Widerspruch ohne Bescheid?

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ExitUser

Gast
Hallo Zusammen,

Lange, lange habe ich hier mitgelesen, nun aber selber ein Problem :oops:

Ich bin etwas verunsichert: ich wurde vom Jobcenter zum Gesundheitsdienst geschickt.
Es ging darum, wie viel ich noch zu arbeiten habe. Aufgrund diverser Krankheiten bin ich nachweislich gar nicht mehr arbeitsfähig – der Gesundheitsdienst sieht es jedoch anders. Dieser hat mich zwar untersucht, aber auf Fragen durfte ich nur mit "Ja" oder "Nein" antworten, wenn ich nicht schnell genug antwortete, hat er ein anderes Thema begonnen. Ich muss dazu sagen, dass ich aufgrund meiner Krankheiten immer einen Moment länger benötige, um zu antworten. Ein paar Wochen später, hatte ich dann einen Termin beim Jobcenter, wo mir gesagt wurde, dass ich 3-unter 6 Stunden arbeitsfähig wäre (mit Einschränkungen). Unter großem Murren, habe ich dann sogar eine Kopie des Gesundheitsdienst-Attestes erhalten. Mehr jedoch nicht. Also keinen schriftlichen Bescheid. Gilt denn nun die Kopie als Bescheid? Ich habe aber nun auch oft gelesen, dass dieser Bescheid von der Krankenkasse versendet wird – ist das richtig? Aber wie lange wartet man denn auf solch einen Bescheid? Kommt überhaupt noch einer?

Meine Ärztin hat die Kopie nur mit großem Kopfschütteln betrachtet und meinte, dass ich dagegen Widerspruch einlegen sollte. Aber wogegen genau? Ich habe ja in dem Sinne keinen Bescheid erhalten. Worauf soll ich mich nun also stützen? Auf die Kopie?

Ich würde mich dolle über eine Antwort freuen!!

Liebe Grüße und euch allen ein schönes Wochenende, Ilona
 

Koelschejong

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Einen Widerspruch kannst Du, wie Du schon richtig schreibst, nur gegen einen Bescheid einlegen. Ich bezweifele auch, dass es einen gesonderten Bescheid über die Arbeitsfähigkeit gibt, ich habe noch nie etwas in dieser Richtung gehört.
Ich verstehe auch Deine Sorge nicht ganz. Was kann denn derzeit passieren:
Du wirst als arbeitsfähig angesehen, Du bekommst Deinen ALG II Bescheid (dagenen kannst Du dann ja Einspruch einlegen) und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Dir danach dann die potentiellen Arbeitgeber mit hängender Zunge hinterher hecheln um Dich in einen Arbeitsvertrag zu drängen.
Vielleicht als kleinen Hinweis - ich weiß nicht ob es funktioniert. Vor langer Zeit wurde ich wehrtauglich geschrieben, obwohl ich verschiedene Gutachten hatte, die gegen eine Tauglichkeit sprachen. Aber ein von der Bundeswehr eingesetzter Gutachter sogar mit Professorentitel war anderer Ansicht. Ich bekam meinen Einberufungsbescheid und habe dann meinem zukünftigen Regimentskommandeur ein freundliches Schreiben gesandt (Einschreiben), dass ich gegen ihn persönlich und gegen alle zukünftigen Ausbilder Strafanzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung stellen würde, falls sich mein Gesundheitszustand während der Ausbildung verschlechtert. Erfolg: Sofortige neue Begutachtung durch einen "Truppenarzt" - der stellte dann bei mir zusätzliche Krankheiten fest, die ich bis heute - Gott sei Dank - nicht hab.
 
E

ExitUser

Gast
Ein paar Wochen später, hatte ich dann einen Termin beim Jobcenter, wo mir gesagt wurde, dass ich 3-unter 6 Stunden arbeitsfähig wäre (mit Einschränkungen).

Wo ist jetzt dein Problem?
lies mal dazu
Begutachtung bei Arbeitsunfähigkeit

Wenn deine Ärztin dich arbeitsunfähig schreibt, schicke die Krankmeldung zur Arge
 
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