto.

Alternativ kurze Email oder Fax an JC/AfA.

Nr. 1 scheidet aus BDSG Gründen aus,
Nr. 3 kann man machen, erwarte aber bitte nicht zu viel,
Nr. 4 scheidet aus moralischen Gründen aus... obwohl es jetzt kein sehr wichtiges Schreiben ist.

mfg
 

doppelhexe

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...
Nr. 1 scheidet aus BDSG Gründen aus,
...
warum?

wenn ich in meiner post ein schreiben an wen anders habe, den anderen kontaktiere... wo liegt ein bruch des datenschutzes?

ich kann nichts dafür, das mir die daten zugänglich gemacht wurden... und ich geb sie auch an niemanden weiter, den diese daten nichts angehen.

ich würde mich soagr verpflichtet fühlen, über den bruch des datenschutzes durch die behörde wenigstens das "opfer" zu informieren.

erklärst du deine meinung bitte?
 

Couchhartzer

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wo liegt ein bruch des datenschutzes?
Logischerweise darin, dass dem TE mit dem Bescheid einer anderen (fremden) Person die geschützten persönlichen und vertraulichen Daten / Sozialdaten bekanntgegeben wurde, weil man dem TE (also dem falschen Empfänger) den Bescheid eines anderen zusendete.
Eine derartige Schlamperei dürfte selbstverständlich den Landesdatenschutzbeauftragten (bei Optionskommune), oder aber den Bundesdatenschutzbeauftragten (in allen anderen Fällen) interessieren, damit der zuständige Datenschutz dem JC für diese Schlamperei gehörig auf die Füße treten kann!
Und genau darum sollte man es auch an die zuständige Stellen melden, damit diese gegenüber der Rechtsstelle des JC tätig werden kann und den schweren Datenschutzverstoß auch in deren Statistik erfassen kann.
 
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Zitat von Couchhartzer
Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
wo liegt ein bruch des datenschutzes?
Logischerweise darin, dass dem TE mit dem Bescheid einer anderen (fremden) Person die geschützten persönlichen und vertraulichen Daten / Sozialdaten bekanntgegeben wurde, weil man dem TE (also dem falschen Empfänger) den Bescheid eines anderen zusendete.
Muss man als "Normalbürger" sowas eigentlich wissen? Also würde ich mich u.U. strafbar machen, wenn ich aus Freundlichkeit den unbekannten ELO informieren würde?

P.S.:
Und genau darum sollte man es auch an die zuständige Stellen melden, damit diese gegenüber der Rechtsstelle des JC tätig werden kann und den schweren Datenschutzverstoß auch in deren Statistik erfassen kann.
Ok, seh ich ja auch so, aber das ist dann wieder die Sache mit den ganzen Portokosten für Nachweisbarkeit und dem ganzen Schreibkram, Drucker, Papier, Kopien, Zeitaufand etc. Und per Mail kommuniziere ich mit denen nicht. Was für ein Aufwand wieder :doh:
 

Couchhartzer

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Muss man als "Normalbürger" sowas eigentlich wissen?
Es wäre zumindest nicht verkehrt dieses Allgemeinwissen zu haben, wenn man daran interessiert ist, dass ggf. auch die eigenen Daten von solchen Schlampereien mal betroffen sein könnten, die dadurch dann in falsche Hände geraten können.


Also würde ich mich u.U. strafbar machen, wenn ich aus Freundlichkeit den unbekannten ELO informieren würde?
Nein, denn du hast ja den Datenschutz nicht verletzt, sondern die Rechtsstelle des JC!
 
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Es wäre zumindest nicht verkehrt dieses Allgemeinwissen zu haben, wenn man daran interessiert ist, dass ggf. auch die eigenen Daten von solchen Schlampereien mal betroffen sein könnten, die dadurch dann in falsche Hände geraten können.
Mach ich ja eigentlich auch. Aber beim JC und Konsorten geht halt mal die Luft aus bei dem ganzen Papierkrieg ;)

Nein, denn du hast ja den Datenschutz nicht verletzt, sondern die Rechtsstelle des JC!
Ja ok, das war dann wohl ein Missverständnis in den Beiträgen von armwieinekirchenmaus, doppelhexe und dir. Wäre ja auch noch schöner!

P.S.: nochmal nachgedacht: Folgende Briefe:
  1. Also den Datenschützer würde ich schon per Mail informieren.
  2. Dann wäre es nur noch ein zusätzliches Einschreiben mit dem Fremdbrief nach Nürnberg (mit denen kommuniziere ich NICHT per Mail).
  3. Und dann halt noch ein Normalbrief mit Originalschreiben an den unbekannten ELO mit der Info darüber, was ich mit seinem Brief gemacht habe (oder sollte ich den erstmal fragen?)
Wäre das sinnvoll so (wird ja immer komplizierter)? Und soll ich da irgendwelche Stellungnahmen mit Fristsetzung einfordern oder reicht die Inkenntnissetzung?
 
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Couchhartzer

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Wäre das sinnvoll so (wird ja immer komplizierter)? Und soll ich da irgendwelche Stellungnahmen mit Fristsetzung einfordern oder reicht die Inkenntnissetzung?
Ja, das wäre so ganz sinnvoll und nützlich.
Fristsetzungen usw. brauchst du da nicht machen.
Was du aber machen kannst ist, dem anderen ELO den Hinweis geben, dass er ebenfalls eine Beschwerde bei zuständigen Datenschutzbeauftragten einreichen sollte, denn es geht ja um seine Daten die rechtswidrig durch diese Schlamperei an andere weitergegeben wurden.
 

MissRuhrpott

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....denn es geht ja um seine Daten....
Aus diesem Grunde obliegt Punkt 1 auch keinem Dritten.
Wäre ich nun Eigentümer der Daten,wäre ich alles andere als erbaut,wenn diese,meine Daten ohne meine Einwilligung an weitere Stellen geleitet werden,aus welchen Gründen auch immer.
Einzig nachvollziehbar ist da noch die Rücksendung,damit das Schreiben über den ursprünglichen Absender noch den Weg zu mir findet.
Ob und wo ich mich beschwere oder nicht,entscheide immer noch ich allein,und vor allem in meinem Namen.

Dem Empfänger selbst das Schreiben mit einer kurzen Stellungnahme zukommen lassen,geht aber auch noch i.O.
 
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@MissRuhrpott
ja irgendwie hab ich auch Bauchschmerzen dabei, ohne Absprache mit dem unbekannten ELO gleich sone Keulen in Gott und die Welt rauszuhauen. Denn wenn ich mich in seine Lage versetzte, wirds mir gleich NOCH ganz anders, wenn ich neben dem original-Schriebs noch sämtliche Maßnahmen, die darauf erfolgt sind, erhalten würde so nach dem Motto "hallo ELO, anbei deine Eingangsbestätigung für deinen WS, übrigens hab ich den da und dorthin geschickt, um mich zu beschweren. Hast du von mir auch Post erhalten? MfG".

Sowas kann man doch nicht machen und das liest sich für mich völlig absurd und ich würde als Empfängerin eines solchen Schreibens wohl erstmal in absolute Schockstarre verfallen, wohlgemerkt von einer wildfremden Person.

Und ob man sich überhaupt gegenseitig kennenlernen MÖCHTE, steht auch komplett zur Disposition. Vor allem, ob ICH den überhaupt kennenlernen und durch solche Anschreiben überhaupt ein zwangsläufiges Kennenlernen anbahnen muss. Nichts gegen die Person persönlich, aber ich such mir meine Kontaktpersonen gerne selbst aus, und so wird es dem "unbekannten ELO" nach allgemeingesellschaftlichen Verhältnissen ebenfalls gehen.

Andererseits wenn ichs NICHT tu, ists auch wieder doof. Echt strange das

Vllt. sollte ich das Dingens zur weiteren Bearbeitung einfach dem Datenschützer mit Bitte um Rat für die weitere Vorgehensweise zukommen lassen. Erstmal ohne den Fremdbrief sondern mit der einfachen Frage und bitte um Stellungnahme, wie man mit sowas umgeht?

Conclusion: ich glaube, das ist der klügste Weg: erstmal den Datenschützer anmailen mit genau dieser Frage (und noch einigen anderen) und Bitte um schnellstmögliche Antwort. Den Fremdbrief stelle ich dann (aus Datenschutzgründen) erstmal als Scan bei Bedarf in Aussicht und schicke ihn nicht sogleich mit. OK so? - Wermuthstropfen ist, dass halt der unbekannte ELO ziemlich lange auf seinen Brief warten muss (wobei da ja nix anderes drinsteht, als dass sein WS angekommen ist und "bearbeitet" :doh: wird)
 
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Couchhartzer

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Aus diesem Grunde obliegt Punkt 1 auch keinem Dritten.
Das ist schlichtweg Blödsinn, denn eine solche Verstoßmeldung (Intervention) beim zuständigen Datenschutzbeauftragten einreichen kann und darf selbstverständlich auch jeder dem so ein Verstoß bekannt wird und der insbesondere diesen Verstoß (hier = aufgrund des schriftlich existierenden Beweises des Bescheides einer andere Person) dann sogar unumstößlich nachweisen kann.
Es geht hierbei ausschliesslich um die Meldung (in diesen Fall ist man dann ein Zeuge des Verstoßes) und nicht um ein Abverlangen von entsprechender Verfolgungs- oder gar Ahndungshandlungen durch übergeordnete Behörden.
 

doppelhexe

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... Logischerweise darin, dass dem TE mit dem Bescheid einer anderen (fremden) Person die geschützten persönlichen und vertraulichen Daten / Sozialdaten bekanntgegeben wurde, weil man dem TE (also dem falschen Empfänger) den Bescheid eines anderen zusendete.....

ich fragte aber, warum TE den fremden LE nicht kontaktieren darf, bzw. wo da der bruch des datenschutzes liegt.

"armwieeinekirchenmaus" meinte ja, das 1 (kontaktaufnahme mit dem "opfer") aus datenschutzgründen ausscheidet...

da TE keinen datenschutzbruch begangen hat, sondern die behörden, kann er auch das opfer über diesen informieren... Wo begeht er da einen bruch des datenschutzes?
 

Couchhartzer

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MissRuhrpott

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@Baretta,eine allgemeine Anfrage an den Datenschutz ist natürlich auch eine Möglichkeit,
ohne möglicherweise selbst einer Datenschutzverletzung beschuldigt zu werden.
Das wäre nämlich u. a. auch meine Sorge,da ich nicht weiß,ob die Datenschutzbehörden da eine Ausnahme sind.

Ich würde wohl den einfachen Weg der Rücksendung wählen.
Aber wenn Du den Aufwand nicht scheust wäre es schön,wenn Du uns das Ergebnis mitteilst.
 
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Erstmal vielen herzlichen Dank für eure rege Beteiligung und für die vielen hilfreichen Antworten und Inputs! Das Thema ist ja doch komplizierter als ich dachte, und es gibt keinen Grund zu streiten :)

Also nach meinem Verständnis bezog sich die Datenschutzverletzung nicht auf meine potentielle Info an den UE (unbekannter Erwerbsloser), sondern auf die behördliche Datenschlamperei. Deswegen finde ich nun nach dem Durchdenken des Ganzen aktuell die Idee, erstmal Brief an Datenschutzbeauftragten mit Bitte um Antwort bezüglich der Vorgehensweise mit Fristsetzung am besten.

wäre es schön,wenn Du uns das Ergebnis mitteilst.
mach ich!
 

MissRuhrpott

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...Also nach meinem Verständnis bezog sich die Datenschutzverletzung nicht auf meine potentielle Info an den UE (unbekannter Erwerbsloser), sondern auf die behördliche Datenschlamperei.
Ein Mißverständnis....ich bezog mich auf die Möglichkeit,daß die Daten des ELO gleich dem Datenschützer
mit übermittelt werden ohne zu wissen,ob das ok ist.
Aber das hast Du ja nicht vor,alles gut :wink:
 
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ExitUser

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@MissRuhrpott
nee hab ich zwar nicht vor, aber auch nur deshalb um auf Nummer Sicher zu gehen. Sonst hab ich dafür eigentlich keinen Grund.

Denn *Daten aus Datenschutzgründen nicht an den Datenschutzbeauftragten* zu senden, erscheint mir irgendwie "eigentümlich".

Aber das ist eine andere Grundsatzbaustelle, die ich hier nicht eröffnen will, vielleicht ja mal an anderer Stelle, falls es die noch nicht gibt :icon_pause:
 
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