Widerspruch möglich bei Mobbing in 1€-Job, wenn ARGE Wechsel ablehnt?

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

space09

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Januar 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo erstmal!

Ich bin seit Ende Oktober 2008 in einem 1€-Job, in welchem ich zunehmend Mobbing und Schikane ausgesetzt bin. In einem eingeforderten Gespräch mit dem Ib wird dies allerdings nicht so genannt, sondern als "Machtspiele" bezeichnet. Der Ib nahm aber meine Beschwerden an und wollte diese Woche mit den einzelnen Mitarbeiter darüber sprechen. Das Ergebnis weiss ich noch nicht, da ich gleichzeitig diese Woche krankgeschrieben wurde, u.a. wegen angelaufenen Schikanen. Zusätzlich habe ich ein Gespräch mit der ARGE - hier AGOS - eingefordert, weil ich u.a. wegen Unterforderung und zunehmenden Konflikt den Wechsel in einen anderen 1€-Job anstrebe, der zudem meiner eigentlich erlernter Fähigkeit mehr entspricht. Die AGOS hat mir einen Termin gegeben, an dem "ich Ihnen meine Gedanken dazu mitteilen werde". Nun meine Frage: Habe ich die Möglichkeit zum Widerspruch, sollte die AGOS die Konfliktfelder Mobbing und Schikane anderst benennen wollen und dadurch nicht annehmen, und mir dadurch die Möglichkeit zum Wechsel in einen mir artgleichen 1€-Job - welcher vorhanden ist, und dadurch eigentlich ermöglicht werden kann - versperren? Habe ich die Möglichkeit zum Widerspruch, wenn die AGOS mich weiter in einem Tätigkeitsfeld belässt, in welchem ich zunehmend Entwertung und Dequalifikation (Mobbing und Schikane) erfahre und im Eigentlichen die körperlich und geistigen Fähigkeiten zur Ausübung der Tätigkeit fehlen - wie ich jetzt erst im Nachhinein festgestellt habe. Bei der Zuteilung des ersten 1€-Job wurde ich nach meinem Hobby gefragt, nach welchem die Tätigkeit ausgesucht wurde - es ist aber nun ein himmelweiter Unterschied zwischen Hobby und Arbeit. Gerade in diesem Bereich (Hobby-Gärtnern und Landschaftsbau). Mir wurde auch keine geeignete Beratung von der AGOS gegeben zwecks des Arbeitsumfangs des Jobs. Sie wollen eben einfach, dass der zu Betreuende "irgendwo" arbeitet und weg von der Statistik ist.
Herzlichen Dank für Eure Antworten.
Space09
 


wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.321
Bewertungen
831
lasse dich weiterhin Krankschreiben und du bist automatisch raus.

Tips,zu einem anderen Sklavenjob zu wechseln wirst du hier nicht erhalten
 

space09

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Januar 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
@Wolliohne

Sklavenjob hin und her: Ich will keine Kürzung riskieren, weil ich das Geld auch brauche - mit weiter Krankschreiben ist mir nicht gedient.

Ich brauche eine rechtliche Möglichkeit zum Widerspruch-Einlegen und keine Tips für einen Wechsel. Diese Tips gebe ich mir ja schon selbst.

Oder ist das Thema zu neu - sodass ich einfach sage, dass ich auf alle Fälle Widerspruch einlege, wenn die AGOS neutral bleiben will - dazu brauche ich aber einen schriftlichen Bescheid! Und wie bringe ich die AGOS dazu, dass sie mir solch einen schriftlichen Bescheid gibt in diesem Fall?
 
E

ExitUser

Gast
lasse dich weiterhin Krankschreiben und du bist automatisch raus.

Tips,zu einem anderen Sklavenjob zu wechseln wirst du hier nicht erhalten
Ich meine ohnehin, dass alle, die solche Zwangsarbeit-Möglichkeiten zur Verfügung stellen, wegen Sklaverei verurteilt gehören. Beziehen staatliche Gelder, damit wir für sie schuften. Zum Ausgleich bekommen wir Fahr- und Essengeld.
 

Martin Behrsing

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
21.610
Bewertungen
4.258
Ein ärtzliches Attest wegen Mobbingsymptome berechtigt dann zur ristlosen Kündigung, ohne dass dieses Nachteile mit sich zieht.

Wegen anderer Sklavenjobs bekommst du von uns keine Hilfe. Auch wenn Du das Geld benötigst, beteiligen wir un s nicht daran, so etwas auch nur in der kleinsten Form zu unterstützen.
@Wolliohne

Sklavenjob hin und her: Ich will keine Kürzung riskieren, weil ich das Geld auch brauche - mit weiter Krankschreiben ist mir nicht gedient.

Ich brauche eine rechtliche Möglichkeit zum Widerspruch-Einlegen und keine Tips für einen Wechsel. Diese Tips gebe ich mir ja schon selbst.

Oder ist das Thema zu neu - sodass ich einfach sage, dass ich auf alle Fälle Widerspruch einlege, wenn die AGOS neutral bleiben will - dazu brauche ich aber einen schriftlichen Bescheid! Und wie bringe ich die AGOS dazu, dass sie mir solch einen schriftlichen Bescheid gibt in diesem Fall?
 
E

ExitUser

Gast
@Wolliohne
Sklavenjob hin und her: Ich will keine Kürzung riskieren, weil ich das Geld auch brauche - mit weiter Krankschreiben ist mir nicht gedient.
Ich brauche eine rechtliche Möglichkeit zum Widerspruch-Einlegen und keine Tips für einen Wechsel. Diese Tips gebe ich mir ja schon selbst.
Oder ist das Thema zu neu - sodass ich einfach sage, dass ich auf alle Fälle Widerspruch einlege, wenn die AGOS neutral bleiben will - dazu brauche ich aber einen schriftlichen Bescheid! Und wie bringe ich die AGOS dazu, dass sie mir solch einen schriftlichen Bescheid gibt in diesem Fall?
Je nach Träger fliegt man aus dem Ein-Euro-Job wenn man etwa 14 Tage am Stück krank geschrieben ist. Bei einigen 1-2 Tage früher, andere lassen sich 3 Wochen Zeit. Die Begründung dafür ist, dass keine Qualifizierung mehr möglich ist, weil der ELO zu lange der Qualifizierung fernblieb.
Sanktioniert wird man dann nicht, schließlich war/ist man ja krank geschrieben.
Ich würde an deiner Stelle ganz schnell zusehen, dass ich aus dem Saftladen rauskomme, statt zu erwarten, dass sich sich die AGOS meiner Probleme annimmt. Dazu besteht von deren Seite überhaupt kein Interesse.
Niemand, weder der Träger, noch die AGOS interessiert, ob du dich gemobbt, schlecht behandelt, unterfordert, ausgebeutet oder sonstwas fühlst. Was für die AGOS zählt, ist, dass du aus der Statistik kommst; was für den Träger zählt, ist, dass du ihm monatlich einen Haufen Kohle einfährst.

LG
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.552
Bewertungen
431
Erstmal stellt sich die Frage, ob die Stelle überhaupt rechtmäßig vergeben wurde.

Zur Beantwortung dieser Frage müsste man erstmal alle Unterlagen einsehen: Profiling, Eingliederungskonzept, EinV, Tätigkeitsbeschreibung und deren Arbeitszeitverteilung.

Kopien vom Profiling und Eingliederungskonzept beim Arbeitsamt anfordern, dann erledigt sich das Problem wahrscheinlich von alleine.
Gleichzeitig würde ich noch darauf hinweisen, dass das Arbeitsamt schadenersatzpflichtig gegenüber dem Hilfeempfänger ist für rechtsgrundlos verrichtete Arbeit.

wegen rechtsgrundlos erbrachter Arbeit - Seite 1 - Urteile-Sammlung von Juraforum.de
 

münchnerkindl

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.730
Bewertungen
106
lasse dich weiterhin Krankschreiben und du bist automatisch raus.
Und wenn das nicht hilft dann ein ärztliches Attest nachschieben daß dir der Job aus gesundheitlichen Gründen (bei Mobbing drohen ja diverse psychische Folgeprobleme) nicht länger zuzumuten ist.
Dann bist du definitiv raus.
 
E

ExitUser

Gast
Ernsthafte Frage: Wird man dann nicht zum psychol. Dienst geschickt? Bitte keine Vermutungen!
 

space09

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Januar 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
@Rechtsverdreher.

Nun - es ist eine Stelle vom Evgl.Luth.Kirchenkreis, welche extra für Langzeitarbeitslose eingerichtet wurde und damit Werbung macht. Die AGOS schickt dorthin m.W. seit Beginn - 1992 - Langzeitarbeitslose als Vorbereitung auf den 1. Arbeitsmarkt. Bei manchen hat es geklappt bei anderen wiederum nicht. Zweimalige Verlängerung ist möglich, wobei dann der Kirchenkreis entscheidet, ob der/die Betreffende/r einen befristeten Jahresvertrag erhält.
Wie meinst du das, ob Stelle rechtmässig vergeben wurde? Meinst du, ob die Stelle gemäss meiner beruflichen Vorkenntnisse rechtmässig vergeben wurde - dass dann daraufhin Mobbingmöglichkeiten geschaffen werden konnten, oder wie meinst du das? Ein Profiling und sonstige Unterlagen von der Arbeit wurden mir nicht gezeigt - es wurde nur mündlich etwas gesagt, und ob ich meine, dass das etwas wäre - ohne dass eine Alternativmöglichkeit gezeigt wurde. Als ich nach dieser fragte, ist die pAp nicht darauf eingegangen. War wohl froh, dass sie was "gefunden" hat. Und bedeutet das daraufhin, dass die Arbeit rechtsgrundlos verrichtet wurde, weil mir keine genauen Unterlagen vorgelegt wurden?
 

space09

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Januar 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
@Hamburgeryn.

Ich danke dir herzlich für deine Antwort.

Gruss space09
 
E

ExitUser

Gast
Sklavenjob hin und her: Ich will keine Kürzung riskieren, weil ich das Geld auch brauche - mit weiter Krankschreiben ist mir nicht gedient.

Ich brauche eine rechtliche Möglichkeit zum Widerspruch-Einlegen und keine Tips für einen Wechsel. Diese Tips gebe ich mir ja schon selbst.

Oder ist das Thema zu neu - sodass ich einfach sage, dass ich auf alle Fälle Widerspruch einlege, wenn die AGOS neutral bleiben will - dazu brauche ich aber einen schriftlichen Bescheid! Und wie bringe ich die AGOS dazu, dass sie mir solch einen schriftlichen Bescheid gibt in diesem Fall?
Weswegen solltest du eine Kürzung riskieren, wenn du krank bist? Die werden dich nicht einmal nach dem Grund der Krankheit fragen!

Du kannst nur Widersprüche gegen Bescheide einlegen, die eine Rechtsbehelfsbelehrung haben ("Gegen diesen Bescheid kann innerhalb von 4 Wochen Widerspruch eingereicht werden"). Solch ein Bescheid liegt dir aber nicht vor, weil dazu ein Anlass besteht. Du kannst ein Amt auch nicht dazu bewegen, einen Bescheid auszustellen wo es nichts zu bescheiden gibt.

Eigentlich hast du 2 Möglichkeiten:

1. Du sprichst mit der SB und sagst ihr, dass du am "Arbeitsplatz" gemobbt wirst und du das aus gesundheitlichen Gründen deshalb nicht machen kannst. Da klingeln bei der SB schon die Alarmglocken: "Wenn du ihn da nicht abziehst, lässt er sich krankschreiben. Wo finde ich sonst noch einen Dummen, der für einen Euro die Stunde arbeitet? Ziehe ihn lieber ab und setz ihn zu einem anderen Sklavenhalter".

Viele SBs lassen aber nicht mit sich reden. Deshalb würde ich mir hier nicht unbedingt Erfolg versprechen.

2. Du lässt dich krankschreiben. Lange. Dann zieht dich die SB von allein da ab. Wer soll denn sonst die ganze Arbeit beim Träger machen, wenn du krank bist!!! Und die SB wird schon dafür sorgen, dass du schnell wieder einen anderen "Arbeitsplatz" bekommst. Glaub mir, die lässt dich nicht untätig herumsitzen.
 

space09

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Januar 2009
Beiträge
5
Bewertungen
0
Ich danke Ihnen allen für Ihre aufrichtigen Antworten. Damit kann ich schon was anfangen, und verabschiede mich erstmal wieder. Werde aber noch angemeldet bleiben und weiter mitlesen.
Danke und LG space 09
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten