Widerspruch gegen Maßnahmen nach § 45 SGB III möglich?

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Richer25paule

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Hallo zusammen,

ich hatte am Montag einen Termin bei meiner SB und dieser Termin war nach gut 15 Minuten fertig.
Zu diesem Termin sollte ich alle Bewerbungsunterlagen und eine aktuelle Übersicht über meine Bewerbungen mitbringen.
Diese Unterlagen haben sie nicht interessiert. Ich bekam nach gut 5 minuten gespräch von ihr die Aussage, das sie mir nicht mehr helfen kann und mit 3 Monaten arbeitslos (seid 1.12.2018) schon viel zu lange arbeitslos wäre.
Daher sieht sie eine keine andere Möglichkeit, als mich in eine Maßnahme zu packen.

Diese fängt, Glück für mich, erst am 1.4 an. Dh, ich habe noch reale Chancen auf eine neue Anstellung. Nun die frage: wie kann ich mich gegen diese Maßnahme wehren?
Es geht ihr darum, das mal jemand über meine Bewerbungsunterlagen schaut, denn da muss ja irgendwo ein fehler stecken.
Seltsam nur, das ich aufgrund der Unterlagen trotzdem Vorstellungsgespräche habe :eek:

Der erste Teil geht 14 Tage und dann soll ich ein Praktikum von 2 bis 4 Wochen machen.
Auf meine frage, was das bringen soll, meinte die SB, das die meisten aus den Praktika heraus einen Arbeitsplatz bekommen. :sneaky:

Generell hab ich ja nichts dagegen, wenn jemand meine Unterlagen anschaut, für Tipps bin ich immer offen. Aber, ich bin jeden tag dabei, nach offenen stellen zu schauen und mich zu bewerben.
Selbst wenn die Arbeitszeiten z.b garnicht für mich passend sind. (Argument der SB, man könne ja mit dem AG über die arbeitszeiten verhandeln :icon_laber:)

Ich meinte dann zu ihr, das mit 42 garantiert kein Praktikum mehr mache und sie mich quasi dazu drängt, nun den erstbesten Job anzunehmen. Und wenn dieser befristet ist und ich nach der befristung wieder bei Ihr hocke,
dann ist es auch wieder falsch gewesen

Dazu muss ich sagen, das ich vor gut 2,5Jahren schon mal mit der Dame zu tun hatte. Nachdem ich ihr damals ganz klar gesagt habe, das ich nur arbeiten gehe, während mein Kind im Kindergarten ist, war ich plötzlich ein schwervermittelbarer Fall und wurde zu einem anderen SB abgeschoben. Dieser war aber das glatte gegenteil und meinte, ich hab alle zeit der Welt und es ist auf jeden fall möglich in der betreuungszeit arbeiten zu gehen, was ja auch bei den letzten 3 Stellen genauso so war.

Sie drängte mich übrigens dazu, zu unterschreiben, das sie mich über diese Maßnahme aufgeklärt hat (hat sie garnicht, ich musste ihr alles aus der Nase ziehen)
Ich würde, nur um diese Maßnahme herumzukommen, sogar in kauf nehmen, das ich von meinen wenigen Kröten die ich bekomme, noch abzüge habe, als Strafsanktion vom JB.

Ich danke schon mal fürs lesen und für eure Tipps :cheer2:😍
 

qwertz123

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Hast du irgendeine Zuweisung zu dieser Maßnahme bekommen oder eine Eingliederungsvereinbarung bzw. Verwaltungsakt wo diese Maßnahme drinnen steht?
Was ist das was du unterschreiben solltest? Hast du hoffentlich nicht getan.
Lade bitte sämtliche Unterlagen die du zwecks der Maßnahme hast und was du unterschreiben solltest (hast) hoch, sonst kann man dir hier auch schlecht helfen.
 

Richer25paule

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Doch, die Eingliederungsvereinbarung habe ich im November unterschrieben. Sie meinte, das ich ansonsten kein Geld bekommen würde.
Man wäre zur Unterschrift verpflichtet :( Die Aufklärung über die Maßnahme liegt in meiner Akte. Wobei ich nicht wirklich aufgeklärt wurde. Sie konnte mir auch nicht glaubhaft erklären, warum ich in diese Maßnahme soll.
Ihre Worte waren (und das regt mich halt am meisten auf) "Ich kann ihnen hier nicht mehr helfen"

Nr. 2 gehört zu Nr. 3
 

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qwertz123

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Da wurdest du schon getäuscht, weil zur Unterschrift bist du nie verpflichtet. Im Notfall immer die Rechtsgrundlage geben lassen, wenn etwas unklar ist und das zu unterschreibende, was auch immer es ist mitnehmen zur Prüfung dafür sind sie gesetzlich verpflichtet, ansonsten Chef holen.
Rechtswidrig ohne Ende, du sollst mindestens 2 Bewerbungen bei Personaldienstleistern machen, geht garnicht sowas aber du hast unterschrieben also wirds schwierig. In Zukunft bitte nicht mehr unterschreiben. Mitnehmen mit Bedenkzeit, schriftlich Verbesserungsvorschläge einreichen (bei einem Vertrag hast du immer Mitbestimmungsrecht), wenn darauf nicht eingegangen wird bekommst du es per Verwaltungsakt aber gegen den kannst du Widerspruch einlegen gegen eine EGV nicht. Wird dieser abgelehnt gehts zum Anwalt, kostet dich keinen Cent.

Du Zuweisung selbst ist sehr unbestimmt auch dagegen kannst du Widerspruch einlegen.
 

Richer25paule

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Da wurdest du schon getäuscht, weil zur Unterschrift bist du nie verpflichtet.

Gut, nun hab ich es verstanden. In zukunft nehm ich erstmal alles mit nachhause.

Rechtswidrig ohne Ende, du sollst mindestens 2 Bewerbungen bei Personaldienstleistern machen, geht garnicht sowas aber du hast unterschrieben also wirds schwierig.

Letztlich hab ich es nur in die Liste für die SB eingetragen. Ich geh jetzt nicht davon aus, das die es nicht groß nachprüfen, ob man sich wirklich dort beworben hat. und wenn, dann ist die Bewerbung nicht angekommen. :sneaky:

Du Zuweisung selbst ist sehr unbestimmt auch dagegen kannst du Widerspruch einlegen.

Also kann ich gegen die Maßnahme auf jeden fall Widerspruch einlegen?

eine Bekannte meinte zu mir, als ich es ihr erzählt habe, das ich mich einfach krank melden soll. Aber, ich geh stark davon aus, das dann die Maßnahme nur verschoben ist.
Meine Hoffnung ist ja, das ich bis Ende März einen neuen Job habe. ;)
 

qwertz123

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Ich denke auch wenn man eine Maßnahme komplett krank macht hat man das Problem nur verschoben, da man sie ja nicht gemacht hat. Sollte immer das letzte Mittel sein wenn wirklich nichts mehr geht um sich selbst zu schützen.

Ich bin im Moment in selber Situation und soll ab nächsten Montag (04.03) wieder in eine Maßnahme, Widerspruch letzte Woche weggeschickt, vielleicht guckst du einfach mal auf meinen Thread. Wobei der Widerspruch sowieso nur begleitend ist, weil bis er bearbeitet ist, ist die Maßnahme vorbei, trotzdem wichtig, weil man im Fall dass man das Sozialgericht braucht was vorzuweisen hat. Unsere Zuweisungen sind sich übrigens verdammt ähnlich, vermutlich Standart beim Amt.
Ansonsten den MT und den SB das Leben schwer machen wo es nur geht mit allen rechtlichen Mitteln, schriftliche Anfragen stellen, nichts unterschreiben, nach Rechtsgrundlage fragen etc.... aber immer wohlwollend dabei klingen und niemals rebellisch, das bringt nichts und interessiert keinen. Du willst die Maßnahme auf jeden Fall machen aber bist mit dem und dem nicht einverstanden (aber nur wenn du dazu eine Rechtsgrundlage hast)
 
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