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Widerspruch gegen Zwangsreha. Folgen?

Marie74

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#1
Ihr Lieben,

ich bräuchte nochmal eure Hilfe und hoffe, ich bin hier in der richtigen Abteilung.
Ich bin seit Ende August ausgesteuert und bekomme seitdem Alg1. Wie üblich wurde ich gleichzeitig gezwungen einen Antrag auf Reha zu stellen. Nachdem ich auf dem Weg der Besserung war und davor 2x stationär, war mein Ziel möglichst bald wieder einzugliedern, sobald mein Arzt das für machbar hält. Eine Reha sah und sehe ich als eher kontraproduktiv, da es mich aus meiner therapeutischen Umgebung, in der ich endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehe, reißen und extrem runterziehen würde. Einen weiteren Absturz würde ich definitiv nicht überleben.

Nun gut, ich musste den Antrag stellen und der wurde nun auch genehmigt. Ich soll am 19.12 in eine Rehaklinik 400 km entfernt einrücken. Denn es gibt ja nichts Heilsameres, als über Weihnachten, getrennt von seinen Liebsten, mit Depressionen, völlig alleine und bei all den ausgefallenen Therapien über die Feiertage am Ende der Welt zu sitzen. Der Gipfel der Schikane!

Jedenfalls steht in dem Genehmigungsschreiben, dass ich gegen den Bescheid Widerspruch einlegen kann. Das würde ich auch machen. Mit der Begründung, dass die Maßnahme einer baldigen Widereingliederung (ich hoffe Mitte/Ende Januar) entgegen wirken würde, da ich die Stabilität meines Umfelds und meine wöchentliche Therapie brauche.

Jetzt meine Frage: wäre so ein Widerspruch sinnvoll? Oder sollte ich eher Widerspruch gegen die ausgesuchte Klinik einlegen und eine Wunschklinik nennen? Geht das überhaupt? Und kann es mir passieren, dass die Afa mir wegen des Widerspruchs die Zahlungen streicht? Oder soll ich mir gleich am 17. 12. von meinem Arzt die Rehaunfähigkeit bescheinigen lassen. Das würde er auf jeden Fall machen. Er ist auch der Meinung, dass mich das Monate zurückwerfen würde. Im Grunde genügt es mir, die Zwangsreha bis zu Wiedereingliederung im Januar hinauszuzögern. Denn, wenn es so weiterläuft und mir ein Rückfall erspart bleibt, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich bis dahin zur WEG in der Lage sein werde.

Was meint ihr? Wie soll ich vorgehen? Ich will einfach nur baldmöglichst wieder arbeiten gehen. Ohne Schikanen und Zwangsmaßnahmen, die mich immer wieder zurückwerfen.

Für euer Wissen und eure Hilfe bin ich sehr dankbar!

Marie
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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#2
DAs ist ja echt so ziemlich der blödeste Termin, den man sich vorstellen kann.

Ein Widerspruch gegen die Klinik macht nur Sinn, wenn die Klinik unpassend ist. Hattest Du eine Wunschklinik angegeben?

Ich sehe echt nur einen Ausweg un der rehaunfähogkeit, wenn dein Arzt da mitzieht.
 

Marie74

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#3
Ja, das wird er auf jeden Fall machen. Nun weiß ich nur nicht, wie er die RU bescheinigen muss. Denn in den Unterlagen kann er nur die Rehafähigkeit bescheinigen, aber nicht die UNfähigkeit. Das Formular lautet also 'hiermit bestätige ich, dass die Patientin Reise- und Rehafähig ist. Datum und Unterschrift.' Keine Wahlmöglichkeit zwischen bestätige ich/ bestätige ich nicht. Und gar nichts ausfüllen wird wohl nicht als Unfähigkeitsbescheinigung durchgehen :)
Soll er dann ein Anschreiben mit der Begründung verfassen?
Ich finde nirgendwo ein Beispiel dafür. Hat denn jemand mal so eine Bescheinigung gesehen?
Ich will ihm soviel wie möglich an Arbeit ersparen.
 

HermineL

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#4
Nun gut, ich musste den Antrag stellen und der wurde nun auch genehmigt. Ich soll am 19.12 in eine Rehaklinik 400 km entfernt einrücken. Denn es gibt ja nichts Heilsameres, als über Weihnachten, getrennt von seinen Liebsten, mit Depressionen, völlig alleine und bei all den ausgefallenen Therapien über die Feiertage am Ende der Welt zu sitzen. Der Gipfel der Schikane!
Dir steht gem. § 8 SGB IX ein Wunsch- und Wahlrecht des Leistungsberechtigten zu. Wenn du
dies bisher noch nicht in Anspruch genommen hast so kannst du dieses auch jetzt noch
nachholen. Damit wäre dann auch der Termin kurz vor Weihnachten erst einmal vom Tisch
da ich nicht glaube das die DRV dies vorher noch gebacken bekommt. Ist zumindest sehr
unwahrscheinlich.

Jedenfalls steht in dem Genehmigungsschreiben, dass ich gegen den Bescheid
Widerspruch einlegen kann. Das würde ich auch machen. Mit der Begründung, dass die Maßnahme einer
baldigen Widereingliederung (ich hoffe Mitte/Ende Januar) entgegen wirken würde, da ich die Stabilität
meines Umfelds und meine wöchentliche Therapie brauche.
Jetzt meine Frage: wäre so ein Widerspruch sinnvoll?
Ein Widerspruch so wie du es beschreibst macht überhaupt nur dann Sinn wenn du dazu
entsprechende Atteste oder ähnliches von deinen Ärzten hast.


Oder sollte ich eher Widerspruch gegen die ausgesuchte Klinik einlegen und eine Wunschklinik nennen?
Siehe oben.


Geht das überhaupt? Und kann es mir passieren, dass die Afa mir wegen des Widerspruchs die Zahlungen streicht?
Die AFA kann dir dann die Leistungen einstellen wenn du nicht deinen Mitwirkungspflichten
nachkommst. Das wäre zum Beispiele der Fall wenn du bei der Reha einfach nicht erscheinen
würdest oder du dich von vornherein der Reha verweigerst.



Oder soll ich mir gleich am 17. 12. von meinem Arzt die Rehaunfähigkeit bescheinigen lassen. Das würde er auf jeden Fall machen. Er ist auch der Meinung, dass mich das Monate zurückwerfen würde. Im Grunde genügt es mir, die Zwangsreha bis zu Wiedereingliederung im Januar hinauszuzögern. Denn, wenn es so weiterläuft und mir ein Rückfall erspart bleibt, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich bis dahin zur WEG in der Lage sein werde.
Die durch deinen Arzt bescheinigte Reha-Unfähigkeit ist zumindest insoweit ein gangbarer
Weg das damit die Reha hinausgezögert wird. Meist akzeptiert die DRV dies auch und lehnt
dann die Reha im Widerspruch ab. Allerdings kann das auch anders ausgehen und die DRV
veranlasst, druchaus auch auf Druck der AFA möglich, das über deine Rehafähigkeit ein
Gutachter entscheidet. Alles in allem hättest du aber in jedem Fall Zeit gewonnen.

Soll er dann ein Anschreiben mit der Begründung verfassen?
Ich finde nirgendwo ein Beispiel dafür. Hat denn jemand mal so eine Bescheinigung gesehen?
Ich will ihm soviel wie möglich an Arbeit ersparen.
Er muss dann dem Formular ein Gutachten/Attest anfügen in dem er die Reha-Unfähigkeit
medizinischen begründet.


Alles in allem würde ich an deiner Stelle erst einmal das Wahl und Wunschrecht in Anspruch nehmen.
Damit gewinnst du Zeit. Sollte die DRV wider Erwarten schnell sein so hast du dann immer noch die
evtl. Reha-Unfähigkeit in der Hinterhand für den Fall das du Ende Januar noch nicht wieder in der
Eingliederung bist.
 

Allimente

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#5
Meine Frau und ich haben auch einen sehr unpassenden Termin für den Rehaantritt bekommen. Ein kurzer Anruf in der Klinik und der Termin wurde ohne Probleme um 6 Wochen nach hinten verschoben. Hast Du schon versucht vernünftig mit der Klinik zu sprechen?
 

Marie74

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#6
Tausend Dank HermimeL für deine ausführliche Antwort!
Vielleicht kannst du mir nochmal helfen.
Dir steht gem. § 8 SGB IX ein Wunsch- und Wahlrecht des Leistungsberechtigten zu. Wenn du
dies bisher noch nicht in Anspruch genommen hast so kannst du dieses auch jetzt noch
nachholen. Damit wäre dann auch der Termin kurz vor Weihnachten erst einmal vom Tisch
da ich nicht glaube das die DRV dies vorher noch gebacken bekommt. Ist zumindest sehr
unwahrscheinlich.
Wie genau mache ich das??? Ich schreibe einen Widerspruch? Hiermit widerspreche ich der Reha in der zugeteilten Klinik xy und bitte um Zuteilung nach abc?
Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie man das macht?

Er muss dann dem Formular ein Gutachten/Attest anfügen in dem er die Reha-Unfähigkeit
medizinischen begründet.
Also, das Formular nicht unterschtreiben (denn das bestätigt ja die Rehafähigkeit) und die Bescheinigung/ Begründung drantackern? Und dann nur das, oder muss ich da gleichzeitig dann auch einen Widerspruch verfassen?

Bitte, hat denn jemand ein paar Formulierungen als Beispiel? Mein Arzt ist alles andere als wortgewandt und er will auch, dass die Bescheinigung dann akzeptiert wird. Ich würde ein paar Formulierungen sammeln und ihn ausfeilen lassen. Denn, dass die Reha für mich kontraproduktiv wäre, daran besteht kein Zweifel.

Tut mir leid, dass ich so detailliert nachfrage, aber ich kenne mich eben null aus mit solchen Sachen.

Danke euch!
 

Marie74

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#7
Meine Frau und ich haben auch einen sehr unpassenden Termin für den Rehaantritt bekommen. Ein kurzer Anruf in der Klinik und der Termin wurde ohne Probleme um 6 Wochen nach hinten verschoben. Hast Du schon versucht vernünftig mit der Klinik zu sprechen?
Ich glaube nicht, dass das so einfach funktioniert. Die Klinik hat von der DRV die Auflage bekommen, mich schnellstmöglich aufzunehmen. Aber versuchen kann ich es. Danke, dass du mir deine Erfahrung mitgeteilt hast!
 

Allimente

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#8
Ich glaube nicht, dass das so einfach funktioniert. Die Klinik hat von der DRV die Auflage bekommen, mich schnellstmöglich aufzunehmen. Aber versuchen kann ich es. Danke, dass du mir deine Erfahrung mitgeteilt hast!
Das ist natürlich dann was anderes. Wir haben die Reha ja aus freien Stücken beantragt, in der Hoffnung, dass es meiner Frau gut tut. Viel Glück für dich.
 

HermineL

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#9
Wie genau mache ich das??? Ich schreibe einen Widerspruch? Hiermit widerspreche ich der Reha in der zugeteilten Klinik xy und bitte um Zuteilung nach abc?
Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie man das macht?
Formlos in einem Schreiben oder direkt bei der Rentenberatung.
Lese auch mal hier: https://www.deutsche-rentenversiche...02_21_wunsch_und_wahlrecht_in_mediz_reha.html



Also, das Formular nicht unterschtreiben (denn das bestätigt ja die Rehafähigkeit) und die Bescheinigung/ Begründung drantackern? Und dann nur das, oder muss ich da gleichzeitig dann auch einen Widerspruch verfassen?
Der Arzt muss wissen wie genau er das macht. Widerspruch musst du in dem Fall nicht einreichen.

Bitte, hat denn jemand ein paar Formulierungen als Beispiel? Mein Arzt ist alles andere als wortgewandt und er will auch, dass die Bescheinigung dann akzeptiert wird.
Sorry bei allem Verständnis aber das muss medizinisch fundiert begründet sein und da kann dir hier
niemand Vorschläge geben. Dein Doc ist der Mediziner nicht wir.
 

Nena

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#11
Bist Du sicher, dass Du über die Feiertage nicht "frei" hast? Das ist in einigen Reha-Kliniken so. Dass Du jetzt quasi nur für ein paar Tage aufgenommen bist und am 28. (oder so) zurück musst. Könntest mal nachfragen?
(Anmerkung: Oft geht es gerade depressiven Menschen im Dezember schlechter, weil sie da noch deutlicher merken, wie alleine sie sind. Vielleicht wussten die, die den Termin vereinbart haben, nicht, dass Du jemanden hast?)
 

el viejo

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#12
Ich habe meine Reha auch kurz vor Weihnachten angetreten, war alles kein Problem, über die Feiertage gab es "Urlaub".
Bei meiner Frau war es genau das selbe, über die Feiertage gab es auch bei ihr "Urlaub".
 

Kerstin_K

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#13
KLar gibt es diese Urlaubsregelung, aber das ist doch irre, die Reha m 20.anzutreten und dann für die Weihnachtsfeietgae wieder 400 km zurückzureisen.

Schaut mal, habe ich heute zufällig gefunden.
 

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Marie74

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#14
Ich habe nun nach Anruf bei der DRV eine Bitte um Umstellung der Klinik gestellt und gleichzeitig eine Wunschklinik genannt, sowie darum gebeten nicht über die Feiertage einrücken zu müssen. Nun hoffe ich, dass die sich mit der Bearbeitung Zeit lassen. Wie schon im Ausgangspost geschrieben: Für mich kommt eine Reha nicht in Frage. Ich will im Januar wiedereingliedern, musste aber lt. AfA eine Rehaantrag stellen. Verweigern kann ich mich also nicht, aber wenn meine Wiedereingliederung bis zum nächsten Termin bereits läuft oder fest steht, werde ich sicher problemlos von der 'Zwangsreha' befreit werden. Danke, für eure Beiträge.
 

Marie74

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#16
Telefonisch? Na, wenn das mal gut geht.
:D Nein, nicht telefonisch. Aber telefonisch hat die Dame der DRV gesagt, was genau ich machen kann und wie. Schauen wir mal. Die nächsten Tage sollte ich dann Post bekommen, dass mein Anliegen in Bearbeitung ist. Die DRV war bisher immer sehr zuverlässig. Kein Vergleich zu AfA.
 

Kerstin_K

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#17
Ichhabe da ganz andere Erfahrungen mit der DRV gemacht, aber vielleicht hast Du ja Glück.
 

Marie74

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#18
Ichhabe da ganz andere Erfahrungen mit der DRV gemacht, aber vielleicht hast Du ja Glück.
Mach mir keine Angst :( Zur Not wird's eben doch die Unfähigkeitsbescheinigung. Aber, wenn ich die nächsten Tage nichts höre, werde ich nochmal nachhaken.
 

biker57

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#19
Hallo
Ich komme gerade aus einer Zwangsreha zurück.
Den ersten Termin konnte ich telefoisch vershieben mit
Anruf bei der Rehaklinik. (Termin ungünstig, weil Frau
bei ihren Eltern war, und ich 2 Hunde habe)
Dann kam neuer Termin 14 Tage später.
Als ich in der Klinik war und googelte, habe ich erst
gelesen, das man das Recht hat, eine Reha selbst
zu wählen.
Ich hätte vermutlich 25 km entfernt gehen können,
und hätte dann versucht, eine Ambulante Reha
zu machen.
 

HermineL

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#20
Als ich in der Klinik war und googelte, habe ich erst
gelesen, das man das Recht hat, eine Reha selbst
zu wählen.
Ich hätte vermutlich 25 km entfernt gehen können,
und hätte dann versucht, eine Ambulante Reha
zu machen.
Es kommt auch immer darauf an ob die vor Ort gelegene Reha-Klinik auch von der DRV akzeptiert wird.
Ambulant ist in der Regel eine psychosomatische Reha, wie beim TE, nicht möglich. Die DRV bietet hier
unter normalen Umständen nur stationäre Reha an die im Gegensatz zu einer normalen Reha
von 3 Wochen auch 2 Wochen länger, also 5 Wochen, dauert.
 

Marie74

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#21
Ich habe inzwischen eine neue Klinik genannt bekommen, etwas näher. Aber so oder so werde ich in keine Reha gehen. Ich werde also einen Widerspruch verfassen mit der Begründung, dass mir eine Reha im Momrnt mehr schaden als nützen würde, da es mir unter meiner Therapeutin zunehmrnd besser geht und ich kurz vor der Wiedereingliederung stehe. Mein Arzt wird mir das aus ärztlicher Sicht bescheinigen. Damit hoffe ich, dass das Thema erst mal vom Tisch ist und ich im Januar in Ruhe wiedereingliedern kann. Ich muss sagen, dass während meiner Krankheit, die AfA mit ihren ignoranten Auflagen die schlimmsten Rückfälle beschert hat. Eine Zumutung für kranke Menschen. Ich habe bisher 25 Jahre Vollzeit im Schichtdienst gearbeitet ohne länger als 5 Tage im Jahr krank zu sein. Ich habe mich fast kaputt gearbeitet, gut verdient und entsprechend horrende Summen an Sozialabgaben gezahlt. Drüber habe ich mich auch nie beklagt, schließlich sichert das sozial Schwächere ab und das ist mir immer wichtig gewesen. Ich selbst habe mich nicht aufgefangen gefühlt, als ich auf ALG 1 angewiesen war. Und das, wo ich es bisher gerade mal 2,5 Monate bezogen habe. Im Gegenteil, ich hab mich schikaniert und drangsaliert gefühlt, schlaflose Nächte, täglicher Gang mit Bauchschmerzen zum Briefkasten, was für Hiobsbotschaften dort vielleicht wieder auf mich warten. Der Horror! Wer ist den schon gern krank? Ich wünsche es meinem größten Feind nicht. Passt auf euchbauf und bleibt/ werdet gesund!
 

HermineL

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#22
Auch wenn ich deinen Ärger teilweise nachvollziehen kann so ist zumindest die von der AFA
geforderte Reha keine Schikane der AFA sondern diese ist gesetzlich dazu verpflichtet
dich zur Reha aufzufordern (§145 SGB III).
Das du lange gearbeitet hast und es nicht so läuft wie du willst ist bei Tausenden so.
Ich habe 40 Jahre bisher gearbeitet und bin nun krank. Seit 2 Jahren Klage ich nun und
da fragt auch niemand ob meiner Gesundheit das zuträglich ist.


Hoffentlich machen die bei deinem Vorgehen keine Schwierigkeiten mit der Leistungszahlung
denn so eindeutig wie du das glaubst ist das nicht. Die Probleme hast nachher in jeden Fall du.
 

cibernauta

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#23
Ambulant ist in der Regel eine psychosomatische Reha, wie beim TE, nicht möglich.
Doch, ich kenne Patienten, die das gemacht haben und auch einige Kliniken, die eine ambulante Reha anbieten.

Ob das für jeden Patienten das richtige ist, ist wieder eine andere Frage.

M.W. kann eine Reha auch verkürzt werden, wenn die Ärzte sehen, dass sie nicht nötig ist.
 

HermineL

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#24
Doch, ich kenne Patienten, die das gemacht haben und auch einige Kliniken, die eine ambulante Reha anbieten.
Wie ich schrieb in der Regel. Das bedeutet nicht das es Ausnahmen gibt. Bei mir und auch
bei anderen im Bekanntenkreis hat die DRV bei einer psychosomatischen Reha eine
ambulante mit der Begründung abgelehnt das in den Fällen nur eine stationäre Reha zielführend ist.

Sei es drum ich könne es jedem aber die Regel ist eine ambulante psychosomatische Reha nicht.
 

Kerstin_K

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#25
Bei meiner Bekannten war es genau andersrum. Die DRV wollte eine ambulante, die vollstationaere müssten wir erst mit Widerspruch durchdrücken.
[>Posted via Mobile Device<]
 

cibernauta

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#26
Es geht bei Therapiekonzepten auch darum, belastende Umwelteinflüsse auszublenden, da wäre ein ambulante Reha wohl nicht das richtige.

Man sollte sich vor dem Antrag Gedanken darüber machen, was in Frage kommt und geeignet ist und dann entsprechend darauf hinwirken.

Wiele Patienten wissen gar nicht, dass sie darauf Einfluss haben.
 

deori1

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#27
Natürlich ist eine psychosomatische ambulante Reha möglich,morgens hin und abends wieder nach Hause,bei der Bundeswehr hat man das früher Heimschläfer genannt.
Mir hatte man eine ambulante genehmigt,wollte aber stationäre,die habe ich nach Widerspruch auch bekommen.
 

faalk

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#28
Das ist der Unterschied. Die einen wollen eine Reha, kämpfen u.u. Jahre lang dafür. Die Anderen bekommen einen Reha genehmigt und wehren sich mit Händen und Füssen dagegen.

Sorry, klingt hart, ist aber so. Meine persönliche Meinung.
 

Kerstin_K

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#29
Nicht nur das. Wenn man die Leute dann auch noch in unpassende Rehaeinrichtungen zwingt, wird auch noch richtig Schaden angerichtet.
[>Posted via Mobile Device<]
 
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