Widerspruch gegen Ablehnung der Förderung einer beruflichen Weiterbildung wurde als unbegründet abgelehnt. Ablehnungsbescheid geht auf Widerspruchsgründe garnicht wirklich ein und ist inhaltlich nach wie vor "falsch". Was kann ich da noch tun?

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FrauStahl

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Hallo zusammen,

ich hatte gestern die Antwort der Widerspruchstrelle auf meinen Widerspruch gegen die Ablehnung der Förderung einer beruflichen Weiterbildung im Briefkasten. :(:(:(

Ich hab die Begründung jetzt schon zum x ten mal gelesen, aber so richtig glauben kann ich es leider immer noch nicht. Entweder ich verstehe da irgendwas gehörig falsch, oder der Bescheid ist voller inhaltlicher Fehler. :mad::mad::mad: Ich steh jedenfalls beim lesen immer wieder da, wie der Ochs vor dem Berg.

Ich hatte in meinem Wiederspruch auf jede Menge Punkte im Ablehnungsbescheid verwiesen wie:
1. Der Bescheid fing bei mir erst mit Seite 2 an. Habe ich überhaupt einen vollständigen Bescheid erhalten?
2. Das Datum meines Antrages hat nicht gestimmt, mündlich hatte ich den Antrag schon deutlich früher gestellt
3. Als Rechtsgrundlage wurde §§ 81(2) SGB III angegeben. Darin geht es aber um den Nachträglichen Erwerb einer Berufsausbildung. Das war garnicht Gegenstand meines Antrages. Es handelte sich um die Erweiterung beruflicher Kompetenzen nach 81(1a).
4. Im Ablehnungsbescheid wurde immer wieder auf den Titel meiner Weiterbildung (SAP Berater/in) verwiesen. Der Titel ist aber nur der Titel der Weiterbildung und nicht mal der Titel des Zertifikates, das man am Ende hat. Mit den Inhalten aus der Weiterbildung hat sich das AA garnicht beschäftigt und einfach aufs gerate wohl hin unterstellt, ich wollte im Bereich Consulting arbeiten.
5. Es wurden gesundheitliche Einschränkungen angenommen, die in der Form garnicht vorlagen.

Nun habe ich die Ablehnung und meiner Ansicht nach (klar ich bin da absolut parteiisch und gerade auch gefühlt auf 180) zeigt auch die Ablehnung des Widerspruches zahlreiche, inhaltliche Fehler.

Auf Punkte, wie etwa ob der Bescheid vollständig ist, oder dass die falsche Rechtsgrundlage genannt wurde, wird garnicht wirklich eingegangen.
Einige Punkte entsprechen einfach nicht der Wahrheit. Ich habe deutlich mehr als einmal und zwar in so ziemlich jedem Schriftwechsel und auch in den Terminen vor Ort zahlreiche, passende Stellen vorgelegt.
Auch aus der Ablehnung des Widerspruchs geht hervor, dass das AA grundsätzlich nicht verstanden hat, worum es bei der Weiterbildung als SAP-Berater geht. Es wird eine exemplarische "Auswertung" der von mir vorgelegten Stellen mit aufgeführt, in der eigentlich immer nur steht - "da steht nichts von SAP Berater- nicht passgenau" Auch die Widerspruchsstelle hat sich offensichtlich mit der von mir beantragten Weiterbildung inhaltlich kein Stück beschäftigt, sondern beurteilt die Passgenauigkeit lediglich auf Grund des Titels der Weiterbildung.
Ich hatte auch ganz ganz ganz GANZ deutlich geschrieben, dass ich NICHT beabsichtige im Consulting tätig zu werden und dass die Weiterbildung als SAP-Berater nur wegen Vorgaben der Firma SAP so heißt und habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie Weiterbildung lediglich technische Inhalte vermittelt und für eine Vielzahl von Positionen qualifiziert von denen Berater im Sinne von Consulting nur eine Möglichkeit ist. Dennoch sagt das Amt hier zum xten mal, dass ich persönlich auf grund meiner (unbestätigten) medizinischen Einschränkungen nicht im Consulting arbeiten könne und daher die Weiterbildung nicht passend sei.
Auch widerspricht sich der Bescheid an einigen Stellen selbst. Etwa wird gesagt, dass aus den Stellen klar hervorgeht, dass fast alle Arbeitgeber bereit seien neue Mitarbeiter entsprechend einzuarbeiten. Gleichzeitig steht sogar in den zitierten Auszügen aus den Stellenausschreibungen immer deutlich, dass bestimmte SAP Kenntnisse aber ganz klar vorausgesetzt werden können.

Letztlich widerholt der Ablehnungsbescheid vom Widerspruch egtl. genau die gleichen Dinge, die im zu Grunde liegenden Ablehnungsbescheid schon standen. Auf meine Gegenargumente wurde so gut wie nicht eingegangen.

Hat jemand einen guten Tipp, was man da noch tun kann?
 

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FrauStahl

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Hallo nochmal.
Also ich habe heute mal in Nürnberg angerufen beim Kundenreaktionsmanagement. Dort hatte ich (man mag es kaum glauben) einen sehr verständnisvollen und kompetenten Mitarbeiter am Telefon.

Von ihm habe ich folgende Infos bekommen:
1. Fachaufsichtsbeschwerde ist eine Möglichkeit, wie @abcabc schon angemerkt hat und werde ich nun auch einlegen
2. Man hat egtl auch immer die Möglichkeit einen Antrag auf Überprüfung zu stellen, wenn man den Eindruck hat, dass wie bei mir auf die gebrachten Argumente garnicht eingegangen wurde.
3. Man kann Klage vor dem Sozialgericht erheben, wie auch schon erwähnt wurde. Dazu ist aber die Frist von 4 Wochen zu beachten. Die erste Instanz sei außerdem kostenlos und man kann sich auch selbst vertreten.

Mal als Info für alle, die nach mir vielleicht nochmal in der Situation
 

Helga40

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1. Endet "fff" und bringt gar nichts.

2. Du bist in der Klagefrist und daher geht noch kein Überprüfungsantrag.

3. Wurde dir hier ebenfalls geantwortet und ist auch die einzig korrekte Antwort.
 

FrauStahl

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Hallo zusammen. :):) :)
Also ich habe jetzt fristgerecht Klage eingereicht. Ich habe ganz strukturiert mal meinen Antrag und meinen Widerspruch der Begründung des Widerspruchsbescheids gegenübergestellt und darauf hingewiesen wo auf meine Gründe einfach nicht eingegangen wurde oder wo die Begründung einfach nachweislich falsch war.
Ich habe auch auf Stellen verwiesen, an denen ich der Meinung war, dass dort einfach unsauber gearbeitet wurde. Die Auswertung der von mir vorgelegten Stellen fand ich zum Beispiel einen absoluten Witz.

Insgesamt sind das jetzt 18 Seiten mit hoffentlich guten Argumenten. :rolleyes:

Ich nehme mal an ich bekomme demnächst Post vom Sozialgericht über den Eingang und dann wird die Gegenseite angehört und dann kann ich mich nochmal äußern?
 

Stauer

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und dann wird die Gegenseite angehört und dann kann ich mich nochmal äußern?
Das wird sogar nötig sein, denn die Gegenseite wird Dich durch den Kakao ziehen. Eine Stellungnahme Deinerseits, kann nur von Vorteil sein.
Wie sich die Gegenseite dazu äußert, geht Dir schriftlich zu, was die dazu schreiben. Dann kannst Du, wenn Du möchtest, weiter berichten.
 

FrauStahl

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Ich habe heute vom Sozialgericht erst mal eine Schweigepflichtsentbindung bekommen. Die scheint mir ziemlich umfangreich.
Sie umfasst sowohl die Sozialhilfeträger, die Agentur für Arbeit, die Widerspruchsstelle so wie die Familienkasse, Rentenversicherungsträger und zuständige Gerichte und Staatsanwaltschaften. Auch gibt es einen Paragraph der explizit von der medizinsichen Schweigepflicht entbindet auch ausdrücklich "Personen bei denen früher Behandlungen stattgefunden haben.

Das klingt mir ein bisschen arg umfassend, oder wie seht ihr das?

Das wird sogar nötig sein, denn die Gegenseite wird Dich durch den Kakao ziehen. Eine Stellungnahme Deinerseits, kann nur von Vorteil sein.
Wie sich die Gegenseite dazu äußert, geht Dir schriftlich zu, was die dazu schreiben. Dann kannst Du, wenn Du möchtest, weiter berichten.

Ich bin ja mal auf das "durch den Kakao" ziehen gespannt. Weil letztlich habe ich auf 18 Seiten eigentlich nur aus der Begründung des Widerspruchsbescheides zitiert und dem gegenübergestellt, was ich im Widerspruch geschrieben hatte. Letztlich hat sich die Widerspruchsstelle ja egtl nur der Stellungnahme meiner Integrationsfachkraft angeschlossen und selbst fast nichts ausgeführt. Auch hatte man gesagt, dass das, was ich im Widerspruch geschrieben hatte, grundsätzlich bereits bekannt gewesen wäre.

Auf was "neues" sollte sich das Amt also wohl nicht berufen können ;););)
 
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Stauer

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Ich habe heute vom Sozialgericht erst mal eine Schweigepflichtsentbindung bekommen. Die scheint mir ziemlich umfangreich.
Für die AfA, Widerspruchsstelle und die zuständigen Gerichte o.k. Da ist es wichtig. Bei den anderen aufgezählten, weiß ich es nicht genau. Vieleicht ließt ja noch jemand mit, der mehr darüber weiß.
Auch hatte man gesagt, dass das, was ich im Widerspruch geschrieben hatte, grundsätzlich bereits bekannt gewesen wäre.
Wenn Du das schriftlich hast, kann es ein + Punkt sein.
 

FrauStahl

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Hallo zusammen :) :) :)

Heute kam eine Abschrift der Entgegnung der Agentur für Arbeit.

Die AfA beantragt (natürlich) die Abweisung der Klage.
Es wird eigentlich nur darauf verwiesen, dass alle Argumente, die ich in der Klageschrift vorgebracht habe, bereits bekannt waren und die AfA verweist darum nochmal auf die Ausführungen im Widerspruchsbescheid. Auch wird darauf verwiesen, dass die Weiterbildung ja eine Ermessesentscheidung sei und das Ermessen hier korrekt ausgeübt wurde.

Ich finde das insgesamt ganz günstig für mich. Da ich im Widerspruchsbescheid ja wirklich viele formale und inhaltlich Fehler aufzeigen konnte ist für mich die Argumentation "Ja die Klägerin hat uns die ganzen Fehler schon mitgeteilt, aber wir finden trotzdem, dass die Ermessensentscheidung korrekt ist" doch eher schwach.

Kann es Sinn machen tortzdem auf die Eingabe zu antworten?
 

Maritimer78

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Ich denke, das hat keine realistische Aussicht auf Erfolg.

Die Begründung der Ablehnung ist sehr ausführlich und nachvollziehbar.
Insbesondere der Punkt, welcher die gesundheitlichen Einschränkungen betrifft, sofern diese psychisch oder physisch so liegen, dass sie tatsächlich hinderlich sind, ist kritisch.
Eine zukünftige Tätigkeit als SAP Berater, ob nun Anwenderseitiges oder Engineering, setzt unter anderem eine hohe Resilienz voraus. À la „it‘s not a game, it‘s a shark tank”.

Wenn das Ganze einen Funken auf Erfolg haben soll, so muss dem Gericht (also eigentlich dem JC), belegbar gemacht werden, wie damit ein zukünftiger selbständiger Lebensunterhalt erwirtschaftet wird.

Wie dem auch sein, wie bereits seitens des JC angedacht, ist in diesem Falle das Vorliegen einer zukünftigen vollen Anstellung in Kombination mit dem Kurs, wohl die aussichtsreichste Variante.
Das wird sicher nicht leicht, passt aber von den Hürden / Anforderungen schon sehr zu der Tätigkeit eines Consultants...
 

ZynHH

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Das klingt mir ein bisschen arg umfassend, oder wie seht ihr das?
Willst du Hilfe vom Gericht oder nicht?
Gibts denn Befunde bei Ärzten die dich als nicht leistungsfähig ausweisen?
Du entscheidest doch, welche Ärzte etwas sinnvolles dazu beisteuern können und nur die entbindest du von der Schweigepflicht, wenn das Gericht nicht explizit von bestimmten Ärzten etwas will.
und sprich mit den Ärzten, was und warum da was vom Gericht kommt.
 

Stauer

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Kann es Sinn machen tortzdem auf die Eingabe zu antworten?
Du kannst dem Gericht eine Gegendarstellung schreiben. Das Ermessen wurde nicht korrekt ausgeübt, wie bereits in der Klageschrift ausgeführt. Es wurde auf nichts eingegangen. Ignoranz ist kein Ermessen, sondern fehlerhafte Ermessensausübung. Das grenzt schon an reine Willkür. Aus all den Gründen, die schon in der Klageschrift stehen, bittest Du das Gericht, die Klage zuzulassen.
 

FrauStahl

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Willst du Hilfe vom Gericht oder nicht?
Gibts denn Befunde bei Ärzten die dich als nicht leistungsfähig ausweisen?

Das Thema ist schon rum ums Eck ;)

Ich hatte mal beim Sozialgericht angerufen und der nette Herr meinte, dass das lediglich ein Standardschreiben ist, dass sie an alle so rausschicken. Er meinte ich könnte da auch rausstreichen was nicht für den Fall relevant ist und das hab ich dann auch so getan.
Insbesondere der Punkt, welcher die gesundheitlichen Einschränkungen betrifft, sofern diese psychisch oder physisch so liegen, dass sie tatsächlich hinderlich sind, ist kritisch.
Eine zukünftige Tätigkeit als SAP Berater, ob nun Anwenderseitiges oder Engineering, setzt unter anderem eine hohe Resilienz voraus. À la „it‘s not a game, it‘s a shark tank”.

Wenn das Ganze einen Funken auf Erfolg haben soll, so muss dem Gericht (also eigentlich dem JC), belegbar gemacht werden, wie damit ein zukünftiger selbständiger Lebensunterhalt erwirtschaftet wird.

Wie dem auch sein, wie bereits seitens des JC angedacht, ist in diesem Falle das Vorliegen einer zukünftigen vollen Anstellung in Kombination mit dem Kurs, wohl die aussichtsreichste Variante.
Das wird sicher nicht leicht, passt aber von den Hürden / Anforderungen schon sehr zu der Tätigkeit eines Consultants...

Die gesundheitlichen Einschränkungen stimmen aber eben nicht und das hab ich mir auch ärztlich bestätigen lassen und mit der Klageschrift eingereicht.

Abgesehen davon könnte deine Darstellung auch von meiner Integrationsfachkraft stammen. SAP-Berater - das muss quasi Consulting sein. Unter dem Begriff SAP-Berater gibts es über 100 verschiedene Weiterbildungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Da kann man nicht einfach pauschal hergehen und sagen das und das sind die Anforderungen weil es schon DAS Berufsbild dafür nicht gibt. Natürlich kann man mit einigen Weiterbildungen aus dme Bereich auch als Consultant tätig werden, aber nicht mit allen. Viele Weiterbildungen für SAP-Berater sind auch einfach nur für Entwickler oder Administratoren die ganz normal bei Firmen inhouse angestellt sind. Nicht wenige meiner ehemaligen Kollegen haben nach ein oder zwei Jahren als Entwickler dann einen SAP-Berater gemacht und ihr Arbeitsalltag ist immer noch genau so wie vorher als Entwickler. Einer davon ist mobil übrigens noch "gebehinderter" als ich und sitzt im Rollstuhl, das schränkt ihn aber auch nicht ein in seinem Beruf.

Und wie damit ein Lebensunterhalt erwirtsschaftet werden soll ist hier sicher auch nicht anders, als bei jeder anderen Weiterbildung. Man sucht nach offenen Stellen, die die Fähigkeiten fordern, die in der Weiterbildung vermittelt werden und auf die man sich nach der Weiterbildung dann sehr wahrscheinlich erfolgreich bewerben kann. Davon hab ich viele vorgelegt (übrigens war keine davon irgendwie im Bereich Consulting). Aber bei der "Auswertung" der von mir vorgelegten Stellen wurde ja praktisch nur geschaut, ob da "SAP-Berater" drinnen steht und wenn das nicht der Fall war, hieß es "nicht passgenau". Wie das "nachvollziehbar" sein soll kann ich wirklich nicht verstehen.
 

Kitty123

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@FrauStahl Kannst du bitte mitteilen welchen beruf du überhaupt erlernt hast?
Ich habe selbst mal bei Alfa Training angerufen und mich erkundigt bezüglich SAP-Fortbildungen.
Die sagten mir selbst damals das die " Beraterkurse " primär an Leute mit Studium gerichtet sind.
Du kannst vielleicht versuchen einen " Anwender " im SAP - Bereich gefördert zu bekommen.
Hinterher kannst du auf dieser Qualifikation aufbauen.
Die Tatsache das die Rechtsbehelfsstelle deinen Widerspruch als unbegründet zurückweist, verdeutlicht
Das die Behörde potentielle Gerichtskosten in Kauf nehmen würde.
Das bedeutet die fühlen sich ziemlich auf der sicheren Seite.
SAP-Anwenderkurse dauern 8 Wochen bei Alfatraining.
Die Kosten liegen dort bei Alfatraining bei über 5000 Euro.
Beraterkurse dauern doppelt solange meines Wissens nach und kosten der Behörde
dementsprechend noch sehr viel mehr Geld.
 
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FrauStahl

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Kannst du bitte mitteilen welchen beruf du überhaupt erlernt hast?
Du kannst vielleicht versuchen einen " Anwender " im SAP - Bereich gefördert zu bekommen.
Hinterher kannst du auf dieser Qualifikation aufbauen.

Ich bin technisch, mathematische Softwareentwicklerin.
Darum macht für mich auch eine Weiterbildung als "Anwender" garkeinen Sinn, weil die sich ja eben an Wender, also Kaufläute, Spedition, Controlling etc. etc. richtet.

Ich habe selbst mal bei Alfa Training angerufen und mich erkundigt bezüglich SAP-Fortbildungen.
Die sagten mir selbst damals das die " Beraterkurse " primär an Leute mit Studium gerichtet sind.

Da wurdest du leider sehr schlecht beraten.

Ja im Kursnet z.B. wird in der Richtung oft ein Studium als Beispiel (!) für eine Zielgruppe genannt. Das liegt aber vor allen Dingen daran, dass die Weiterbildungen auch eine ganz bestimmte Art formuliert sein müssen um von der AfA zertifiziert zu werden.


Aber wesentlich ist auch hier wieder, worum es in der Weiterbildung überhaupt geht und vor allen Dingen, welchen Abschluss du am Ende überhaupt machst. Du bekommst ja neben dem Trägerzertifikat ja auch das richtige SAP-Zertifikat. Die Zertifizierungen von SAP haben mehrere Karrierestufen. Wenn du jetzt einen SAP-Berater machen möchtest der als "Professional" abschließt, dann werden von SAP viele Jahre Berufserfahrung und ein Studium empfohlen. Wenn du aber "nur" einen Associate oder ein anderes Grundlagenzertifikat am Ende abschließt dann reicht es eben auch wenn du entsprechend Berufseinsteiger bist, denn für die ist dieses Karrierelevel ja gedacht.


SAP-Anwenderkurse dauern 8 Wochen bei Alfatraining.
Die Kosten liegen dort bei Alfatraining bei über 5000 Euro.
Beraterkurse dauern doppelt solange meines Wissens nach und kosten der Behörde
dementsprechend noch sehr viel mehr Geld.

Das Angebot, was ich vorgelegt hatte, war für knapp 6400 EUR.
Natürlich ist das sehr viel Geld, aber ich würde sagen wenn der kürzere Anwenderkurs schon über 5000 EUR kostet ist "Preis/Leistung" beim Berater deutlich besser.[/USER]
[/QUOTE]
 

Kitty123

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Die Vermittlung denkt sich unter Umständen ,dass es keine Garantie für eine Beschäftigung hinterher gibt.
Daher arbeitet die Behörde gerne mit diesen " Coachings " und " Bewerbungstrainings.
Diese Maßnahmen weisen oftmals eine höhere erfolgreiche " Vermittlungsquote " auf.
 

Maritimer78

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Die gesundheitlichen Einschränkungen stimmen aber eben nicht und das hab ich mir auch ärztlich
Das ist doch gut.
Abgesehen davon könnte deine Darstellung auch von meiner Integrationsfachkraft stammen.
Resilienz. ...

SAP-Berater - das muss quasi Consulting sein. Unter dem Begriff SAP-Berater gibts es über 100 verschiedene Weiterbildungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Da kann man nicht einfach pauschal hergehen und sagen das und das sind die Anforderungen weil es schon DAS Berufsbild dafür nicht gibt. Natürlich kann man mit einigen Weiterbildungen aus dme Bereich auch als Consultant tätig werden, aber nicht mit allen. Viele Weiterbildungen für SAP-Berater sind auch einfach nur für Entwickler oder Administratoren die ganz normal bei Firmen inhouse angestellt sind. Nicht wenige meiner ehemaligen Kollegen haben nach ein oder zwei Jahren als Entwickler dann einen SAP-Berater gemacht und ihr Arbeitsalltag ist immer noch genau so wie vorher als Entwickler. Einer davon ist mobil übrigens noch "gebehinderter" als ich und sitzt im Rollstuhl, das schränkt ihn aber auch nicht ein in seinem Beruf.

Und wie damit ein Lebensunterhalt erwirtsschaftet werden soll ist hier sicher auch nicht anders, als bei jeder anderen Weiterbildung. Man sucht nach offenen Stellen, die die Fähigkeiten fordern, die in der Weiterbildung vermittelt werden und auf die man sich nach der Weiterbildung dann sehr wahrscheinlich erfolgreich bewerben kann. Davon hab ich viele vorgelegt (übrigens war keine davon irgendwie im Bereich Consulting). Aber bei der "Auswertung" der von mir vorgelegten Stellen wurde ja praktisch nur geschaut, ob da "SAP-Berater" drinnen steht und wenn das nicht der Fall war, hieß es "nicht passgenau". Wie das "nachvollziehbar" sein soll kann ich wirklich nicht verstehen.
Wie lange arbeitest Du denn schon mit bzw. an SAP Software?
 

Thani

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Daher arbeitet die Behörde gerne mit diesen " Coachings " und " Bewerbungstrainings.
Diese Maßnahmen weisen oftmals eine höhere erfolgreiche " Vermittlungsquote " auf.
Weil ELOs in Solchen Maßnahmen "erfolgreich" aus der Statistik verschwinden, oder worauf spielst du an? ;)
Es gibt hier ja nebenan den Forenbereich Sinnlos Maßnahmen.
Da berichten mehr als genug ELOs über den Alltag bei solchen Maßnahmen.
Gutes hört man selten.
 

Stauer

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Diese Maßnahmen weisen oftmals eine höhere erfolgreiche " Vermittlungsquote " auf.
Das glaubst Du doch selber nicht. Kannst Du das irgendwie belegen, mit Zahlen, Fakten oder Sonstiges?
Ich habe noch nie von jemandem gehört, daß nach einer sinnlosen Maßnahme, wahrhaftig eine Stelle rausgesprungen ist.
 

Thani

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Ich denke, das hat keine realistische Aussicht auf Erfolg.

Die Begründung der Ablehnung ist sehr ausführlich und nachvollziehbar.

Ich hab mal den zu Grunde liegenden Widerspruchsbescheid durchgesehen.
Ich kann mir der Einschätzung "sehr ausführlich und nachvollziehbar" beim besten Willen nicht anschließen.
Dort stehen ja zur Hälfte Gesprächsvermerke.
Die Vermerke belegen egtl auch das, was Themenstarter hier und in den Themen davor schon gesagt hat.
Der Antrag wurde nicht bearbeitet.
Es gab immer nur mündliche Termine und in denen wurde das Thema mit Verweis auf die Passgenauigkeit auf die lange Bank geschoben.
Wenn wir die bestrittenen, gesundheitlichen Punkte ausnehmen sehe ich eigentlich gar kein handfestes Argument.
Zumal das Wort "Passgenau" hier auf Biegen und Brechen erzwungen wird.
Siehe Stellenausschreibungen.
Dort steht sogar explizit, dass entsprechende Kenntnisse mit SAP und BI gefordert sind.
Die "Auswertung" der Stellen ist ja mehr eine Raterunde, wo jeder Satz mit Fragezeichen endet.
SAP BI? Ist das jetzt SAP BI Berater? Berater steht da nicht. Nicht Passgenau!
Nach der Logikdürfte sich kein Tischler als Bautischler bewerben.
Man sieht auch mehr als deutlich, dass aus den Stellen nur das herausgesucht wurde, was für die Argumentation der AfA Sinn macht.
Bei einigen Stellen wurden nicht mal die Anforderungen an den Bewerber zitiert, lediglich, dass die Arbeitgeber ein Onboarding anbieten.
Ein paar Seiten weiter wird dann praktisch argumentiert, wenn Arbeitgeber Onboarding anbieten, dann können doch alle anderen Anforderungen an den Bewerber ignoriert werden, dann braucht es auch keine Weiterbildung.

Da fällt selbst mir nichts mehr ein, außer:
Ignoranz ist kein Ermessen, sondern fehlerhafte Ermessensausübung.
 
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