Widerspruch LzT-ja oder nein ? (1 Betrachter)

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granatapfel

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Hallo,ich hab da folgendes Problem:am 21.03.2017 bekam ich von der KK eine Aufforderung zur Rehabilitationsmaßnahme die ich bis zum 02.06.2017 ausgefüllt zur KK zurücksenden soll.(10Wo.Frist)
Bin 60J alt, seit Aug.2016 Au.,habe einen Behinderungsgrad von 80%.
Habe mit meinem Arzt besprochen das ich am 02.05.2017 einen Wiedereingliederungsplan(Hamburger Model)beginne.
Arbeitgeber hat zugestimmt.
Nun meine Frage :sollte ich gegen den Bescheid von der KK Widerspruch einlegen?Denn die möchte natürlich gerne diese LzT in einen Rentenantrag umwandeln.
Ich muss dazusagen das ich 2014 durch eine Krebserkrankung auch schon längere Zeit AU war und auch schon einen Antrag bei der DRV gestellt habe der damals genehmigt wurde.

Danke schon mal im voraus für Eure Antwort

Mit freundlichem Gruß
Granatapfel
 

Doppeloma

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Hallo granatapfel,

Hallo,ich hab da folgendes Problem:am 21.03.2017 bekam ich von der KK eine Aufforderung zur Rehabilitationsmaßnahme die ich bis zum 02.06.2017 ausgefüllt zur KK zurücksenden soll.(10Wo.Frist)
Ich nehme an es geht um einen Antrag auf med. Reha bei der DRV (nach § 51 SGB V), damit die KK (wenigstens) mal einige Wochen Krankengeld sparen kann und dabei die "leise Hoffnung" hegt, dich vielleicht in eine EM-Rente danach verabschieden zu können.

Diese KK-Hoffnung wird in der Regel von der DRV aber nicht geteilt, denn die will so gar nicht gerne eine EM-Rente zahlen müssen, dein Arzt sollte für dich zunächst mal das MDK-Gutachten (direkt beim MDK) einfordern, es muss ja eins geben zumindest nach "Aktenlage", damit man dich zur Reha auffordern kann.

Für die Forderung das über die KK leiten zu müssen gibt es KEINE Rechtsgrundlage, man wird (vermutlich) schon vorher drängeln, damit du diese 10 Wochen nicht abwarten kannst und dann machen die noch einen "EILIG"-Stempel drauf, bevor das letztlich auch zur DRV geschickt wird.

Stell den Antrag direkt bei der DRV (kurz vor Ablauf der Frist), was da drin steht geht die KK alles NICHTS an und der KK hat zu genügen wenn du diese Antragstellung bis zum Ablauf der 10 Wochen (also kurz vor dem 02.06.) nachweisen kannst.

Bin 60J alt, seit Aug.2016 Au.,habe einen Behinderungsgrad von 80%.
Habe mit meinem Arzt besprochen das ich am 02.05.2017 einen Wiedereingliederungsplan(Hamburger Model)beginne.
Arbeitgeber hat zugestimmt.
Das genügt aber nicht, dass dein AG und dein Arzt zugestimmt haben, denn die KK muss dieser Lösung auch zustimmen wollen und das glaube ich eher nicht, die wollen ja Geld sparen (wenn du in DRV-Reha bist) und beim "Hamburger Modell" muss ja weiter Krankengeld gezahlt werden, das ist ja ein KK-Modell.

Nun meine Frage :sollte ich gegen den Bescheid von der KK Widerspruch einlegen?
Das kannst du gerne tun aber die KK wird dir dann erklären, dass sich eine mögliche Wiedereingliederung auch aus der Reha ergeben kann und dann von der DRV bezahlt wird, was der KK natürlich viel lieber sein wird.

Ohne KK-Zustimmung läuft eine Wiedereingliederung nach "Hamburger Modell" nicht, das sollte dein Arzt eigentlich wissen ... habe das selbst mal erlebt nach fast 1 Jahr AU.

Mein AG und mein Arzt haben das damals auch für sehr sinnvoll gehalten, die KK hat es abgelehnt, ich musste dann ohne Wiedereingliederung die Arbeit normal wieder aufnehmen.
Das ging dann auch nicht lange gut und nach knapp 7 Monaten war ich wieder AU und dieses Mal bis zur Aussteuerung (also 78 Wochen), das konnte die Reha in die man mich dann sehr bald geschickt hatte aber auch nicht mehr ändern.

Denn die möchte natürlich gerne diese LzT in einen Rentenantrag umwandeln.
Die KK KANN da aber NICHTS selber "umwandeln", dazu entscheidet nur die Rentenkasse und die waren da z.B. in meinem Falle auch ganz anderer Ansicht (weiter AU aber VOLL Erwerbsfähig aus der Reha entlassen), die EM-Rente bekam ich jedenfalls erst Jahre später am Sozialgericht bewilligt.

Ich muss dazusagen das ich 2014 durch eine Krebserkrankung auch schon längere Zeit AU war und auch schon einen Antrag bei der DRV gestellt habe der damals genehmigt wurde.
Verstehe ich gerade nicht, welchen Antrag hast du gestellt bei der DRV (2014) und was wurde dir damals genehmigt, eine Reha kann man ja öfter machen, ich nehme an dabei ging es um deine Krebserkrankung ... eine EM-Rente hat man dir ja offenbar damals auch nicht "empfohlen" und bewilligt ???

Mit GdB 80 und mindestens 35 Versicherungsjahren bei der DRV kannst du doch bald in Rente für Schwerbehinderte gehen, hast du darüber schon mal nachgedacht oder siehst du dich trotzdem noch gesundheitlich in der Lage bis zum regulären Renten-Alter wieder zu arbeiten.

Da verstehe ich gerade deine Gedankengänge nicht so richtig wegen der Wiedereingliederung, fühlst du dich wirklich so fitt ... dann nimm doch eine Reha noch mit und lass dich dann von der DRV wieder eingliedern, sofern die das für möglich halten.

Irgendwer muss ja in der Zeit auch für dich zahlen wollen.

Die KK (der MDK) sieht dich aktuell "Reha-Bedürftig", schon weil sie damit bald etwas Geld sparen kann wenn während der Reha die DRV "Übergangsgeld" zahlt, die werden sich darauf sehr wahrscheinlich nicht einlassen, statt dessen für "Hamburger Modell"- Versuch weiter Krankengeld zu zahlen. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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