Widerspruch gegen Aufforderung zur Mitwirkung möglich? (1 Betrachter)

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ExitUser

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Hallo,

ich wurde vom jc aufgefordert, einen Antrag auf Unterhaltskostenvorschuss zu stellen. Kann ich dagegen Widerspruch einlegen? Also der Antrag ist gegen die Mutter des Kindes gerichtet die Grundsicherung bekommt und außer, dass sie einen Haufen Schulden ansammelt, sich nichts an der finanziellen Situation ändern wird. Die familiäre Situation ist dem jc seit 12 Jahren bekannt und offiziell ist das Kind zur einen Hälfte der Zeit bei mir und die andere bei der Mutter. Die Leistungen für sie beziehe ich.
 

Imaginaer

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Nein, Widerspruch ist nur gegen Bescheide möglich. Eine "Aufforderung" zur Mitwirkung ist kein Bescheid.

Unterhaltsvorschuss stellt man beim Jugendamt, nicht bei der Mutter. Der Unterhaltsvorschuss wird mit den Leistungen des Kindes verrechnet, sodass diese sich mindern. Du solltest nachweisbar (Fax mit Sendeprotokoll und/oder Empfangsbestätigung auf der Kopie des Antrags) einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss stellen. Diesen Nachweis schickst Du nachweisbar dem Jobcenter. Hier geht es wohl darum, das du es beantragst. Wird man meiner Ansicht nach nicht drum herum kommen.
 
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ExitUser

Gast
OK, dass ich den nicht bei der Mutter sondern beim Jugendamt stelle ist selbstverständlich. Wenn ich diesen Antrag jetzt nicht stelle, wird es sicher wieder eine Sanktion geben und ich muss dann Widerspruch einlegen. In der jetzigen Situation ist es aber so, dass das Jugendamt, bei gleicher Aufenthaltszeit (Mutter VAter), den Antrag ablehnen wird. Teilt das jc dann alle Leistungen?
 

Imaginaer

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Mal ganz ruhig mit den jungen Pferden! Eine Sanktion wird es nicht geben, sondern die Einstellung der Leistungen des Kindes. Dagegen kannst Du erst Widerspruch einlegen. Aber das liegt (noch) nicht vor.

Primär geht es gerade darum einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss zu beantragen. Das bitte wie oben beschrieben nachweisbar machen. Und dem JC nachweisbar schicken. Ob und Wann Du Unterhaltsvorschuss bekommst, ist erst einmal nicht das Thema. Eine Anrechnung darf erst bei Zufluss aufs Konto stattfinden.

Mit Unterhaltsvorschuss bei geteilter Aufenthaltszeit müsste jemand anderes helfen. Eine Ablehnung aufgrund dessen, ist aber wohl nicht rechtens und man sollte in den Widerspruch gehen gegenüber dem Jugendamt (auch nur eine Behörde wie das JC). Da Du den Regelbedarf des Kindes bekommst, wird es von diesem abgerechnet. Regelsatz/Kind - Unterhaltsvorschuss = Bedarf des Kindes. Aber das ist Zukunftsmusik.
 
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