Widerspruch gegen Bewilligungsbescheid - Umfang? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Venomous X

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Hallo,

auf dem Anfang des Monats erhaltenen Bewilligungsbescheid (ALG II) ist bei den Kosten der Unterkunft eine Kürzung enthalten gewesen, die nicht näher erläuert ist.

Da telefonische Auskünfte so eine Sache sind und das örtliche Jobcenter gerne mal das Wort im Munde umdreht, habe ich schriftlich (per Fax; Nachweis vorhanden) um Aufschlüsselung des Kürzungsbetrages gebeten - und bislang keine Antwort erhalten.

Ich beabsichtige daher, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen und wollte nachfragen, wie umfangreich dieser ggf. begründet sein muss? - "Reicht" es, nochmals in ein oder zwei Sätzen auf den genannten Punkt hinzuweisen?

Im Vorfeld schon mal vielen Dank für Eure Antworten!

Sonniger Gruß aus NRW.
 

alexander29

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Sicher, denn dein Grund des Widerspruchs ist ja klar erkennbar.
Du solltest allerdings Widerspruch wg der Kürzung einlegen und nicht wg des "Nichterklärens" der Kürzung.
 

Venomous X

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Danke. Ja, das Nichterklären würde ich allenfalls in Ergänzung schreiben, also überdies hinaus.

Ich dachte nur, lieber vorher nochmal nachhaken, da hier ja oft seitenlange Widersprüche mit Paragrafen noch und nöcher auftauchen.

Hätte ja sein können, dass zumindest eine umfangreichere Begründung erforderlich gewesen wäre - aber wie Du schon sagst, der Grund ist ja recht simpel und eindeutig erkennbar.

Dennoch frage ich mich, warum es immer auf einen Widerspruch hinauslaufen muss; gerade hier vor Ort wird immer wieder versucht, egal, auf welchen Gebieten, Probleme zu bereiten ...

In jedem Fall vielen Dank für die kurze und hilfreiche Antwort!

Sonniger Gruß.
 
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gast_

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Je besser die Begründung, desto eher Erfolg im Widerspruchsverfahren - meine Erfahrung.
 
G

gast_

Gast
Dennoch frage ich mich, warum es immer auf einen Widerspruch hinauslaufen muss; gerade hier vor Ort wird immer wieder versucht, egal, auf welchen Gebieten, Probleme zu bereiten ...
Geld sparen...

ich bin z.B. gerade für jemanden seine Bescheide/fristwahrende Widersprüche/Widersprüche am durchforsten...ein Änderungsbescheid ist falscher als der vorherige... aber es wurde auch immer was berichtigt - da durchzublicken ist so eine Sache für sich...
und macht man dann Fehler und zieht einen Widerspruch zurück, weil ja was berichtigt wurde, ist man der Dumme.
 

Venomous X

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@Kiwi
Was wäre denn eine gute Begründung, konkret?

Genügte folgender Widerspruch denn?

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den Bewilligungsbescheid vom XXX, hier nachweislich zugegangen am XXX, lege ich form- und fristgerecht Widerspruch gegen die Kürzung in Höhe von XXX Euro im Zuge der Berechnung der Kosten für die Unterkunft ein.
Der Bescheid ist inhaltlich nicht hinreichend bestimmt.

Dem Berechnungsbogen ist weder zu entnehmen, woraus sich der Kürzungsbetrag ergibt noch wie sich dieser zusammensetzt, weshalb eine ausreichende Begründung nicht vorliegt.

Bereits mit Telefax vom XXX habe ich um Erläuterung und schriftliche Antwort gebeten, eine Antwort Ihrerseits ist bislang nicht erfolgt.

Die erforderliche Nachvollziehbarkeit des Verwaltungsaktes ist somit nicht gegeben.

Um Abhilfe und Übersendung eines nachvollziehbaren, begründeten Bescheides wird gebeten.
 

alexander29

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So kannst du das schreiben, liest sich gut.
Du solltest aber auch die Kürzung erwähnen und fordern, dass dir dieser Betrag umgehend nachgezahlt wird und dass ab der nächsten Zahlung die volle Miete gezahlt wird.

Wenn sich bei dir bei den Kosten der Unterkunft keine Änderungen ergeben haben, kannst du noch schreiben, dass du, wenn die Kürzung auch bei der nächsten Zahlung erfolgt, eine e.A. beim SG stellen wirst (und das dann auch machst).

Oder geht es dir nur um die Berechnung, bzw zahlst du weniger KDU ?
Dann kannst du dir das sparen.
 

Venomous X

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Danke für die Antwort.

Momentan ist es so, dass ich ein einer WG wohne und eine Pauschalmiete bezahle; grundsätzlich wird ja nur Kaltmiete plus Neben- und Heizkosten bezahlt, weshalb prinzipiell durchaus nachvollziehbar wäre, wenn eine Bereinigung vorgenommen worden wäre (wobei Stromkosten auch übernommen werden müssten, d. h. allenfalls Telefon/Internet/Kabelanschluss wären zu bereinigen).

So kann ich aber weder nachprüfen, was und wie berechnet wurde, wie sich die Kürzung zusammensetzt ... demzufolge kann auch nicht abgeschätzt werden, ob die KDU nun korrekt berechnet sind oder eben nicht ... das ist das Hauptproblem.

Der Bewilligungsbescheid ist auf erstmalige Antragstellung erlassen worden, also kein Folgeantrag; Änderungen können sich also nicht ergeben haben.

Keine Ahnung, von was das Jobcenter ausgegangen ist, bislang alles Spekulation; daher bat ich auch um Erläuterung.

Die Zahlung der vollen Pauschalmiete zu verlangen, nun, ist glaube ich auch nicht so sinnvoll - wenn ich deren Berechnungsgrundlage gar nicht kenne!?
 

alexander29

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Die Zahlung der vollen Pauschalmiete zu verlangen, nun, ist glaube ich auch nicht so sinnvoll - wenn ich deren Berechnungsgrundlage gar nicht kenne!?
Nun ja, wenn deine Miete angemessen ist, du keine Internet- und Telefonkosten zahlst, auch keine Kosten, die vom JC nicht gezahlt werden müssen (siehst du ja anhand des Mietvertrages) dann muss ja deine Miete voll übernommen werden; unabhängig davon, wie das JC rechnet.
 

Venomous X

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Also, ich zahle pauschal 300,00 Euro, darin enthalten ist neben Kaltmiete, Betriebskostenvorauszahlung und Heizkosten auch Strom sowie anteilige Kosten für den 3play-Anschluss (Internet/Telefon/Kabelanschluss). Die Beträge sind nicht einzeln ausgerechnet, sondern pauschalisiert (zusammengefasst).

Letzter Posten wäre ja noch nachvollziehbarerweise herausrechenbar, aber das kommt mit knapp 80 Euro nicht hin!?

Und die übrigen Kostenfaktoren müssten ja übernommen werden; Quadratmeterzahl und Kaltmiete ist angemessen.

Aus dem Grund war ich mir nicht sicher, wie der Widerspruch am besten formuliert werden sollte ...

Danke Euch!
 
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